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Google Home Max im Test – Der große Google Speaker auf dem Abstellgleis

Lange stand Googles Home Max an der Spitze des Smart Speaker Sortiments des Internet-Riesen Google. Jetzt stellt der Suchmaschinen-Riese die Produktion ein. Wir zeigen dir im Google Home Max Test, ob sich der Kauf noch lohnt.
Google Home Max frontal Sideboard

Der Google Home Max ist der T-Rex unter Googles Smart Speakern. Riesig, kräftig und inzwischen nicht mehr unter uns – zumindest hat Google die Produktion des Home Max im letzten Jahr eingestellt. Dem großen Speaker hat Google keinen Erben folgen lassen. Alle weiteren Modelle wie zum Beispiel der Google Nest Audio oder der Nest Mini sind deutlich kleiner und entsprechend verhaltener.

Mit einer Größe von 33 x 15 x 19 cm (BxHxT) und einem Gewicht von 5,3 kg ist der Google Home Max alles andere als der unauffällige Speaker für deinen Sprachassistenten im Alltag. Sein primärer Selling Point ist seine Soundperformance.

Trotz seines Produktionsstops ist der Home Max noch an vielen Stellen zu bekommen. Wir haben ihn getestet und zeigen dir, ob sich ein Kauf des Koloss im Jahr 2021 noch lohnt.

Google Home Max im Test: Volle Kraft voraus

Ist der Home Max aus seinem Karton gehievt, will die Platzierung des großen Speakers gut überlegt sein. Entsprechend der Power, die in dem großen Speaker schlummert, bietet sich ein fester und massiver Untergrund an, um Vibrationen zu vermeiden. Die treten mit dem großen und schweren Speaker von Google nämlich auf dünnen Tischplatten häufiger auf und können den Klang stark verfälschen.

Google Home Max Gummimatte
Die beiliegende Gummimatte reduziert Vibrationen und sorgt gleichzeitig für einen rutschfesten Stand.

Um dem entgegen zu wirken, liegt dem Home Max auch eine Gummimatte bei, die für einen festen und rutschsicheren Stand sorgt und besagte Vibrationen etwas reduziert. Ein Bonus bei der Platzfindung für den Home: Er lässt sich auch platzsparend hochkant aufstellen.

Hochkant Aufstellung
Aufrecht aufgestellt findet der Home Max auch seinen richtigen Platz, wenn es etwas enger wird.

Die Dimensionen des Home Max lassen es schon vermuten: Unter der Haube des weiß-grauen Smart Speakers schlummert eine Menge Klangpower. Im Folgenden widmen wir uns zuerst dem Selling Point des Home Max und gehen auf die Soundperformance des großen Speakers ein.

Der Google Home Max im Klangtest: Wuchtiger Bass

Dafür sorgen gleich zwei 4,5 Zoll große Tieftöner mit einem starken Bass, während zwei 0,7 Zoll Hochtöner den oberen Frequenzbereich aus dem Home Max schallen lassen. Insgesamt ergibt sich daraus eine Klangbühne, die bei höheren Lautstärken schnell eine ganze Party beschallen kann.

Google Home Max Innenansicht
Im Inneren des Home Max hat Google vier Treiber untergebracht, die einen kräftige Soundkulisse garantieren. | Quelle: Google

Der maximale Lautstärke-Pegel, den der Home Max hervorbringt, ist beeindruckend. Selbst bei Maximal-Lautstärke bleibt der Klang recht ordentlich. Dabei verliert er natürlich etwas an Feinauflösung und beginnt im Bass-Bereich etwas zu „schwimmen“ und ungenau zu werden.

Google Home Max Schrägansicht
Der Google Home Max präsentiert sich mit einem Klang, der sich teilweise mit seinen überkräftigen Tiefen selbst erdrückt.

Auch Sprachwiedergabe beherrscht der Home Max. Sei es die interne Stimme des Google Assistant oder auch bei Hörbüchern oder Podcasts, der große Google Smart Speaker spielt Stimmen klar und deutlich. Auch bei Filminhalten lässt der Home Max uns nicht im Stich. Im Set-Up mit einem ChromeCast kannst du den Max Home einzeln oder sogar im Stereo-Paar nutzen, um dein Heimkino Set-Up um einen satten Sound zu bereichern.

Hörtest mit Songbeispielen

Um uns einen detaillierten Eindruck von der Klangperformance des Google Home Max zu machen, hören wir uns einige Songs an. Mit dem Stück Powderfinger von Neil Young kitzeln wir die Feinfühligkeit aus dem Home Max.

Das ruhige Singer-Songwriter Stück spielt sauber und dezent aus dem großen Lautsprecher. Verglichen mit anderen Smart Speakern wie dem Sonos Move oder dem Apple HomePod lässt der Home Max aber ein wenig Offenheit und Detailreichtum missen. Besonders bei den Höhen und höheren Mitten klingt er etwas dumpf und einige helle Frequenzen „verschluckt“ der große Korpus des Home Max.

Google Home Max im Profil
Auch wenn der Home Max sehr ausladend ist, wirkt er durch sein nach hinten abfallendes Gehäuse kleiner.

Etwas lauter aber immer noch akustisch geht es bei dem instrumentalen Soul-Stück Devils Respite der Menahan Street Band zu. Druckvoll schallen Saxophon und Trompete aus dem Google Speaker. Dazu gesellt sich die füllige Bassline zusammen mit den tiefen Frequenzen des Schlagzeugs. Der Home Max liefert eine starke Klangfülle ab, auch wenn man hier wieder merkt, dass der Bass im Verhältnis zu den oberen Frequenzen etwas zu mächtig ist.

Elektronischer und rhythmischer wird es mit dem Track Lost in Yesterday von Tame Impala. Die kantigen Drum-Sounds poltern mit viel Energie aus den Tieftönern des Home Max. Die markante Bassline schmiegt sich an die Kickdrum und Toms.

Dabei wirkt der Home Max an manchen Stellen ein bisschen überfordert, den Tiefenbereich deutlich voneinander getrennt wiederzugeben. Die Synthesizer und die Gesangstimme des Tracks finden aber oberhalb der Bassschlachten ihre Wirkung, klingen aber auch hier etwas dumpfer als gewöhnlich.

Zu guter Letzt lauschen wir dem Hip-Hop Chartstürmer Mood von 24kGoldn. So kräftig und bassintensiv wie der Track klingen will, kann er sich auf dem Home Max voll entfalten. Die Kickdrum und der dröhnende 808-Bass stehen deutlich im Vordergrund, doch auch die Drums, Synthesizer und Stimme finden ihren Platz. Dabei kämpfen sie auch hier etwas gegen die Übermacht des Basses an, was in diesem Stück aber eine untergeordnete Rolle spielt, da der Track ohnehin bassbetont klingen will.

Smart Features: Google Assistant mit Klangpower

Im großen Gehäuse des Home Max schlummert natürlich ebenso der Google Assistant wie auch in anderen Google Smart Speakern. Die Steuerung der Smart Features und des Google Assistant läuft über die kostenlose Google Home App, verfügbar für iOS und Android.

Zusätzliche Features, die die kleinen Geschwister Home Mini oder Nest Audio nicht mitbringen, gibt es jedoch nicht. Das Hauptargument für den großen Home Max ist die deutlich stärkere Soundperformance.

Das Innere des Speakers ist bezüglich Rechenperformance oder zusätzlicher Features seinen Artgenossen nicht überlegen. Anders als zum Beispiel beim Konkurrenten Amazon Echo oder Echo Studio schlummert auch kein Zigbee-Bridge im Google Home Max.

Zur Smart Home Steuerung eignet sich der Home Max natürlich trotzdem. Hierbei musst du aber auf smarte Geräte in deinem zu Hause setzen, die sich per WLAN oder Bluetooth steuern lassen. Doch auch mit Zigbee-kompatiblen Geräten gehst du nicht leer aus.

In dem Fall musst du nur den kleinen Umweg in Kauf nehmen, ein externes Zigbee-Bridge kaufen zu müssen. Sowohl Zigbee-kompatible Geräte als auch solche, die ganz regulär per WLAN und Bluetooth funktionieren, gibt es reichlich. Hier siehst du eine Auswahl beliebter Geräte, die du direkt per Sprachbefehl mit Google Assistant über den Home Max steuern kannst.

Google Home App Abläufe
Über Abläufe kannst du bestimmte Funktion automatisiert starten lassen. | Quelle: Google Home App

Weitere praktische Features bringt der Google Home max in Zusammenspiel mit Googles Streaming-Box Chromecast mit. Einerseits kannst du deinen Chromecast über den Home Max per Sprachbefehl steuern. Suche mit deiner Stimme nach YouTube Videos oder lass dir die Antworten des Assistants auf deinem Fernseher anzeigen.

Darüber hinaus hast du die Möglichkeit, den Sound von Inhalten, die über den Chromecast gestreamt werden wie z.B. YouTube, Netflix, Amazon Prime Video oder Disney Plus über den Google Home Max wiederzugeben. So genießt du bei deinem Filmabend einen fulminanten Sound ohne eine extra Heimkino-Anlage.

Design und Ausstattung

Mit dem Design des Home Max macht Google kein Geheimnis um die Klangpower seines größten Smart Speakers. Der wuchtige an den Ecken abgerundete Lautsprecher fällt mit seinen Ausmaßen ins Auge, ist insgesamt aber schlicht designt.

Der Home Max ist in zwei verschiedenen Farben erhältlich. Einem unauffälligen dunkelgrau, das Google „Karbon“ nennt. Die andere Farbausführung ist ein helles grau, das auf den Namen „Kreide“ hört, welche wir auch im Test vor uns hatten.

Home Max Detail Netz
Das feine Lautsprechernetz überzieht beim Google Home Max die gesamte Vorderseite.

Die Vorderseite, hinter der die vier Treiber schlummern, ist mit einem robusten und gut verarbeiteten Stoff überzogen. Der hintere Teil des Home Max fällt flach ab. Durch die angewinkelten Außenflächen und die abgerundeten Ecken wirkt der Home Max trotz seiner Größe recht verhalten und schlicht.

Google Home Max Schrägansicht 2
Durch seine Form kaschiert der Google Home Max etwas seine ausladende Größe.

Dennoch kamen wir im Test nicht umhin, das Design als etwas langweilig zu empfinden. Nicht zuletzt durch das Netzkabel, das mit seiner blassgrünen Farbe stark an die 90er Jahre erinnert, scheint das gesamte Design des Google Home Max nicht ganz zeitgemäß zu sein.

Anschlüsse Home Max
Die Akzentfarbe und das Design des Netzsteckers wirken ein wenig antiquiert, machen aber nur Kleinigkeiten am Home Max aus.

Neben dem Anschluss für das antiquiert wirkende Netzkabel findest du einen USB-C Anschluss und einen 3,5 mm Klinkeneingang auf der Rückseite des Home Max. Der USB-C Anschluss kann in Verbindung mit einem Adapter zur direkten Internet-Verbindung genutzt werden. Warum Google hier nicht direkt auf ein Ethernet Port gesetzt hat und den Umweg über einen Adapter gewählt hat, bleibt uns unverständlich.

Home Max Anschlüsse
Der Home Max bietet auf der Rückseite viele Anschlussmöglichkeiten. Dazu kommt ein Schalter zum Deaktivieren der Mikrofone.

Der 3,5 mm AUX-Eingang kann genutzt werden, um Geräte direkt mit dem Home Max zu verwenden. Dazu gehören beispielsweise Laptops oder andere Speaker, die einen AUX-Ausgang besitzen.

Die Oberseite ist mit einer unauffälligen Touchfläche versehen. Die Fläche in der Mitte dient als Play/Pause-Taste. Die Lautstärke steuerst du, indem du mit dem die Finger die Leiste entlang fährst – links für leiser, rechts für lauter. In der Praxis ist die Steuerung allerdings an vielen Stellen ein wenig ungenau und umständlich. Oft wurde die Musik leiser als beabsichtigt oder man erschrickt beim Erhöhen der Lautstärke.

Touchbedienung
Die Steuerung über die Touchleiste auf der Oberseite ist in Teilen etwas ungenau.

Ist die Lautstärke etwas höher haben die sechs Mikrofone allerdings deutliche Schwierigkeiten deine Sprachbefehle zu verstehen. Im Test passierte es, dass der Speaker gar nicht auf unser „Ok, Google“ reagierte oder aber unseren folgenden Sprachbefehl nicht verstehen konnte. Spielt der home max aber Musik bei geringer bis mittlerer Lautstärke arbeiten die Fernfeld-Mikrofone in seinem Inneren sehr zuverlässig.

Der Schalter auf der Rückseite deaktiviert die sechs Fernfeldmikrofone des Home Max.

Zum Schutz deiner Privatsphäre kannst du die Mikrofone des Home Max auch deaktivieren. Dazu sitzt auf der Rückseite ein Schiebeschalter. Dieser ist recht groß und leicht zu ertasten. Wir hätten uns allerdings trotzdem gewünscht, dass er an einer etwas leichter zugänglichen Stellen platziert worden wäre. Steht der Home Max in eurem Wohnzimmer etwas versteckter und gedrungener, kann es etwas umständlich sein, die Rückseite des großen Speakers zu erreichen.

Google Home Max Test: Unser Fazit

Suchst du nach einem großen und kräftigen Smart Speaker, der mit seinem Sound den ganzen Raum ausfüllt und eine starke Maximal-Lautstärke mitbringt, so passt der Google Home Max gut ins Bild. Für kleinere Räume ist er in den meisten Fällen zu groß und mächtig und schießt mit seinem kräftigen Klang übers Ziel hinaus.

Nutzt du darüber hinaus Google Geräte wie einen ChromeCast und streamst deine Musik per YouTube Music passt Googles Speaker perfekt in deine Entertainment-Welt. Ein Minuspunkt ist die etwas komplizierte und ungenaue Touch-Bedienung. Angesichts der Tatsache, dass du den Home Max in den meisten Fällen aber per Sprachbefehl oder ein anderes Gerät steuerst, fällt das aber nicht zu sehr ins Gewicht.

Auch wenn der Home Max nicht mehr auf dem Markt ist, ist er nach wie vor ein kompetenter Lautsprecher für jedes Szenario, in dem Lautstärke gefragt ist. Das praktische Zusammenspiel mit Googles YouTube Music und dem Google ChromeCast sorgen darüber hinaus für viele verschiedene Einsatzmöglichkeiten.

Google Home Max Testsiegel 8,2 Gut

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