Sonos Era 100 SL im Test: Multiroom ohne Mikrofone
- Abmessungen (BxHxT)
- 120 x 182,5 x 130,5 mm
- Preis
- 199 Euro
- WLAN-Verbindung
- WiFi 6, 802.11a/b/g/n/ac/ax (2,4 und 5 GHz)
- Schnittstellen
- Bluetooth Version 5.3, Apple AirPlay 2
- Sprachassistenten
- –
- Steuerungs-App
- Ja
- Anschlüsse
- USB-C (nur mit Adapter nutzbar)
Der Sonos Era 100 SL überzeugt mit allen Vorzügen des Standardmodells, verzichtet aber auf Sprachassistenten. Damit ist er der perfekte Sonos-Einstieg für alle, die keine Sprachassistenten benötigen oder sie aus Prinzip vermeiden.
- Guter Klang
- Bluetooth
- Viele Streamingoptionen
- Schlichtes, hochwertiges Design
- Musikwiedergabe per USB-C nur mit Adapter möglich
- Raumeinmessung nur mit iOS-Geräten nutzbar
Der Era 100 ist ein guter Einstiegspunkt ins Sonos-Universum. Er streamt auf einer Vielzahl von Wegen Musik, ist dabei relativ kompakt, günstig und smart noch dazu. Aber was, wenn du seine intelligenten Features gar nicht brauchst? Oder dir ein Lautsprecher mit Mikrofonen aus Prinzip nicht ins Haus kommt? Dann gibt’s immer noch den Sonos Era 100 SL. Wir haben ihn getestet und klären, inwiefern er sich vom Basismodell unterscheidet.
Den Sonos Era 100 SL gibt es in den Farben Schwarz und Weiß:
Sonos Era 100 SL vs. Era 100: Was ändert sich?
Im Sonos-Katalog gibt es bereits mehrere Speaker mit dem Beinamen „SL“. Dahinter stecken Lautsprechervarianten ohne Mikrofone. So ist auch beim Era 100 SL: Er hat keine Mikrofone, ist aber ansonsten identisch mit dem Standardmodell. Dadurch ergeben sich folgende Unterschiede zwischen den Modellen:
- Den Sonos Era 100 kannst du per Sprachbefehl (Amazon Alexa oder Sonos Voice Control) steuern, den SL-Lautsprecher nicht.
- Besitzt du den Era 100, kannst du für die klangliche Raumeinmessung namens Sonos Trueplay sowohl ein iOS- als auch ein Android-Smartphone nutzen. Den Era 100 SL kannst du nur mit einem iOS-Gerät einmessen.
Der Era 100 SL ist außerdem – zumindest mit Blick auf die unverbindliche Preisempfehlung – deutlich günstiger als das Standardmodell. Wirf also am besten vor dem Kauf einen Blick auf die Angebotslage.

Wie die verschiedenen Sonos-Lautsprecher in unseren Tests abgeschnitten haben, siehst du in unserer Bestenliste:
Der Sonos Era 100 SL im Klang-Check
Klanglich brauchst du keine Sorge zu haben: Hier hat Sonos nichts verändert. Das SL-Modell liefert denselben Klang wie das Standardmodell. Auch im Era 100 SL arbeiten zwei Hochtöner, was zum einen klarere Höhen mit mehr Details, zum anderen eine breitere Klangbühne bringen soll. Zusätzlich hat Sonos dem Era 100 auch noch einen größeren Tieftöner als dem Vorgänger, dem Sonos One, beschert.
Die zusätzliche Power macht sich im Test sofort bemerkbar. Santé von Stromae schallt kraftvoll und mit viel Bass aus dem Era 100 SL. Das heißt aber nicht, dass er dumpf klingt: Die Tiefen sind nicht übermäßig präsent und werden durch viele Details in den Höhen gut ergänzt. Wenn du hingegen auf richtig viel Bass stehst, dürfte dir der Apple HomePod eher gefallen: Der hängt den Sonos Era 100 in den Tiefen eindeutig ab.

Die Höhen zeigen sich in unserem nächsten Testsong, Alice von Wednesday Campanella, von ihrer besten Seite. Nur die Stereo-Darstellung bleibt etwas schmal. Da der Song ausreichend Bewegung im Instrumental hat, binden wir direkt einen zweiten Era 100 über die App ein und machen mit einem Stereo-Paar weiter. Bisher verteilte sich die Musik nur recht eng um den WLAN-Lautsprecher herum, mit dem zweiten Era 100 SL öffnet sich allerdings der Klang. Egal, ob allein oder zu zweit: Wir finden, der Era 100 SL liefert für seine Größe klaren, kräftigen Sound, der einfach Spaß macht.
In der Praxis: Streamingoptionen und Klanganpassung
Wie alle Sonos-Lautsprecher hat der Sonos Era 100 SL den Vorteil, sich nahtlos ins Multiroom-System der Kalifornier einzufügen. Falls du also schon einen älteren Sonos-Lautsprecher zu Hause hast, oder gleich zwei Era 100 SL kaufst: Du kannst die Lautsprecher in die Sonos-App einbinden, dort zu Gruppen zusammenfügen und gemeinsam oder einzeln steuern.

Per WLAN streamt der Era 100 SL entweder über Apple AirPlay, Spotify Connect oder Tidal Connect direkt aus den kompatiblen Dienste-Apps. Mit der Sonos-App lässt sich aber auch eine unheimliche Vielzahl weiterer Streaming-Dienste verbinden, darunter auch Apple Music oder Qobuz. Verknüpfst du das jeweilige Nutzerkonto mit der Sonos-App, kannst du also auch hier per WLAN streamen. Als Alternative verfügt der Sonos Era 100 SL noch über Bluetooth.

Kabelgebundenes Musikhören ist auch möglich, allerdings nur gegen Aufpreis. Die einzige physische Schnittstelle des Era 100 ist eine USB-C-Buchse. Mit dem entsprechenden Adapter kannst du darüber ein Ethernet- oder Klinkenkabel verbinden, allerdings kostet das natürlich Aufpreis.
Trueplay: Raumeinmessung ist Apple-exklusiv
Den Klang von Sonos-Lautsprechern kannst du über die Sonos-Technologie Trueplay auf deinen Raum anpassen. So auch den des Era 100 SL, allerdings nur, falls du ein iPhone oder iPad besitzt. Denn der Era 100 SL hat keine eigenen Mikrofone und nutzt die Mikros deines Smartphones, um das Klangverhalten im Raum zu analysieren. Laut Sonos sind die Mikrofone der unzähligen Android-Smartphones am Markt zu unterschiedlich, um verlässliche Ergebnisse zu erzielen. Deshalb bietet man Trueplay auf diesem Wege gar nicht erst an.

Hier findet sich einer der Vorteile des Era 100 gegenüber der SL-Version. Denn der Era 100 verfügt über eigene Mikrofone und kann zumindest eine abgespeckte Version der Raumeinmessung einsetzen. Ob die klangliche Anpassung für dich wichtig ist, ist natürlich eine andere Frage.
Die Bedienung des Era 100 SL
Wie du siehst, hat der Era 100 SL eine ganze Reihe Funktionen. Wie bedienst du also das Ganze? Entweder über die Sonos-App oder über die Tasten auf der Oberseite des Geräts.
Im Vergleich zum „normalen“ Era 100 ist das Bedienfeld des Era 100 SL etwas reduziert. Ihm fehlt die Sprechblasen-Taste, die den Sprachassistenten aktiviert. Denn die Sprachsteuerung entfällt logischerweise beim Era 100 SL, der keine Mikrofone hat, um dir zuzuhören. Mit dem Era 100 SL kannst du dir sicher sein, deine Ruhe zu haben.

Die Bedienelemente des Multiroom-Lautsprechers dienen dann auch ausschließlich der Wiedergabesteuerung. Auf seiner Oberseite findest du zunächst eine Kerbe. Wischst du darüber mit dem Finger, verändert sich die Lautstärke. Das fanden wir im Test sehr intuitiv. Unter der Kerbe sitzen weitere Touchfelder, die die Musik pausieren und Tracks überspringen.
Die Sonos-App
Für die Einrichtung, Trueplay und weitere Funktionen musst du dann zur Sonos-App greifen. Sie erhielt zuletzt 2024 ein sehr kontroverses, größeres Update, das viele Nutzer:innen verprellte. Standardfunktionen wie Wecker fehlten plötzlich und Bugs plagten den Alltag. Soweit wir das im Test beurteilen konnten, hat Sonos mittlerweile viele der Probleme ausgemerzt. Ganz intuitiv finden wir das neue App-Design zwar weiterhin nicht, es brauchte aber auch nicht sonderlich lange, bis wir uns gut zurechtfanden.
Drückst du länger die Play/Pause-Taste, verbindet sich der Era 100 entweder mit anderen Sonos-Lautsprechern, die du in der App hinterlegt hast, oder kappt die Verbindung zu ihnen. Für einfache Gruppierungen musst du also nicht unbedingt zum Smartphone greifen.
Das Design: sauber und schlicht
Designtechnisch lässt Sonos nichts anbrennen: Der Era 100 SL dürfte sich unauffällig in so gut wie jedes Wohnzimmer einfügen. Du erhältst ihn in zwei verschiedenen Farbausführungen, Weiß und Schwarz. Die gewählten Materialien – hauptsächlich Kunststoff – sind nicht außergewöhnlich hochwertig, aber stets gut verarbeitet.

Der Sonos Era 100 SL im Heimkino-Setup
Natürlich kannst du den Era 100 SL auch als Rear-Lautsprecher in einem Sonos-Heimkino-Setup verwenden. Hier würden wir dir sogar empfehlen, die SL-Variante zu nutzen. Denn Sprachassistenz und Raumeinmessung können in diesem Fall die anderen Lautsprecher im Verbund – Soundbar und Subwoofer – übernehmen.
Verbindest du zwei Era 100 SL mit einer Sonos Beam und einem Sonos Sub Mini, wird im Nu ein Soundbar-Surround-Set daraus. Wir haben uns auch diese Kombination in unserem Testlabor angehört. Die Era 100 als Rear-Speaker schaffen es, das Klangbild der Beam spürbar zu öffnen. Und das klingt in der Ebene richtig gut. Der Subwoofer liefert zugleich eine passende Basis für die tiefen Töne.

Wenn du genau hinhörst, merkst du aber, dass es sich um drei einzelne Lautsprecher handelt. Wenn ein Objekt um dich kreist, hörst du den Ton hier eher im Dreieck durch den Raum wandern. In dem Punkt kann die Samsung HW-Q935GF besser performen – das gilt auch für die Töne aus der Höhe. Denn: Die Era 100 besitzen wie die Beam keine nach oben abstrahlenden Lautsprecher.
Für den Heimkino-Abend stellt das Paket dennoch ein sehr gelungenes Update dar. Filme bekommen mehr Bühne, Spiele wirken mitreißender und Musik bekommt den Extra-Kick Details. Allerdings lässt sich Sonos das Paket auch etwas kosten: Durch Hinzufügen des Subwoofers und der beiden Era 100 verdreifacht sich der Preis der Sonos Beam.
Unser Fazit zum Sonos Era 100 SL
Der Era 100 ist ein sehr guter Einstieg ins Sonos-Universum. Er ist mit diversen Streamingoptionen ausgestattet, klingt gut und fügt sich unauffällig in jedes Wohnzimmer ein. Falls du auf Sprachassistenten verzichten kannst – oder ein smarter Lautsprecher dir gar nicht erst ins Haus kommen würde –, ist der Sonos Era 100 SL eine gute Alternative. Bis auf die fehlenden Sprachassistenten und die Tatsache, dass er die Raumeinmessung Sonos Trueplay nicht vollumfänglich nutzen kann, ist er mit dem Standardmodell identisch.
Aktuelle Angebote
| Technische Daten | |
| Abmessungen (BxHxT) | 120 x 182,5 x 130,5 mm |
| Preis | 199 Euro |
| Stereo-Kopplung | Ja |
| Gewicht | 1,95 kg |
| WLAN-Verbindung | WiFi 6, 802.11a/b/g/n/ac/ax (2,4 und 5 GHz) |
| Schnittstellen | Bluetooth Version 5.3, Apple AirPlay 2 |
| Sprachassistenten | – |
| Multiroom-fähig | Ja |
| Treiber | 2 Hochtöner, 1 Mitteltöner |
| Steuerungs-App | Ja |
| Anschlüsse | USB-C (nur mit Adapter nutzbar) |
| Verfügbare Farben | Schwarz, Weiß |
Du suchst doch nach einem smarten Lautsprecher? Alle Smart Speaker, die wir getestet haben, findest du hier:

