Denon Home 400 im Test: Ausgewachsener Streaming-Speaker mit kräftigem 3D-Sound
- Schnittstellen
- Bluetooth 5.2, AirPlay 2, Spotify Connect, Tidal Connect, Qobuz Connect, Roon Ready
- WLAN-Verbindung
- 802.11a/b/g/n/ac/ax (2.4, 5 und 6 GHz)
- Sprachassistenten
- Siri
- Gewicht
- 4,2 kg
- Abmessungen (BxHxT)
- 300 × 219 x 150 mm
- Preis
- 499 Euro
Mit dem Home 400 lässt Denon die Muskeln spielen. Sein Klang ist ebenso ausgewogen wie kräftig, er überrascht mit einer tollen Dolby-Atmos-Wiedergabe und ist dazu noch mit Blick aufs Streaming sehr flexibel aufgestellt. Ein echtes Allround-Talent.
- Kräftiger, detailreicher Klang und schöner 3D-Sound
- Viele Streaming-Möglichkeiten und Anschlüsse
- Bequeme Bedienung per Heos-App und am Gerät
- Hochwertig verarbeitet
- Sprachsteuerung nur per Siri (und nur, falls du auch einen HomePod nutzt)
Der Denon Home 400 ist die neue Mittelklasse im Denon-Streaming-Sortiment. Doch er will mehr sein als das übersehene mittlere Kind. Gegenüber seinem bereits sehr guten Vorgänger hat Denon in vielen Aspekten nachgebessert. Die wohl prominenteste Neuerung ist die Unterstützung von Dolby Atmos Music über Upfiring-Treiber. Ob sich der Denon Home 400 vom günstigeren Home 200 und dem kräftigeren Home 600 absetzen kann, haben wir ausführlich für dich getestet.
Hier kannst du den Denon Home 400 kaufen:
Schickes Gehäuse mit physischen Tasten
Optisch setzt Denon beim Home 400 auf zeitlose Eleganz mit einer klaren Designsprache. Der WLAN-Lautsprecher hat eine solide, sanft abgerundete Quaderform. Abgesehen vom Fuß ist er in hochwertigen Akustikstoff gehüllt. Mit Abmessungen von knapp 30 Zentimetern in der Breite und einem Gewicht von 4,2 Kilogramm strahlt der Lautsprecher Wertigkeit aus. An der Unterseite zeigt eine LED den aktuellen Status an. Deren Helligkeit kannst du in der HEOS-App stufenlos anpassen oder auch komplett ausschalten.
An der Seite hat Denon die Bedienelemente untergebracht. Sehr schön: Die Sensortasten des Vorgängermodells Denon Home 250 weichen physischen Tasten. Das haptische Feedback verhindert Fehlbedienungen und wertet die Steuerung direkt am Gerät spürbar auf. Neben Tasten für die Lautstärke und Wiedergabe bietet der Home 400 drei frei belegbare Knöpfe. Mit ihnen startest du etwa deine Lieblings-Playlist oder einen Internetradiosender. Die Belegung änderst du in der HEOS-App.
Weitere Pluspunkte sammeln die Anschlüsse auf der Gehäuserückseite. Neben den Pairing-Tasten für WLAN- und Bluetooth-Pairing verbaut Denon einen analogen 3,5-Millimeter-Klinkeneingang sowie eine USB-C-Schnittstelle für digitale Medien. Damit zeigt sich der Smart Speaker offen für externe, appfremde Quellen.
Neues Treiber-Setup für Dolby-Atmos-Music
Hatte der alte Home 250 noch vier Treiber plus eine passive Bassmembran an Bord, setzt der Denon Home 400 auf eine sechs-Treiber-Architektur für hardwarebasierten Raumklang.
An der Front verrichten zwei 19-Millimeter-Hochtöner ihre Arbeit. Das Fundament im Mitten- und Tieftonbereich übernehmen zwei 114 Millimeter große Woofer.
Die größte Neuerung sind die zwei dedizierten, 25 Millimeter großen Upfiring-Treiber. Sie sorgen bei der Dolby-Atmos-Wiedergabe für echte Dreidimensionalität ohne Software-Tricks. Denon ist dabei nicht der einzige Hersteller, der Dolby Atmos für sich entdeckt hat. Mit dem Era 300 bietet z. B. Sonos einen vergleichbaren Lautsprecher an. Alle WLAN-Lautsprecher, die wir getestet haben, kannst du hier vergleichen:
Denon Home 400 im Klangtest
Soviel zur Theorie. Doch wie schlägt sich der Denon Home 400 in der Praxis? Um es kurz zu machen: mehr als beachtlich. Dank des deutlich größeren Gehäusevolumens und der sechs-Treiber-Architektur zieht der Speaker eine mächtige, erwachsene Klangbühne auf. Instrument und Stimmen müssen sich dabei nicht um die Vormachtstellung streiten, sondern kommen gleichermaßen zur Geltung.
