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JBL Tune 780 NC im Test: Zuverlässiger Over-Ear für den Alltag

Als Over-Ear-Kopfhörer mit ANC ist der JBL Tune 780 NC vergleichsweise günstig. Wir haben getestet, ob er im Alltag überzeugen kann.
JBL Tune 780 NC im Test – Titelbild
Preis
129,99
Kopfhörertyp
Ohrumschließend
Akku-Laufzeit
50 Std. (ANC ein), 76 Std. (ANC aus)
Akku-Ladezeit
2 Std.
Schnellladefunktion
Bluetooth-Version
Bluetooth 6.0
Audio-Codecs
SBC, AAC
Gewicht
ca. 225 g
In Kürze
Der JBL Tune 780 NC ist mit seiner langen Akkulaufzeit, Noise-Cancelling und der neuesten Bluetooth-Technologie ein zuverlässiger Alltags-Kopfhörer. Sound und ANC sind eher mittelmäßig, liegen aber auf Augenhöhe mit der gleichpreisigen Konkurrenz.
Vorteile
  • Spaßiger Sound für unterwegs
  • Lange Akkulaufzeit
  • Faltbar
Nachteile
  • Klingt auf Dauer etwas anstrengend
  • Keine Tragetasche
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Noise-Cancelling muss teuer sein? Von wegen. Den JBL Tune 780 NC erhältst du im Angebot schon zwischen 70 und 90 Euro. Aber kann der Over-Ear-Kopfhörer auch überzeugen? Oder hat JBL hier zu viel gespart? Wir finden es im Test heraus.

Den JBL Tune 780 NC kannst du direkt über den Hersteller kaufen:

JBL Tune 780 NC im Klang-Check

Der JBL Tune 780 NC gibt sich als preisgünstige Anschaffung für unterwegs. Entsprechend fällt dann auch sein Klang aus. Höchste HiFi-Ansprüche erfüllt er zwar nicht, wir hatten beim lockeren Nebenbeihören aber trotzdem Spaß mit ihm.

Der Tune 780 NC verzichtet auf die doch recht extreme Anhebung im Bass- und Tiefmittenbereich, die dem Sony WH-CH720N seinen warmen, aber auch etwas dumpfen, trägen Klang verpasst. Er bleibt vergleichsweise neutral, was ihm in vielen Songs gut steht. Wo Turnstiles Hardcore-Song Sole über den WH-CH720N etwas zu schwerfällig daherkommt, schleudert der Tune 780 NC ihn dir mit gewohnter Intensität um die Ohren. Zu allzu kritischem Hören lädt er nicht ein – dafür lässt er den Gitarrensturm im Chorus leider doch etwas zu stark ineinanderfließen –, aber er bringt definitiv Laune auf.

JBL Tune 780 NC im Test – Klang
Perfekt fürs lockere Musikhören nebenbei: Der JBL Tune 780 NC schafft klanglich keine Wunder, macht aber dennoch Spaß.

Ähnlich verhält es sich auch mit der Akustikballade Lacy von Olivia Rodrigo oder Damascus (ft. Omar Souleyman and Yasiin Bey) vom neuen Gorillaz-Album The Mountain. Gerade im für Stimmen und Instrumente so wichtigen Mittenbereich würden wir uns etwas mehr Definition wünschen: Der JBL-Kopfhörer klingt hier etwas zu künstlich. Und gerade Damascus, mit seinen durchdringenden, fast schon stechenden Melodien, klingt auf Dauer anstrengend scharf.

JBL Tune 780 NC im Test – Klang
Über längere Hörsessions wird der kraftvolle Klang des JBL Tune 780 NC etwas anstrengend.

Am Ende ist der JBL Tune 780 NC nicht der bestklingende Kopfhörer am Markt – das hatten wir aber auch nicht erwartet. Suchst du einen Kopfhörer, der dich ganz genau hinhören lässt, solltest du dich nach einer Alternative umschauen. Suchst du allerdings einfach nach einem Kopfhörer, der unterwegs für Laune sorgt? Dann dürftest du mit dem JBL Tune 780 NC glücklich werden.

Der Tune 780 NC ist doch nicht der richtige Kopfhörer für dich? Hier findest du weitere Over-Ears aus unseren Tests:

Noise-Cancelling – etwas Ruhe bitte

Der JBL Tune 780 NC verfügt über drei ANC-Modi: „Geräuschunterdrückung“, „Ambient Aware“ und „TalkThru“.

„Ambient Aware“ und „TalkThru“ sind Transparenzmodi. Sie dämpfen Umgebungsgeräusche nicht, sondern verstärken sie sogar. So musst du idealerweise den Kopfhörer an der Supermarktkasse nicht absetzen, um deine Mitmenschen zu verstehen. „TalkThru“ soll Stimmen noch einmal besonders hervorheben. Beide Modi geben deine Umwelt dabei in unserem Test leicht künstlich, aber verständlich wieder.

JBL Tune 780 NC im Test – Noise Cancelling
Die aktive Geräuschunterdrückung des JBL Tune 780 NC ist nicht sonderlich stark, macht Umweltgeräusche aber definitiv etwas leiser.

Von der aktiven Geräuschunterdrückung des JBL Tune 780 NC solltest du dir nicht allzu viel versprechen. Sie ist kompetent, aber keinesfalls überragend. Mit der angenehmen Stille, die unter einem AirPods Max 2 herrscht, ist der Effekt nicht vergleichbar. Allerdings schafft es auch der JBL-Kopfhörer, deine Umwelt ein Stück weit zu dämpfen. Hörst du gleichzeitig Musik, bist du viele Geräusche am Straßenrand los.

Praxis: Lange Akkulaufzeit und modernste Bluetooth-Technik

Du vergisst oft, deine Kopfhörer aufzuladen? Dann dürfte der Tune 780 NC dir den Alltag etwas erleichtern: Er hält laut JBL bei aktiviertem ANC bis zu 50 Stunden durch. Hörst du ohne Noise-Cancelling Musik, steigt die ausgewiesene Akkulaufzeit sogar auf 76 Stunden.

JBL Tune 780 NC im Test – Lieferumfang
Im Lieferumfang des JBL Tune 780 NC findet sich ein Audio-, aber kein Ladekabel.

Damit hängt der Tune 780 NC den Sony WH-CH720N mit seinen 35 Stunden Laufzeit bei aktiviertem ANC deutlich ab. An das Aufladen musst du zwar immer noch denken – aber deutlich seltener.

Bluetooth 6.0, LE Audio, Auracast

Beim Überfliegen des Datenblatts wurden wir von einer Sache überrascht: Der Kopfhörer unterstützt bereits die Bluetooth-Version 6.0. Nach den EarFun Air Pro 4+ ist er damit erst der zweite Bluetooth-Kopfhörer seiner Art, den wir im Testlabor begrüßen dürfen.

In unserer Zeit mit dem Tune 780 NC haben wir von der Bluetooth-Version wenig mitbekommen. So soll es natürlich sein: Wenn keine Verbindungsprobleme auftreten, musst du keinerlei Gedanken an die Funktechnologie verschwenden. Die erste Kopplung lief genauso geschmeidig ab wie alle späteren Verbindungen. Der Wechsel zwischen mehreren Geräten verlief stets ohne Probleme. Und auch, wenn wir zwischendurch das Handy liegen ließen, brach die Verbindung auf dem Weg durch die Wohnung keinmal ein.

JBL Tune 780 NC im Test – Bluetooth
In Sachen Bluetooth ist der JBL Tune 780 NC gut aufgestellt.

Bluetooth-Neuheiten, die der JBL Tune 780 NC dann doch auffällig platziert: Bluetooth LE Audio und Auracast. Auracast erleichtert das Teilen von Audio, während LE Audio die Musikübertragung via Bluetooth optimieren und energieeffizienter machen soll. An Bluetooth-Codecs bringt der Tune 780 nur die Basics mit: SBC und AAC.

Die Bedienung des JBL Tune 780 NC

Den JBL Tune 780 NC bedienst du ganz klassisch über Knöpfe an der rechten Ohrmuschel. Touchfelder verwendet JBL keine. Wir hätten uns allerdings etwas mehr Variation im Design der Knöpfe gewünscht. Sie fühlen sich unter den Fingerspitzen zu ähnlich an, um sie zuverlässig voneinander zu unterscheiden.

JBL Tune 780 NC im Test – Bedienung
Die Knöpfe an der Ohrmuschel lassen sich blind nur schwer voneinander unterscheiden. Mit etwas Übung ist aber auch das kein Problem mehr.

Über die Knöpfe kannst du die Musik pausieren oder starten, die Lautstärke verändern oder im Album Tracks vor- oder zurückspringen. Zwei weitere Knöpfe schalten den Kopfhörer ein bzw. aus und wechseln den ANC-Modus.

Bedienung in der App

Seine wichtigste Funktion – die Musikwiedergabe – erfüllt der JBL Tune 780 NC also ohne, dass du zum Handy greifen musst. JBLs Steuerungs-App, „JBL Headphones“, ist dennoch einen Blick wert. Hier kannst du z. B. LE Audio und Auracast einschalten oder einen speziellen Modus aktivieren, der auf Kosten der Audioqualität die Latenzzeit verbessert. In der App findest du außerdem einen ausführlichen Equalizer sowie die Möglichkeit, dir über einen kurzen Hörtest ein ganz persönliches EQ-Profil erstellen zu lassen.

Design und Verarbeitung

Designtechnisch ist der JBL Tune 780 NC nichts Besonderes: Er sieht aus wie jeder andere Over-Ear-Kopfhörer, wobei es ihn immerhin in mehr Farben als nur Schwarz und Weiß gibt. Er ist kompetent, wenn auch nicht sonderlich hochwertig verarbeitet. Genauso würden wir es von einem Kopfhörer dieser Preisklasse auch erwarten. Kopfbügel, Ohrmuscheln und Verbindungsteile bestehen allesamt aus Kunststoff. Die Ohrmuscheln sowie die Polsterung am Kopfbügel sind mit Kunstleder bespannt.

JBL Tune 780 NC im Test – Design
Der JBL Tune 780 NC setzt auf günstige, leichte Materialien.

Anders als den Sony WH-CH720N kannst du die Ohrmuscheln des JBL Tune 780 NC nach innen falten, um ihn platzsparend im Rucksack zu verstauen. Eine Tragetasche oder ein Hartschalencase liefert JBL nicht mit.

Auf dem Kopf sitzt der JBL Tune 780 NC vergleichsweise angenehm. Er ist nicht so federleicht wie der Sony WH-CH720N, aber auch nicht auffällig schwer. Den Anpressdruck der Muscheln empfinden wir als vergleichsweise fest. Bei kurzen Musik-Sessions hat uns das aber nicht weiter gestört. Erst nach mehreren Stunden des Tragens mussten wir den Kopfhörer abnehmen, um den verspannten Kiefer zu schonen.

Unser Fazit zum JBL Tune 780 NC

Der JBL Tune 780 NC wird dir auf deinen Ausflügen ein zuverlässiger Begleiter sein. Er verfügt über eine lange Akkulaufzeit, kann deine Umwelt dank Noise-Cancelling etwas dämpfen und ist mit der neuesten Bluetooth-Technologie ausgestattet. Sein Sound ist zwar auf Dauer etwas anstrengend, aber gerade fürs lockere Nebenbeihören in lauten Umgebungen, wie den öffentlichen Verkehrsmitteln, dennoch gut geeignet.

HIFI.DE-Testsiegel-Over-Ear-Kopfhoerer-JBL-Tune-780-NC-8.1

Aktuelle Angebote

Technische Daten
Preis 129,99
Kopfhörertyp Ohrumschließend
Akku-Laufzeit 50 Std. (ANC ein), 76 Std. (ANC aus)
Akku-Ladezeit 2 Std.
Schnellladefunktion
Bluetooth-Version Bluetooth 6.0
Audio-Codecs SBC, AAC
Gleichzeitige Verbindungen Ja
Steuerungs-App Ja
Wandler 40 mm
Faltbar Ja
Mitgeliefertes Zubehör USB-C-auf-Klinkenkabel
Gewicht ca. 225 g

Du möchtest dich vor dem Kauf noch weiter umschauen? Hier findest du eine Übersicht der besten Bluetooth-Kopfhörer, die wir getestet haben:

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