Teufel Motiv Go 2 im Test: Power im Kleinstformat!
- Akku-Laufzeit
- 14 Stunden
- Wassergeschützt
- IPX5
- Gewicht
- 935 g
- Preis
- 229,99 Euro
Der Teufel Motiv Go überzeugt in zweiter Generation mit App-Support, herausragendem Sound und hochwertiger Verarbeitung. In dieser Größenordnung gibt es nur wenige Bluetooth-Lautsprecher, die es mit dem Motiv Go 2 aufnehmen können.
- Solide Verarbeitung
- Starker, raumfüllender Sound
- App wird unterstützt
- Relativ teuer
- Kein aptX mehr
Das Portfolio an Bluetooth-Lautsprechern von Teufel gibt extrem viel her. Von reparierbaren Open-Source-Lautsprechern über Partyboxen bis hin zu Radios mit Bluetooth ist hier wirklich alles dabei. Der Teufel Motiv Go 2 sticht trotzdem heraus. Der kompakte Klangriegel ist nämlich nicht nur eine der mobilsten Boxen von Teufel, sondern auch eine der schlichtesten und neutralsten. Von Verstärker-Optik oder ausladenden Schriftzügen fehlt hier jede Spur. Ob der Teufel Motiv Go 2 sich damit zur neuen Allzweckwaffe für Wohnzimmer und Büro mausert? Wir finden es heraus.
Hier bekommst du den Motiv Go 2:
Teufel Motiv Go 2 im Klangtest – so gut klingt die kleine Box
Los geht es natürlich mit dem Klangtest, in dem wir dem Motiv Go 2 gleich zwei seiner großen Geschwister beiseitestellen. Teufel Mynd und Teufel Rockster Cross 2 spielen zwar größentechnisch nicht in einer Liga mit dem kleinen Motiv Go 2, preislich aber eben schon. Alle drei Bluetooth-Lautsprecher rangieren um 200 Euro. Aber wie fällt der klangliche Vergleich aus?

Wir starten mit satten Beats in Chet Fakers Over You und sind umgehend beeindruckt vom Umfang der Klangbühne, die der Motiv Go 2 aufbaut. Details in den Höhen haben ebenso Platz wie die kräftigen Tiefen. Das wirkt hier sogar noch etwas aufgeräumter als beim Rockster Cross 2, der eher wie eine basshungrige Partybox im Kleinformat aufspielt.
Als Nächstes muten wir dem Motiv Go 2 etwas Gitarrenmusik zu und schmeißen Geeses Taxes an. Hier merkt man dem Bluetooth-Lautsprecher sein überschaubares Format im Vergleich zum größeren Teufel Mynd dann doch etwas an. Wo letzterer luftig und befreit aufspielt, kann es beim Motiv Go 2 besonders in den Mitten doch recht voll werden.

Das gilt aber wohlgemerkt nur für den direkten Vergleich mit dem Teufel Mynd. In der eigenen Größen- und Gewichtsklasse gelingt dem Motiv Go 2 die Balance aus Detailliertheit und Wumms außerordentlich gut. Mit einem JBL Charge 6 etwa kann der Motiv Go 2 locker mithalten und ihn in einigen Aspekten – etwa Nuanciertheit und Klarheit in den Mitten – sogar abhängen.
Beachtlich ist auch die Leistung bei basslastigem Hip-Hop, im Test etwa mit Sorvinas Running. Der Sprechgesang tönt natürlich, sauber und kaum verzerrt aus dem portablen BT-Speaker. Der Teufel Motiv Go 2 bespielt, nicht zuletzt dank des Dynamore-Modus, auf den wir gleich noch eingehen, auch Räume, die deutlich größer sind als er selbst.
Wie sich der Teufel Motiv Go 2 im Vergleich mit anderen Bluetooth-Boxen schlägt, erfährst du in der Bestenliste zum Thema:
Teufel Go: Endlich mit App!
Ein erfreuliches Upgrade verzeichnen wir beim App-Support. Im Gegensatz zum Motiv Go, der im Werkszustand verharren musste, kannst du den Motiv Go 2 nämlich gründlich in der Teufel-Go-App personalisieren. Und das verpasst ihm auch klanglich ein saftiges Update. Neben einem Zwei-Band-EQ und zahlreichen Presets für bestimmte Genres und Hörsituationen, lässt sich hier nämlich auch der Dynamore-Modus ansteuern.
Dynamore wird von Teufel als „Stereoverbreiterungstechnologie“ beworben. Klingt erst mal sperrig, beschreibt aber im Grunde eine ähnliche Technologie, wie wir sie von simuliertem Dolby Atmos kennen, das bei Soundbars über Upfiring-Speaker abgebildet wird. Bei Teufel wird der Ton zusätzlich auch leicht angewinkelt in Richtung der Seiten abgegeben, um eine noch breitere Klangbühne und eine klarere Stereo-Abbildung zu gewähren.
Im Test entpuppt sich Dynamore als zweischneidiges Schwert, das entweder wirklich klanglichen Mehrwert bietet, oder aber für leichte Irritation im Hörraum sorgt. Platzieren wir den Motiv Go 2 frei im Raum, nehmen wir das seitliche Abstrahlen nämlich teilweise als losgelöst und frei im Raum schwebend wahr, fast leicht desorientierend.
Wenn der Motiv Go 2 hingegen nah an der Wand steht, hebt Dynamore den Sound tatsächlich auf ein neues Level. Der Motiv Go 2 klingt jetzt voller, aufgeräumter und größer, als er eigentlich ist. Gut also, dass die Funktion nach Belieben in der App aktiviert und deaktiviert werden kann.
Weitere Einstellungen und Bedienung am Gerät
Ansonsten lässt sich in der App noch die Lautstärke des Teufel-Lautsprechers justieren, die Quelle (USB/Bluetooth) wählen und Feintuning am Verhalten des Speakers vornehmen. Die LED-Leisten sind zu hell? Das Gerät gibt zu viele Hinweisetöne von sich? Die Box soll sich bei Nichtbenutzung automatisch abschalten? Alles möglich über einen Klick auf das kleine Zahnrad oben rechts.

Zur Bedienung direkt am Gerät stehen sechs haptische Knöpfe zur Verfügung, über die die Wiedergabe, Lautstärke, BT-Kopplung und der Dynamore-Modus gesteuert werden können. Die Tasten sind, bis auf wenige Hinweisleuchten zum Bluetooth- und Dynamore-Status, nicht beleuchtet, sodass du dich im Dunklen ganz auf deinen Tastsinn verlassen musst.
Teufel Motiv Go 2 im Praxistest: Bluetooth, Akku und Wasserschutz
Knapp fünfeinhalb Jahre sind vergangen, seit wir den Teufel Motiv Go der ersten Generation in der Hand hielten. Da muss sich ja auch an der Bluetooth-Ausstattung einiges geändert haben, oder? Leider nicht so wirklich. Der Motiv Go 2 hat zwar die aktuellere Bluetooth-Version 5.3 spendiert bekommen – und ist damit rein theoretisch dazu in der Lage, Auracast und LC3 zu unterstützen –, die beiden Features fehlen aber.

Multipoint wird aber unterstützt und auch die (Stereo-)Kopplung im eigenen Teufel-Ökosystem ist gewohnt flexibel. Über Party Link kann der Teufel Motiv Go 2 mit bis zu 100(!) Teufel-Lautsprechern, via Party Link Stereo als Stereo-Paar mit einem anderen Motiv Go 2 verbunden werden. Bei den Bluetooth-Codecs wird der Support sogar zurückgeschraubt.