Eine Kostprobe davon bekommen wir in der Highres-Abmischung des Dust Bowl Dance von Mumford & Sons. Die zunehmend intensivere Klangkulisse baut sich immer weiter auf und erreicht selbst auf niedriger Lautstärke eine beeindruckende Präsenz im rund 23 Quadratmeter großen Testraum.

Auch ruhigere Töne stehen dem Denon Home 400 gut zu Gesicht. Im Hozier-Cover Too Sweet von The Macarons Project bringt der Home 400 den tiefen Akustik-Bass sowie die betörend-säuselnde Stimme von Sängerin Ree ebenso präzise wie beeindruckend auf den Punkt.
Apropos Bass: Seine Stärke bei den tiefen Tönen kann der Denon Home 400 genreübergreifend unter Beweis stellen. In The Seed 2.0 von den Roots beweist er dabei, dass er dabei die Mitten nicht vergisst. Während Schlagzeug und Bass präzise durch den Testraum wummern, fügen sich die Präsenz von Gitarre und Gesang optimal in die Wiedergabe ein.
Einen weiteren Genrewechsel testen wir mit einem nicht ganz klassischen Orchesterstück: Das Geigengewitter Strive aus dem Soundtrack von Hollow Knight: Silksong durchläuft der Denon Home 400 mit beeindruckender Präzision. Jedes feine Zupfen, das heftige Streichen der Bögen und die dramatische Dynamik des Orchesters kommen glasklar rüber, ohne dabei kalt zu wirken.
Dolby Atmos auf dem Denon Home 400: Musik in jedem Winkel
Schon mit der herkömmlichen Streaming-Musik zeigt der Denon Home 400 also, dass er sein Handwerk versteht. Umso gespannter waren wir, wie er sich bei Musik im Dolby-Atmos-Mix schlägt. Unsere Tests mit Tidal zeigen: Denon verspricht nicht zu viel.
Bei der Atmos-Abmischung des Beatles-Klassikers Come Together haben wir den Eindruck, dass die Liverpooler in Bandformation im Raum stehen. Selbst die Lokalisierung der Instrumente ist möglich, was für einen Einzel-Lautsprecher durchaus bemerkenswert ist.
Das funkige Bootzilla von Bootsy Collins erhält in der Atmos-Version noch mehr Präsenz. Die akzentuierten Bassläufe wabern ebenso präzise durchs Zimmer wie die hohen Gesangspassagen und Soundeffekte. Alles fügt sich dabei zu einem Gesamtbild zusammen, bei dem der Fuß unweigerlich mitwippt.
Generell gilt: Die nach oben feuernden Töner im Denon Home 400 nehmen ihren Job durchaus ernst. Das macht sich bemerkbar, wenn wir in der HEOS-App mit der Höhen-Einstellung experimentieren. Je nach Einstellung und gewähltem Track entsteht tatsächlich die Illusion, dass die Musik von oben kommt.
Kurz: Dolby Atmos ist hier nicht nur ein Marketing-Wort, sondern ein echtes Klangupdate. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass das Material ordentlich bearbeitet ist und dein Streaming-Dienst die Wiedergabe unterstützt.
Kleine Abzüge in der B-Note gibt es auch für die fehlende Raumeinmessung: Anders, als beispielsweise bei Sonos, verzichtet Denon auf die automatische Anpassung an den Aufstellort. Stattdessen legst du in der App fest, ob der Lautsprecher in der Nähe einer Wand, in der Ecke oder frei im Raum steht. In der Praxis genügt dies zwar in den meisten Fällen, eine präzise Messung hätte aber noch etwas mehr herausholen können.
Sprachsteuerung und Smart Home: Eher dünn
Du merkst es bereits: Klanglich sind wir mit dem Denon Home 400 hochzufrieden. Leider hat Denon dafür ein wenig an der Smart-Home-Front gespart. Ließ sich die Vorgängerserie noch als Google- oder Alexa-Lautsprecher nutzen, musst du darauf beim Denon Home 400 verzichten. Das ist schade, da er dennoch ein Mikrofon besitzt.
