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Netflix teilen? Ab sofort gibt es eine weitere Hürde

Netflix verbindet das Teilen von Konten inzwischen mit einer zusätzlichen Hürde. Die Anpassung kommt nicht ganz unerwartet.
Netflix fordert inzwischen für alle Profile eine E-Mail-Adresse. Bild: Symbolbild; KI-generiert

Netflix hat schon vor einigen Jahren die Daumenschrauben angezogen, was das Passwort-Sharing betrifft. Duldete man zuvor stillschweigend das Teilen des Kontos über einen Haushalt hinaus, so sperrt man mittlerweile rigoros haushaltsfremde Mitbenutzer:innen aus. Stattdessen kannst du bei Bedarf kostenpflichtig zusätzliche Mitgliedschaften buchen. Jetzt hat der Streamingdienst eine zusätzliche Hürde implementiert, die viele Zuschauer:innen zunächst vor den Kopf gestoßen hat.

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So musst du inzwischen jedem einzelnen Profil bei Netflix eine E-Mail-Adresse zuordnen. Wer dies noch nicht getan hat und sich beim Streamingdienst über ein Zusatzprofil einloggen möchte, wird direkt dazu aufgefordert, eine vom Hauptkonto abweichende E-Mail zu hinterlegen. Gleichzeitig wünscht sich die Plattform auch, dass du für jedes Profil Vor- und Nachnamen einträgst. Im Gegensatz zur obligatorischen E-Mail-Adresse sind die anderen beiden Angaben aber freiwillig (via Ars Technica).

Netflix fragt bei Zusatzmitgliedschaften inzwischen die E-Mail-Adresse ab.
Netflix fragt bei Zusatzmitgliedschaften inzwischen die E-Mail-Adresse ab. | Bild: Netflix

Doch obwohl die Vorgehensweise von Netflix es dir bzw. Zusatzmitgliedern auf den ersten Blick umständlicher macht, so hat das Ganze doch handfeste Vorteile. Etwa können Zusatzmitglieder nach Angabe ihrer eigenen E-Mail-Adresse eigenständig Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzen, ihre Login-Daten ändern oder unabhängig vom Hauptkonto Einstellungen wie die Sprache und mehr anpassen. Wichtig: Kinderprofile bleiben ausgenommen. Für sie ist weiterhin keine individuelle E-Mail-Adresse notwendig.

Giert Netflix nur nach Daten?

Beschwerden stammen nun jedoch von Familien und Wohngemeinschaften, die es als unnötig empfinden, jeweils individuelle E-Mail-Adressen in einzelnen Profilen eines Haushalts zu hinterlegen. Datenschützer:innen sind ebenfalls skeptisch. Sie mutmaßen, es könnte Netflix mehr darum gehen, weitere Nutzungsdaten präziser zuordnen zu können, um sie mit der Werbeindustrie zu teilen. Dazu passt, dass der Streamingdienst in seinen Bestimmungen auch angibt, dass man sich das Recht zusichert, E-Mail-Adressen mit Marketing-Agenturen und Werbetreibenden zu teilen.

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Passenderweise bombardiert Netflix nach Angabe der E-Mail auch direkt die neuen Adressen mit Eigenwerbung. Immerhin kann man diese Meldungen jedoch nachträglich wieder abbestellen. Es gibt auch eine Nische von Nutzer:innen, die selbst mehrere Profile nutzen, um segmentierte Empfehlungen zu erhalten. Etwa schauen sie mit einem Profil dann nur Dokumentationen, mit einem anderen nur Serien. Die jeweiligen Profile bekommen deswegen stark kategorisierte Empfehlungen, was die Betreffenden als übersichtlicher empfinden. Nun müssen sie für ihre eigenen Mehrfach-Profile ebenfalls unterschiedliche E-Mail-Adressen herausfischen.

So oder so: Die Anpassung von Netflix stößt nicht überall auf Gegenliebe. Sollte es bei dir bzw. deinen Zusatzmitgliedern noch nicht geschehen sein: Auch da dürfte bald der Verweis auf die Angabe einer E-Mail-Adresse aufploppen.

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