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Neue Zahlen überraschen: OLED schon jetzt in Gefahr wegen RGB Mini-LED?

Technisch ist RGB Mini-LED zwar OLED unterlegen, doch entsprechende TVs gewinnen an Boden. Verschiebt sich das Gleichgewicht der Kräfte?
Micro RGB alias RGB Mini LED könnte in den nächsten Jahren ordentlich Fahrt aufnehmen. Bild: Samsung

2026 versuchen viele Hersteller, neue Fernsehgeräte mit der Technik RGB Mini-LED in den Fokus zu rücken. Dabei handelt es sich um eine weiterentwickelte Hintergrundbeleuchtung für LCD‑Fernseher. Im Grunde ist dies eine Evolution von Mini-LED. Durch mehrfarbige Leuchtdioden können entsprechende Smart-TVs eine höhere Farbraumabdeckung erreichen. Inwiefern die Technik allerdings im Alltag ihre Versprechen einlöst und wirklich echte Fortschritte mitbringt, ist umstritten. Unabhängig davon sieht es danach aus, als würde das Thema RGB Mini-LED in den nächsten Jahren weiter ordentlich Fahrt aufnehmen.

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So prognostizieren die Marktforscher:innen von Omdia, dass Fernseher mit RGB Mini-LED bis 2030 für 13 Prozent des internationalen TV-Umsatzes stehen könnten. Als direkter Vergleich: OLED-TVs sollen im gleichen Zeitraum auf neun Prozent zurückfallen. Derzeit stehen die neuartigen LCD-Modelle allerdings nur für rund drei Prozent des Marktes. Und das Gros des Umsatzes wurde bisher in China erzielt. LG und Samsung vermarkten entsprechende Fernseher im Übrigen als Micro RGB, bei Sony läuft die Technik unter dem Begriff True RGB.

RGB Mini LED könnte in naher Zukunft OLED überflügeln.
RGB Mini-LED könnte in naher Zukunft OLED überflügeln. | Bild: Omdia

Ein Vorteil von RGB Mini-LED: Viele Hersteller bieten schon jetzt TV-Diagonalen an, die mit OLED so derzeit nicht möglich sind. Deswegen kann man Kundenkreise ansprechen, die Wert auf sehr große Bildschirme legen. Obendrein erreichen die Flaggschiffe auch höhere Spitzenhelligkeiten als die Top-OLEDs wie z. B. die LG G6 oder Samsung S95H. Entsprechend könnten RGB Mini-LED bis 2030 ein Wachstum von mehr als 500 Prozent erreichen. Liefern die Hersteller 2026 voraussichtlich nur 1,1 Mio. Exemplare aus, könnten es 2030 bereits 7,1 Mio. Modelle im Jahr sein.

RGB Mini-LED wächst, OLED stagniert

Während RGB Mini-LEDs zunehmend in Wohnzimmern Einzug halten sollen, dürften die Auslieferungsmengen von OLED-TVs eher stagnieren. Hier rechnet Omdia damit, dass die jährlichen Auslieferungsmengen von 2026 bis 2030 konstant bei etwa 6,9 Mio. Exemplaren verbleiben werden. Hingegen dürften traditionelle LCD-TVs ohne Mini-LED um sieben Prozent abstürzen. Immer mehr Kund:innen dürften also zu den höherwertigen Alternativen greifen.

RGB Mini-LED soll dabei sowohl in China und Nordamerika als auch in Europa wachsen. Generell wird aber wohl China die Hochburg von Mini-LED bleiben. Als Kontrast dazu bleiben OLED-TVs vor allem in Westeuropa beliebt. Allerdings wird eben zunehmend zur Achillesferse, dass es die OLED-Fernseher nicht in übergroßen Diagonalen jenseits der 100 Zoll gibt. Wer hier ein Modell wünscht, muss zu LCD-Varianten greifen. Genau das verleiht den farbigen Mini-LED-TVs Aufwind.

Zu bedenken ist allerdings, dass auch schon andere Konkurrenten auf der Matte stehen. Beispielsweise nutzt TCL auch sogenannte „Super Quantum Dots“ als Alternative. Diese ermöglichen ebenfalls eine sehr hohe Farbraumabdeckung, vermeiden aber einige Nachteile von RGB Mini-LED – wie Crosstalk bei den Farben.

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