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Sony X90J im Test: Viel Leistung fürs Geld?

Der neue Sony X90J: Ein Oberklasse-LCD Fernseher, der mit Bildqualität, großer Ausstattung und Gaming-Eignung punkten will. Und das zu guten Preisen!
Sony X90J im Test
Panel Typ
LCD (VA)
Verfügbare Größen
50", 55", 65", 75"
Getestete Größe
50"
Auflösung
4K (3840 x 2160 Pixel)
Video-Eingänge
4 HDMI, 1 CVBS
HDR-Unterstützung
HDR10, Dolby Vision, HLG
Smart TV
Google TV
Preis (UVP/Straßenpreis)
1.199 Euro / um 900 Euro (50")
In Kürze
Der Sony X90J überzeugt als vielseitiger und sehr gut ausgestatteter Smart-TV mit hellen, scharfen Bildern, gutem Klang und ordentlicher Bedienung. Mit HDMI 2.1 ist er für die neuen High-End-Konsolen vorbereitet, für die variable Bildrate VRR braucht es noch ein Update.
Vorteile
  • Detailreiches und lebendiges Bild
  • Hoher Helligkeitswert
  • [email protected] für Gaming (HDMI 3 u. 4)
  • Großes Streaming-Angebot
  • Guter Klang
Nachteile
  • Sichtbare Blooming-Effekte
  • Spiegelungen können störend wirken
  • Kein HDR10+

Der Nachfolger des beliebten LED-TV Sony XH90 stand diesmal im HIFI.DE Testlabor auf dem Prüfstand. Mit der 50-Zoll-Version namens „XR-50X90J“ haben wir die kompakteste Ausführung vom Sony X90J unter die Lupe genommen. Auch den etwas größeren 55X90J bekommst du schon um die 900 Euro.

Zum Black Friday ist der Top-LED bei einem aktuellen Mediamarkt-Angebot starke 35% runtergesetzt: 

Sony hat übrigens die Namen seiner TVs verändert: Früher markierten zwei Buchstaben und zwei nachfolgende Ziffern eine bestimmte LCD-TV-Baureihe. Etwa XG95 oder XG80 im Jahr 2019. Jetzt, ab 2021, stehen die wichtigen Ziffern zwischen den Buchstaben; also z.B. X90J und X85J. Am J erkennst du die 2021er Sony Fernseher zuverlässig.

Bei den größeren Ausführungen ab 55 “ kannst du je nach Aufstell-Situation entscheiden, ob die Füße des X90J weiter innen oder außen unter dem Bildschirm sein sollen.

Im Gegensatz zu 55, 65 und 75 Zoll hat der rund 112 cm breite XR-50X90J nur eine vorgegebene Position für seine schlanken Füße.

Doch nun ohne Umschweife zum Wichtigsten beim TV-Test, dem Bild!

SONY X90J im Test: Die Bildqualität

  • Direct-LED mit Local Dimming für bessere Kontraste
  • HDR mit viel Licht, aber relativ kleinem Farbraum
  • 120 Hertz-Technik und „Cognitive Processor“

Die Bilder des Sony machen auf den ersten Blick einen richtig guten Eindruck. Die Standard-Einstellung sorgt für detailreiche, scharf und lebendig wirkende TV-Bilder bei HDTV.

Sony XR 50X90J TEST - front
Der X90J überzeugt mit leuchtstarken und fein gezeichneten Bildern beim Bildmodus „Anwender“. Die Standfüße des X90J lassen sich bei den Modellen ab 55 Zoll aufwärts in zwei Positionen anbringen.

Wie bei den meisten TVs üblich, ist die „Out-Of-the-Box“-Farbabstimmung (im Standard-Modus) ab Werk „kühler“ bzw. bläulicher eingestellt, als es der HDTV-Standard (ITU-Rec.709) vorsieht. Weiß sieht beispielsweise so noch leuchtender und Himmelblau weniger blass aus, aber eigentlich ist das Bild so leicht blaustichig. Unsere Calman-Messung: rund 9.000 K Farbtemperatur im Modus „Standard“.

X90J: Tipps zur Bildeinstellung

Für unseren Test haben wir für Filme und Fernsehen hauptsächlich die Bildmodi Anwender und Kino genutzt. Besonders für Heimkino-Fans empfiehlt unsere Redaktion, den Modus „Anwender“ als neutrale Basis-Einstellung. Je nach Bedarf und Geschmack kannst du dann noch dein eigenes Feintuning machen. Zum Beispiel mit einer Rauschfilter-Automatik oder der Bewegungsglättung „MotionFlow“, die man gut auf mittlerer Stufe einsetzen kann. Dabei machen dem Sony schnelle Actionszenen und Sport dank seines reaktionsschnellen 120-Hertz-Displays mit LED-Backlight keine Mühe. Die Zwischenbildberechnung mit Motionflow sorgt bereits auf mittlerer Stufe für fließende Bewegungen und macht dabei nur wenige Artefakte. Die Einstellungen findest du im Menü unter „Klarheit“.

Full-LED-Backlight und Local Dimming: Viel Licht, aber mit Schattenseiten

Die LEDs, die für die Leuchtkraft des Bildschirms sorgen, sitzen bei den neuen X90J Modellen, wie schon beim XH90 und XH95 vollflächig hinter dem Bildschirm. Satte 800 Candela pro Quadratmeter haben wir bei unserer HDR-Analyse mit Calman als Spitzenwert ermittelt. So übertrifft der neue Sony X90J die meisten anderen LED-TVs – der Großteil bringt es auch bei HDR nur auf 400 bis 500 cd/m2. Die besten Neo-QLED-Modelle wie ein Samsung QN95A werden freilich noch doppelt so hell.

SONY X90J 50 Zoll SDR Farbraum
Der Sony gibt die Farben des HD-Farbraumes Rec.709 sehr gut wieder. Die Abweichungen von den Normwerten sind in der Praxis kaum zu sehen, wie unsere Messungen mit Calman belegen.

Local Dimming für besseren Kontrast

Mit vielen einzeln gedimmten LED-Zonen bekommen dunkle und helle Bildpartien die jeweils passenden Lichtmenge zugeteilt. Die recht aufwendige Bildschirmtechnik präsentiert knackige und natürlich wirkende TV-Bilder, die auch bei Sportsendungen einen guten Eindruck machen. Der neue „Cognitive XR Bildprozessor“ soll Bildinhalte wie Personen oder Gelände automatisch erkennen und die Bildwiedergabe daraufhin optimieren. So überzeugt der Sony einmal mehr mit natürlich wirkenden Hauttönen. Ähnliches hatte der bisherige X1 Ultimate Prozessor allerdings auch schon geleistet, der auch in immer mehr Sony-Beamern sehr gute Arbeit leistet.

Sony X90J Standfuß
Der Standfuß des X90J besteht aus stabilem Metall. Bei dem 50″-Modell XR-50X90J steht der TV gut 6 cm über dem Tisch, zwischen beiden Füßen sind rund 66 cm. Die größeren Versionen ab 55 Zoll bieten mehr Raum für eine Soundbar als der 50-Zoll-TV.

Mit seinen 24 LED-Dimming-Zonen ist der Sony XR50X90J allerdings etwas knapp ausgestattet, sodass kritische Augen hin und wieder „Helligkeitspumpen“ bemerken werden. Besonders in dunklen Filmszenen mit HDR, in den einzelnen Lichter oder hellen Lichtreflexe auftauchen, fiel uns das Nachregeln der LED-Beleuchtung sichtbar auf. Auch deshalb, weil der Hell-Dunkel-Kontrast um die Lichter herum durch die hohe LED-Helligkeit aufweicht. Ein Effekt, der als auch unter dem Begriff Blooming bekannt ist. Dort, wo eine Bild-Zone mit voller Power leuchtet, strahlen die hellen Farben brillant. Doch ein Schwarz in direkter Nachbarschaft wird eher zum dunklen Grau, und auch Dunkelblau bekommt dann einen leichten Grauschleier. Davon bleiben auch die Schwarzbalken, die bei Filmen im Kinoformat 21:9 oben und unten erscheinen, nicht verschont. Sie erscheinen je nach Szene eher schwarz oder dunkelgrau.

Netflix in Studioqualität

Der Sony bietet übrigens auch einen Netflix-Calibrated-Modus an, mit dem der Fernseher die Netflix-Eigenproduktionen so originalgetreu wie möglich wiedergibt. Netflix Calibrated steht nur zur Verfügung, wenn Netflix läuft. Der relativ dunkle Modus orientiert sich an den Studio-Monitoren und bringt so eine tolle Farbwiedergabe für Binge Watching in schummerig-gemütlicher Kinoatmosphäre.

Das oben beschriebene Durchschimmern der LED-Bildschirmbeleuchtung bei HDR-Filmen fällt weniger stark auf, wenn du in einem mäßig beleuchteten Raum schaust. An einem sonnigen Tag kann es jedoch sein, dass sich die Möbel im mattierten Bildschirm störend spiegeln.

Wie groß sollte dein Fernseher sein? Hier geht’s zum Ratgeber:

HDR mit dem Sony X90J: Dolby Vision und HDR10

Bei HDR unterstützt der Sony die Verfahren wie seine Vorgänger HLG, das HDR der 4K-TV-Sender, sowie HDR10 und Dolby Vision mit dynamischen Metadaten. Dass HDR10+ nicht unterstützt wird, ist etwas schade, aber zu verschmerzen.

Die HDR-Wiedergabe klappte im Test des 50X90J problemlos. Dabei erkennt der Sony-TV auch die HDR-Inhalte von Streaming-Diensten über seine integrierten Apps reibungslos. So schaltet er beispielsweise bei Netflix-Eigenproduktionen zuverlässig auf Dolby-Vision-Wiedergabe um. Dann stellt der Sony seine maximale Leuchtkraft bereit und sorgt für brillante, kontrastreiche Bilder. Trotzdem kommt er bei der HDR-Farbpalette an seine Grenzen. Ultra-HD-Inhalte mit HDR werden mit erweitertem Farbraum produziert. Diesbezüglich kommt der neue X90J bei HDR nur auf eine rund 90-prozentige Abdeckung für den UHDA-P3-Farbraum. Während er bei HDTV-Sendungen den entsprechenden Farbraum perfekt abbildet. Somit fallen bei HDR unter anderem die krassesten Grüntöne weniger bombastisch als z.B. bei einem OLED-Fernseher aus.

Sony X90J: Reichhaltige Anschlüsse für TV, Gaming und Recording

  • Doppel-Tuner für Satellit, Antenne und Kabel-TV
  • HDMI 2.1 für Gaming, aktuell noch eingeschränkt
  • USB 2.0 und USB 3.0, plus analoge Anschlüsse

Sony X90J - Anschlüsse

In Sachen Anschlussmöglichkeiten lässt der Sony TV nur wenige Wünsche offen. Zum Beispiel lässt sich ein angeschlossener Kopfhörer nicht gleichzeitig mit den TV-Lautsprechern nutzen (und dabei seine Lautstärke unabhängig von dem TV einstellen). Ansonsten überzeugt der Smart-TV mit seinen TV-Twin-Tunern, zwei USB-Schnittstellen, einem analogen AV-Eingang und vier HDMI-Eingängen. Über eine angeschlossene Festplatte kannst du TV-Sendungen per USB-Recording aufnehmen, und während der Aufnahme auf ein anderes (unverschlüsseltes) Programm umschalten. Wie bei Sony seit einigen Jahren üblich, beherrscht auch dieser Fernseher jedoch kein TV-Timeshift per Knopfdruck, um eine Sendung zu pausieren und zeitversetzt weiter zu schauen.

Alle vier HDMI sind HDR– und Ultra-HD-fähig („4K“), die Anschlüsse 3 und 4 sind dank HDMI 2.1-Technik für Next-Gen-Gaming mit 120 Bildern pro Sekunde in 4K-Auflösung geeignet.

HDMI-Anschluss-Einstellungen

  • HDMI 1 und 2 für Blu-ray, HDR und Dolby Vision
  • HDMI 3 und 4 für neue Konsolen, Dolby Vision bei Bedarf

Wichtig ist, dass du die richtigen HDMI-Einstellungen nutzt, um deine angeschlossenen Geräte perfekt zu nutzen. Dabei sind HDMI 1 und HDMI 2 die erste Wahl, wenn es um Blu-ray-Filme, Dolby-Vision-fähige Blu-ray-Player wie den Sony X800M2 oder HD-Mediaplayer geht. Hier wird neben 4K auch Dolby Vision bestens unterstützt, wenn du das HDMI-Signal-Format auf „optimiert“ einstellst.

Sony X90J Kabelführung
Mitgelieferte Plastik-Clips, die du auf die Füße stecken kannst, erleichtern eine geordnete Kabelführung an der TV-Rückseite.

Bei den Anschlüssen 3 und 4 bedeutet dagegen  „optimiert“, dass 120Hz-Bilder bevorzugt behandelt werden. Bei HDMI 3 und 4  solltest du immer die Signal-Einstellung „optimiert – Dolby Vision“ wählen, wenn du hier einen 4K-Blu-ray-Player oder Mediaplayer anschließt: Dann gibt der Sony 4K und HDR mit bestmöglicher Bildqualität von diesen Geräten wieder, die 24 oder 60 4K-Bilder anliefern.

HDMI beim X90J optimal nutzen Bei den X90J TVs von Sony sind HDMI 1/2 für HDR- bzw. Dolby-Vision-fähige Zuspieler ausgelegt. HDMI 3/4 für Gaming-Konsolen. Ziemlich missverständlich ist allerdings der Hinweis im Sony-Menü, dass man die Einstellung „optimiert – Dolby Vision“ bei HDMI 3 / 4 nur dann wählen darf, wenn das angeschlossene Gerät tatsächlich Dolby Vision beherrscht.

Tatsächlich funktioniert auch einfaches HDR10 damit problemlos. Das Signal-Format optimiert – Dolby Vision ist aber nicht für High-Speed-Gaming, sondern für Filmwiedergabe gedacht, also für den Fall, dass du einen Dolby-Vision-fähigen Player nicht an HDMI 1 oder 2 anschließt, sondern an 3 oder 4.

Bedienung und Praxis

Einmal davon abgesehen, dass Google TV bei der ersten Installation dem Nutzer suggerieren möchte, dass man zwingend ein Google-Konto benötigt, um den Fernseher nutzen zu können – was so nicht stimmt  – hat sich wenig gegenüber den Vorgängermodellen verändert. Die Menüs am Bildrand erschließen sich in der Regel intuitiv.

SONY Fernbedienung 2021 beim X90J
Die mitgelieferte Fernbedienung hat ein übersichtliches Tasten-Layout, mit dem man sich leicht zurechtfindet. Das eingebaute Mikro wird auf Knopfdruck aktiviert, um mit dem Google-TV per Spracheingabe zu kommunizieren.

Die Fernbedienung ist übersichtlich gestaltet und bietet einen angenehmen Druckpunkt für die Tasten. Schwierig finden wir allerdings, dass die ausführliche Anleitung, die man auf der Sony-Website findet, kaum hilfreicher ist als die Hilfe-Texte, die der Fernseher selber zur Verfügung stellt.

Gaming mit dem Sony X90J

Die Eingänge HDMI 3 und 4 beim Sony XR50X90J sind für [email protected] vorbereitet – also für die neuen Spielkonsolen Playstation 5 und Xbox Series X bzw. Series S. Aber die variable Bildrate VRR (Variable Refresh Rate) kommt wohl erst gegen Ende des Jahres per Firmware-Update. VRR wird nur über modernste HDMI 2.1-Eingänge angeboten. VRR heißt, dass die Konsole automatisch die Bildrate drosselt, um Bildstörungen erst gar keine Chance zu geben. Der angeschlossene TV oder Monitor muss diese Änderungen in Echtzeit unterstützen.

Für Gamer ist der Anschluss HDMI 3 oder 4 bestens eingestellt, wenn du das „optimierte Format“ im Menü auswählst. Damit soll der Sony TV die extra hohe Bildrate von 120 Frames pro Sekunde (fps) am besten verarbeiten können. So flotte Gaming-Bilder liefern Mit einer Bildrate von 60 fps haben wir im Gaming-Modus eine erfreulich niedrige Eingangs-Verzögerung von nur 17 Millisekunden ermittelt.

Wer eine neue Playstation 5 oder Xbox Series X ergattern konnte, kann also mit dem Sony TV die maximale Bildwiederholrate ausschöpfen, nur auf die flexible Regelung mit VRR muss man derzeit – bis zum Update – noch verzichten.

Der Sony XR 50X90J im Vergleich mit anderen 4K-TVs um die 1.000 Euro

LED-Backlight mit einzeln geregelten Dimmingzonen und 120-Hertz-Technik findest man nur in der Ober- und Spitzenklasse. Sprich, bei Preisen um 1.000 Euro für etwa 50 Zoll Bilddiagonale. Neben dem Vorgänger XH90 von Sony, den es aktuell für unter 800 Euro gibt, überzeugt das Panasonic Topmodell HXW944 mit seiner Top-Bildqualität, doch ohne Google-TV und High-End-Gaming. Dafür bietet der Panasonic beste Möglichkeiten für klassisches Fernsehen mit gut sortierbaren Senderlisten, USB-Recording und TV-Timeshift sowie mehr Optionen für die Tonwiedergabe über eine Hifi-Anlage oder mit Subwoofer-Unterstützung.

Außerdem muss sich der neue Sony X90J gegen den etwas älteren 55-Zoll-QLED-TV Q90T von Samsung behaupten, der insbesondere für Gaming- und Streaming-Fans interessant ist. Der Samsung GQ55Q90T ist zum Test-Zeitpunkt als Auslaufmodell derzeit noch unter 1.200 Euro zu bekommen. Er bietet mehr Dimming-Zonen und größeres HDR-Farbvolumen, jedoch wie alle Samsung TVs kein Dolby Vision, und unterstützt DTS-Tonspuren als Audio-Format nicht. Und zudem ist der Samsung nur ab 55 Zoll zu bekommen, während es den X90J in der hier getesteten 126-cm-Größe gibt. 

Smart-TV: Sony bringt Google TV heraus und eigenen Streaming-Dienst

Google TV löst Android TV ab: Sony ist ganz vorne dabei, das neue Google TV als Smart-TV-System auf dem Markt einzuführen.

Es gibt neu gestaltete Menüs, und dabei taucht Netflix als App im Home-Menü des Google TV nicht auf. Zum Glück gibt es dafür die Extra-Taste auf der Fernbedienung, sodass du Netflix direkt aufrufen kannst. Im Startbildschirm dominieren die Vorschläge, die man, bzw. Google, dir unterbreitet. Dazwischen taucht eine Leiste mit Apps auf. Was dort erscheint, ist nicht in Stein gemeißelt, denn du kannst auch selber Apps hinzufügen. Die Anzahl der hier angezeigten Dienste ist aber strikt auf zwölf begrenzt.

Google TV Startseite
Die Startseite von Google TV erinnert an die Bedienung des neuen Chromecast-Stick und unterscheidet sich deutlich von den früheren Android-TV-Versionen.

Typisch für Android-TVs war die Integration von Chromecast und des Google Assistenten. Und das setzt sich auch mit dem neuen Google TV nahtlos fort. Die Spracheingabe über das Mikro in der Fernbedienung klappte bei unseren Stichproben ordentlich.

Filme online über Bravia Core Streaming

Außerdem hat Sony die neue, hauseigene Bravia Core App integriert. Sony bietet damit einen eigenen Streaming-Dienst für Filme aus der Unternehmens-Sparte Sony Pictures Home Entertainment (SPHE) an. Für Käufer eines XR-Modells wie den hier getesteten XR50X90J ist der Service zunächst kostenfrei zugänglich.

Sony Bravia Core
Mit Bravia Core startet Sony einen eigenen Streaming-Dienst mit einem Exklusiv-Angebot für XR-TV-Käufer und -Käuferinnen.

Hohe Datenraten von bis zu 80 Mbit/s stellen dabei sicher, dass die digitalen Bilder in allerbester 4K-Qualität zum Fernseher kommen – quasi vergleichbar mit dem Abspielen einer Ultra-HD-Blu-ray-Scheibe. Das Angebot von Sony umfasst dabei viele bekannte „IMAX-Enhanced“ Titel, die nicht so einfach bei den einschlägigen Streaming-Diensten zu finden sind. Im Test funktionierte der Streaming-Dienst reibungslos, viele der IMAX-Titel kommen zudem in HDR, aber ohne ausdrücklichen Hinweis. Dass man die HDR-Titel nicht schon bei der Film-Auswahl direkt erkennen konnte, finden wir schade.

Ton: Mehr Raum im Klang?

  • Automatisches Einmessen per Fernbedienung
  • Auch DTS wird unterstützt

Breitband-Lautsprecher (unten im TV) und separate Hochtöner (oben im TV) sollen für bessere räumliche Abbildung sorgen. Und sogar eine virtuelle Soundkulisse mit Höhenkanälen simulieren. Im Test zeigte sich der Sound als angenehm, mit klaren Dialogstimmen.

Sony XR 50 X90J Hochton-Lautsprecher
Zum Sound-Paket im X90J gehören Hochtonlautsprecher, die rechts und links oben in der TV-Rückwand ihre Schallöffnungen haben. Sie verbessern die räumliche Tonwiedergabe.

Außerdem passt der Fernseher seinen Klang mithilfe einer automatischen Klang-Einmessung an die jeweilige Raumakustik an – so weit das mit den unsichtbar verbauten Schallwandlern möglich ist. Das geht über die Toneinstellungen und mithilfe des Mikrofon in der Fernbedienung innerhalb weniger Minuten.

Am Ende bleibt es jedoch dabei, dass die simulierten 3D-Effekte weit hinter dem zurückbleiben, was eine gute Dolby-Atmos-Soundbar leistet. Allerdings ist diese am Ende auch fast so teuer wie der ganze Fernseher.

Übrigens unterstützt der Sony auch DTS-Tonspuren im Originalformat, während andere TVs – etwa von LG und Samsung – darauf verzichten.

Fazit: Unser Testurteil für den Sony X90J

Mit seinem hohen Kontrast, lichtstarkem LED-Backlight und leistungsstarker Prozessortechnik bringt der X90J aus der neuen Bravia-XR-TV-Familie von Sony eine rundum sehr gute Bildqualität. Vor allem für Filme und TV-Sendungen überzeugt dieses Gerät. Aber auch bei Sport und Gaming macht der X90J eine ausgesprochen gute Figur, da er schnelle Bewegungen gut abbilden kann. Die neuesten Konsolen-Features von XBox Series X und PS5 unterstützt der TV zwar mit [email protected], aber für VRR (Variable Bildrate) steht noch ein künftiges Update aus.

Bei der HDR-Wiedergabe ist zu verschmerzen, dass der große P3-Farbraum nur eingeschränkt zur Verfügung steht, denn die Farbwiedergabe erfolgt dennoch insgesamt sehr harmonisch und ausgewogen. Die Kombination aus hoher Helligkeit und relativ wenigen LED-Dimmingzonen führt allerdings zu sichtbaren Blooming-Effekten. Denkbar ist, dass der X90J mit 65 oder 75 Zoll Bilddiagonale auch mehr Dimmingzonen als der hier getestete 50-Zöller hat, das müssten weitere Tests zeigen.

Das neue Google-TV-System versorgt dich mit personalisierten Vorschlägen, doch vieles im Bereich der Smart-TV-Funktionen ist am Ende Geschmackssache. Ein Highlight für alle Filmfans ist der Zugang zu Sony Bravia Core als Newcomer beim Streaming.

Testergebnis LED-TV Sony XR-50x90J | HIFI.DE

Aktuelle Angebote

Technische Daten
Panel Typ LCD (VA)
Verfügbare Größen 50", 55", 65", 75"
Getestete Größe 50"
Auflösung 4K (3840 x 2160 Pixel)
Bildfrequenz 100 / 120 Hertz
Digitaler Tuner Twin-Tuner
Video-Eingänge 4 HDMI, 1 CVBS
HDMI-Funktionen eARC, ALLM, [email protected]
HDR-Unterstützung HDR10, Dolby Vision, HLG
Smart TV Google TV
Maße mit Sockel 1.119 x 715 x 286 mm
Maße ohne Sockel 1.119 x 649 x 70 mm
Dolby Atmos Ja
Audio-Ausgänge Digitaler Audio-Ausgang, Kopfhörer
Drahtlos WLAN, Bluetooth, Airplay, Chromecast
Sonstige Anschlüsse 2 x USB, LAN, CI+
Energieeffizienzklasse G
Durchschnittliche Leistungsaufnahme 85W
Prozessor Cognitive XR Bildprozessor
Preis (UVP/Straßenpreis) 1.199 Euro / um 900 Euro (50")

Was hältst Du vom neuen Sony-TV der XR X90J-Serie? Ist der Streamingdienst Bravia Core ein Kaufargument für dich? Schreib es uns in die Kommentare!

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