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Welchen Technics-Plattenspieler soll ich kaufen?

Schnell verliert man im Wirrwarr von Modellen und Bezeichnungen bei Technics den Überblick. Hier findest du den richtigen Technics-Plattenspieler unter 1.500 Euro für dich!
Welcher Technics-Plattenspieler is der richtige für mich? Bild: Technics

Wenn du dir aktuell einen Technics-Plattenspieler zulegen willst, stehst du vor einer schwierigen Entscheidung. In der gerade noch vernünftigen Preisklasse bis 1.500 Euro hat Technics insgesamt vier Plattenspieler im Programm. Schon für Für 899 Euro gibt es die beiden sehr unterschiedlichen Modelle SL-100C und SL-1200MK7. Mit 999 Euro kaum teurer, lockt der SL-1500C, für den SL-1200GR bzw. SL-1210GR schließlich hätte Technics gerne fast 1.500 Euro. Das wirkt auf den ersten Blick etwas unübersichtlich. Zumal alle Technics-Plattenspieler in dieser Liste mit Direktantrieb und nahezu identischen Tonarmen ausgestattet sind. Welcher ist also der richtige für Dich? Das hängt natürlich ganz davon ab, was du von deinem Plattenspieler erwartest.

Welcher Technics-Plattenspieler darf es sein? Sie sind sich ähnlich, unterscheiden sich aber in wesentlichen Punkten. | Bild: Technics

Als erstes gilt es, die etwas verworrene Namensgebung der Technics-Plattenspieler zu verstehen: Bei allen Modelle der verschiedenen 1200er-Serien heißt die silberne Variante SL-1200xx und die schwarze Variante SL-1210xx. Die wichtige Information über die jeweilige Serie kommt nach den Ziffern. Ein SL-1200MK7 ist also technisch identisch mit dem SL-1210MK7. Ein SL-1200GR hingegen unterscheidet sich technisch deutlich davon, hat wegen der gleichen Farbe aber eine gewisse optische Ähnlichkeit.

Zu den Gemeinsamkeiten aller Technics-Plattenspieler gehört ein kräftiger magnetischer Direktantrieb. Diesen gibt es jedoch in mehreren Ausbaustufen.

Bei den einfacheren Modellen hat sich Technics dieses verwirrende Spiel zum Glück gespart. Der SL-1500C heißt immer gleich und ist in Schwarz und Silbern verfügbar. Den SL-100C gibt es gar nur in einer (schwarzen) Farb-Variante.

Komfortabel und einfach: Technics-Plattenspieler SL-1500C vs. SL-100C

Die Modelle Technics SL-1500C und SL-100C sind eng miteinander verwandt und locken mit einfacher Bedienung und mehr Komfort. Beide haben nur noch oberflächliche Ähnlichkeit mit den legendären MK2-Modellen und kommen ohne die DJ-Features der aktuellen 1200er-Serien aus. Dafür heben sie aber den Tonarm am Plattenende automatisch an und schonen so die empfindliche Nadel.

Technics SL-100C
Sparmodell: Den Preisvorteil von ca. 100 Euro bezahlt der Technics SL-100C mit deutlich sparsamerer Ausstattung. | Bild: Technics

Die 100 Euro Mehrpreis für den SL-1500C sind dabei sehr gut angelegt: Der Spieler ist erstens ab Werk mit dem teureren Tonabnehmer bestückt: Während der SL-1500C mit einem Ortofon 2M Red in die Rille stechen darf, muss du dich beim SL-100C mit einem Audio-Technica VM95C begnügen. Das würde im Einzelkauf schon 65 Euro Unterschied bedeuten. Hinzu  integrierte Phono-Vorverstärker des SL-1500C, der in unserem Test mit sehr gutem Klang überzeugte. Dieser fehlt beim SL-100C, du bist also auf einen Phono-Eingang an deinem Verstärker oder einen externen Preamp angewiesen.

Tipp: Sparen lohnt hier kaum

Der bequeme Technics-Plattenspieler: Sl-1500C
Schlichtes Design, einfache Bedienung, eingebauter Phono-Preamp – Der SL-1500C ist der perfekte Einstieg in die Welt der Technics-Plattenspieler. | Bild Technics

Der integrierte Phono-Preamp macht den SL-1500C wunderbar anspruchslos und sorgt für zuverlässig guten, brumm- und rauschfreien Klang. Wenn du einen unkomplizierten, toll klingenden Komfortspieler suchst, greifst du also zum SL-1500C. Spätere Tonabnehmer-Upgrades sind auch hier kein Problem: Mit MM-Abnehmern nutzt du weiter den integrierten Vorverstärker. Möchtest du später irgendwann ein Moving-Coil-System einbauen, schaltest du den Preamp einfach ab. Nur wenn du schon von Anfang an auf einen edlen MC-Tonabnehmer aus bist, wäre der Technics SL-100C die bessere Wahl, weil er das Phonosignal noch einen Hauch geradliniger zu seinen Anschlussbuchsen durchschleust.

Klang-Sieger gesucht: Technics SL-1200GR / SL-1210GR vs. SL-1200MK7 / SL-1210MK7

Technics-Plattenspieler SL-1210GR
Die größten HiFi-Ambitionen in diesem Vergleich hegt der klangstarke SL-1210GR/SL-1200GR

Wenn du einen Technics-Plattenspieler für maximale Klangqualität suchst, ist die Entscheidung eindeutig: Hier hat fraglos der SL-1200GR die Nase vorn. Allerdings ist er auch mit 1.500 Euro auch der teuerste Spieler und wird zudem ohne Tonabnehmer geliefert. In angemessener Qualität solltest du dafür weitere 200 bis 250 Euro einplanen – mindestens. Wie unser Test gezeigt hat, kann der Technics SL-1200GR/SL-1210GR selbst sehr hochwertigen Systemen eine angemessene Spielumgebung bereitstellen.

Technics SL-1210MK7 Red Bull Edition
Der SL-1210MK7 bzw. SL-1200MK7 (hier in der limitierten Red Bull BC One Edition) ist das Chamäleon unter den Technics-Plattenspielern. Je nachdem, mit welchem Tonabnehmer du ihn ausstattest, ist er entweder ein enorm verlässliches DJ-Tool oder ein HiFi-Feingeist. | Bild: Technics

Da kann der optisch ähnliche, aber mit 899 Euro deutlich günstigere Technics SL-1200Mk7/SL-1210MK7 nicht mithalten. Er ist am engsten mit der DJ-Legenden MK2 bis MK5 verwandt und auch heute noch die erste Wahl in jedem Club. Er verfügt ab Werk weder über einen Phono-Preamp noch einen Tonabnehmer. Das macht etwas mehr Umstände, bedeutet aber auch mehr klangliche Entfaltungsmöglichkeiten. Entsprechend ausgerüstet kann der puristische SL-1200MK7 auch im HiFi-Hörraum überzeugen und ist dem großen SL-1200GR erstaunlich dicht auf den Fersen.

Fazit: Der richtige Technics-Plattenspieler für dich

Am einfachsten und schnellsten kommst du mit dem SL-1500C zum Ziel. Der komfortabelste aller Technics-Plattenspieler ist aus dem Karton heraus sofort spielfertig und macht mit dem Ortofon 2M Red bereits eine Menge Spaß. Weiteres Upgrade-Potential ist innerhalb gewisser Grenzen auch vorhanden.

Am weitesten in Richtung echtes Highend kann dich der teure Technics SL-1200/1210GR begleiten. Sein volles Klang-Potential schöpfst du erst mit Tonabnehmern aus, die mehr kosten als der Plattenspieler selbst.

Flexibel bleibst du mit dem Technics-SL-1200/1210MK7. Wenn du zwei Headshells mit unterschiedlichen Tonabnehmern bereit hältst, verwandelst du den MK7 mit wenigen Handgriffen von einer DJ-Maschine in einen sehr ernst zu nehmenden HiFi-Plattenspieler und zurück. Sein Klangpotential ist dabei wirklich beachtlich, reicht aber nicht ganz an das des SL-1200GR heran.

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