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Netflix plant Eröffnung eigener Ladengeschäfte

Neben Merchandise-Verkauf könnten auch spezielle Menüs oder Attraktionen zu Eigenproduktionen angeboten werden.
Netflix plant, eigene Ladengeschäfte zu eröffnen - ab 2025. Bild: Venti Views

Netflix ist derzeit für sein Streaming-Angebot bekannt. Angefangen hat man aber ursprünglich mal als Unternehmen, das DVDs per Post verliehen hat. Und gewissermaßen plant der Anbieter offenbar eine Rückkehr zum Offline-Betrieb. Allerdings nicht in Form vom Warenversand, sondern durch eigene Ladengeschäfte. Diese soll es zunächst ab 2025 in den Vereinigten Staaten geben. Doch es soll eine internationale Expansion folgen. Auch in Europa bzw. Deutschland könnte sich Netflix damit im Retail-Bereich ansiedeln.

Netflix-Merchandise und -Attraktionen

„Netflix House“ sollen sich die Geschäfte des Streaming-Anbieters nennen, wie Bloomberg aktuell berichtet. Aber worum sollen sich diese Filialen des Unternehmens überhaupt drehen? Es heißt, in den Stores soll etwa Merchandise zu den Eigenproduktionen wie Stranger Things, Castlevania oder auch Bridgerton zu haben sein. Zusätzlich soll es die Möglichkeit geben, etwas zu essen oder z. B. Hindernis-Parcours zu beispielsweise Squid Game zu absolvieren. Da sind scheinbar Synergien mit den Marken aus dem Streaming-Angebot geplant.

Netflix will in seinen Stores z. B. Merchandise zu Eigenproduktionen wie "Squid Game" anbieten.
Netflix will in seinen Stores z. B. Merchandise zu Eigenproduktionen wie „Squid Game“ anbieten. | Bild: Netflix

Die „Netflix Houses“ werden also Shopping, Restaurants und Live-Erlebnisse miteinander verbinden. Neu sind diese Gedanken für den Streaming-Anbieter dabei nicht. So experimentiert man schon eine Weile mit Pop-up-Stores bzw. Live-Erlebnissen. Ein Beispiel wäre The Queen’s Ball: A Bridgerton Experience. Dabei tourte Netflix durch verschiedene US-Städte und ermöglichte im Rahmen des Events, gemeinsam zu tanzen und Getränke zu konsumieren – alles im Stil der historischen Serie.

Netflix hat zahlreiche beliebte Eigenproduktionen im Katalog. Wie das Film- und Serien-Angebot im Vergleich zu den Konkurrenten Amazon Prime Video, Apple TV+ und Co. abschneidet, siehst du in unserer Bestenliste:

Netflix Houses: Neue Vermarktungsstrategie des Streaming-Anbieters

Ziel ist es am Ende nicht nur, dass die Netflix Houses selbst Geld einnehmen, sondern eben auch eine Art Marketing-Instrument für das Streaming-Angebot darstellen. Ähnliche Synergieeffekte nutzt z. B. auch Disney mit seinen Parks. Und Netflix benötigt durchaus neue Wege, um seine Eigenproduktionen tiefer gesellschaftlich zu verankern. Bisher ist das noch nicht so recht gelungen. Auch die Initiative Netflix Gaming geht in diese Ecke. So kredenzt man Abonnent:innen im Rahmen des Projekts auch Spiele, die zu den Eigenmarken passen.

Zumal sich gerade mit Merchandise natürlich sehr viel Geld verdienen lässt. Disney dürfte beispielsweise mit den zahlreichen Produkten zu Die Eisprinzessin mehr Geld eingenommen haben, als mit den Einspielergebnissen des Films an sich. Hier hat Netflix bisher nur sehr zaghaft die Fühler ausgestreckt – und lässt nach Meinung vieler Partner:innen und Aktionär:innen viel Geld liegen.

Die angebotenen Live-Erlebnisse in den Netflix Houses sollen dabei variieren, um immer wieder neue Kund:innen anzulocken. Man darf gespannt sein, ob sich dieses Projekt am Ende für das Unternehmen rentieren wird.

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