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Marshall Bromley 450 im Test: Partybox mit Stil

Die Marshall Bromley 450 sieht cool aus – aber kann sie uns auch im Test überzeugen?
Marshall Bromley 450 im Test – Titelbild
Preis
649,00 Euro
Abmessungen (BxHxT)
366 x 492 x 261 mm
Gewicht
12,3 kg
Akku-Laufzeit
über 40 Std.
Akku-Ladezeit
3,5 Std.
Verfügbare Farben
Schwarz
Anschlüsse / Schnittstellen
Bluetooth 5.3, 1x 3,5-mm-Klinkeneingang, 1x USB-C, 1x RCA, 2x Instrumenteneingänge (Kombi 6,3-mm-Klinke/XLR)
In Kürze
Die Bromley 450 ist vielleicht nicht die mächtigste Partybox, größeren Feiern heizt sie aber definitiv ein – und versteht sich obendrein auch noch auf die ruhigere Musikwiedergabe, für entspannte Momente nach der Party. Eine lange Akkulaufzeit und zahlreiche Anschlüsse runden das Paket ab.
Vorteile
  • Warmer, kräftiger Klang, der genreübergreifend funktioniert
  • Lange Akkulaufzeit
  • Schickes Retro-Design mit Konzert-Lichtshow
  • Viele physische Bedienelemente
  • Mehrere Instrumentenanschlüsse
Nachteile
  • Keine Stereo-Paare möglich
  • Sehr rudimentärer Equalizer
  • Schwammige Basswiedergabe
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Marshalls neue Partybox will großen Sound in ein kompaktes Gehäuse packen. Mit stilvoller Beleuchtung, vielen Anschlüssen und einer langen Akkulaufzeit sieht die Bromley 450 auf den ersten Blick gut aufgestellt aus – aber kann sie uns auch in der Praxis überzeugen?

Die Marshall Bromley 450 kannst du hier kaufen:

Marshall Bromley 450 im Klang-Check

Ihre Größe lässt es gar nicht vermuten, aber: In der Bromley 450 stecken ganz schön viele Treiber. Da wären zunächst zwei Tieftöner sowie vier Breitbandlautsprecher. Dedizierte Hochtöner hat die Bromley nicht, dafür aber zwei passive Lautsprecher auf der Rückseite. Passive Lautsprecher nutzen nicht wie klassische Treiber Spule und Magnet, sondern den Luftdruck im Gehäuse, um sich in Bewegung zu setzen. Im Grunde machen Passivlautsprecher nichts anderes als ein Bassreflexrohr: Sie verstärken die Arbeit der vorhandenen Treiber im Bassbereich. Gegenüber einem Bassreflexrohr haben passive Lautsprecher aber den Vorteil, weniger Nebengeräusche zu erzeugen. Und laut Marshall wäre die hohe Wasserschutzklasse der Bromley 450 mit einem Port nicht möglich gewesen.

Marshall Bromley 450 im Test – Klang
Obwohl sie (für eine Partybox) recht klein ist, ist die Bromley 450 reich mit Lautsprechern bestückt.

Also: Wie klingt das Ganze? Ziemlich gut, finden wir im Test. Die Bromley 450 hält das Versprechen, das schon die große Schwester Bromley 750 gab, und ist eine Partybox, die du am Ende der Nacht nicht zurück in die Garage verbannen musst. Statt voll auf dicke Bässe zu gehen, versucht sie sich an einem runderen Klang.

Im Test konnte die Bromley 450 deshalb mit Songs verschiedenster Genres umgehen. Ob die Trap-Beats des lang ersehnten neuen BTS-Albums, Hardcore à la Turnstiles Never Enough oder Latin-Beats von Paloma Mami: Die Bromley 450 zeigt sich wandelbar. Tendenziell warm, aber nicht dumpf, gibt sie die meisten Genres mit Bravour wieder. In Olivia Rodrigos all-american bitch perlt die Gitarre erst klar und zart aus dem Lautsprecher, um sich dann im Chorus explosionsartig auszubreiten. Sole von Turnstile jagt elanvoll durch den Raum – ein schöner, tiefer Mittenbereich verleiht dem Gitarrensturm Grip und Power.

Marshall Bromley 450 im Test – Klang
Statt auf ein Bassreflexrohr setzt Marshall bei der Bromley 450 auf passive Membranen.

Klar, es gibt detailreichere Lautsprecher als die Bromley 450. Auch sie schluckt gern mal die hellsten Akzente und verleiht Stimmen teils einen leicht künstlichen Anstrich. Das kennen wir von Partyboxen aber auch ganz anders: Der Teufel Rockster Neo z. B. hört sich mit vielen Songs an, als würde er durch ein Stück Stoff spielen. Wir haben fast nichts zu mäkeln – allerdings auch nur fast. Denn von unseren Partyboxen wünschen wir uns natürlich eine richtig gute Basswiedergabe, und genau hier strauchelt die Bromley. Das zeigt z. B. 2.0 vom neuen BTS-Album Arirang. Was die Soundboks Mix als pointierte, knackige Beats wiedergibt, klingt über die Bromley unpräzise und schwammig. Das fällt im allgemein schönen Gesamtbild nicht so auf, solltest du aber wissen, wenn du Fan richtig knackiger Beats bist.

Marshall Bromley 450 im Test – Klang
Falls du regelmäßig Techno-Partys feierst, ist die Bromley 450 wohl nicht der richtige Lautsprecher. Dafür kann sie für eine Partybox untypisch gut mit Genres wie Rock oder Metal umgehen.

Es ist nicht so, als könnte die Bromley 450 gar keinen Bass. Allerdings gibt es definitiv punchigere Partyboxen. Wir würden dir die Bromley 450 eher empfehlen, wenn du gern auf Rockmusik abgehst und zwischendurch auch mal „ganz normal“ Musik hören möchtest. Für Techno- und Club-Beats würden wir eher zu einer JBL-Partybox wie der Stage 320 greifen.

Zum Schluss noch ein paar Worte zur Lautstärke: Die Marshall Bromley 450 wird wirklich laut, ähnlich laut wie die Soundboks Mix. Auf Maximallautstärke verzerrt der Sound zwar etwas, das hält sich aber im Rahmen. Sie behält auch auf hohen Lautstärken ordentlich Bassanteil bei, der Sound wird also nicht unschön dünn.

Marshall Bromley 450 im Test – Klang
Die üppige Treiberbestückung lohnt sich: Die Bromley 450 verteilt ihren Sound sehr gleichmäßig im Raum.

Besonders freut uns aber, dass die Bromley 450 ihren Klang wirklich sehr gleichmäßig im Raum verteilt. Egal, ob ober- oder unterhalb, rechts oder links: Sie hört sich aus fast jeder Position gut an. Erst hinter der Box gehen hörbar Klanganteile verloren.  

Dich interessiert, wie andere Partyboxen in unseren Tests abgeschnitten haben? Dann wirf einen Blick auf unsere Bestenliste:

Akku und Wasserschutz: Die Marshall Bromley 450 unterwegs

Immer mehr Partybox-Hersteller statten ihre Party-Lautsprecher mit austauschbaren Akkus aus. So auch Marshall: Der Akku sitzt hinter einer Klappe auf der Rückseite und lässt sich mit nur einem Handgriff einfach ausbauen. Das ist nicht nur nützlich, wenn die Batterie irgendwann an Kraft verliert: Da der Akku auch außerhalb der Box aufgeladen werden kann, kannst du die Laufzeit der Bromley 450 – theoretisch – bis ins Unendliche erweitern. Einfach einen Akku an der Steckdose aufladen, während der andere die Bromley antreibt.

Marshall Bromley 450 im Test – Akku
Den Akku der Bromley 450 kannst du ganz einfach austauschen. Leider verkauft Marshall (noch) keine Ersatzakkus.

Allerdings hat die Sache in der Praxis zwei Haken. Erstens wird die Bromley 450 zwar mit einem eingesetzten Akku geliefert, Zusatzakkus erhältst du aber natürlich nur gegen Aufpreis. 199 Euro Aufpreis, um genau zu sein. Und zweitens: Zum Testzeitpunkt (April 2026) ist der Ersatzakku auf der Marshall-Homepage zwar gelistet, allerdings noch nicht verfügbar.

Wie lange hält die Bromley 450 mit ihrem einzelnen, mitgelieferten Akku durch? Marshall gibt eine Spielzeit von über 40 Stunden an. 20 Minuten an der Steckdose geben ihr sechs Stunden Spielzeit zurück. Ein leerer Akku ist nach 3,5 Stunden wieder vollständig aufgeladen.

Marshall Bromley 450 im Test – Lieferumfang
Die Bromley 450 wird mit einem Akku sowie einem Ladekabel geliefert.

Möchtest du die Bromley 450 unterwegs nutzen, kannst du dich über zertifizierten Wasserschutz nach IP55 freuen. Damit ist der übergroße Bluetooth-Lautsprecher gegen Strahlwasser (etwa aus einer kleinen Düse) geschützt. Ein bisschen Regen hält die Bromley also stand.

Anschlüsse: Instrumente und Abspielgeräte

An die Bromley 450 kannst du eine ganze Reihe weiterer Geräte und Instrumente anschließen. Alle Anschlüsse sitzen unter einer Klappe auf der Rückseite.

Instrumente kannst du über zwei Kombieingänge (XLR und 6,3-mm-Klinke) verbinden. Über die USB-C-Schnittstelle kannst du sowohl Musik abspielen als auch dein Smartphone oder einen Laptop aufladen. Als Audioeingänge stehen außerdem noch ein Cinch- und ein 3,5-mm-Klinkeneingang zur Verfügung. Über den 3,5-mm-Klinkenausgang kannst du mehrere Speaker im Daisy-Chain-Verfahren miteinander verbinden.

Marshall Bromely 450 im Test – Anschluesse
Die Anschlüsse der Bromley 450 verstecken sich hinter der Schutzklappe auf der Rückseite der Box.

Auch kabellos ist die Bromley 450 gut aufgestellt. Sie verwendet die moderne Bluetooth-Version 5.3 und unterstützt sowohl LE Audio als auch Auracast. Über Auracast kannst du unendlich viele, kompatible Speaker – auch von anderen Herstellern – parallel spielen lassen. Als Bluetooth-Codecs kommen allerdings nur die Standard-Codecs SBC und AAC sowie LC3, Teil von LE Audio und eine Verbesserung des SBC-Codecs, zum Einsatz.

Die Bedienung der Marshall Bromley 450

Marshall-Lautsprecher sind nicht nur wegen des bekannten Schriftzugs und der schwarzen Lederverkleidung unverkennbar. Auch die vielen, goldenen Bedienelemente tragen zum hohen Wiedererkennungswert bei. Die Marshall Bromley 450 hat eine große Anzahl Knöpfe, Schalter und Drehräder, über die du die Wiedergabe und Klangqualität steuerst. Sie alle sitzen fein säuberlich aufgereiht auf der Vorderseite.

Marshall Bromley 450 im Test – Bedienung
Die vielen Bedienelemente machen die Bromley 450 nicht nur schick anzusehen, sie tragen auch zur einfachen Bedienung bei.

Ganz links findest du den Einschalter sowie eine Reihe Knöpfe, über die du die gerade abzuspielende Quelle auswählst. Ein Wippschalter pausiert die Musik oder skippt Tracks im Album. Die drei Drehräder daneben steuern die Lautstärke und fungieren als einfache Klanganpassung. Noch weiter rechts sitzen drei Drehräder für Hobby-DJs. Mit ihnen kannst du die Lautstärke der verbundenen Instrumente unabhängig voneinander verändern und Effekte hinzufügen.

Ganz rechts finden sich dann noch eine Akku-Statusanzeige sowie eine Taste, über die du das Muster der Lichtshow verändern oder die Lichter ganz ausschalten kannst.

App mit wenig Zusatzfunktionen

Marshall stellt der Bromley 450 auch eine Steuerungs-App an die Seite, deren Funktionsumfang allerdings begrenzt ist. Du kannst hier Auracast-Broadcasts beitreten, die Funktion der „M“-Taste (sitzt ebenfalls am Bedienpanel) anpassen oder festlegen, wann die Box selbstständig in den Standby-Modus wechseln soll. Als Optionen für die „M“-Taste gibt es einen Stroboskop-Effekt sowie die Möglichkeit, einen Klangmodus für die Wiedergabe auf niedrigen Lautstärken einzuschalten.

Schade: In der App gibt es keinen ausführlicheren Equalizer. Bist du mit dem Sound der Bromley 450 also nicht zufrieden, kannst du ihn nur anhand der Drehräder für „Bässe“ und „Höhen“ am Bedienpanel anpassen.

Design und Transport

Im Vergleich zur Bromley 750 ist die Bromley 450 fast schon niedlich. Ein Fliegengewicht ist sie aber auch nicht, denn sie bringt ca. zwölf Kilogramm auf die Waage. Immerhin ist sie nicht allzu groß, bei 37 Zentimetern Breite und 49 Zentimetern Höhe. Über einen Gummi-Tragegriff an der Seite lässt sie sich relativ leicht tragen. An ihre Gurtanker kannst du bei Bedarf auch noch einen Tragegurt anbringen. Der ist allerdings nicht im Lieferumfang enthalten.

Marshall Bromley 450 im Test – Design
Ins Gehäuse der Bromley 450 sind robuste Ösen eingelassen, an denen du bei Bedarf einen Tragegurt befestigen kannst.

Klar: Das Marshall-Design ist Geschmackssache. Es lässt sich aber nicht abstreiten, dass sich die Bromley, wie alle Marshall-Lautsprecher, optisch von der Masse absetzt. Wir freuen uns besonders, dass Marshall bei der Beleuchtung andere Wege geht. Denn abseits der knallbunten, für viele Menschen wahrscheinlich zu kitschigen Beleuchtung der JBL-Partyboxen gibt es am Markt wenig Alternativen. Die großen Konkurrenten Soundboks und Teufel z. B. verzichten einfach ganz auf Partybeleuchtung. Die kleinen, weißen Lichtakzente der Bromley finden wir einen schönen Mittelweg. Falls sie dir überhaupt nicht gefallen, kannst du sie aber auch ausschalten.

Unser Fazit zur Marshall Bromley 450

Du suchst nach einem leistungsstarken, mobilen Bluetooth-Lautsprecher, der sowohl den ruhigen Abend im Wohnzimmer als auch die nächste Hausparty begleiten kann? Dann ist die Marshall Bromley 450 eine gute Wahl. Die nächste Outdoor-Rave wird sie zwar nicht beschallen können, die große WG-Party aber locker. Anders als viele Konkurrenten eignet sie sich klanglich sogar dann, wenn du weniger elektronische und mehr akustische Musik hörst. Noch dazu ist sie mit einer langen Akkulaufzeit sowie vielen Anschlussmöglichkeiten ausgestattet und sieht stylisch aus – sofern dir das Marshall-Design zusagt.

HIFI.DE-Testsiegel-Partybox-Marshall-Bromley-450-8.7

Aktuelle Angebote

Technische Daten
Preis 649,00 Euro
Abmessungen (BxHxT) 366 x 492 x 261 mm
Gewicht 12,3 kg
Akku-Laufzeit über 40 Std.
Akku-Ladezeit 3,5 Std.
Powerbank Ja
Wasser- und Staubschutz IP55
Verfügbare Farben Schwarz
Anschlüsse / Schnittstellen Bluetooth 5.3, 1x 3,5-mm-Klinkeneingang, 1x USB-C, 1x RCA, 2x Instrumenteneingänge (Kombi 6,3-mm-Klinke/XLR)
Audio-Ausgänge 1x 3,5-mm-Klinke
Steuerungs-App Ja
Trage-Vorrichtung Tragegriff, Ösen für Tragegurt
Mitgeliefertes Zubehör Netzkabel
Stereo-Kopplung Nein
Treiber 2x Tieftöner, 4x Breitbandlautsprecher, 2x Passiv-Lautsprecher
Klangeinstellungen Klangregler (Bass, Höhen)

Dein nächster Lautsprecher soll doch eine Nummer kleiner sein? Hier findest du eine Übersicht der besten Bluetooth-Lautsprecher, die wir getestet haben:

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