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B&O Beosound Emerge – Smarter Design-Lautsprecher im Test

Der B&O Beosound Emerge will tollen Sound mit schickem Design verbinden. Was leistet der smarte Lautsprecher aus Dänemark wirklich?
B&O Beosound Emerge Titel
In Kürze
Der B&O Beosound Emerge besticht durch tolle Optik, einfache Bedienung und edle Verarbeitung. Mit der richtigen Hörposition kann der smarte Lautsprecher auch klanglich überzeugen. Das alles hat aber auch seinen Preis.
Vorteile
  • Geniales Design
  • Durchdachte Bedienung per App
  • Sprachassistent zubuchbar
Nachteile
  • Stolzer Preis
  • Enger Abstrahlwinkel

Nicht alle haben hat Platz für eine große HiFi-Anlage – oder Lust darauf. Aber auch ohne große Boxen musst du nicht auf tollen Klang verzichten. Gerade am Schreibtisch wünscht man sich gerne guten Sound, um die nötige Energie für die Arbeit zu tanken. Genau für diesen Zweck stellt Bang & Olufsen den Beosound Emerge vor. Der superschlanke Lautsprecher soll nicht nur in jedes Bücherregal passen, B&O verspricht auch einen Sound, der sich hören lassen kann. Wir haben den B&O Beosund Emerge auf Herz und Nieren getestet.

Toller Klang beim B&O Beosound Emerge – solange du davor sitzt.

Bang und Olufsen hat sich in der langen Firmengeschichte ein guten Ruf für besondere Musikanlagen, Kopfhörer und Schallplattenspieler erarbeitet. Meistens kannst du ein B&O-Gerät auf den ersten Blick an seiner typischen Design-Sprache erkennen. Ihr neuester Kopfhörer, der B&O HX, zeigte im Test, dass nicht nur gut aussieht, sondern auch ein besonderes Faible für Stimmen und feinste Details hat. Ähnliche Klangeigenschaft findest du auch beim Beosund Emerge. Allerdings nur, wenn du direkt davor sitzt.

B&O Beosound Emerge Frontal
Sitzt du direkt vor dem Beosound Emerge, bildet er Stimmen und Instrumente sauber ab. Seitlich gelingt ihm das nicht so gut.

Der Hoch- und der Mitteltöner strahlen stark gerichtet fast ausschließlich nach vorne ab. Deshalb verblassen Stimmen und Details schnell, wenn du dich nicht direkt vor dem „Bug“ des B&O Emerge befindest. Perfekt auf deinen Hörplatz ausgerichtet erweist sich der Emerge allerdings als toll klingender Lautsprecher. Aber eben auch nur dann.

Starker Bass im Kleinformat

Durchweg beeindruckend ist jedoch die Basswirkung des kleinen Beosound Emerge. Im Emerge sitzt ein einziger Basstreiber mit einem Durchmesser von 4 Zoll (ca. 10 cm). Die geschwungene Form des Lautsprechers soll den Schall zum rückseitigen Bass-Port lenken. Das soll den Bass weiter verstärken, ohne dass weitere Treiber nötig wären. Im Test zeigt der B&O Beosound Emerge, dass ihm das gut gelingt. Der Bass verlässt den Emerge in alle Richtungen und wirkt rund und kraftvoll.

B&O Beosound Emerge Rückseite
Durch den rückseitigen Bass-Port soll den Bass noch tiefer und satter klingen lassen.

Jedoch zeigt sich bei Chris Jones‘ markigem Stück No Sanctuary Here, dass die geballte Kraft im Tieftonbereich ihren Tribut fordert. Der Bass reicht zwar tief hinunter, ist aber nicht sonderlich kontrolliert. Das schmale Gehäuse hat der Energie des Basstreibers wenig entgegenzusetzen. Fasst du die Seitenblenden an, spürst du, wie sehr der Emerge unter den eigenen Bassschüben erzittert. Das ist schade, denn mit seiner schlanken Form würde der B&O Emerge sich hervorragend im Bücherregal machen. Doch das ist leider ein Trugschluss. Auch wenn das schicke Design an ein Buch erinnert – derSound leidet spürbar, wenn der Emerge zwischen zwei dicken Harry-Potter-Bänden eingeklemmt wird.

Ideal für den Schreibtisch

Somit wird der Beosound Emerge vor allem dann interessant, wenn du ihn frei aufstellen kannst. Dabei solltest du unbedingt auf die Ausrichtung achten. „Schaut“ dich seine Front genau an, ist die Wirkung für einen Lautsprecher dieser Größenordnung überzeugend. Das meiste kannst du also aus ihm herausholen, wenn du in einen zweiten Emerge investierst und sie als Stereopaar auf deinen Schreibtisch stellst. Auf diese Art bekommst du die wohl schlanksten Monitor-Lautsprecher der Welt und gibst deinem Computersound ein gehöriges Update.

Durchdachte Bedienung per Hand und B&O-App

Für die Grundfunktionen hat Bang & Olufsen dem Beosound Emerge ein gut durchdachtes Bedienfeld mit auf den Weg gegeben. Auf diesem findest du Tasten für den Bluetooth-Modus, zum Skippen und Pausieren, sowie ein ringförmiges Feld als Lautstärkeregler. Dieses ist aber mit Vorsicht zu genießen, reagiert es doch auf die kleinste Berührung. Unter Umständen kannst du so unfreiwillig herausfinden, wie laut der Emerge wirklich werden kann. (Antwort: Erstaunlich laut!)

B&O Beosound Emerge Bedienelemente
Das Bedienfeld auf der Oberseite des B&O Emerge gestattet dir, die wichtigsten Funktionen am Gerät auszuwählen.

Den Emerge gibt es mit und ohne Sprachassistent zu kaufen. Direkt neben der Bluetooth-Symbol findest du bei beiden Varianten einen Mikrofonknopf. Solltest du dich für die smarte Version mit Sprachassistent entschieden haben, kannst du damit den Google Assistant aufwecken oder – durch langes Drücken – das Mikro für eine gewisse Zeit ausschalten. Möchtest du das Mikro dauerhaft deaktivieren, findest du auf der Unterseite des Gerätes einen entsprechenden Schalter.

Einfache Raumkalibrierung

Aber auch ohne smarte Optionen hat das Mikro durchaus seinen Zweck. Mit ihm kannst du die „Active Room Compensation“ nutzen. Durch eine Reihe von Signaltönen ermittelt das Gerät so die Klangeigenschaften des Raumes, in dem es steht, und passt den Sound dementsprechend an. Das im Lautsprecher verbaute Mikrofon ist ein klarer Vorteil gegenüber der Raumkalibrierung von Sonos. Diese benutzt das Mikrofon deines Mobilgeräts und lässt sich ausschließlich mit Apple-Geräten benutzen.

B&O Beosound Emerge Mikrofonschalter
Mit diesem Knopf auf der Unterseite kannst du das Mikro komplett ausschalten.

Zusätzlich findest du auf der Oberseite des Gerätes vier Preset-Tasten. Mit ihnen lassen sich nicht nur Internetradio-Stationen oder Spotify-Playlisten speichern, du kannst über sie auch häufige Google-Befehle per Tastendruck abrufen.

Für den vollen Funktionsumfang des B&O Beosound Emerge solltest du dir aber die hauseigene App herunterladen. Du findest die Bang & Olufsen App im App Store und im Google Play Store. Mit ihr lassen sich nicht nur Lautstärke und Quelle anpassen, sie verfügt auch über einen sehr gut durchdachten Equalizer, mit dem du den Klang deines Lautsprechers individuell anpassen kannst. Außerdem findest du hier die oben erwähnte „Active Room Compensation“. Hast du den Emerge in der Variante mit  Google Assistant, solltest du dir zudem die Google-Home-App herunterladen. Mit ihr lassen sich mehrere B&O-Lautsprecher zu Gruppen oder Stereopaaren koppeln.

B&O Emerge großes Design im Kleinformat

Mit dem Beosound Emerge wird Bang & Olufsen zwar keinen Literaturpreis gewinnen, ein Design-Award wäre für das „Buch“ aber durchaus drin. Wie der Bug eines Miniaturschiffes ragt die Front auf deinem Schreibtisch auf. Die geriffelten Seitenpanels umschließen den Klangkörper von beiden Seiten wie der Einband eines Buches oder die Hälften einer Muschel. Und das ist nur die „günstigere“ Version.

B&O Beosound Emerge Cluse-Up Front
Bis ins kleinste Detail passt beim B&O Beosound Emerge alles zusammen.

Denn es gibt eine noch edlere (und teurere) Variante des Beosound Emerge. Dann bestehen die Panels aus hellem Eichenholz und die Treiberabdeckung ist aus Stoff der Marke Kvadrat gefertigt. Allerdings lässt sich B&O diesen Spaß einiges kosten. 749 Euro musst du für die „Gold Tone – Light Oak“-Ausführung bezahlen. Ob die 150 Euro mehr für das schickere Design gerechtfertigt sind, musst du für dich selber entscheiden. Fest steht jedenfalls, dass Bang & Olufsen in Sachen Design nichts verlernt hat.

B&O Beosound Emerge Light Oak
In der Variante „Gold Tone – Light Oak“ wirkt das B&O Besound Emerge besonders edel. | Bild: B&O

Fazit – Gute Zutaten für engen Arbeitsbereich

Mit dem Beosound Emerge hat Bang & Olufsen den wohl schicksten Wireless Speaker geschaffen, den es in dieser Größe zu haben gibt. Allerdings sind 600 Euro eine Menge Geld für einen Lautsprecher, der ein so eingeengtes Abstrahlverhalten hat. Dafür ist die B&O-App beispielhaft einfach und vielseitig einsetzbar. Der optionale Sprachassistent und der geringe Platzbedarf machen den Emerge zudem zu einem praktischen Alltagsbegleiter. Kannst du dem smarten Lautsprecher also einen Ort geben, an dem er sich frei entfalten und dich direkt anstrahlen kann, wird dich der B&O Beosound Emerge mit tollem Sound und edler Anmutung belohnen. Guter Geschmack war eben schon immer etwas teurer.

Testergebnis B&O Beosound Emerge | HIFI.DE

Technische Daten
Abmessungen (BxHxT) 6,7 x 25,5 x 16,5 cm
Gewicht 1,38 Kilo (Anthracite), 1,3 Kilo (Gold Tone/Light Oak)
WLAN-Verbindung 802.11 b/g/n/ac (2,4 GHz & 5 GHz)
Schnittstellen Google Chromecast built-in, Apple Airplay 2, Spotify Connect
Bluetooth 5.0
Sprachassistenten Google Assistant
Stereo-Modus verfügbar (Mit weiteren Speakern) Ja
Steuerungs-App Bang & Olufsen, Google Home
Treiber 1 x 0,6-Zoll-Hochtöner, 1x 1,45-Zoll-Mitteltöner, 1 x 4-Zoll-Tieftöner
AUX-Eingang/Ausgang 3,5-mm-Klinkeneingang/optische Kombiklinke
Verfügbare Farben Black Anthracite, Gold Tone - Light Oak
Preis 599 Euro, 749 Euro (Gold Tone)

Was hältst du von Bang & Olufsens Beosound Emerge? Worauf kommt es dir bei solchen Design-Objekten an? Wie wichtig ist dir hierbei der Sound? Schreib es uns in den Kommentaren!

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