JBL Xtreme 5 im Test: Ein Riesensprung, fast bis zum Testsieger!
- Preis
- 349,99 Euro
- Abmessungen (BxHxT)
- 346 x 165 x 155 mm
- Gewicht
- 2,9 kg
- Akku-Kapazität / Laufzeit
- bis zu 24 Std. / bis zu 28 Std. mit Playtime Boost
- Wasser- und Staubschutz
- IP68
- Verfügbare Farben
- Schwarz, Blau, Tarnfarben
Der JBL Xtreme 5 ist der beste JBL Xtreme aller Zeiten – daran besteht besonders in puncto Klang kein Zweifel. Auch die spaßige Party-Beleuchtung überzeugt. Gleichzeitig hat der Speaker in Gewicht und Umfang deutlich zugelegt.
- Beeindruckende Maximallautstärke
- Kontrollierter Bass und klare Höhen
- Party-Beleuchtung
- Starker Akku
- Netzadapter nicht im Lieferumfang enthalten
- Deutlich größer und schwerer
- Teuer
Schon auf den ersten Blick wird klar: Der JBL Xtreme 5 will sich von seinem direkten Vorgänger abheben und nimmt seinen Namen wirklich ernst. Die Bluetooth-Box denkt in Extremen, wird viel lauter, ist viel größer und auch deutlich schwerer als der Xtreme 4. Wir gehen der Sache auf den Grund und stellen den neuen JBL-Lautsprecher auf die Probe. Hat sich der Wachstumsschub gelohnt?
Den JBL Xtreme 5 findest du hier:
JBL Xtreme 5 im Soundtest
Zuallererst machen wir es uns im Testlabor bequem und lassen den Xtreme 5 klanglich auf uns wirken. Dafür steht Little Simz mit Introvert auf dem Plan, um die reine Bassgewalt des Bluetooth-Lautsprechers auf die Probe zu stellen. Das Ergebnis: imposant! Der Xtreme 5 überflügelt seinen Vorgänger in allen Metriken deutlich und arbeitet in den Tiefen jetzt noch intensiver, klarer und mit mehr Nachdruck.

Wir drehen den Volumenregler ganz auf und bringen damit schnurstracks die Wände zum Beben. Der Xtreme 5 wird deutlich lauter als der Xtreme 4 und macht lautstärketechnisch schon eher der Boombox 4 aus dem Hause JBL Konkurrenz. Ganz so laut wird es dann zwar doch nicht, aber gerade bei moderaten Lautstärken kann der Xtreme 5 mit der Wucht des größeren Gegenstücks mithalten.
Wo wir dem Xtreme 4 noch vornehme Zurückhaltung bei der Bass-Performance attestierten und der Xtreme 3 in unseren Ohren etwas ungezügelt mit der ihm zur Verfügung stehenden Power umging, trifft der Xtreme hier die goldene Mitte. Der Bluetooth-Lautsprecher arbeitet kontrolliert genug, um auch mit Rockmusik wie etwa Geeses Taxes wirklich Spaß zu machen, mutiert mit dem richtigen Track – bei uns im Labor zum Beispiel Justice‘ Neverender – auch zur Partybox im kompakten Format.

Dabei kann sich der Bluetooth-Lautsprecher auch bei weniger aufwendigen Produktionen wie Liang Lawrence‘ Lilac noch besser beherrschen und driftet bei höheren Lautstärken erst später in die Verzerrung ab. Im Endeffekt ist auch hier bei rund 70 bis 75 Prozent der Maximallautstärke langsam Schluss mit dem natürlichen Klangeindruck. Diese 70 Prozent sind aber eben erheblich lauter als beim Xtreme 4.
Das neue Treiber-Layout zeigt Wirkung
Das veränderte Klangbild im Vergleich zu seinen direkten Vorgängern dürfte der Xtreme 5 nicht zuletzt auch seinen inneren Werten zu verdanken haben. Dort wirft JBL das bewährte Layout aus zwei 70-Millimeter-Tieftönern, seitlichen Passivmembranen und zwei 20-Millimeter-Hochtönern über Bord und macht aus den zwei einzelnen Tieftönern einen einzelnen Woofer (89 x 145 Millimeter), der – wie im Klangtest beschrieben – auch ganze Arbeit leistet. Damit reicht der Xtreme jetzt übrigens auf bis zu 40 Hz herunter, beim Xtreme 4 war bei 44 Hz die rote Linie erreicht.

Wichtig: Ihr volles Leistungspotenzial (130 Watt) erreichen die Treiber nur im Netzbetrieb, im Batteriebetrieb ist bei 90 Watt Schluss. Der Netzadapter, der für den Boost notwendig wäre, ist im Lieferumfang nicht enthalten. Wenn die Box also primär im stationären Betrieb benutzt und dabei etwa deinen Partyraum beschallen soll, könnte sich das zusätzliche Investment durchaus lohnen. Ansonsten bist du aber auch mit der Leistung im Akkumodus bestens bedient. Zur Erinnerung: Der Xtreme 4 kam selbst am Netz „nur“ auf 100 Watt.
Bedienung: gewohnt gute App
Kompetent und übersichtlich wie eh und je fällt die JBL-App aus, mit der du das letzte Feintuning am Xtreme 5 vornehmen kannst. Hier steht dir ein Sieben-Band-EQ samt zahlreicher Presets zur Verfügung. Für gemütliches Podcast-Hören, spontane Genre-Wechsel oder einfach einen zurückgenommenen Bass ist so nur ein kleiner Klick in der App nötig.
Keinen Erfolg wirst du bei der Personalisierung des Sounds allerdings haben, wenn du den Playtime Boost aktivierst. Die Funktion kennen wir so auch schon von anderen JBL‑Lautsprechern. Im Grunde versteckt sich hinter dem Toggle hier ein fixierter Equalizer, der die Tiefen stark eindampft, dabei aber trotzdem ein möglichst ausbalanciertes Klangbild beibehält. Das soll dann wiederum die Akkulaufzeit um bis zu vier Stunden verlängern, womit die Box dann bei knapp 28 Stunden landen soll. Ohne Playtime Boost werden jedenfalls 24 Stunden anvisiert, was der Akkulaufzeit des Vorgängers entspricht. Der Akku bleibt außerdem wechselbar, was die Langlebigkeit natürlich positiv beeinflusst.
Auch bei der Bedienung am Gerät selbst musst du dich ausgehend vom Xtreme 4 kaum umgewöhnen. Über sechs Bedienelemente lassen sich Wiedergabe, Lautstärke, Bluetooth und Auracast steuern, ohne zum Smartphone zu greifen.
JBL Xtreme 5: Bluetooth-Ausstattung und Co.
Der JBL Xtreme 4 war einer der ersten Bluetooth-Lautsprecher von JBL, der auf den neuen Auracast-Standard zur Kopplung mehrerer Boxen setzte. Damit war jetzt erstmals auch die Kopplung mit markenfremden Geräten wie dem Marshall Kilburn III möglich. Besonders am Xtreme 4 war aber auch, dass JBLs markeninterne Lösung PartyBoost neben Auracast weiterhin unterstützt wurde – quasi als Brücke zu älteren Generationen.

Diese Brücke fällt mit dem Xtreme 5 jetzt weg. Der Xtreme 5 lässt sich entweder mit baugleichen Modellen zu einem Stereo-Paar koppeln oder via Auracast mit beliebig vielen anderen Lautsprechern, die die Bluetooth-Funktion ebenfalls unterstützen. Weiterhin lobenswert hervorzuheben ist, dass der Xtreme 5 dabei sowohl als Auracast-Empfänger als auch als Auracast-Streamer fungieren kann.
Auracast: So funktioniert der Standard
Was das bedeutet, ist einfach erklärt: Auracast-fähige Geräte – die Funktion ist rein theoretisch ab Bluetooth 5.2 technisch umsetzbar – können sich in Auracast-Streams einklinken und dann gleichzeitig dieselbe Audioquelle wiedergeben. Dafür muss aber erst mal ein Auracast-Stream gestartet werden. Das können viele Geräte nicht, JBLs Xtreme 5 aber schon. Auf Knopfdruck transformiert deine Xtreme 5 zum Auracast-Streamer und du kannst dich mit allerlei Endgeräten einwählen. Etwa Sennheiser, LG, Marshall und EarFun haben den Standard teilweise schon in ihre Geräte integriert.

Wenn Bluetooth für dich Hokuspokus ist und du deine Musik lieber über das altbekannte Kabel in Richtung Lautsprecher lotst, hält der Xtreme 5 für dich auch noch eine Alternative bereit. An der Rückseite findest du einen USB-C-Port, der wahlweise zur Verbindung mit Musikquellen dient, den Akku des Xtreme 5 auflädt oder den Xtreme 5 zur Powerbank für dein Smartphone werden lässt. Ein wahrhaftiger Tausendsassa also, der, angesichts der Funktionsvielfalt, auch in zweifacher Ausführung nicht geschadet hätte.
Design: Nicht nur ein wenig, sondern viel größer
Was auf den Produktfotos noch kaum ersichtlich wird und beim Blick in die Spezifikationen höchstens als Randnotiz auffällt, fällt im direkten Vergleich direkt ins Auge. Der JBL Xtreme 5 ist viel größer als der Xtreme 4. Und wir sprechen hier nicht nur von ein paar Millimetern, sondern von knapp fünf Zentimetern! Das entspricht ziemlich genau der Differenz zwischen Charge 6 und Flip 7. Auch beim Gewicht legt der Xtreme satte 800 Gramm zu.

Man könnte also fast sagen, dass JBL hier eine neue Größen- und Gewichtsklasse im eigenen Portfolio einführt, nur eben ohne neuen Titel. Auch die restlichen Designentscheidungen machen den Eindruck, dass JBL den Xtreme 5 eher als kompakten Konkurrenten zur Partybox aufstellen will. Kleine LED-Leisten sorgen jetzt nämlich parallel zur Musikwiedergabe für eine kleine Lichtshow, die jedenfalls im abgedunkelten Raum gut zur Geltung kommt. Rhythmus, Farbe und Form dieser Lichtshow kannst du in der App personalisieren. Oder du schaltest die Funktion einfach ganz aus.

Ein Tragegurt ist weiterhin im Ladeumfang enthalten und lässt sich an den fest verbauten Ösen befestigen. Für Ausflüge auf den Sportplatz oder an den Baggersee ist die Box also weiterhin bestens geeignet, nicht zuletzt wegen der verbesserten Wasserschutzklasse (IP68).
Unser Fazit zum JBL Xtreme 5
Im Test ließen wir es ja bereits anklingen, aber beim JBL Xtreme 5 hat sich wirklich einiges getan. Angefangen bei der Größe bis hin zum Gewicht und der Maximallautstärke fühlt sich der Lautsprecher teilweise weniger wie ein direkter Nachfolger als wie eine generalüberholte neue Produktreihe an.
Und das ist auch der springende Punkt bei der Kaufentscheidung. Wenn du maximale Soundgewalt zum besten Preis-Leistungs-Verhältnis suchst, kommst du aktuell zum Beispiel mit einer JBL Boombox 3 für knapp 300 Euro noch besser ans Ziel als mit dem Xtreme 5. Wenn Mobilität und Preis-Leistung für dich das Non-Plus-Ultra sind, bekommst du den Xtreme 4 häufig auch schon für deutlich unter 200 Euro. Der Xtreme 4 ist mit PartyBoost und Auracast außerdem nach wie vor der JBL-Lautsprecher mit der besten Ausstattung in puncto Konnektivität.
Zum Xtreme 5 raten wir dir aber genau dann, wenn du den idealen Kompromiss zwischen Partybox und mobilem Bluetooth-Lautsprecher suchst. Dank der Trageschlaufe ist der Xtreme 5 immer noch deutlich portabler als die Boombox 3, klanglich wird er ihr gleichzeitig schon gefährlich. Dazu gesellen sich die ansprechende, interaktive Beleuchtung, eine knackige Akkulaufzeit und exzellenter Wasserschutz. Der Xtreme 5 ist definitiv der beste Xtreme aller Zeiten, fühlt sich nur eben etwas weniger wie ein Xtreme an.
Den JBL Xtreme 5 kannst du bei JBL bestellen:
| Technische Daten | |
| Preis | 349,99 Euro |
| Abmessungen (BxHxT) | 346 x 165 x 155 mm |
| Gewicht | 2,9 kg |
| Akku-Kapazität / Laufzeit | bis zu 24 Std. / bis zu 28 Std. mit Playtime Boost |
| Wasser- und Staubschutz | IP68 |
| Verfügbare Farben | Schwarz, Blau, Tarnfarben |
| Ladedauer | 3,5 Std. |
| Leistung | 130 W (AC-Netzbetrieb) / 90 W (Akkubetrieb) |
| Frequenzbereich | 40 Hz - 20k Hz |
| Anschlüsse / Schnittstellen | USB-C (Eingang/Ausgang) |
| Steuerungs-App | JBL-Portable-App |
| Mikrofon | Nein |
| Party Modus | Ja |
| Trage-Vorrichtung | Ja |
| Mitgeliefertes Zubehör | Tragegurt |
Ein reiner Bluetooth-Lautsprecher ist nicht genug? Die von uns getesteten WLAN-Lautsprecher bieten deutlich mehr Funktionen:



