Startseite Heimkino Heimkino-Beamer Epson EH-LS300 im Test: Ultrakurzdistanz-Beamer mit Android TV

Epson EH-LS300 im Test: Ultrakurzdistanz-Beamer mit Android TV

Der Epson EH-LS300 verspricht als UKD-Beamer mit FullHD-Auflösung eine einfache und günstige Heimkino-Lösung für das Wohnzimmer. Ob der smarte Laser-Projektor mit Android TV als Ersatz für deinen Fernseher taugt, liest du hier.
Epson EH-LS300 im Test Bild: Epson
Lichtquelle
3LCD Laser
Helligkeit
3.600 Lumen
Auflösung
Full-HD
HDR
HDR10
Smart-TV-System
Android TV
Preis (UVP/Straßenpreis)
2.899 / ca. 2.000 Euro
In Kürze
Der Epson EH-LS300 ist ein hochwertiger Full HD-Beamer, der direkt vor der Wand platziert werden kann. Im Alltag ist er als TV-Ersatz durchaus geeignet. Zum Gaming eignet sich das Gerät jedoch nicht.
Vorteile
  • Stimmiges Gesamtbild
  • Android TV
  • Auch im hellen Raum nutzbar
Nachteile
  • Keine Netflix-App
  • Nicht fürs Gaming geeignet

Epson ist schon lange für ein umfangreiches Angebot an Projektoren bekannt. Auch im Bereich der Ultrakurzdistanz-Beamer mischt der Hersteller mit zwei Modellen mit. Wir haben günstigeren davon unter die Lupe genommen und getestet, ob sich der Epson EH-LS300 für das heimische Wohnzimmer eignet.

Der Epson EH-LS300 im Wohnzimmer-Test

Als UKD-Beamer hat der EH-LS300 dem herkömmlichen Beamer vor allem beim alltäglichen Einsatz im heimischen Wohnzimmer etwas voraus. Du musst das Gerät nicht hinten im Raum aufstellen oder gar an der Decke befestigen, sondern kannst es wie einen normalen Fernseher einfach auf der TV-Bank direkt vor der Wand platzieren. Schon wenige Handbreit Abstand genügen.

Der Epson EH-LS300 auf dem Tisch
Schon ein Abstand von 40 Zentimetern zur Wand reicht aus, um mit dem Epson EH-LS300 ein Bild mit 180 cm Diagonale an die Wand zu werfen.

Dass der Beamer nicht viel Abstand zur Leinwand benötigt, um ein bis Bild mit bis zu drei Metern Bilddiagonale zu erzeugen, hat noch weitere Vorteile. So musst du Geräte wie Blu-ray Player oder Spielekonsolen nicht quer durchs Zimmer verkabeln sondern kannst sie fast wie bei einem Fernseher in der Nähe des Projektors aufstellen

Doch damit der Beamer sich als alltäglicher Begleiter eignet, braucht es noch mehr. Der Epson EH-LS300 bietet deshalb auch Smart TV-Features über Android TV an. Die App-Auswahl ist also sehr umfangreich, die Oberfläche vertraut und die Bedienung läuft sehr flüssig. Leider fehlt mit Netflix jedoch die vielleicht wichtigste Anwendung von allen – die im Shop für Android TV verfügbare App ist mit diesem und anderen Beamern nicht kompatibel. Um den erfolgreichen Streamingdienst tzrotzdem nutzen zu können, kannst du aber einfach einen Fire TV Stick oder Apple TV an eine der HDMI-Buchsen des EH-LS300 andocken. Per Chromecast Built-In kannst du außerdem Inhalte vom Smartphone auf den Beamer übertragen.

Der Beamer und das Tageslicht

Klassische Beamer kommen vor allem in Heimkinos zum Einsatz. Dies liegt unter anderem daran, dass deren Bild nur bei absoluter Dunkelheit sein volles Potenzial ausschöpfen kann. Dies gilt zwar teilweise auch für den Epson EH-LS300, jedoch ist er hell genug, dass du das Bild auch tagsüber im Wohnzimmer noch gut erkennen kannst, solange nicht zu viel direktes Sonnenlicht auf die Leinwand fällt. Wenn du alle Details auch in dunklen Szenen sehen willst, musst du aber auch hier am besten abdunkeln oder bis abends warten.