Dieses kannst du derzeit vor allem für Apples Siri nutzen – aber auch hier mit einer Einschränkung. Für die Verarbeitung der Sprachbefehle benötigst du nämlich auch einen HomePod oder HomePod Mini von Apple in deinem Netzwerk. Dieser dient dann als Brücke für Siri-Befehle.
Ebenso mau ist die Smart-Home-Front: Matter oder gar der Einsatz als Thread-Border-Router? Leider nicht bei Denon. Hier verschenkt der Hersteller je nach eigenen Ansprüchen Potenzial. Fairerweise könnte man dem auch entgegenhalten, dass sich Denon eben mit Erfolg auf das Wesentliche konzentriert.
Einrichtung, Multiroom und mehr per HEOS-App
Wie bei allen HEOS-Lautsprechern erfolgt auch beim Denon Home 400 die Konfiguration über die zugehörige HEOS-App. Die Einbindung in dein WLAN ist per Assistent in wenigen Minuten erledigt. Anschließend kannst du deine Musikdienste in der App einbinden, Radiosender und Favoriten-Playlisten anlegen und natürlich die Klangeinstellungen anpassen.

Etwas irritierend: Neben den Bässen, Mitten und eben den Höhen findest du in den Klangeinstellungen des Home 400 auch die Einstellung für die singuläre „Höhe“. Damit regelst du die Höhenprojektion in Dolby-Atmos-Tracks.
Nutzt du mehrere HEOS-kompatible Lautsprecher, kannst du in der App die Multiroom-Konfiguration anstoßen. Dazu ziehst du die Lautsprecher einfach zu einer Gruppe zusammen, um eine gemeinsame Wiedergabe zu initiieren. Der Multiroom-Verbund funktioniert in unserem Test mit dem Home 200 und Home 600 problemlos. Investierst du in zwei Delon Home 400, kannst du diese auch in einen Stereo-Verbund schalten.

Die HEOS-Apps ist logisch aufgebaut und eine gute Anlaufstelle für die Musikwiedergabe. Ihr größter Malus ist die Notwendigkeit eines Benutzerkontos: Ohne Anmeldung kannst du den Denon Home 400 nicht in Betrieb nehmen. Einmal eingerichtet, kannst du Musik dank Connect-Option (etwa für Tidal und Spotify), AirPlay 2 oder Bluetooth aber auch problemlos ohne die App auf den Denon-Lautsprecher bringen.
Denon Home 400 im Test: Fazit
Denon lässt mit dem Home 400 ordentlich die Muskeln spielen: Sein Klang ist ebenso ausgewogen wie kräftig. Er bringt nicht nur Highres-Musik hervorragend zur Geltung, sondern überrascht auch mit einer tollen Surround-Power bei Dolby-Atmos-Mischungen. Dazu kommen die hohe Flexibilität bei der Auswahl von Musikquellen, eine durchdachte Multiroom-Bedienung im HEOS-Ökosystem und ein ebenso schlichtes wie zeitloses Äußeres. Selbst die kleinen Extras wie die physikalischen Tasten und die Schnellauswahl-Optionen überzeugen.
Auf der Streaming-Seite gibt es wenig, was wir dem Denon Home 400 vorwerfen können. Am ehesten stört uns die fehlende Raumeinmessung, die beispielsweise bei Sonos längst zum Standard gehört. Angesichts seiner sonstigen Qualitäten könnten beim Denon-Speaker zudem die fehlenden Smart-Home-Funktionen stören. Willst du deine Musik oder auch deine Gerätschaften per Sprachbefehl steuern, bleibt dir höchstens der Umweg über einen HomePod; Android-Nutzerinnen und -Nutzer schauen hingegen komplett in die Röhre.
Aktuelle Angebote
| Technische Daten | |
| Anzahl Treiber | 6 (2x Hochtöner, 2x Tiefmitteltöner, 2x Upfiring) |
| Schnittstellen | Bluetooth 5.2, AirPlay 2, Spotify Connect, Tidal Connect, Qobuz Connect, Roon Ready |
| Anschlüsse | 3,5-mm-Klinkeneingang, USB-C |
| WLAN-Verbindung | 802.11a/b/g/n/ac/ax (2.4, 5 und 6 GHz) |
| Sprachassistenten | Siri |
| Stereo-Kopplung | Ja |
| Gewicht | 4,2 kg |
| Abmessungen (BxHxT) | 300 × 219 x 150 mm |
| Steuerungs-App | Ja |
| Verfügbare Farben | Schwarz, Beige |
| Preis | 499 Euro |
Der Denon Home 400 ist dir nicht smart genug? Dann findest du vielleicht auf unserer Smart-Speaker-Bestenliste ein passenderes Modell für dich:





