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Revolution bei Netflix: Next-Gen-Videocodec AV2 ist endlich fertig

Der Videocodec der nächsten Generation, AV2, ist endlich fertig. Doch wie schnell wird er sich wirklich im Alltag etablieren?
Der Next-Gen-Videocodec AV2 ist endlich bereit. Bild: Symbolbild; KI-generiert

Streaming-Dienste wie Prime Video, Disney+ oder Netflix müssen ihre Filme und Serien möglichst effizient über den Äther schicken. Dafür suchen sie stets nach den effizientesten Videocodecs. Denn: Bandbreite kostet sie Geld. Sowohl Netflix als auch YouTube verwenden daher federführend den bereits 2018 vorgestellten Codec AV1. Doch mit AV2 ist mittlerweile nach einigen Verzögerungen endlich die nächste Generation bereit.

Das steckt hinter AV2

Schon AV1 ist deutlich effizienter als das immer noch verbreitete HEVC. Doch AV2 setzt nochmal eins drauf. Im Durchschnitt ist der Videocodec ca. 30 % effizienter als sein Vorgänger. Heißt in der Praxis: Streaming-Dienste könnten bei gleichbleibender Bitrate eine höhere Bildqualität liefern. Allerdings ist ein anderes Szenario aus Kostengründen wahrscheinlicher. Vermutlich werden Plattformen wie Netflix AV2 eher nutzen, um bei gleichbleibender Bildqualität die Bitrate zu reduzieren. Denn so können sie dann bares Geld sparen.

AV2 ist ein effizienter Videocodec, der frisch startet.
AV2 ist ein effizienter Videocodec, der frisch startet. | Bild: Symbolbild; KI-generiert

Ohnehin solltest du mit Optimismus vorsichtig sein. Wir haben ja schon erwähnt, dass AV1 beispielsweise 2018 vorgestellt worden ist. Doch bis wirklich Geräte den effizienten Videocodec unterstützt haben und Streaming-Dienste ihn in der Praxis für Filme und Serien adoptierten, sind viele Jahre vergangen. Mutmaßlich dürfte es mit AV2 sehr ähnlich ablaufen.

AV2: Trumpfkarte für 8K-Streaming?

Die finale Version von AV2 eignet sich dabei nicht nur für 4K-Streaming, sondern sogar für 8K-Auflösungen, Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR). Auch fürs Cloud-Gaming kann der Videocodec Verwendung finden. Denn den Vorgänger AV1 nutzt z. B. Nvidia bereits für seinen Dienst GeForce Now. Das ist nicht verwunderlich, denn neben anderen Tech-Riesen wie Apple, Google oder Microsoft ist Nvidia Mitglied der Alliance for Open Media (AOMedia). Letztere steckt hinter dem Codec.

Auch Amazon, Intel, Meta und Samsung sind Mitglieder der AOMedia. Sie alle sind also Kandidaten, die AV2 womöglich schnell adoptieren könnten. Ob sich die Geschwindigkeit gegenüber AV1 aber wirklich erhöht, werden uns die nächsten Monate bzw. Jahre zeigen. Derzeit sind viele Geräte, selbst jene der Mitglieder, nicht einmal für AV1 fit. Beispielsweise beherrscht die Nvidia Shield TV gar kein AV1 und beim Apple TV 4K wird der Codec nur über Software-Kniffe unterstützt.

Dennoch bleibt zu hoffen, dass AV2 sich schnell durchsetzen kann. Vielleicht haben wir ja wider Erwarten Glück und der Codec wird auch ab und an zur Erhöhung der Bildqualität verwendet? Immerhin ist er effizient genug, um potenziell auch 8K-Streaming zu einem Durchbruch zu verhelfen. Wir bleiben gespannt.

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