Epson EH-LS300 Labels
Der Laser-Beamer Epson EH-LS300 unterstützt HDR10.

Das Bild – Full HD mit stimmigem Gesamteindruck

Beim Epson EH-LS300 handelt es sich um einen Beamer mit FullHD-Auflösung (1920 x 1080 Pixel.) Dennoch kann er 4K-Inhalte von Blu-rays kann man abspielen und macht dabei einen soliden Job. Wenn du ohne Kompromisse die bestmögliche Bildqualität auf der Leinwand sehen möchtest, solltest du zu einem zu einem 4K-Gerät greifen. Das kostet dann aber meistens auch entsprechend mehr Geld.

Wir haben den Epson EH-LS300 überwiegend im Bildmodus „Film“ getestet, da hier wenig von der Bildqualität verfälscht oder verändert wird. Diesen Modus empfehlen wir jedem Filmliebhaber.

Das Bild des Epson EH-LS300
Das Full HD-Bild des Epson EH-LS300 kann sich sehen lassen. | Bild: Epson

Werfen wir einen Film auf dem Beamer an, so macht das Bild insgesamt einen positiven Eindruck. Die Farbabdeckung bei der Wiedergabe von SD-Material kann sich wirklich sehen lassen. Der EH-LS300 unterstützt auch HDR10, allerdings überzeugt die Darstellung von Inhalten mit hohem Dynamikumfang nicht so sehr – mit SDR-Material fühlt sic der Epson-Beamer sichtlich wohler.

Testbilder zeigten, dass es bei Upscaling und Bewegungen hin und wieder zu Farbverschiebungen kommen kann. Im Praxistest fiel das Filminhalten kaum auf, störte jedoch bei actionreichen Games mit schnellen Bildwechseln. Die Filme Joker oder James Bond: Casino Royale werden ansehnlich dargestellt und auch in dunklen oder verrauschten Szenen bliebt das Bild im Test gut erkennbar. Da der Beamer auf 3LCD-Technologie basiert, brauchst du störenden Regenbogeneffekte, wie du sie vielleicht von DLP-Projektoren kennst, nicht zu fürchten.

Der Laser des Epson EH-LS300
Die Optik wird leider nicht durch einen echten Staubschutz geschützt.

Allgemein überzeugt die Bildqualität weniger mit Detailreichtum oder perfekter Darstellung der Testmuster, sondern durch Natürlichkeit und einem stimmigen Gesamteindruck. Das Bild des einen oder anderen 4K-Beamers hat zwar mehr Pixel, sieht aber deutlich künstlicher aus, als das des Epson. Wer also mehr Wert auf ein angenehmes Seherlebnis als auf technische High-End-Performance legt, wird mit dem Epson sehr zufrieden sein.

Kino-Feeling statt perfektem Schwarz

Dass der Epson LS300 in puncto Bildqualität und Schwarzwert nicht an aktuelle Top-Fernseher mit OLED– oder QLED-Technologie rankommt, sollte klar sein. Dennoch schafft es der Beamer in dunkler Umgebung, für ein Kinofeeling zu sorgen, wie es Fernseher nicht können. Denn für eine derart große Bilddiagonale muss man bei Fernsehern deutlich tiefer in die Tasche greifen. Für ein dunkles Heimkino mit entsprechender Leinwand ist der Beamer also durchaus gut geeignet, wenn man auf 4K-Inhalte verzichten kann. Am besten macht sich das Bild des Epsons auf einer extra für UKD-Beamer konzipierten Leinwand. Alternativ ist jedoch eine einheitliche, weiße Fläche völlig ausreichend.

Einstellungsmöglichkeiten und Android TV

Der Epson-Beamer überzeugt bei der Benutzerfreundlichkeit. Das Einstellungsmenü ist sehr übersichtlich gestaltet. Am Gerät kann man den Beamer einschalten, die Lautstärke verändern sowie Bluetooth aktivieren. Vier verstellbare Standfüße ermöglichen es, den Beamer perfekt auszurichten. Ein Lineal für den genauen Abstand oder ein richtiger Staubschutz fehlen dem Beamer jedoch.

Die Bedienelemente des Epson EH-LS300.
Die Bedienelemente direkt am Epson EH-LS300.

Ebenso verhält es sich mit dem Smart TV-System. Hier setzt Epson auf Android TV, welches sich sehr flüssig bedienen lässt. Leider fehlt die Netflix-App. Ansonsten sind alle wichtigen Streaming-Anbieter mit an Bord. Zusätzlich zum Smart TV-System kann man den Beamer auch über Chromecast Built-In ansteuern und so Inhalte vom Smartpone oder Tablet auf das Beamer-Bild übertragen.

Epson LH-LS300: Anschlüsse

Zwei HDMI-Anschlüsse ermöglichen es, Receiver und Blu-ray Player zeitgleich mit dem Epson Beamer zu verbinden. Einer der Anschlüsse unterstützt den HDMI-Standard ARC. Außerdem gibt es noch einen USB-Anschluss sowie einen optischen Ausgang, um eine Soundbar oder ein Soundsystem anzuschließen.

Die Anschlüsse des Epson EH-LS300.
Zwei HDMI-Anschlüsse und ein USB-Anschluss ermöglichen es, Geräte mit dem Beamer zu verbinden.

HDMI 2.1 gibt es beim Epson EH-LS300 leider nicht. Ohnehin eignet sich der Beamer nicht zum Spielen, da es mit einem Input Lag von über 150 Millisekunden eine merkliche Verzögerung zwischen Tastendruck und Umsetzung auf dem Bildschirm gibt. Gamer sollten also zu einem anderen Beamer greifen.

Klang und Design des Epson EH-LS300

Der Epson EH-LS300 von vorne
Der Klang des Epson EH-LS300 ist solide. Für das echte Kino-Gefühl sollte man jedoch zusätzlich eine Soundbar nutzen.

Epson setzt auf eingebauten Yamaha-Sound. Dieser klingt solide, kann jedoch nicht vollends überzeugen. Zu oft wirken laute und leise Szenen ungleichmäßig und der Klang klingt wirkt schnell etwas blechern. Für den alltäglichen Gebrauch sollte der gebotene Sound zwar ausreichen, für einen richtigen Kinoabend wirst du jedoch mit einer zusätzlich eine Soundbar ein besseres Ergebnis erzielen.

Optisch ist der in Schwarz und Weiß erhältliche Epson EH-LS300 durchaus gefällig, die Verarbeitung wirkt hochwertig und durchdacht. Er ist definitiv kleiner als ein Fernsehgerät und lässt sich so im Alltag auch besser verstecken oder sogar wegräumen.

Testfazit Epson EH-LS300

Suchst du nach einem UKD-Beamer für ca. 2.000 Euro, dann kommt der Epson EH-LS300 definitiv in Frage. Reicht dir Full-HD aus, so bekommst du ein Gerät mit einem ansehnlichen, natürlichen Gesamtbild, das sich dank hochwertigem Smart TV-System auch für den Alltag eignet. Um Netflix zu nutzen benötigst du jedoch trotzdem ein zusätzliches Gerät. Als Projektionsabstand genügen ein paar Handbreit zur Wand, um Kinofeeling in dein Wohnzimmer zu zaubern. Falls du auf dem Beamer jedoch gerne mal eine Runde Fifa oder Call of Duty spielen möchtest, dann solltest du zu einer geeigneten Alternative greifen.

Suchst du nach einem 4K-Gerät und bist bereit, etwas mehr für deinen neuen Beamer auszugeben, dann könnte der LG Vivo HU85LS oder der Samsung The Premiere das richtige für dich sein.

Worauf schaust du zu Hause fernsehen? Hast du vor, auf einen Beamer umzusteigen? Teile es der Community in den Kommentaren mit!

zur Startseite Beitrag kommentieren
Für Links auf dieser Seite erhält HIFI.DE ggf. eine Provision vom Händler, z.B. für mit * oder gekennzeichnete. Mehr Infos.
Kommentieren
Damit du kommentieren kannst, logge dich ein mit deinen Hifi-Forum-Zugangsdaten oder registriere dich hier kostenlos.