Nein, nicht WiiM: Diese beiden kompakten Streamer kommen von Yamaha
Bild: YamahaHiFi-Anlagen können nur selten ein dediziertes Hörzimmer behausen. Deutlich häufiger koexistieren sie im Wohn- oder Arbeitszimmer. Oder sind der Stolz in der ersten Studibude. Platz zu sparen, ist hier die erste Prämisse. Und das sollen der Streaming-Verstärker Yamaha WXA-70A und der Netzwerk-Player/Vorverstärker Yamaha WXC-70A besonders gut können. Ohne dabei Abstriche im Klang oder der Verarbeitung machen zu müssen, wie die japanische HiFi-Größe versichert.
Yamaha WXA-70A und Yamaha WXC-70A: Zweieiige Zwillinge
Streaming-Verstärker in regalfreundlichen Maßen haben wir inzwischen schon mehrere Hände voll testen können. Sie fangen beim günstigen WiiM Amp an und reichen bis zum NAD M10 V3 für 2600 Euro. Die beiden Yamahas liegen preislich auf halbem Weg, wollen aber keinerlei Einbußen bei Klang und Konnektivität machen. Der Vollverstärker WXA-70A verspricht 2x 70 Watt an 8 Ohm, bzw. 2x 105 Watt an 4 Ohm in stromzählerfreundlicher Class D. Der Yamaha WXC-70A hingegen verzichtet auf die Endstufen. Wahlweise kannst du ihn als Vorverstärker mit variablem Ausgang oder als Netzwerk-Player mit fixem Pegel nutzen. Dafür steht ein Schiebeschalter auf der Rückseite bereit. Deine Musik verlässt den WXC-70A anschließend entweder über ein Cinch-Paar oder digital via TOSlink oder Koax.

Davon – und den Lautsprecherklemmen an der Rückseite des WXA-70A – abgesehen, sind die beiden Geräte Zwillinge. Beide bieten die wichtigsten Anschlüsse, die wir von einem kompakten Streaming-(Vor-)Verstärker erwarten: HDMI eARC für deinen TV-Sound, TOSlink, und ein Cinch-Pärchen für analoge Musikquellen. Ein Phono-Eingang oder Koax-Buchsen sind nicht vertreten. Dafür steht eine USB-A-Buchse für Festplatten zur Verfügung.
Für kabellose Musik stehen dir neben Bluetooth mit den rudimentären Codecs SBC und AAC AirPlay 2, Google Cast und Roon zur Verfügung. Natürlich kannst du auch Musik von Qobuz, Tidal oder Spotify über den jeweiligen Connect-Service an die Geräte schicken. Yamahas eigene MusicCast-Plattform ermöglicht dir zudem, den WXA-70A und WXC-70A mit weiteren Yamaha-Produkten zu einem Multiroom-System zu verbinden.
Raumeinmessung, moderner DAC und durchdachter Aufbau
Trotz des kleinen Fußabdrucks der beiden Modelle verzichtet Yamaha weder beim WXC-70A noch beim WXA-70A auf die hauseigene, seit über 20 Jahren weiterentwickelte Raumeinmessung YPAO (Yamaha Parametric room Acoustic Optimizer). Einfach das mitgelieferte Mikrofon mit dem Gerät verbinden und eine Reihe Testtöne werden analysiert. Ähnliches kennen wir bereits vom Yamaha R-N2000A.

Auch der verwendete DAC ist nicht irgendeine Behelfslösung, sondern ein ES9039Q2M von ESS Sabre. Viel Aufwand wurde zudem in die Vermeidung von Jitter und in die aufwendige Clock gesteckt. Gleichzeitig spricht Yamaha davon, einerseits die digitalen und analogen Signalwege voneinander und andererseits beide Signalwege von der Stromversorgung abgeschirmt zu haben.
Preis und Verfügbarkeit von Yamaha WXA-70A und WXC-70A
Sowohl der Streaming-Verstärker Yamaha WXA-70A als auch der Netzwerk-Player Yamaha WXC-70A sollen ab November im Handel verfügbar sein. Zwar liegen uns noch keine Euro-Preise vor, der WXA-70A soll aber bei 1199 Pfund und der WXC-70A bei 895 Pfund liegen. Das entspräche ungefähr 1400 Euro für den Verstärker und 1000 Euro für den Netzwerk-Player. Bei beiden hast du die Wahl, ob das schicke Alugehäuse in Schwarz oder Silber besser in dein Zimmer passt.
Neugierig geworden? Alle bereits von uns getesteten Streaming-Verstärker findest du hier, in unserer Bestenliste: