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LG OLED C6 im Test – ein Preis-Leistungs-Tipp? Hier kommt es auf die Größe an!

Der OLED C6 von LG auf der Überholspur: Wie nah kommt er ans Spitzenmodell LG OLED G6 heran?
LG C& Test auf HIFI.DE
Panel Typ
OLED
Auflösung
4K (3.840 x 2.160)
Verfügbare Größen
42", 48", 55", 65", 77", 83"
Getestete Größe
55", 77"
HDR-Unterstützung
HDR10, HLG, Dolby Vision
Bildfrequenz
100 / 120 Hz
Video-Eingänge
4 x HDMI 2.1
Preis (UVP/Straßenpreis)
2.699 Euro / um 2.000 Euro (55")
In Kürze
Der LG OLED C6 kann mehr als "Mittelklasse": Das Bild kommt nah an die Referenz, und die Bildqualität legt in 77 und 83 Zoll sogar noch zu! Obendrein gibt es gute Anschlüsse, viele smarte Funktionen und recht guten Klang.
Vorteile
  • Bild auf Referenzniveau ab 77 Zoll
  • Gaming mit allen Features und bis zu 144 Hertz
  • Riesige Auswahl an Apps
  • Handliche Fernbedienung
  • Guter Klang
Nachteile
  • Keine analogen Anschlüsse
  • Nur Single-TV-Tuner
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Die OLED-Fernseher der C-Reihe von LG bieten schon seit Jahren viel Ausstattung und tolle Bildqualität, sodass sich manch andere Fernseher daran messen lassen müssen. In diesem Jahr haben wir den C6 in 55 Zoll und 77 Zoll nebeneinander auf den Prüfstand gestellt, und tatsächlich macht die Größe diesmal einen Unterschied in der Bildqualität.

Wir haben den LG OLED 55C67LA und den 77C67LA getestet. Technisch baugleich sind daneben C68LA und C69LB auf dem Markt. Es gibt den neuen C6 darüber hinaus in der Variante C6ELB, was einen gewissen Unterschied macht: Ein OLED C6ELB hat nämlich die größere Magic Remote, die mit Farbtasten und programmierbaren Ziffern ausgestattet ist.

Es gibt innerhalb der OLED-C6-Baureihe zwar gewisse Unterschiede, auf die wir gleich noch genauer eingehen, aber so viel vorweg: In allen Größen bekommst du hier einen sehr guten Fernseher, der in allen Bereichen auf hohem Niveau spielt.

Hier bekommst du einen LG C6 gerade günstig:

Der LG C6 kommt in drei OLED-Varianten

  • 77 und 83 Zoll: „Hyper Radiant Color Tech“ OLED mit RGB-Tandem-Panel
  • 55 und 65 Zoll: LG WRGB-OLED
  • 42 und 48 Zoll: LG-OLED, in 48″ möglicherweise ein Tandem-OLED?

Der LG OLED C6 ist in allen TV-Größen von 42 bis 83 Zoll verfügbar und in allen Größen mit dem neusten LG-Prozessor ausgestattet. Aber LG Electronics verbaut drei Panel-Arten innerhalb der Baureihe:

Da es in 42 und 48 Zoll generell OLED-Panels gibt, die etwas geringere Spitzenhelligkeit haben, rechnen wir damit, dass die Bilder von 42C6 und 48C6 eine Spur dunkler als bei größeren 55C6 und 65C6 ausfallen. Spannend ist jedoch, dass es in 48 Zoll ein neues RGB-Tandem-Panel zu geben scheint, von dem wir aber nicht wissen ob es in Europa als 48C6 auf den Markt kommt. Das hoffen wir bald in einem weiteren Test klären zu können – und herausfinden, was es dann tatsächlich bringt.

Die LG C6 in 55 und 65 Zoll sind dagegen mit helleren OLED-Panels ausgestattet und überbieten damit den OLED C5.

Die Varianten 77 und 83 Zoll haben die besten OLED-Bildschirme mit „Hyper Radiant Color Tech“. Das sind besser entspiegelte, leuchtstarke „RGB-Tandem“-OLED-Displays, wie sie auch im Spitzenmodell OLED G6 zum Einsatz kommen. Das amerikanische Magazin rtings bezeichnet den OLED 77C6 als 77C6H, aber diesen Modellcode gibt es wohl nur drüben auf der anderen Seite des Atlantik.

Je nach Größe bekommst du so mehr Spitzenhelligkeit für HDR-Inhalte. Die elektronische Bildverarbeitung mit dem neuen Alpha-11-Gen.3-Prozessor ist jedoch in allen C6-Varianten die gleiche!

LG OLED C6: Design und Verarbeitung

  • Typisches OLED-Design von LG
  • Saubere Verarbeitung
  • Zentraler Standfuß

LG bleibt dem Design des Vorgängers OLED C5 treu, wie man es als  typischen Aufbau von LG-OLEDs kennt. Die Technik des OLEDs steckt in einem flachen Gehäuse im unteren Bereich auf der Rückseite. Darüber steht dann nur das OLED-Panel, wodurch der LG OLED C6 im oberen Bereich sehr dünn ausfällt.

Das kommt uns vertraut vor! Die Gehäuseform ist 2026 unverändert.

Ohne Standfuß ist der LG-OLED gerade einmal rund 4,5 Zentimeter dick. Der LG OLED C6 wirkt so insgesamt elegant – ob er nun per TV-Wandhalterung aufgehängt ist, oder auf dem mitgelieferten Standfuß steht. Für die Variante in 77 Zoll würden wir uns nur einen etwas größeren Fuß wünschen.

Wenn du vor den Fernseher eine Soundbar platzieren möchtest, ist der optisch schicke Fuß wohl eher hinderlich. In diesem Punkt ist der LG OLED B5 mit seitlichen Füßen besser aufgestellt.

Der zentrale Fuß basiert auf stabilem Kunststoff. Eine Metallauflage trägt zur eleganten Optik bei.

Die Verarbeitung fällt wie gehabt hochwertig aus, auch wenn die Rückseite „nur“ aus Kunststoff besteht. Die Displayränder sind recht schmal, die Grate sauber gearbeitet. Wir würden uns für die Zukunft aber ein wenig mehr Möglichkeiten für das Kabelmanagement auf der Rückseite des Fernsehers wünschen, auch ein abnehmbares Stromkabel würde etwa die Wandmontage vereinfachen.

Die Bildqualität der LG-OLED-C6-Modelle

  • Farbneutrale Wiedergabe mit hoher Präzision
  • Sehr gute Farbverläufe für HDR10
  • 77 Zoll besser als 55 Zoll

Wir haben den LG OLED 77C6 und 55C6 unter anderem mit dem LG OLED G6 und dem Philips OLED 950 verglichen. Dabei fällt schnell auf: Der LG 77-Zoll-C6 schließt noch stärker als je zuvor zu den absoluten Spitzenmodellen der OLED-Fernseher auf, und der 55C6 reiht sich dicht dahinter ein.

Typisch LG OLED C-Serie: Das dünne Panel mit schmalem Rahmen.

Das Testergebnis des OLED 55C6 kann man auch auf OLED 65C6 anwenden. Das Testergebnis des OLED 77C6 kann dagegen auch für den OLED C6 in 83 Zoll angenommen werden. Mit einer besseren Entspiegelung und größerem Farbvolumen schneiden die 77- und 83-Zoll-Modelle im Bild besser ab als 55 und 65 Zoll.

Bildqualität bei Full-HD-Inhalten

Filme, die wir immer zum Testen von SDR-Inhalten nutzen, sind der Las-Vegas-Zockerfilm 21 und James Bond 007: Casino Royale. Wir spielen sie in unserem Blu-ray-Player, den wir auf Full-HD-Auflösung eingestellt haben. Außerdem werfen wir immer einen Blick auf HD-TV-Sendungen. Eine gute Nachricht: Wenn es um Standard-Inhalte geht, machen die verschiedenen OLED-Panels der Baureihe keinen relevanten Unterschied in den Farben. Fernsehen, YouTube, Netflix und Co. in Full-HD sehen im Filmmaker-Modus natürlich etwas „weicher“ und „wärmer“ als im Eco-Modus aus, aber genau das entspricht dem Original.

Egal, ob Filmkorn, Details in Schattenbereichen oder Hautfarben – der LG OLED C6 macht im Filmmaker-Modus alles richtig, was zur Heimkino-Qualität dazu gehört. Dabei gelingt ihm auch in beiden getesteten Größen das Upscaling von Full-HD zu 4K ausgezeichnet, solange das Bildsignal nicht zu stark komprimiert ist. Dieses Risiko bleibt vor allem bei Streaming-Diensten.

In unseren Messungen der Farbtreue bestätigt sich der sehr gute Eindruck: Kaum eine Messung weist einen deltaE-2000-Fehler von über 2 auf – ein hervorragendes Ergebnis, ohne dass wir mit Bild-Kalibrieren nachgeholfen hätten.

Einwandfreie Farben für TV-Sendungen, Full-HD-Streams und Video-Scheiben. Der LG C6 zeichnet sich in allen Größen durch hohe SDR-Farbtreue aus. | Screenshot: Calman

Die wichtigsten Messwerte für den LG OLED C6 in 55 Zoll

    • Spitzenhelligkeit (HDR): 1407 Nits (Modus Filmmaker, 10 %-Fenster)
    • Farbtemperatur: 6624 Kelvin (Modus: Filmmaker)
    • Farbraum UHDA-P3: 98,91 % (HDR10)
    • Durchschnitt dE2000 (SDR): 1,49 (Calman ColorChecker)

In HDR einfach klasse – vor allem ab 77 Zoll

Beide Testmuster des OLED C6 überzeugen bei der HDR-Wiedergabe mit präzisen HDR-Bildern in HDR10 und Dolby Vision – besser geht es kaum. Im HDR-Filmmaker-Modus ist die Farbwiedergabe auf das Filmweiß D65 abgestimmt – mit Helligkeitswerten, die an die 3000 Nits gehen können und dabei dem HDR10-Standard genau folgen. In unseren Messungen mit Calman erreicht der 77C6 je nach HDR-Testbild um die 2750 Candela pro Quadratmeter.

Sowohl der 77″ als auch der 55″ bestechen durch eine fast perfekte HDR-Helligkeitskurve. Hier im Bild die sehr gute Messung des OLED 55C6. | Screenshot: Calman

Mit dem 4K-Blu-ray-Player DP-UB9004 von Panasonic schauen wir uns Szenen in 4K HDR an, die mit mehr Dynamikumfang auf die Disc gepresst wurden. Der neue Alpha-11-Gen.3-Prozessor verarbeitet auch anspruchsvolle Szenen und Testbilder sauber. Banding, das Auftreten unerwünschter Abstufungen in Farbverläufen, konnte früher bei LG ein Thema sein. Bei HDR10-Inhalten ist es dank 12-Bit-Processing jetzt nicht mehr zu sehen. Im Test übertrifft der LG C6 damit sogar das Philips-Flaggschiff OLED+950 im Banding-Test mit The Green Knight.

Die wichtigsten Messwerte für den LG OLED C6 in 77 Zoll

    • Spitzenhelligkeit (HDR): 2092 Nits (Modus Filmmaker, 10%-Fenster)
    • Spitzenhelligkeit (HDR): 2753 Nits (Modus Filmmaker, 2%-Fenster)
    • Farbtemperatur: 6409 Kelvin (Modus: Filmmaker)
    • Farbraum UHDA-P3: 99,4 % (HDR10)
    • Durchschnitt dE2000 (SDR): 1,64 (Calman ColorChecker)

Satte Rot- und Grüntöne fallen auf dem 77C6 im Test tendenziell kräftiger aus als auf dem kleineren 55C6. Das gilt nicht zuletzt für besonders dunkle und helle Farben.

Wie der OLED C6 im Vergleich zu anderen OLED-Fernsehern dasteht, zeigt dir unsere Bestenliste:

Der neue 55″ OLED C6 überbietet wiederum seinen Vorgänger C5 in Spitzenhelligkeit und Signalverarbeitung. Das hellste HDR-Bild in unserem Test-Setup bieten aber der LG 77C6 und der OLED G6 – beide mit ausgeschaltetem Energiesparen.

OLED C6 Bildmodus
Der richtige Bildmodus entscheidet darüber, welche Farben und Konturen der C6 wiedergibt.

Wenn man ganz genau hinschaut, dann sind die Scheinwerfer in der ersten Szene des Films PAN auf dem LG OLED 77C6 noch strahlender und sauberer wiedergegeben als beim Geschwister-TV OLED 55C6 in 55 Zoll.

Das ist stark für HDR: Der OLED 77C6 erreicht fast 84 Prozent Abdeckung von BT.2020. | Screenshot: Calman

Auch beim Angriff von Voldemorts Armee in Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2 sind die über magischen Blitze noch ein wenig feiner gezeichnet. Es sind kleine Feinheiten, auf die man gezielt achten muss, um sie im Vergleich zu sehen. Und in diesen Momenten ist der 77″ große C6 vom Topmodell G6 so gut wie nicht mehr zu unterscheiden.

Der 55 Zoll „kleine“ OLED C6 erfasst für HDR rund 75 Prozent des BT.2020-Farbumfangs – ganz ähnlich wie der C5 von 2025. Da hat der größere 77C6 mehr Power. | Screenshot: Calman

OLED 77C6: Eine gute Option in hellen Räumen

Wie gut der Bildeindruck im hellen Raum ist, hängt neben der Helligkeit des TV von der Qualität seiner Entspiegelung ab. Während der 55C6 nach unseren Messungen rund ein Prozent des einfallenden Lichts zurückwirft – ungefähr wie der C5 im Vorjahr –, kommt der 77″ C6 auf das erstklassige Niveau des OLED G6.

Ein wichtiger Unterschied zwischen 55C6 und 77C6 ist die Entspiegelung.

Zusammen mit der hohen Helligkeit und den tollen Farben ist der 77C6 auch für helle Räume eine gute Wahl. Denn trotz glänzender Oberfläche kommen nur gut 0,2 Prozent Licht von dem 77-Zoll-TV zurück. Helle Lampen, die direkt ins Bild scheinen, können sich zwar damit immer noch störend in dunklen Szenen spiegeln, aber im Gegensatz zu einem Samsung S95H bleibt der Schwarzwert des LG OLEDs sehr viel stabiler.

Die Anschlüsse beim neuen LG-OLED C6

  • Vier HDMI-Anschlüsse mit allen Gaming-Features von HDMI 2.1
  • Single-Multituner für DVB-S/-C/T2 HD
  • Optischer Digitalaudio-Ausgang

Wie im vergangenen Jahr gibt es nur einen einfachen Triple-Tuner zum klassischen TV-Schauen. Aufgewertet wird die TV-Ausstattung über USB, denn die USB-Aufnahmefunktion ist weiterhin dabei. Dadurch kannst du eine TV-Sendung digital aufzeichnen, es geht mit den Tunern halt nur die eine zur selben Zeit. Im Optionsmenü findest du das USB-Recording, wenn du ganz nach unten scrollst.

Gut, um den C6 an die Wand zu hängen: die seitlich angebrachten Anschlüsse.

Die HDMI-Anschlüsse unterstützen dich mit allem, was derzeit auf der Wunschliste stehen kann: Der erweiterte HDMI-Rückkanal eARC für eine Soundbar ist dabei, HDMI 2.1 für HDR-Gaming in 4K mit Dolby Vision, variable Bildrate mit VRR bis 165 Hertz und Spiel-Automatik.

Analoge Anschlüsse gibt es – wie auch bei Samsung-Fernsehern – leider nicht. Kopfhörer musst du also per Bluetooth verbinden. Doch dazu unterstützt LG den Auracast-Standard, mit dem du an mehrere Hörer*innen gleichzeitig senden kannst.

Auracast bei LG
Die Auracast-Funktion sendet an mehrere Ton-Empfänger und setzt voraus, dass der Ton mindestens über einen weiteren Weg, wie die TV-Lautsprecher oder eine Soundbar, wiedergegeben wird. Die Übersetzung der Anleitung im mittleren Kasten ist an dieser Stelle leider falsch. | Screenshot: LG

Bedienung und Praxis

  • Gut strukturierte Menüs
  • Handliche Fernbedienung
  • Keine Ziffern und Farbtasten mehr

Die altbekannte Magic Remote ist bei den meisten LG-OLEDs durch die neue, schlanke Fernsteuerung abgelöst worden, die auf Zifferntasten verzichtet. Dadurch fällt leider auch die Möglichkeit weg, die Zifferntasten frei zu belegen, um auf Knopfdruck direkt zu Lieblingsprogrammen, Apps oder Quellen zu springen. Auch die Nutzung von HbbTV-Mediatheken ist mangels farbiger Funktionstasten etwas umständlicher geworden.

MAGIC REMOTE LG G6 und C6
In den Modellen C67 und C69 findest du die auf AI-Funktionen optimierte Fernbedienung wie im Bild, während ein C6ELB eine große Bedienung mit programmierbaren Zifferntasten hat.

Das typische Scrollrad und die Zeigersteuerung per Bewegung bleiben aber erhalten. Dank der guten Menüführung im On-Screen-Display und der eingebauten Chatbot-Hilfe kannst du dich schnell in den Funktionen zurechtfinden. Die Fernbedienung liegt dabei gut in der Hand.

An zentraler Stelle ist auf der Fernbedienung ein Knopf für eine KI. Sie ersetzt die alten Sprachassistenten und hilft unter anderem beim Finden von Inhalten. Die smarte Steuerung kann dir auch per Spracheingabe ein passendes Menü öffnen, wenn du etwa den Bild- oder Tonmodus ändern möchtest.

Smart-TV beim LG OLED C6

Beim Thema Smart-TV hat sich hingegen gar nicht viel verändert. Mit webOS in der neuesten Version 26 bekommst du ein Betriebssystem, das an sich schnell reagiert, auch wenn einzelne Apps verschieden lange zum Starten benötigen. WebOS ist übersichtlich aufgebaut und auf mehrere Personenprofile ausgelegt. Auf Wunsch kann der Fernseher sogar am Klang der Stimme erkennen, wer vor ihm sitzt. Und das jeweils passende Profil automatisch aufrufen.

Der Startbildschirm bietet einzelne Karten, die nach Themen sortiert Apps oder Inhalte bereithalten. Du musst aber mit Werbung, vor allem in Form von Inhaltsvorschlägen, leben können.

Startbildschirm webOS auf LG OLED C5
Das ist webOS: aufgeräumt und gut an deinen Bedarf anzupassen. | Screenshot: LG

Größter Pluspunkt ist die große Auswahl an Apps. Bei den Video-Streaming-Diensten ist von Netflix über Apple TV+ bis hin zu Crunchyroll alles vertreten, sowie Internet-Fernsehen mit HD+-App, Joyn und Co. Im Thema Gaming gibt es seit einiger Zeit die Xbox-App für Cloud Gaming. Im Einzelfall könnten Fernseher mit Google TV noch eine etwas größere Auswahl bieten, aber die allermeisten Nutzer:innen dürften mit dem Angebot von LG vollkommen glücklich werden.

Bei LG kannst du Einstellungen für Werbung und Inhalts-Empfehlungen auswählen. | Screenshot: LG

Dazu kommen KI-Anwendungen und Heimvernetzung. Smarte, verbundene Geräte in deinem Haushalt kannst du dir im Startseiten-Hub von LG anzeigen lassen.

Gaming mit dem LG OLED C6

  • Übersichtliches Gaming-Overlay-Menü
  • Alle HDMI-Anschlüsse fürs Zocken bereit
  • Sehr schnelle Reaktion

Weil alle HDMI-Anschlüsse sämtliche Gaming-Features unterstützen, kannst du theoretisch einen PC, eine PlayStation 5 und eine Xbox Series X plus eine Soundbar anschließen. Das Gaming-Schnellmenü von LG verschafft dir dabei einen flotten Überblick über die Einstellungen.

Das bewährte Gaming-Schnellmenü „Spiele-Optimierer“ der OLED-TVs von LG. | Screenshot: LG / Halo Infinite

Denn alle HDMI-Eingänge dienen jeweils mit VRR und ALLM. VRR sorgt für ruckelfreies Gaming, ALLM dafür, dass du automatisch im verzögerungsfreien Gaming-Modus startest. Und das lohnt sich, denn mit weniger als zehn Millisekunden, die wir als Eingabeverzögerung gemessen haben, spielst du wirklich in Echtzeit.

Klanglich gut

Der LG OLED C6 klingt angesichts der flachen Bauform erstaunlich gut. Im Vergleich zum superdünnen OLED-Spitzenmodell G6 finden wir etwas räumlicher und ausgewogener mit den Standardeinstellungen. Mit den eingebauten KI-Werkzeugen kannst du den Sound noch weiter auf deinen Geschmack anpassen.

Rückseite LG OLED C5
Es sind keine Lautsprecher zu sehen, sie sind nach unten gerichtet eingebaut.

Dennoch müssen wir festhalten: Fernsehern mit großer Lautsprecher-Ausstattung wie dem TCL QLED-TV X11L kann ein C6 nicht das Wasser reichen. Mit einer Soundbar kann man noch einiges mehr herausholen. Aber dennoch: Was aus dem Fernseher tönt, macht Spaß. Für ein wenig Feintuning bei den Stimmen kannst du auch bestimmte Frequenzen per Equalizer anheben oder absenken.

Unser Testurteil zum LG OLED C6

Der LG OLED C6 überzeugt uns in allem, was wichtig ist. Die Bildqualität, die du in 55 und 65 Zoll erwarten kannst, ist in HDR in Teilen etwas besser als im vergangenen Jahr. Doch bei 77 Zoll fängt der Spaß richtig an. Denn hier bekommst du das bessere Panel mit weniger Spiegelung, größerer Helligkeit und mehr Farbvolumen für HDR. Von der sehr guten Entspiegelung profitiert zudem jeder Inhalt zu jeder Zeit, wenn nicht gerade eine Lichtquelle direkt ins Bild strahlt.

Kleinere Abstriche in der Ausstattungsnote gibt es aber bei den Anschlüssen wegen der einfachen TV-Tuner, die den früheren Twin-Triple-Tuner abgelöst hatten. Für die Bedienung der TV-Funktionen einschließlich der Sender-Mediatheken wünschen wir uns die bunten Knöpfe zurück. Streaming und Gaming sind dagegen richtige Stärken dieses OLED-TV – auch unabhängig von der Größe, für die du dich entscheidest.

Unterm Strich bekommst du mit einem LG C6 einen der besten Fernseher zu kaufen. Der LG C6 schafft in 77 Zoll eine 9,6 in der Bildnote und damit den Sprung auf eine 9,4 in der Endwertung! Der 55C6 verpasst die Traumnote nur knapp, weil sein Bild „nur“ die 9,5 erreicht.

 

Test: Juni 2026

Den LG OLED C5 kannst du dir hier im Angebot sichern:

Technische Daten
Panel Typ OLED
Display OLED (WRGB oder Tandem-RGB)
Auflösung 4K (3.840 x 2.160)
Verfügbare Größen 42", 48", 55", 65", 77", 83"
Getestete Größe 55", 77"
HDR-Unterstützung HDR10, HLG, Dolby Vision
Bildfrequenz 100 / 120 Hz
Digitaler Tuner 1 x DVB-S/S2, -C, -T2HD
Video-Eingänge 4 x HDMI 2.1
HDMI-Funktionen 4K@144Hz, eARC, ALLM, VRR, CEC
Sonstige Anschlüsse 2 x USB, LAN, opt. Digitalausg., CI+
Sprachassistenten Amazon Alexa, LG ThinkQ
AirPlay 2 Ja
Drahtlos WLAN, Bluetooth
Smart-TV-System WebOS 26
Maße mit Sockel 1222 x 757 x 230 mm (55")
Maße ohne Sockel 1222 x 703 x 45 mm (55")
Gewicht ohne Standfuß / mit Standfuß 14,1 kg / 15,9 kg (55")
Durchschnittliche Leistungsaufnahme (SDR / HDR) 82 W / 190 W (55")
Energieeffizienzklasse (SDR / HDR) G / G
Preis (UVP/Straßenpreis) 2.699 Euro / um 2.000 Euro (55")

Alle von uns getesteten Fernseher findest du in unserer Bestenliste:

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