Der beste Rega-Plattenspieler für dich: Reduktion auf das Wesentliche
Was braucht ein Plattenspieler, um seinen Job zu machen? Wenn es nach dem englischen HiFi-Profi Rega geht, so wenig, wie möglich. Denn Subchassis, federnde Füße oder gar eine Automatik suchst du hier vergebens. Stattdessen fließt jeder investierte Cent in die Teile, die für Rega klangrelevant sind. Besonders die Einstiegsmodelle unter den Rega-Plattenspielern wirken deshalb auf den ersten Blick eher simpel. Doch der Schein trügt. In unserem Test konnten wir schon etliche Rega-Plattenspieler testen: von der Budget-Lösung für Vinyl-Neulinge bis zu High-End-Spielern, die auch einem Sci-Fi-Film entsprungen sein könnten. Wir verraten dir hier, welcher Plattenspieler von Rega für dich die beste Wahl ist – und was du bei ihnen beachten solltest.
Der beste Rega-Plattenspieler für dich: Diese Modelle empfehlen wir
Im Folgenden stellen wir dir jene Rega-Plattenspieler vor, die uns in unseren Tests besonders beeindruckt haben. Die Preisspanne reicht von knapp 400 Euro bis 7000 Euro. Was über das gesamte Spektrum gleichbleibt, ist das Preis-Klang-Verhältnis.
Rega Planar 1
Puristischer Einstieg mit unschlagbarem Preis-Klang-Verhältnis
Antrieb: Riemen, auf Subteller | Tonabnehmer ab Werk: Rega Carbon | Motor: AC, 24V | 33 ⅓ / 45 / 78 RPM: ja / ja / – (manuelle Umschaltung) | Anti-Skating einstellbar: – | Integrierter Phono-Vorverstärker: optional (Modell Planar 1 Plus, +100 Euro) | Preis: 399 Euro / 499 Euro (Planar 1 Plus)
- Dynamischer, sauberer und stimmiger Klang
- Potenzial für (moderate) Tonabnehmer-Upgrades
- Sehr gute Laufruhe
- Festes, nicht verstellbares Antiskating
- Manueller Drehzahlwechsel etwas gewöhnungsbedürftig
Auch der kleinste Rega-Spieler ist durch und durch ein echter Rega. Das Chassis steht leicht und steif auf griffigen Füßen, der Arm schwenkt präzise, spielfrei und leichtgängig. Phenolharz-Teller samt Wollfilz-Matte drauf, ein paar Papp- und Klebestreifen abziehen, Gegengewicht aufstecken und bis zum Anschlag nach vorne schieben, fertig. Dann stimmt die Auflagekraft haargenau. Der passende Antiskating-Wert ist am Arm fix voreingestellt. Klanglich deklassiert der kleine Engländer mit Grip, Dynamik und Ausdruckskraft auch viele teurere Spieler.
Falls du keinen Verstärker mit Phono-Eingang besitzt – oder gar einen externen Phono-Vorverstärker – raten wir dir übrigens zur Variante mit integriertem Phono-Pre. Den Rega Planar 1 Plus kannst du ganz einfach an jeden Verstärker oder Hochpegel-Eingang deiner Aktivboxen anschließen.
Aktuelle Angebote für den Rega Planar 1
Hier findest du unseren ausführlichen Test des Rega Planar 1.

Rega Planar 2
Minimalismus trifft Upgrade-Potenzial
Antrieb: Riemen, auf Subteller | Tonabnehmer (ab Werk): Rega Carbon (getestet) / Rega Nd3 (gegen Aufpreis) | Motor: 24V Synchron | 33 ⅓ / 45 / 78 RPM: Ja / Ja / – | Integrierter Phono-Vorverstärker: – | Preis: 649 Euro / 699 Euro (mit Nd3)
- Sehr guter Klang fürs Geld
- Vergleichsweise hohes Upgrade-Potenzial
- Ab Werk komplett spielfertig
- Keine Höhenverstellung bei Füßen oder Tonarm
- Umständliche Umschaltung der RPM
Fragst du Vinylfans nach einem Plattenspieler in der Preisklasse um 500 Euro, wird der Rega Planar 2 – alias Rega P2 – wohl meist mit auf der Empfehlungsliste stehen. Jahrzehntelang war der „Zweier“ das günstigste Rega-Modell, und er hat seit seiner Markteinführung im Jahr 1977 die Spezies des „Brettspielers“ entscheidend geprägt. Alles weglassen, was nicht zwingend notwendig ist: Das spart nicht nur Geld, sondern dient bei konsequenter Interpretation des Begriffs „notwendig“ auch direkt der Klangqualität.
Im Vergleich zum günstigeren Planar 1 profitierst du jedoch trotz dieses konsequenten Minimalismus von mehreren Features: Der Teller besteht jetzt aus Glas, der Tonarm fällt eine ganze Stufe hochwertiger aus und ermöglicht dir jetzt auch, das Antiskating an andere Tonabnehmer anzupassen. Mit seinem enorm lebendigen Klang zeigt der Rega, dass seine Konstruktion nach der Devise „so hart, leicht und steif wie möglich“ zielführend ist. Komfort und Ausstattung können andere jedoch besser. Kannst du dich damit abfinden, bekommst du einen eleganten und minimalistischen Plattenspieler – und unglaublich viel Musik fürs Geld.
Angebote für den Rega Planar 2 findest du zum Beispiel hier:
Hier findest du unseren ausführlichen Test des Rega Planar 2.
Rega Planar 3 RS
Der HiFi-Star im günstigen Komplett-Bundle
Antrieb: Riemen, auf Subteller | Tonabnehmer (ab Werk): Rega Nd5 | Motor: 24V Synchron | 33 ⅓ / 45 / 78 RPM: Ja / Ja / – | Integrierter Phono-Vorverstärker: – | Preis: 1399 Euro
- Ausgewogener, hochdynamischer Klang
- Extrem stimmiges Paket mit deutlichem Preisvorteil
- Unkomplizierter Aufbau
- Nur in einer Farbe zu haben
350 Euro Preisdifferenz liegen zwischen der Grundversion des Rega Planar 3 und dieser Sonderedition. Das RS steht einfach für „Rega Special“. Ein komplettes Spielerpaket, inklusive vormontiertem Tonabnehmer und verschiedenen Tuning-Komponenten, die sonst deutlich extra kosten. Aber auch mit einer neuen Zarge, die mehr bringt als nur eine Farbvariante. Das konnte unser Vergleichstest beider Versionen zeigen.
Für den Aufpreis bekommst du nämlich nicht nur den besseren Tonabnehmer Rega Nd5, sondern auch ein externes Netzteil, das für noch gleichmäßigeren Lauf und eine deutlich einfachere Bedienung sorgt. So bietet Rega dir und deinen Schallplatten ein über Jahrzehnte gereiftes, von Anfang bis Ende durchentwickeltes Abspielsystem, das alle klanglichen Argumente auf seiner Seite hat. Upgrademöglichkeiten gibt es dennoch: Im Rega-Arm lässt sich jeder Abtaster montieren, und auch Rega selbst hat oberhalb des exzellenten Nd5 noch einige deutlich schärfere Pfeile im Köcher.
Als echtes Upgrade kämen zum Beispiel das MC Ania Pro oder das Edel-MM Nd7 in Frage. Das große Talent des Planar 3 RS ist aber, dass es dir gar nicht in den Sinn kommen wird, irgendetwas daran verbessern zu wollen: Er entsteigt seiner Originalverpackung bereits mit einer Perfektion und Stimmigkeit, die sonst langwierig und teuer zu erkämpfen ist.
Hier findest du den Rega Planar 3 RS im Angebot:
Hier findest du unseren ausführlichen Test des Rega Planar 3 RS.
Rega Planar 8
High End aus einem Hauch von Nichts
Antrieb: Riemen, auf Subteller | Tonabnehmer (ab Werk): Rega Apheta 3 (MC) / Rega Nd7 (MM) | Motor: AC, elektronisch geregelt, externes DSP-Netzteil | 33 ⅓ / 45 / 78 RPM: Ja / Ja / – | Integrierter Phono-Vorverstärker: – | Preis: 2999 Euro (Nd7) / 3999 Euro (Apheta 3)
- Ausgewogener, hochdynamischer Klang
- Unkomplizierter Aufbau
- Minimalistisch, aber erstklassig verarbeitet
- Arm nicht in der Höhe verstellbar
- Keine klassische Haube
Beim Planar 8 hat Rega das Minimalismuskonzept um eine weitere Stufe aufgebohrt – und das im wahrsten Sinne des Wortes: Denn statt einer klassischen Holzzarge besteht der Plattenspieler zum größten Teil aus Luft. Eingefangen in einem ultraleichten und hochfesten PU-Schaum. Zusätzlich mit Metallstreben versteift, entsteht so ein Leichtbauskelett, das Resonanzen keine Chance lässt.
Der Planar 8 protzt nicht mit Kilos und Platzverbrauch. Er bietet technisch Interessierten aber einen faszinierenden Anblick und Musikbegeisterten einen sanften, zugleich aber hochdynamischen und genauen Klang. Mit dem MC-System Apheta 3 bildet er eine perfekte Einheit mit hohem Synergieeffekt, der auch nicht leicht nachzumachen ist. Denn nur wenige Hersteller bauen sowohl Plattenspieler als auch Tonabnehmer mit vergleichbarer Fertigungstiefe selbst. Genau genommen ist Rega die einzige uns bekannte Firma, die das tut.
Hier findest du den Rega Planar 8 mit MC- und MM-System im Angebot:
Hier findest du unseren ausführlichen Test des Rega Planar 8.
Rega Planar 10
Mit Keramikteller an die Spitze
Antrieb: Riemen, auf Subteller | Tonabnehmer (ab Werk): Apheta 3 (MC) / Aphelion 2 (MC) | Motor: AC, elektronisch geregelt, externes DSP-Netzteil | 33 ⅓ / 45 / 78 RPM: Ja / Ja / – | Integrierter Phono-Vorverstärker: – | Preis: 6999 Euro (Apheta 3) / 9599 Euro (Aphelion 2)
- Ausgewogener, kraftvoller und lebendiger Klang
- Eindrucksvolle Raumabbildung
- Völlig unproblematische Inbetriebnahme
- Keine klassische Haube
Was, wenn man das ultraleichte und steife Gehäuse des Planar 8 in seinen Grundzügen beibehält, den Glasteller aber gegen einen aus ultraharter, mit Diamantfräsen in Form gebrachter Keramik tauscht? Dazu dann noch der Referenztonarm und ein noch mal verbessertes, externes Netzteil. Das sind die Zutaten für den Rega Planar 10.
Der große Rega ist nicht der einzige fantastische Spieler am Markt. Unter den echten Spitzenlaufwerken ist er aber auf jeden Fall das unkomplizierteste – und in unseren Augen auch eines der schönsten. Gerade hinstellen musst du den Spieler schon noch selbst. Den Teller aufsetzen und das Gewicht einstellen ebenfalls. Viel mehr gibt es daran aber nicht zu tun. Die klanglichen Ergebnisse sind konsistent überragend – erst recht mit dem maßgeschneiderten MC Apheta 3, das wir ausdrücklich dazu empfehlen. Nicht nur, weil es im Paket billiger ist, sondern weil es einen riesigen Hörspaß ohne technisch klingende Artefakte ermöglicht.
Hier findest du den Rega Planar 8 mit MC- und MM-System im Angebot:
Hier findest du unseren ausführlichen Test des Rega Planar 10.
Der beste Rega-Plattenspieler: Was du nicht erwarten solltest …
Wie du siehst, ist die Spannweite unter Rega-Plattenspielern immens. Einige Punkte bleiben aber über das gesamte Portfolio konsistent. Rega ist eine der wenigen HiFi-Firmen, die jeden Teil ihrer Plattenspieler im eigenen Werk fertigen. Vom Tonabnehmer über den Tonarm bis zur Zarge wird alles in England entwickelt und zusammengeschraubt. Dadurch spart man sich einerseits lange Lieferzeiten von Bauteilen und kann Kosten und Umweltbelastungen eindämmen. Die gemeinsame Entwicklung hat aber auch klangliche Vorteile, da die Bauteile ideal aufeinander abgestimmt werden können. Es ist kein Wunder, dass Rega auch etliche HiFi-Hersteller mit OEM-Ware beliefert.
Rega-Plattenspieler werden nach einem Minimalismus-Prinzip entwickelt, das man salopp mit „Wo nichts ist, kann auch nichts schwingen“ zusammenfassen könnte. Im Unterschied zu Masselaufwerken wie dem Transrotor Bellini TMD oder dem Clearaudio Innovation Compact, setzt man bei Rega weniger auf Trägheit der Masse als auf Vibrationsarmut durch Steifigkeit.
Diese Reduktion auf das Wesentliche lässt auch keinen Platz für Komfort-Features, wie du sie bei Plattenspielern mit Automatik findest. Eine Endabschaltung oder auch nur einen Bluetooth-Sender suchst du bei Rega vergeblich. Alle Tonarme sind fest an der Zarge verschraubt. Möchtest du also den Abstand von Tonarm zur Platte vergrößern, musst du erst den ganzen Arm abschrauben und dedizierte Unterlegscheiben anbringen. Auch eine Azimut-Einstellung ist nicht vorgesehen und selbst auf ein anpassbares Antiskating musst du beim Planar 1 verzichten.
Gleichzeitig sind alle Rega-Player Plattenspieler mit Riemenantrieb. Wenn du also auf der Suche nach einem Direktantriebler bist, suchst du besser in unserer Bestenliste:
… und warum dir das egal sein kann
In den allermeisten Fällen wirst du aber die wenigsten dieser Features wirklich lange vermissen. Denn in unseren Tests hat sich immer wieder gezeigt, dass die Einrichtung der Spieler – besonders mit den hauseigenen Tonabnehmern – spielend einfach ist und die Player nach wenigen Handgriffen spielfertig sind. Ja, eine Endabschaltung schont theoretisch deine Platte und die Nadel, wenn du beim Musikhören einschläfst. Aber die Leerlaufrille trägt ihren Namen nicht grundlos und auch ein paar Stunden in ihr werden weder dem Vinyl noch deiner Hardware schaden.

Auch die Eigenart Regas, auf eine elektronische Umschaltung der Umdrehungen zu verzichten, ist in der Praxis weniger nervig, als du denkst. Denn wie oft hörst du wirklich (Maxi-)Singles mit 45 RPM? Den Plattenteller kurz anzuheben und den Riemen auf den größeren Pulley zu spannen, kostet dich keine 10 Sekunden.
Denn was bei Rega-Plattenspielern auf lange Sicht immer wieder überwiegt, ist ein Klang, für den andere Hersteller oft deutlich mehr Geld veranschlagen müssen. Natürlich ist auch ein Rega keine Wunderwaffe. Auf einem DJ-Pult oder auf einem wackeligen Thekenbrett hat ein Rega nichts zu suchen. Dafür kann er fremden Erschütterungen zu wenig entgegensetzen. Hier ist etwa ein Technics-Plattenspieler mit gefederten Füßen sicher die bessere Wahl. Wenn es dir aber einfach nur darum geht, zu Hause Schallplatten zu genießen, geht das mit wenigen Plattenspielern so unverfälscht und einfach wie mit jenen von Rega.
Ein paar Tipps zu deinem Rega-Plattenspieler
Alle Rega-Plattenspieler bis hinauf zum Rega Planar 6 kommen mit passender Acryl-Abdeckhaube. Diese ist zwar vom Material her hochwertig, aber nicht zur Verwendung während des Betriebs geeignet. Ob geöffnet oder geschlossen, der Deckel neigt zu Resonanzen, die sich im Klang negativ bemerkbar machen können. Da die Hauben aber nur in die Zarge gesteckt werden, kannst du sie ganz einfach nach oben abziehen.

Wenn du keinen HiFi-Verstärker mit Phono-Eingang besitzt, wirst du in den meisten Fällen einen externen Phono-Vorverstärker benötigen. Denn bis auf den Rega Planar 1 Plus hat keiner der Plattenspieler einen integrierten Phono-Pre. Rega selbst hat natürlich gleich mehrere Modelle im Angebot. Wir konnten uns bereits vom Rega Fono MM Mk5, dem Fono MC MK4 und dem Rega Fono Mini A2D überzeugen. Letzterer ermöglicht es dir sogar, deine Schallplatten zu digitalisieren.
Fazit Rega-Plattenspieler: Der einfache Weg zu gutem Vinyl-Klang
Natürlich ist ein Plattenspieler nur ein Glied deiner HiFi-Kette und als solches nicht alleine für ihren Klang verantwortlich. Doch haben unsere Tests immer wieder gezeigt, dass bei kaum einer anderen Marke so viel deines investierten Budgets auch letztlich im Klang landet. Wenn du auf Komfort-Features und Feineinstellungen verzichten kannst, sollte ein Rega-Plattenspieler mehr als nur eine Überlegung für dich wert sein.
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