Sonos hat große Pläne: Zieht bald KI ins Multiroom-System ein?
Bild: SonosSonos berappelt sich langsam wieder vom App-Debakel, das die Multiroom-Spezialist:innen 2024 in eine tiefe Krise gestürzt hatte. In der Führungsriege kam es zu mehreren Wechseln und nach dem Flop der Ace-Kopfhörer besinnt man sich wieder auf seine Wurzeln. So stampfte das neue Management einen geplanten Streaming-Player in einer späten Entwicklungsphase ein und fokussiert sich wieder auf klassische Multiroom-Komponenten. Gleichzeitig hat der Hersteller im Zuge der Bekanntgabe der aktuellen Quartalszahlen über seine Zukunftspläne gesprochen.
Wir wollen dich da nicht mit allzu vielen Zahlen langweilen, aber Sonos kann zufrieden auf 282 Mio. US-Dollar Umsatz in seinem 2. Fiskalquartal 2026 blicken. Deutlich spannender sind aber eben die Aussagen, die CEO Tom Conrad zur Zukunft des Herstellers getätigt hat. So sieht der Geschäftsführer die Produkte des Unternehmens nicht als simple Audiowiedergabegeräte, sondern als Teile eines größeren Ökosystems. Und genau das sei eine Stärke, die man ausbauen könne. Denn klar: Wenn du etwa dein Homeoffice mit einem Wi-Fi-Speaker von Sonos ausstattest, kommt schnell die Lust auf, im Wohnzimmer z. B. eine Arc Ultra nachzurüsten, einen Play in die Küche zu stellen und alles zu synchronisieren.

Dieser Ansatz ähnelt natürlich z. B. Apple oder auch Philips Hue, die ganz ähnlich vorgehen. Der Gedanke dahinter: Kaufst du ein Produkt der Marken, rüstest du schnell auf weitere um, bis dein System perfekt aufeinander abgestimmt ist. Sonos geht davon aus, dass mittlerweile über 53 Mio. Produkte aus dem eigenen Hause in mehr als 17 Mio. Haushalten rund um die Welt stehen. Das bietet Möglichkeiten für weitere Strategien (via Caschys Blog).
Sonos denkt über KI-Tools nach
So bietet der Multiroom-König ja schon mit Sonos Voice Control einen digitalen Sprachassistenten an. Dieser ist aber im Funktionsumfang im direkten Vergleich mit modernen KI-Lösungen wie Google Gemini noch sehr eingeschränkt. Hier könnte man laut CEO Tom Conrad ansetzen. Der Manager wählt seine Worte aktuell noch vorsichtig, bestätigt jedoch, dass man an etwas „Großem“ werkele. Denkbar ist natürlich auch, dass der Hersteller, ähnlich wie Apple, z. B. Gemini als Unterbau für eine spezielle KI-Lösung für sein Multiroom-System nutzt.
Letzten Endes geht es darum, dass Sonos versuchen will, sein Ökosystem auch über neue Funktionen und KI-Lösungen zu stärken. Eventuell könnte man da langfristig auch mit kostenpflichtigen Abos arbeiten. So könne man durch seine Bestandskunden noch Einnahmen generieren, ohne nur auf Hardware-Verkäufe angewiesen zu sein. Die Frage ist natürlich, wie da bei dir die Zahlungsbereitschaft aussähe?
Bis Sonos uns Konkretes verrät, könnte es jedoch noch dauern. Die wirtschaftliche Lage ist derzeit weltweit angespannt und auch die App hat weiterhin Optimierungsbedarf.
Bis dahin kannst du dir hier die besten Soundbar-Surround-Sets ansehen, die wir bisher getestet haben: