Xgimi Horizon S Max im Test: Eleganter, kompakter Beamer mit hellem Bild
- Lichtquelle
- Dual Light 2.0
- Auflösung
- 4K (3.840 x 2.160) per Pixelshift
- HDR
- HDR10, Dolby Vision, HLG
- Zoom (optisch)
- Nein
- Anschlüsse
- 1 x HDMI, 2 x USB
- Smart TV
- Ja
- Abmessungen (BxHxT)
- 273 x 234 x 174 mm
- Preis
- 1999 Euro
Der Horizon S Max von Xgimi liefert für relativ kleines Geld ein wirklich helles, kontrastreiches Bild, das in jedem Raum eine gute Figur macht. Einzig bei den Features sehen wir noch Nachholbedarf.
- Scharfes, helles Bild
- Schnell aufgestellt und eingerichtet
- Einfache Bedienung
- Gute App-Auswahl
- Kein Lens-Shift oder optischer Zoom
- Farben etwas zu kraftvoll
Kompakte Projektoren wollen immer stärker den Markt der Heimkino-Beamer aufmischen. So auch Xgimi, die mit dem Horizon S Max zudem ein kleines Design-Statement setzen. Ob der Beamer aber auch ein tolles Bild an die Wand wirft? Das finden wir im Test heraus.
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Design und Inbetriebnahme
Der XGIMI Horizon S Max überrascht schon beim Auspacken. Die matte Kunststoffoberfläche ist robust, fühlt sich angenehm an, sieht edel aus und ist wenig anfällig für Fingerabdrücke oder Kratzer. Mit seinen kompakten Maßen und dem Gewicht von unter 5 Kilogramm lässt sich der Beamer so ganz locker auf einem Lowboard oder Tisch platzieren – ganz ohne Wackeln.

Der große Vorteil des Projektors: Er muss nicht wie althergebrachte Heimkino-Beamer mühselig aufgestellt oder gar an die Decke gehängt werden – was du natürlich dennoch machen kannst. Du kannst ihn aber auch durchs Haus, die Wohnung, in den Garten oder auch mal zu einem Kinoabend bei Freund:innen mitnehmen.

Besonders clever ist dabei der integrierte Standfuß. Über ihn kannst du den Beamer stufenlos neigen und drehen. Damit ist die Bildausrichtung ganz simpel.
Features helfen fürs perfekte Bild
Klasse Detail mit Zweck: Beim Einschalten schiebt sich die Stoffabdeckung nach unten und gibt die Linse frei. Schaltest du den Beamer wieder aus, fährt die Abdeckung wieder hoch. Dadurch wir die Linse vor Staub geschützt – das kennen wir so von keinem anderen Projektor, ähnliche Konzepte verfolgt Xgimi zudem bei Mini-Beamern, wie etwa dem MoGo 4.
Die eigentliche Einrichtung geht dann mühelos vonstatten. Android TV 11 ist vorinstalliert und nach wenigen Schritten ist man im Hauptmenü des Projektors. Bei der Einrichtung stört uns jedoch das Fehlen eines optischen Zooms und Lens Shift, wodurch etwas Flexibilität verloren geht. In der Preisklasse bis 2000 Euro ist das aber nicht ungewöhnlich – wer mehr möchte, muss zur Konkurrenz Hisense C2 Ultra greifen.
So muss man von Hand nachrücken und den Projektor so verschieben, das möglichst die komplette Leinwand ideal abgedeckt werd, wenn man leichten Schärfeverlust etwa durch digitalen Zoom verhindern möchte.

Ob nun mit Zoom oder ohne, die automatische Bildausrichtung des Beamers kann sich sehen lassen. Auf Knopfdruck zieht der Xgimi Horizon S Max das Bild gerade und der Filmabend kann starten.
Die Bildqualität des Xgimi Horizon S Max
Xgimi geht einen besonderen Weg – mit der sogenannten „Dual Light 2.0“-Technik. Die verbindet Laser- mit Dual-LED-Lichtquelle und sorgt für mehr Helligkeit. Wir haben uns aber für den Dreifarben-Laser-Modus entschieden, für eine etwas korrektere Farbdarstellung. Es kann dann jedoch der „Laser Speckle“-Effekt auftreten, der sich in einem leichten Glitzern bemerkbar macht.

In Sachen Helligkeit ist der Xgimi Horizon S Max dadurch aber wirklich stark: Er liefert über 260 Nits – und kann die Helligkeit sowohl in der Mitte als auch an den Rändern gut beibehalten. Bei so viel Helligkeit leiden zwar ab und an Kontraste und Schwarz ist eher etwas gräulich. Dafür kann sich das Bild selbst im hellen Raum sehen lassen, HDR-Effekte wirken plastisch und Objekte in dunklen Bildbereichen punkten mit Details.
Zu farbenfroh?
Durch das Plus an Helligkeit wirken Farben auch schön kräftig und kontrastreich. Gerade bei SDR-Inhalten fällt aber auf: Der Horizon S Max übertreibt es etwas. Bei Animes oder Animationsfilmen ist das kein Problem – im Gegenteil, farbenfrohe Filme sehen toll und lebendig aus.

Bei typischen Hollywood-Produktionen sind die Farben aber in der Regel zu unnatürlich, was auch unsere Messungen zeigen. Der Weißwert ist etwas verschoben, einige der Farben übersättigt. Wer also gerne Filme möglichst natürlich schaut, müsste dann vielleicht besser zu anderen Beamern wie etwa dem BenQ W2720i greifen. Oder den Xgimi Horizon S Max kalibrieren lassen.
HDR-Performance im Blick
Bei HDR-Inhalten sieht es farblich ähnlich aus, wobei der Xgimi-Beamer hier in neutralen Bildmodi natürlicher wirkt – und auch bessere Messwerte abliefert. Das zeigt sich im Testbetrieb, Hauttöne sind natürlicher, Farben etwas gedeckter und so neutraler.

Und wenn wir mal komplett von den reinen Messergebnisse abrücken, dann bleibt ein sehr scharf und helles Bild zurück, dass einfach Spaß macht.
Wie gut sich der Xgimi Horizon S Max im Vergleich schlägt, zeigt ein Blick in unsere Bestenliste:
Gaming am Xgimi-Beamer
Was bei Filmen vielleicht nicht immer gewünscht ist, macht beim Zocken Spaß – die etwas knalligen Farben lassen jedes Spiel lebendig wirken.
Xgimi liefert, wie etwa der Hisense C2 Pro auch, die Möglichkeit, statt in 4K mit Full-HD-Auflösung zu zocken. Statt 60 Hertz sind dann 120 Hertz möglich. Das lässt den Input Lag sinken und machen Bewegungen auf der Leinwand geschmeidiger.

Die von Xgimi angegebene Latenz von 20 Millisekunden können wir jedoch nicht ganz bestätigen. Bei wirklich schnellen E-Sports-Titeln ist ein kleiner Versatz von Eingabe und Aktion auf dem Bildschirm spürbar. Für Spiele wie die von uns getesteten Clair Obscur: Expedition 33 ist das aber nicht relevant, das Bild kann dann einfach schön wirken.
Das bietet der Xgimi Horizon S Max bei den Anschlüssen
Trotz seines modernen Auftritts geizt der Horizon S Max ein wenig bei den Anschlüssen. Nur ein HDMI-Port ist verbaut. Immerhin mit eARC, das ist bei Heimkino-Beamern nicht Standard. Dolby Atmos kannst du so verlustfrei an Soundbars oder AV-Receiver weiterreichen.

Möchtest du den Sound weiterreichen, bleibt dann aber kein Platz mehr für andere Zuspieler wie einen Blu-ray-Player oder die Konsole. Da hätten wir uns wenigstens einen zweiten Anschluss gewünscht.
Gewünscht hätten wir uns auch einen LAN-Anschluss, so bleibt der Projektor komplett vom WLAN abhängig. Dafür gibt’s zwei USB-A-Ports, die Filme direkt vom Stick oder Festplatte abspielen können. Und Bluetooth ist natürlich ebenfalls noch dabei.
Bedienung und Smart-TV in der Praxis
Die Bedienung des XGIMI Horizon S Max hinterlässt bei uns einen runden Eindruck. Dank Android TV 11 läuft die Oberfläche flüssig und reagiert zügig. Und wer schon einmal ein Android-basiertes System genutzt hat, findet sich schnell zurecht.

Positiv gefällt uns, dass der Beamer direkt nach dem Einschalten einsatzbereit ist – auch wenn du ihn mal etwas verrückt hast. Auto-Fokus, automatische Trapezkorrektur und sogar Hinderniserkennung greifen zuverlässig.
Menüs sind dabei gut aufgebaut und relativ selbsterklärend, sodass man auch im laufenden Betrieb schnell Anpassungen vornehmen kann.
Gute App-Auswahl – aber ohne Netflix
In Sachen Apps ist fast alles vorhanden. Prime Video, Disney+, YouTube und Co. laufen problemlos. Und auch Screen Mirroring via DLNA oder Google Cast funktioniert zuverlässig. Noch dazu gibt es viele andere Apps, die du dir im Store herunterladen kannst.

Netflix fehlt allerdings. Möchtest Serien und Filme von dort streamen will, musst du auf externe Zuspieler in Form von Streaming-Boxen zurückgreifen, also etwa Fire-TV-Sticks.
So klingt der Xgimi Horizon S Max
Mit zwei 12-Watt-Lautsprecher liefert der Xgimi Horizon S Max ein schönes Klangbild. Stimmen wirken klar, Musik ist einigermaßen ausgewogen und es kommt sogar ein wenig Räumlichkeit auf. Allerdings kommt es dabei stark darauf an, wo du sitzt.

Druck und Tiefe bei Filmen oder Spielen gibt es hingegen weniger – dafür fehlt ein Subwoofer, so wie er beim von uns getesteten Hisense C2 Ultra vorhanden ist. Für den Alltagsgebrauch, Netflix-Abende oder Präsentationen reicht die Klangleistung aber locker.
Der Xgimi-Beamer im Vergleich mit der Konkurrenz von Hisense
Wenn du einen Blick auf unsere Bestenliste wirfst, siehst du, dass Xgimi hinter die vergleichbare C2-Reihe von Hisense fällt.
Warum ist das so? Die Hisense-Beamer sind deutlich besser aufgestellt, wenn es um Anschlüsse geht. Sei es die LAN-Buchse oder eben zusätzliche Audio- und Videoanschlüsse. Außerdem bieten die C2-Beamer ab der Pro-Version einen optischen Zoom.

Bildtechnisch jedoch kann es der Xgimi Horizon S Max mit dem Hisense C2 Pro aufnehmen. Wenn dir also die fehlenden Anschlüsse nichts ausmachen, bekommst du hier ein helleres, kontrastreiches Bild, dafür den etwas schwächeren Klang.
Unser Testurteil zum Xgimi Horizon S Max
Der Xgimi Horizon S Max ist superschnell einsatzbereit: Aufgestellt, auf eine Wand gezeigt und schon legt er los – wer dann vor allem helle Bilder mit lebendigen Farben sucht, kommt hier direkt nach dem Auspacken auf seine Kosten. Ganz natürlich sind Filme oder Serien hingegen nicht immer.
Obendrauf gibt es dank Android TV viele Apps, die Bedienung ist gut, das Design gefällt nicht zuletzt aufgrund der praktischen motorisierten Abdeckung. Für einen Preis weit unter 2000 Euro ist der Xgimi-Beamer auf jeden Fall eine gute Wahl
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| Technische Daten | |
| Projektionsart | DLP |
| Lichtquelle | Dual Light 2.0 |
| Auflösung | 4K (3.840 x 2.160) per Pixelshift |
| Helligkeit | 3100 ISO Lumen (Herstellerangaben) |
| HDR | HDR10, Dolby Vision, HLG |
| Bildfrequenz | Bis zu 60 Hertz |
| Lensshift | Nein |
| Fokus | Automatisch |
| Zoom (optisch) | Nein |
| Anschlüsse | 1 x HDMI, 2 x USB |
| LAN / WLAN | Ja / Nein |
| Smart TV | Ja |
| Abmessungen (BxHxT) | 273 x 234 x 174 mm |
| Gewicht | 4,8 kg |
| Preis | 1999 Euro |
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