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Amazon Alexa: Digitale Assistentin soll dazulernen

Amazon Alexa soll in den nächsten Jahren viel dazulernen. Unter anderem sind natürlichere Konversationen ein großes Ziel der Entwickler.
Amazon Alexa soll in Zukunft natürlichere Gespräche führen. Bild: Matthew Ball

Amazon Alexa hat über die Jahre immer mehr dazugelernt. Erst im März 2022 erhielt sie als alternativen Namen „Ziggy“, was wohl an die Science-Fiction-Serie „Zurück in die Vergangenheit“ („Quantum Leap“) erinnern soll. Im Vorjahr führte Amazon zudem männliche Stimmvarianten ein. Generell gibt es dabei eine bunte Vielfalt an Smart Speakern, nicht nur von Amazon selbst, sondern auch von Partnern wie Bowers & Wilkins, JBL, Ultimate Ears und mehr, welche zur digitalen Assistentin kompatibel sind. Alexa kann dabei dein ganzes Smart Home für dich fernsteuern, wenn du es wünschst. In den nächsten Jahren soll die Assistentin aber noch drastisch dazulernen.

Zumindest hat das der leitende Wissenschaftler für die Weiterentwicklung von Alexa bei Amazon, Rohit Prasad, angedeutet. Wie Tech Crunch berichtet, soll es vor allem um natürlichere Gespräche gehen. So folgen Konversationen zwischen zwei Personen selten einer linearen Struktur. Üblicherweise kommt man eher zufällig von einem Thema zum anderen. Beispielsweise kann es passieren, dass man sich zunächst über gute Restaurants unterhält, dann zu gesunder Ernährung übergeht und schließlich über Fitness und anstehende Arzttermine diskutiert. Mit Alexa sind derlei organisch verlaufende Dialoge aktuell nicht möglich.

Das könnte sich laut Prasad aber ändern. In Zukunft könnten solche sich entwickelnden Gespräche auch mit Alexa möglich sein, bei denen ganz natürlich ein Thema ins Nächste übergeht. Aktuell stellen die Nutzer*innen der digitalen Assistentin eher einfache Fragen, die simpel beantwortet werden. Dann ist der Dialog meistens auch schon beendet. Manche Themen seien jedoch komplexer und würden ein längeres Gespräch erfordern, statt einer knappen Antwort. Die Anwender*innen sollten nachfragen können und Übergänge zu anderen, zusammenhängenden Themenbereichen erleben. Daran arbeite man bei Amazon.

Amazon Alexa könnte „Einfühlungsvermögen“ erhalten

Um längere, interessante Gespräche mit Menschen zu führen, müsse Alexa aber nicht nur Expertin für viele Themen sein, sondern auch „Empathie“ erlernen. Oft stellen Personen eine Frage und bringen dabei direkt Emotionen zum Ausdruck. Wer nach einem Sportergebnis fragt, will vielleicht nicht nur den Spielstand erfahren, sondern sich über den Sieg seines Teams freuen. Dies sollte Alexa in Zukunft einbeziehen, mit individuell angepasster Betonung und entsprechenden Nachfragen und Zusätzen. Wenn die Sprachassistentin die Stimmung einer Person erkenne, könne sie passender reagieren und für ein besseres Erlebnis sorgen. So geschehe das ja auch bei menschlichen Interaktionen, bei denen stets ganz automatisch die Gefühlslage des Gegenübers einbezogen werde.

Amazon Alexa reagiert aktuell vorwiegend auf eher simple Kommandos.
Amazon Alexa reagiert aktuell vorwiegend auf eher simple Kommandos. | Bild: Amazon

Prasad betont, dass man dabei aber natürlich immer transparent bleiben müsse. Sollte Alexa eines Tages kaum noch von einem menschlichen Gegenüber zu unterscheiden sein, dann müsse man dafür sorgen, dass dennoch die Gewissheit für Nutzer*innen bestehe, dass eine künstliche Intelligenz die Interaktionen steuere. Dabei räumt der Amazon-Forscher ein, dass man von so einem Zustand aber noch sehr weit entfernt sei.

Eine neue Demonstration zeigte zudem, wie es für Alexa möglich wurde, nach Analyse eines einminütigen Sprachsamples die Stimme einer Person zu imitieren. So könnte man beispielsweise Verstorbene „wieder zum Leben erwecken“. Dies ist jedoch ein kontroverses Thema, sodass Prasad auch betonte, dass man derzeit noch nicht wisse, ob und wie man die entsprechenden Technologien für Kunden implementieren könnte. Die Zukunft von Alexa sieht der Forscher in der Steigerung ihrer Flexibilität. Die digitale Assistentin solle den Kund*innen noch mehr Zeit sparen und schlichtweg für eine angenehme, positive Erfahrung sorgen. Bleibt zu hoffen, dass man dabei auch auf den Datenschutz achtet.

Welchen digitalen Assistenten verwendest du aktuell? Bist du zufrieden, oder wünschst du dir auch komplexere Gespräche, wie sie hier beschrieben werden?

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