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Marshall Minor III im Test: Konkurrenz für die AirPods?

Bis auf die Farbe orientieren sich die Marshall Minor III offensichtlich an den erfolgreichen AirPods von Apple. Ob die InEars mit Stil und ohne Ohrpolster überzeugen können?
Marshall Minor III im Test: Auf den Spuren der AirPods
Paarpreis (UVP/Straßenpreis)
129 / ca 100 Euro
Bluetooth-Standard
5.2
Akku
5 Std. / bis 25 Std. im Ladecase
Noise Cancelling
Nein
In Kürze
Die Marshall Minor III sind hochwertig gestaltete In-Ear Kopfhörer mit AirPods-artigem Tragekomfort. Der Klang ist solide und das Ladecase kann sich sehen lassen. Leider fehlt eine App-Anbindung und der Apple-Codec AAC.
Vorteile
  • Angenehmer Tragekomfort
  • Ansprechendes Design
  • Leistungsstarkes Ladecase
Nachteile
  • Klang-Qualität ausbaufähig
  • Keine Einstellungsmöglichkeiten
  • Fehlender AAC-Codec

Mit den Marshall Minor III wandelt Marshall auf den Spuren der erfolgreichen Konkurrenz von Apple. Denn die komplett kabellosen In-Ears werden wie die Vorbilder aus Cupertino ohne polsternden Aufsatz direkt ins Ohr gesteckt und stützen sich mit einem Stil nach unten ab. Sind die günstigen Marshall Minor III also eine echte Alternative zu den AirPods? Wir haben es für euch getestet.

Die Marshall Minor III sind aktuell in Schwarz bei MediaMarkt erhältlich:

Klang – Der Sound der Marshall Minor III im Test

Da die Marshall Minor III nicht über In-Ear-Aufsätze verfügen, sondern sich direkt mit ihrem Plastik-Kopf in den Gehörgang legen, ist der Klang grundsätzlich schonmal nicht ganz so nah und eindringlich, wie bei anderen, „echten“ In-Ears. Dennoch kannst du von den Kopfhörern auf mittlerer Lautstärke sehr angenehmen und überzeugenden Sound erwarten. Johnny Cashs Stimme klingt dann ebenso ausgewogen wie die Bässe auf Kanye Wests Album Donda.

Der Hörer der Marshall Minor III
Einige Genres meistern die Marshall Minor III besser als andere.

Leider können die Marshall diese Ausgewogenheit nicht in jede Hörsituation transportieren. Gerade mit Höhen haben die Kopfhörer teilweise zu kämpfen. Das gilt erst recht, wenn du die Lautstärke hochdrehst, dann leidet der Musikgenuss spürbar. Selbiges gilt bedauerlicherweise auch für Stimmen in Podcasts oder Hörbüchern. Vor allem als Apple-Nutzer*in sollten vorsichtig sein, da die Kopfhörer den Apple-Codec AAC nicht unterstützen. Die Marshall Minor 3 sind also kein Klang-Wunder und bieten in diesem Punkt nicht die gleiche Qualität wie beispielsweise die ähnlich teuren Nothing ear (1). Wenn du jedoch ohnehin nicht ganz aufdrehst und eher basslastige Musik hörst, bist du mit den Marshall Minor III gut bedient.

Praxis – Leichte Hörer, guter Tragekomfort

Als komplett kabellose Kopfhörer sind die Marshall Minor III selbstverständlich auf einen Akku angewiesen. Die Hörer halten laut Hersteller bis zu fünf Stunden. Angesichts dessen, dass die In-Ears nicht über das akkustrapazierende Feature ANC verfügen, ist dies ein eher niedriger Wert. Dafür kann sich das Ladecase sehen lassen, denn darin kannst du die Hörer ganze viermal komplett aufladen. Mit somit insgesamt 25 Stunden Laufzeit kommst du also zumindest über den Tag.

Die Marshall Minor III im Ladecase
Im Ladecase lassen sich die Marshall Minor III viermal wieder aufladen.

Kommen wir zum Tragekomfort. Wie bereits erwähnt, verzichtet Marshall bei den Minor III auf Silikon oder Polster-Aufsätze, die sich bei anderen InEar-Kopfhörern in den Gehörgang setzen. Stattdessen steckst du dir wie bei den klassischen AirPods einfach die Plastik-Hörer direkt ins Ohr. Mit durchschnittlich großen Ohren funktioniert das sehr gut. Anpassungsmöglichkeiten, wie sie andere In-Ears mit verschieden großen Aufsätzen bieten, gibt es bei den Marshall Minor 3 nicht. Dank des sehr niedrigen Gewichts von gerade einmal vier Gramm drücken die Hörer auch nach stundenlangem Musik-Genuss nicht unangenehm aufs Ohr. Hier liegt die Stärke der Marshall Minor III: Sie bieten eine durchaus komfortable Alternative, wenn du klassische In-Ears mit Aufsätzen als unangenehm empfindest.

Der Kauf von InEar-Kopfhörern ist eine sehr individuelle Entscheidung. In unserer Bestenliste findest du die passenden Hörer für jedes Ohr:

Die Marshall-Kopfhörer sind nach IPX4-Standard gegen Spritzwasser geschützt und versorgen dich so auch beim leichten Workout mit Musik. Echte Sport-Kopfhörer sind die Marshalls jedoch nicht.

Der Produktumfang der Marshall Minor III
Da es keine verschieden großen In-Ear Aufsätze gibt, fällt das Zubehör der Marshall Minor III übersichtlich aus.

Bedienung – Wo ist die App?

Für die Bedienung sind, wie bei vielen modernen True-Wireless-Kopfhörern, Touchflächen am äußeren Rand der In-Ears zuständig. Darüber kannst du die Wiedergabe steuern, also Lieder starten und stoppen, überspringen sowie Anrufe annehmen. Die Lautstärke kannst du so aber nicht regeln, da bleibt dir nur der Griff zum abspielenden Gerät. Eine Trageerkennung gibt es, Support für Sprachsteuerung jedoch nicht. Einstellungen irgendeiner Art kannst du an den Kopfhörern auch nicht vornehmen, da es keine App für sie gibt.

Die Touchfelder der Marshall Minor III
Über die Touchflächen am äußeren Rand lassen sich die Marshall Minor III laden.

Die Koppelung der Marshall In-Ears mit dem Smartphone läuft denkbar einfach über die Bluetooth-Einstellungen des Smartphones. Der Bluetooth-Standard 5.2 sorgt für eine durchgängig stabile Verbindung ohne Abbrüche. Bei den Codecs zeigt sich ein ambivalentes Bild. Auf der einen Seite ist neben dem Standard-Codec SBC auch der hochauflösende aptX-Codec mit von der Partie. Auf der anderen Seite fehlt den Marshall Minor III der Apple-Codec AAC. Mit einem Android-Gerät kommst du also je nach Ausgangsmaterial in den Genuss hochwertiger Klang-Übertragung. Mit einem iOS-Gerät bist du auf den hörbar schlechteren Standard-Cocec SBC beschränkt. Natürlich kannst du die Kopfhörer trotzdem mit einem iPhone nutzen. Hier gibt es jedoch klanglich eindeutig bessere Alternativen, nicht zuletzt die Apple AirPods.

Design – Hochwertige Optik

Die Marshall Minor III mit Ladecase
Der Marshall-Schriftzug ist optisch ansprechend in das Ladecase eingelassen.

Neben dem Tragekomfort liegt die zweite große Stärke der Marshall Minor III im Design. Die Kopfhörer sind ansprechend gestaltet und machen im Ohr eine gute Figur. Sofern du auf die Kombination vom Marshall-üblichen Rock ’n’ Roll Design mit der von den AirPods inspirierte Form stehst. Das Ladecase sieht hochwertig aus und passt dank der handlichen Größe in jede noch so enge Hosentasche. Die Marshall Minor 3 sind nur in Schwarz erhältlich.

Testfazit Marshall Minor III – günstig und solide

Die Minor III kosten derzeit etwa 100 Euro und sind damit eine solide Wahl, wenn nach AirPods-typischen Kopfhörern ohne In-Ear-Aufsatz für kleines Geld suchst. Eine echte Konkurrenz zu den weißen Bestsellern von Apple stellen die Marshall Minor III jedoch nicht dar. Gerade als Apple-Nutzer*innen sind ihre klanglichen Möglichkeiten aufgrund des fehlenden AAC-Codec ziemlich eingeschränkt. Aber auch mit einem Android-Gerät verbunden können sie klanglich nicht ganz mit anderen Modellen ihrer Preisklasse mithalten. Auch die Akkulaufzeit von lediglich fünf Stunden sowie der fehlende App-Support sind nicht ganz zeitgemäß. Designtechnisch macht Marshall dafür wie gewohnt einiges richtig, sodass die Marshall Minor III insgesamt eine gute, günstige und vor allem stilistisch eigenständige Alternative sind.

Aktuelle Angebote:

Technische Daten
Paarpreis (UVP/Straßenpreis) 129 / ca 100 Euro
Bluetooth-Standard 5.2
Akku 5 Std. / bis 25 Std. im Ladecase
Noise Cancelling Nein
Codecs SBC, aptX
Wassergeschützt IPX4
Anschlüsse des Ladecase USB-C
Gewicht Hörer: 4g

Noch nicht fündig geworden? In unserer Bestenliste findest du alle True-Wireless-Kopfhörer, die unsere Expert*innen bislang getestet haben:

Was sagst du zum Ansatz der Marshall Minor III? Magst du In-Ears mit oder ohne Aufsatz lieber? Schreibe es jetzt in die Kommentare! 

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