Wo der Motiv Go noch aptX bot, setzt der Motiv Go 2 nur noch auf SBC und AAC. Klar, das wird den meisten in der Alltagsnutzung nicht negativ auffallen, ein Upgrade sieht aber dennoch anders aus. Hochauflösende Übertragungen empfängt der Motiv Go 2 trotzdem, jetzt via USB-C statt 3,5-Millimeter-Klinke. Das bedeutet: Wenn der Motiv Go 2 im Kabelbetrieb läuft, kann er nicht gleichzeitig mit einer separaten Stromquelle verbunden sein.
So holst du mehr aus dem Akku raus
Bei der Akkulaufzeit sind auf dem Papier keine Verbesserungen zu verzeichnen, in der Praxis aber schon. Wer in der App nämlich den Eco-Modus ansteuert, kann die Akkulaufzeit – natürlich auf Kosten des Klangbildes – deutlich verlängern. Dazu würden wir bei der Musikwiedergabe nur im absoluten Notfall raten, für Podcasts oder Hörbücher etwa beim Camping-Trip finden wir den batterieschonenden Klangfilter aber wirklich sinnvoll. Ähnliches haben wir auch schon bei JBLs Flip 7 und Charge 6 gesehen.

Die gute Wasserschutzklasse IPX5, die den Lautsprecher gegen Strahlwasser wappnet und damit auch für den Outdoor-Einsatz empfiehlt, wird vom Vorgänger beibehalten. Wenn du auf der Suche nach einem smarten Speaker bist, wirst du beim Motiv Go 2 nicht fündig. Anders als der Motiv Go Voice verfügt der Motiv Go 2 nicht über ein Mikrofon.
Hochwertig designt: Teufel Motiv Go 2
Zum Design müssen wir nicht viele Worte verlieren, viel hat sich nämlich nicht getan. Der Teufel Motiv Go 2 ähnelt seinem Ahnen von 2020 nämlich wie ein Ei dem anderen. Lediglich die Bedienleiste wurde einer Frischzellenkur unterzogen und komplett auf die Oberseite verfrachtet. Zuvor musstest du zur Bluetooth-Kopplung noch seitlich am Motiv Go hantieren, jetzt läuft die Bedienung gebündelt über eine Leiste.

Ansonsten bestätigt der Motiv Go 2 den hochwertigen Eindruck, den schon die erste Generation hinterlassen hat. Makellose Verarbeitung, ein robustes Äußeres und ein edel eingefräster Produktname auf der Unterseite erwecken hier definitiv den Eindruck, ein durchdachtes Premium-Produkt in der Hand zu halten. Angesichts des wirklich kompakten Formats lässt sich auch verschmerzen, dass Teufel hier keine Trageschlaufe oder Ähnliches beilegt. Eine Öse oder Lasche würde das einheitliche Äußere des Motiv Go 2 auch nur unnötig aufbrechen. Allenfalls käme eine Lösung wie beim Sony Ult Field 5 infrage, der die Lasche unter einer Abdeckung versteckt und im Regal unsichtbar macht.
Unser Fazit zum Teufel Motiv Go 2
Der Teufel Motiv Go 2 ist nach wie vor ein brillanter Bluetooth-Lautsprecher im Handtaschenformat. Die Box arbeitet klanglich exzellent, akkutechnisch ordentlich und lässt sich dank des nachgerüsteten App-Supports auch persönlich auf dich abstimmen. Der Verzicht auf aptX ist natürlich verschmerzbar, bei einem Nachfolgemodell aber trotzdem schade. Alles in allem liefert Teufel ein gelungenes Update für einen beliebten Lautsprecher, der sich im Jahr 2026 aber auch der hauseigenen Konkurrenz im ähnlichen Preissegment stellen muss.
| Technische Daten | |
| Akku-Laufzeit | 14 Stunden |
| Akku-Ladezeit | k.A. |
| Anschlüsse / Schnittstellen | Bluetooth, USB-C (Strom und Audio) |
| Mikrofon | Nein |
| Stereo-Kopplung | Ja |
| Wassergeschützt | IPX5 |
| Steuerungs-App | Ja |
| Trage-Vorrichtung | Nein |
| Abmessungen (BxHxT) | 211 mm x 115 mm x 65,8 mm |
| Gewicht | 935 g |
| Verfügbare Farben | Schwarz, Silber, Lila |
| Leistung | 20 Watt |
| Frequenzbereich | 60 Hz - 20 kHz |
| Preis | 229,99 Euro |
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