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MediaMarkt und Saturn: Übernahme erreicht wichtigen Meilenstein

Die Übernahme von MediaMarkt und Saturn wird konkreter. So hat das deutsche Bundeswirtschaftsministerium den Daumen nach oben gegeben.
MediaMarkt und Saturn: Die Übernahme durch JD.com schreitet voran. Bild: Symbolbild; KI-generiert

MediaMarkt und Saturn sollen unter ein chinesisches Dach wandern. So will der Händler JD.com die angeschlagenen Ketten übernehmen. Der aktuelle Mutterkonzern Ceconomy hatte den Online-Boom lange verschlafen und gerät daher zusehends durch Konkurrenten wie Amazon und Co. unter Druck. Das ist ein wenig ironisch, denn zuvor waren es die riesigen Elektronikfachmärkte, die viele kleinere Radio- und Fernseher-Fachhändler in Bedrängnis gebracht hatten. Jetzt gibt es Neuigkeiten zu vermelden: Schien der Deal zuletzt zu kippen, sieht es nun offenbar wieder gut aus.

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So hat das deutsche Bundeswirtschaftsministerium der Übernahme von MediaMarkt und Saturn bzw. des Mutterkonzerns Ceconomy den Daumen nach oben gegeben – allerdings unter Auflage. Zuletzt schien JD.com da eher ins Schwitzen zu geraten. Denn die EU-Kommission hat eine genauere Prüfung eingeleitet. Diese läuft noch, sodass der chinesische Anbieter weiterhin zittern muss. Zumindest aus Deutschland gibt es aber nun weniger Druck – vorausgesetzt, JD.com hält sich an die Auflagen der Politik.

Demnach muss JD.com gewährleisten, dass die Daten der deutschen Kund:innen geschützt werden. Bei Verstößen könnte die Bundesregierung die Genehmigung der Übernahme widerrufen. Hier gibt es Befürchtungen von Datenschützer:innen, dass letzten Endes personenbezogene Daten deutscher Bürger:innen im Zweifelsfall an die chinesische Regierung abfließen könnten. Das will man durch die Auflagen verhindern und auch bei MediaMarkt und Saturn kontrollieren.

MediaMarkt und Saturn: Wirklich bald China-Shops?

Die EU-Kommission hatte andere Bedenken geäußert. Sie prüft, ob JD.com als Unternehmen in China möglicherweise massive Subventionen erhalten hat, um die Übernahme zu ermöglichen. Das könnte eine Wettbewerbsverzerrung darstellen. Denn dann hätten andere Übernahmeinteressenten keine reale Chance gehabt, auf MediaMarkt und Saturn bzw. den Mutterkonzern Ceconomy mitzubieten. Bis zum 2. Oktober 2026 will man da zu einer Entscheidung kommen.

Denn ohne Zustimmung der EU-Kommission nutzt am Ende auch das grüne Licht des deutschen Bundeswirtschaftsministeriums nichts. Im Übrigen haben auch schon Frankreich und Italien den Daumen nach oben gegeben (via Handelsblatt). Die Entscheidungen in Österreich und Spanien sind jedoch noch offen. Es geht um viel, denn MediaMarkt und Saturn stehen gemeinsam für den größten Elektronikhändler in Europa. JD.com aus China ist dort wiederum einer der bedeutendsten Online-Händler.

Inzwischen hat JD.com Blut geleckt und will auch in Europa massiv expandieren. Man sieht seine eigenen Stärken im Online-Handel, die von MediaMarkt und Saturn wiederum in der umfangreichen Filial- und Logistikstruktur. Darauf will man Synergieeffekte aufbauen.

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