Startseite Wireless Audio Partybox Soundboks Mix im Test: Die Spezialistin unter den Partyboxen

Soundboks Mix im Test: Die Spezialistin unter den Partyboxen

Lass dich von ihrer Größe nicht täuschen: Die Soundboks Mix wird richtig, richtig laut. Wir haben die kompakte Partybox getestet.
Soundboks Mix im Test – Titelbild
Preis
699,00 Euro
Abmessungen (BxHxT)
340 x 480 x 270 mm
Gewicht
9,7 kg
Akku-Laufzeit
40 Std. bei mittlerer Lautstärke / 8 Std. bei voller Lautstärke
Akku-Ladezeit
2 Std.
Verfügbare Farben
Schwarz
Anschlüsse / Schnittstellen
Bluetooth 4.2, 1x 3,5-mm-Klinkeneingang
In Kürze
Keine Frage: Mit der Soundboks Mix verschaffst du dir Gehör. Sie mag nicht die flexibelste oder klanglich feinfühligste Box sein, aber als Party-Speaker macht ihr so schnell keiner etwas vor.
Vorteile
  • Knackige, präzise Basswiedergabe
  • Beeindruckende Maximallautstärke und Pegelfestigkeit
  • Lange Akkulaufzeit
  • Akku einfach austauschbar
  • Kompakt und leicht
Nachteile
  • Klang könnte musikalischer sein
  • App nur mit Konto nutzbar
  • Veraltete Bluetooth-Technik
  • Teuer
Für Links auf dieser Seite erhält HIFI.DE evtl. eine Provision vom Shop. Weitere Infos

Soundboks ist vor allem für eins bekannt: hohe Lautstärken. Die Speaker der dänischen Marke sind unglaublich durchsetzungsfähig und perfekt für Outdoor-Einsätze geeignet. Diese Tradition soll die Soundboks Mix weiterführen. Ihr großer Vorteil gegenüber der massiven Soundboks 4: Sie ist (vergleichsweise) kompakt und leicht. Wir haben sie auf die Probe gestellt.

Hier kannst du die Soundboks Mix kaufen:

Soundboks Mix im Klang-Check

Technisch konzentriert sich die Soundboks Mix auf das Wesentliche. Sie verbaut zwei Treiber: einen Tieftöner, einen Hochtöner. Im Bass unterstützt außerdem ein Reflexrohr. Das ist ein starker Kontrast zu vielen anderen Partyboxen. Die Marshall Bromley 450 etwa ist mit ganzen sechs Treibern sowie zwei Passiv-Lautsprechern ausgestattet, die JBL Partybox Stage 320 mit je zwei Tief- und Hochtönern.

Die reine Architektur sagt aber erst einmal wenig aus. Deshalb: Wie hört sich die Soundboks Mix in der Praxis an?

Nichts für schwache Nerven: Die Soundboks Mix wird richtig laut

Zunächst einmal: laut. Soundboks-Speaker sind für ihre hohen Pegel bekannt und die Soundboks Mix ist keine Ausnahme. Trotz ihrer Größe erreicht sie eine wirklich ohrenbetäubende Maximallautstärke, die uns im Büro einen Besuch der Nachbar:innen fürchten ließ. Dabei ist die Mix auch beeindruckend pegelfest. Auf höchster Stufe verliert ihr Bassbereich zwar etwas an Druck, größere Verzerrungen bleiben aber erfreulicherweise aus.

Soundboks Mix im Test – Klang
Für ihre Größe ist der Klang der Soundboks Mix erstaunlich kräftig. Die größere Soundboks 4 schöpft aber nochmal aus tieferen Kraftreserven.

In ihrer Abstimmung bildet die Soundboks Mix den direkten Kontrast zur Marshall Bromley 450, die wir gleichzeitig testen konnten. Wo die Marshall-Box – ganz im Sinne der Firmenwurzeln – Instrumente wie Gitarren und Klavier, aber auch Stimmen besonders natürlich wiedergeben kann, spezialisiert sich die Soundboks auf elektronische Klänge. Besonders gut hat sie uns mit Techno-Beats gefallen. Benzas Dancefloor Oriented z. B. drückt sie uns mit Nachdruck ins Trommelfell. Dabei bleibt der Beat knackig und präzise, ohne wie z. B. bei der Bromley 450 unschön schwammig und undefiniert zu klingen. Die Soundboks Mix ist perfekt darauf abgestimmt, sich Gehör zu verschaffen, und knallt dir entsprechend die Bässe um die Ohren.

Soundboks Mix im Test – Tieftöner
Die Soundboks Mix fährt im Bass richtig auf.

Du hast es vielleicht schon herausgelesen: Die Soundboks Mix ist kein sonderlich ausgeglichener Speaker. Die reine Power ist ihr wichtiger als das Feingefühl, weshalb sie mit vielen Genres nicht ganz so gut umgehen kann. Ob Hardcore à la Turnstiles Never Enough oder akustischer Pop-Rock wie Olivia Rodrigos all-american bitch: Die Soundboks Mix spielt im Mittenbereich dünn und künstlich auf, was den Songs ein Stück weit ihren Antrieb und ihre Emotionalität raubt.

Gleichzeitig kann sie mit ihrem einzelnen Hochtöner den Sound nicht so weit auffächern wie andere Lautsprecher. Die Bromley 450 mit ihren seitlich abgewinkelten Treibern kann natürlich auch keinen echten Stereo-Effekt erzeugen, lässt uns den Raum hinter der Aufnahme aber zumindest erahnen. In dieser Hinsicht ist die Soundboks Mix einfach kein sonderlich musikalischer Lautsprecher. Auch hier gilt: Fingerspitzengefühl liegt ihr nicht so, sie möchte lieber mit dem Kopf durch die Wand.

Soundboks Mix im Test – Klang
Die Soundboks Mix ist perfekt für Outdoor-Partys. Abseits dieses Anwendungsfalls gibt es aber bessere Lautsprecher.

Selbst Hand anlegen – aber nur mit Nutzerkonto

Gefällt dir der Klang des Lautsprechers frisch aus der Box nicht, kannst du über die Soundboks-App Hand anlegen. Hier gibt’s allerdings einen großen Haken: Voraussetzung ist ein Soundboks-Nutzerkonto. Eine Kontopflicht stört uns immer, wenn wir ihr in unseren Tests begegnen. Im Fall der Soundboks Mix finden wir sie aber besonders störend, denn: An der Box selbst gibt es keinerlei Möglichkeiten, den Sound zu verändern. Sie hat weder Equalizer-Rädchen und Preset-Tasten wie die Marshall Bromley 750 noch eine „BassBoost“-Taste wie die JBL-Partyboxen. Möchtest du den Klang der Soundboks Mix verändern, bleibt dir also nichts anderes übrig, als ein Konto anzulegen.

Soundboks Mix im Test – App
Um Equalizer und Sound-Presets zu verwenden, musst du dir erst ein Nutzerkonto bei Soundboks anlegen. | Screenshot: Soundboks

Einmal angemeldet, kannst du aus drei vorgefertigten Klangmodi wählen: „Indoor“, „Outdoor“ und „Bass+“. Alternativ kannst du auch einen Fünf-Band-Equalizer bemühen. Der lässt dich allerdings nur ein einziges, eigenes Preset erstellen. So hast du keine Möglichkeit, schnell zwischen verschiedenen Equalizer-Profilen für verschiedene Genres oder Hörumgebungen zu wechseln.

Die Spezialistin unter den Partyboxen

Alles in allem ist die Soundboks Mix ein klanglich kompetenter, wenn auch kein hervorragender Lautsprecher. Das heißt nicht, dass sie nicht empfehlenswert ist. Vor allem, wenn du gern Techno oder andere elektronische Genres hörst, dürfte ihr Sound dich nämlich sehr glücklich machen. Gerade im für Partys so wichtigen Bassbereich spielt sie knackiger und präziser als viele Konkurrenten. Gemeinsam mit ihrer schieren Lautstärke ist sie damit perfekt für den nächsten Outdoor-Rave. Hier ist ein ausgeglichener, runder Klang nicht ganz so wichtig – Hauptsache ist, dass auch noch am anderen Ende des Felds Sound ankommt.

Soundboks Mix im Test – Klang
Das Soundboks-Versprechen erfüllt die Mix.

Hörst du allerdings auch gern Pop, Rock, Metal und andere Genres oder möchtest du mit deinem neuen Lautsprecher auch mal in ruhigeren Umgebungen guten Sound genießen? Dann gibt es definitiv bessere Alternativen. Gerade auch mit Blick auf den Preis. Denn für rund 700 Euro erhältst du je nach Angebotslage auch einen Teufel Rockster Neo oder die JBL Partybox 720: deutlich massivere Lautsprecher, die aus noch viel tieferen Kraftreserven schöpfen.

Dich interessiert, wie andere Partyboxen in unseren Tests abgeschnitten haben? Dann wirf einen Blick auf unsere Bestenliste:

Akku und Wasserschutz: Die Soundboks Mix unterwegs

Das Konzept „Soundboks“ ist aus dem Wunsch entstanden, einen guten Lautsprecher fürs Festivalgelände zu entwickeln. Dementsprechend ist die Soundboks Mix gut für den mobilen Einsatz gewappnet. Sie ist mit einem einfach austauschbaren Akku ausgestattet, der sowohl inner- als auch außerhalb der Box aufgeladen werden kann. Kaufst du einen Zusatzakku, kannst du ihre Laufzeit somit theoretisch ins Unendliche steigern. Allerdings kostet besagter Zusatzakku rund 200 Euro Aufpreis.

Soundboks Mix im Test – Akku
Der Akku der Soundboks Mix lässt sich mit zwei einfachen Handgriffen entfernen und austauschen.

Wie lange spielt die Soundboks Mix mit ihrem einzelnen, mitgelieferten Akku? Laut Soundboks sind es 40 Stunden bei mittlerer Lautstärke, acht Stunden bei voller Lautstärke. Ein leerer Akku ist innerhalb von zwei Stunden wieder aufgeladen.

Die Elektroteile der Soundboks tragen außerdem die Wasserschutzklasse IP65. Damit ist die Soundboks Mix staubdicht und gegen Strahlwasser (z. B. aus einer kleinen Düse) gewappnet.

Anschlüsse: kaum vorhanden

Die meisten Partyboxen, die wir in letzter Zeit getestet haben, waren mit einer Vielzahl Anschlüsse ausgestattet: von der USB-C-Schnittstelle bis zur Kombibuchse für Instrumente. Die Soundboks Mix kommt im Vergleich sehr minimalistisch daher. Der einzige Weg, Musik per Kabel abzuspielen, führt dich über einen 3,5-mm-Klinkeneingang. Der einzige weitere Anschluss, die USB-C-Buchse an der Batterie, kann keine Musik abspielen, dafür aber dein Handy aufladen.

Soundboks Mix im Test – Anschluesse
Neben dem Lautstärkerad sitzt der einzige Audioanschluss der Soundboks Mix: ein 3,5-mm-Klinkeneingang.

In den meisten Fällen wirst du Musik also kabellos per Bluetooth abspielen. Leider setzt Soundboks hier auf den mittlerweile sehr alten Bluetooth-Standard 4.2. Im Test hatten wir keine Probleme damit, dass die Verbindung während der Wiedergabe einbrach. Allerdings dauerte die Kopplung meist länger, als wir es mittlerweile gewohnt sind, und wir mussten die Verbindung mehrmals manuell erneut aufnehmen, nachdem wir den Lautsprecher aus- und wieder eingeschaltet hatten.

Soundboks Mix im Test – Anschluesse
Am Akku sitzt eine USB-C-Schnittstelle, die dein Handy aufladen kann.

Etwas seltsam: Die Soundboks Mix lässt sich nicht manuell in den Kopplungsmodus versetzen. Stattdessen startet sie jedes Mal, wenn du sie aus- und wieder einschaltest, automatisch das Pairing. Ein neues Abspielgerät zu verbinden, funktioniert also nur mit Zwischenschritten. Etwas ungelenk fanden wir auch, dass die Soundboks Mix in unserem Test überhaupt keine parallelen Bluetooth-Verbindungen zuließ. War unser Smartphone verbunden, konnten wir nicht auch noch unseren Laptop verbinden. Die meisten anderen Bluetooth-Lautsprecher, die wir testen, unterstützen mehrere Verbindungen gleichzeitig.

Soundboks Mix im Test – App
Nutzt du die Soundboks Mix in Verbindung mit weiteren Lautsprechern, kannst du in der Soundboks-App die Rollen der einzelnen Geräte festlegen. | Screenshot: Soundboks

Die alte Bluetooth-Version bedeutet auch, dass der Soundboks Mix die neuen Technologien LE Audio und Auracast verwehrt bleiben. Als Bluetooth-Codecs kommen außerdem nur die Basics zum Einsatz: SBC und AAC.

Möchtest du mehrere Soundboksen miteinander verbinden, bleibt dir nur der kabellose Weg. Mit dem SKAA-basierten TeamUp-Modus kannst du bis zu fünf Speaker gleichzeitig spielen lassen. Auch Stereo-Paare sind möglich.

Die Bedienung der Soundboks Mix

Das Bedienpanel der Soundboks Mix ist sehr überschaubar. Neben einem Power-Knopf und mehreren Knöpfen, die den TeamUp-Modus steuern, sitzt hier nur ein großes, beleuchtetes Drehrad für die Lautstärkeregelung. Wir haben uns etwas gewundert, dass es für die Box keine Bedienungsanleitung gibt. Angesichts der wenigen Optionen hatten wir allerdings kein Problem, uns zurechtzufinden.

Soundboks Mix im Test – Bedienung
Über das Bedienfeld kannst du die Lautstärke verändern, aber nicht die Wiedergabe steuern. Pausieren musst du also über dein Smartphone.

Überschaubare App

Über die App und ihre Kontopflicht haben wir uns bereits im Klangteil ausgelassen. Wie sieht die App aber aus, wenn du dann dein Nutzerkonto angelegt hast? Optisch schick und übersichtlich, allerdings auch sehr beschränkt in ihrem Funktionsumfang. Neben Equalizer und Soundmodi kannst du mit ihr einen PIN‑Code festlegen, um die Bluetooth-Verbindungen einzuschränken, die Box aus der Ferne ausschalten oder alle Bedienelemente am Gerät sperren. Daneben kannst du noch die TeamUp-Funktion nutzen – viel mehr Funktionen gibt’s nicht.

Soundboks Mix im Test – App
Die Soundboks-App ist ansprechend gestaltet, aber nicht sonderlich umfangreich. | Screenshot: Soundboks

Design und Transport

Die Soundboks Mix packt einen leistungsstarken Sound in ein – vergleichsweise – kleines Gehäuse. Mit ihren 48 Zentimetern Höhe und 34 Zentimetern Breite ist sie in beiden Dimensionen zehn bis 20 Zentimeter kleiner als die Soundboks 4. Mit knapp zehn Kilogramm Gewicht wiegt sie außerdem ca. sechs Kilogramm weniger. Sie lässt sich relativ einfach mitnehmen. Den Transport erleichtert ein ins Gehäuse eingelassener Tragegriff. Du kannst an ihr zusätzlich einen Tragegurt befestigen, der wird allerdings nicht mitgeliefert.

Soundboks Mix im Test – Gurtoese
Bei Bedarf kannst du an der Soundboks Mix einen Tragegurt befestigen.

Wo Marshalls Partyboxen mit ihrem klassischen Retro-Design auffallen und JBLs Partyboxen mit grellen Lichtern punkten, geht Soundboks es schlicht und funktionell an. Die Box ist robust gebaut und durch die Silikonkugeln auf den Ecken gegen Stöße geschützt. Partylichter hat sie keine.

Unser Fazit zur Soundboks Mix

Die Soundboks Mix ist eine Spezialistin. Ihr Sound eignet sich nicht für jedes Genre, gerade elektronische und Techno-Beats gibt sie aber so präzise und knackig wieder wie kaum eine Zweite. Ihre beeindruckende Maximallautstärke, lange Akkulaufzeit und Wasserschutz nach IP65 machen sie zum zuverlässigen, leistungsstarken Outdoor-Begleiter. Allerdings musst du ihr dafür Eigenheiten wie die teils etwas ungelenke Bedienung oder die Kontopflicht für die Steuerungs-App verzeihen. Und auch ihr hoher Preis ist eine bittere Pille.

HIFI.DE-Testsiegel-Partybox-Soundboks-Mix-8.6

Aktuelle Angebote

Dein nächster Lautsprecher soll doch eine Nummer kleiner sein? Auch viele „normale“ Bluetooth-Lautsprecher aus unseren Tests werden richtig laut:

Für Links auf dieser Seite erhält HIFI.DE evtl. eine Provision vom Shop. Weitere Infos
zur Startseite Beitrag kommentieren
Für Links auf dieser Seite erhält HIFI.DE ggf. eine Provision vom Händler, z.B. für mit * oder gekennzeichnete. Mehr Infos.
Türkçe Dublaj Filmler
get_template_part('partials/footer/taboola-flush');