Soundcore Nebula X1 Pro im Test – nicht nur Beamer, nicht nur Partybox
- Lichtquelle
- Laser
- Auflösung
- 4K (3.840 x 2.160) per Pixelshift
- HDR
- HDR10, Dolby Vision, HLG
- Zoom (optisch)
- Ja
- Anschlüsse
- HDMI, 2 x USB-C, USB-A
- Smart TV
- Ja
- Abmessungen (BxHxT)
- 343 x 761 x 435 mm
- Preis
- 4999 Euro
Wer ein Heimkino-Gerät für alles sucht, das dazu noch sehr mobil ist, findet mit dem Nebula X1 Pro den perfekten Begleiter. Bild, Ton und Details überzeugen, eine kleine Investition bleibt es aber.
- Klasse Konzept mit durchdachten Details
- Bild- und Tonqualität auf hohem Niveau
- Karaoke-Funktion
- Einfach in der Handhabung
- Keine hohen Framerates für Gaming
- Bedienung nicht immer flüssig
Wie eine Partybox thront der Nebula X1 Pro von Soundcore in unserem Testlabor. Im Inneren versteckt sich aber ein ganzes Heimkinosystem und nicht „nur“ Lautsprecher. Das Herzstück ist ein 4K-Beamer mit ordentlich Power. Wie gut sich das System schlägt? Das klärt unser Test.
Du bist bereits überzeugt? Dann findest du den Nebula X1 Pro hier im Angebot:
In Minuten zum Heimkino
Bevor wir uns irgendeinem Bildtest widmen können, muss der Nebula X1 Pro von Soundcore erst einmal aufgestellt und eingerichtet werden. Oder besser noch: ausgepackt werden. Praktischerweise „parkt“ er förmlich im Karton und kann über eine kleine Rampe herausgefahren werden. Denn ja, das mobile Heimkino besitzt Rollen. Nicht umsonst könnte man beim ersten Blick an eine Partybox denken.

Dank eines ausziehbaren Griffs ist der Beamer dann schnell an seinen Platz gefahren. Eine kleine Luke an der Front enthüllt ein fest verbautes Stromkabel – die Kabellänge lässt jedoch etwas zu wünschen übrig. Clever aber: Das Kabel rollt sich ganz einfach ein und ist so schnell weggeräumt. Einen Akku besitzt der Nebula X1 Pro übrigens nicht. Die Technik ist auch ziemlich stromhungrig.

Möchtest du das System also auch mal draußen benutzen, musst du wohl mit Kabeltrommel und Co. für Strom sorgen. Oder zusätzlich rund 1000 Euro in die Hand nehmen – für den Preis bekommst du nämlich eine tragbare Powerstation im passenden Design mit satten 1056 Wattstunden.
Automatische Bildeinrichtung, bequemes Soundsetup
Steht der Beamer an seinem Platz, musst du ihn im Grunde nur einschalten. Den Rest erledigt er von allein. Zumindest, wenn du das wünschst. Und vor allem bezogen auf das Bild. Ein Knopfdruck genügt und der Beamer sucht sich die Projektionsfläche, zoomt, verschiebt und wendet eine Trapezkorrektur an und stellt das Bild scharf. Und schon kannst du loslegen.
Natürlich kannst du auch manuell nachhelfen, wenn es doch einmal nicht perfekt klappt. Mit dabei sind auch Features wie Augenschutz oder eine Hinderniserkennung, damit das Bild immer möglichst groß ausfällt, ohne dass irgendwelche Schatten im Film oder in den Serien zu sehen sind.

Beim Klang kannst du im Grunde auch einfach loslegen. Wenn du es bei einem Stereosetup belassen möchtest. Zwei Lautsprecher klappen beim Starten des Nebula X1 Pro aus und sind für den Einsatz bereit. Du kannst an ihnen aber auch einen kleinen Knopf drücken, um sie zu lösen. In den Lautsprechern selbst sind dann kleine Standfüße verbaut, damit du sie leinwandnah aufstellen kannst.

Für den Surround-Sound sind noch zwei zusätzliche Lautsprecher auf der Rückseite versteckt. Die kannst du dann hinter dir aufstellen, um für mehr Raumklang zu sorgen. Im Nebula X1 Pro selbst steckt dann noch ein Subwoofer, der für mehr Druck beim Bass sorgen soll. Wie das alles dann klingt, dazu später mehr.

Zurück zur Einrichtung aber: Über eine im Beamer installierte App lässt sich das Soundsystem dann ganz einfach einmessen und die Hörposition verschieben – damit alles auf den Sitzplatz zugeschnitten klingt.
Die Bildqualität im Test
Neben der ganzen Technik ist der Nebula X1 Pro aber in erster Linie ein Beamer. Und was zählt das besonders? Richtig, die Bildqualität. Und auf die sind wir sehr gespannt. Denn versprochen werden 4K-Bilder mit satten 3500 ANSI-Lumen und einer hohen Farbraumabdeckung sowie Farbgenauigkeit.

Dass die Helligkeit hoch ausfällt, das fällt schon beim ersten Einschalten auf. Es muss nicht einmal sonderlich dunkel im Raum sein, der weiße Startbildschirm mitsamt des Soundcore-Logos hebt sich schön von der Leinwand ab. Natürlich haben wir nachgemessen – und bis zu 250 Nits oder auch Candela pro Quadratmeter ermittelt. Das ist für einen Heimkino-Beamer ein richtig guter Wert, derzeit schlägt ihn in dem Bereich keines der von uns getesteten Modelle. Zumal der Kontrast gleichermaßen überzeugen kann. Im Schachbrettmuster-Test kamen wir auf einen Wert von 555:1.
Die Grundvoraussetzungen sind also stimmig. Da können wir es kaum erwarten, die ermittelten Werte im Sichttest zu überprüfen.
So schlägt er sich bei alltäglichen Inhalten
Bevor wir uns der Königsdisziplin widmen – der Wiedergabe von HDR-Inhalten –, lassen wir es mit James Bond 007: Casino Royale etwas ruhiger angehen. Nicht aber weniger anspruchsvoll. Denn bereits die ersten Minuten des Filmes stellen aufgrund der Schwarz-Weiß-Aufnahmen, der düsteren Atmosphäre und des deutlich sichtbaren Filmkorns eine große Herausforderung dar.

Direkt sticht heraus: Feine Details im Bild bleiben beim Nebula-Beamer wunderbar erhalten. Das Full-HD-Bild wirkt nicht überschärft, der Upscaler macht einen guten Job, den Film von seiner besten Seite zu präsentieren. Auch das Filmkorn sieht recht natürlich aus.
Kleine Handgriffe für ein besseres Bild
Zwei kleine Punkte stören uns aber etwas: Das Bild ist zu hell und die Bewegungskompensation arbeitet nicht sonderlich sauber. Bei beiden können wir aber einfach nachhelfen. Die Helligkeit etwa haben wir von 100 auf 20 reduziert. Dann sieht das Bild besser aus – und fällt auch in den Messungen besser aus. Die Helligkeit liegt dann bei rund 120 Nits und ist dadurch näher an gängigen Empfehlungen. Gleichzeitig verbessert sich der Weißwert, was auch Farben natürlicher strahlen lässt.

Und das zeigt sich eben auch. Daniel Craigs erster Auftritt als 00-Agent sieht fast wie im Kino aus. Hauttöne passen, der in Teilen düstere Look kommt genauso gut rüber wie die bunte Verfolgsszene durch die Baustelle und den kleinen Dschungel-Part direkt zu Beginn des Abenteuers.
Für eine wirklich gute Optik solltest du dann aber die Zwischenbildberechnung deaktivieren – standardmäßig ist sie auf niedriger Stufe eingeschaltet. Denn: Die Funktion, die Kameraschwenks und Bewegungen flüssiger mache, neigt leider stark zur Artefaktbildung. Da werden dann schnell mal Kabel zerrissen oder Mustertapeten verzerrt.
Kontrastreiche HDR-Bilder mit kleinen Abstrichen
Etwas ärgerlich: Befolgst du unseren Rat und stellst bei alltäglichen Inhalten die Helligkeit auf 20, übernimmt der Nebula X1 Pro diesen Wert auch für HDR-Inhalte. Und bei Filmen und Serien mit erweitertem Farb- und Kontrastumfang möchten wir schon die gesamte Helligkeit ausnutzen. Da musst du dann also per Hand nach- und wieder auf 100 hochregeln.

Dann bekommst du aber farbenfrohe Bilder mit schönem Kontrast geboten. Bei der Schlacht um Hogwarts im letzten Harry-Potter-Abenteuer erkennen wir noch genügend Details in den Schatten, gleichzeitig zucken die Blitze mit vielen Details über den zusammenbrechenden magischen Schutzwall.

Wenn wir meckern möchten, dann wäre bei den Schattendetails noch etwas mehr Detailtreue schön gewesen und Farben sind nicht mehr ganz so neutral wie noch bei SDR-Inhalten – durch die hohe Helligkeit ist der Weißwert etwas verschoben. Aber: Wer keinen Vergleich zu einer Referenz hat, wird einfach seine Freude mit dem Bild haben. Und darauf kommt es am Ende an. Viel Abstand zu einem deutlich günstigeren Hisense C2 sehen wir im direkten Vergleich jedoch nicht – wobei man beim Nebula-Beamer schon deutlich mehr Helligkeit bekommt.
So schlägt sich der Nebula X1 Pro beim Gaming
Dass der Nebula X1 Pro mehr als nur ein gutes Bild im Sinn hat, wird schon beim Blick auf das Datenblatt klar – oder wenn man den Tower of Power dann mal sozusagen in Händen hält. Wie steht es aber um das Thema Gaming? Kann er in dem Bereich ebenfalls punkten?
Im Grunde schon. Mit ein paar „Abers“. Positiv ist, dass es einen speziellen Spiel-Bildmodus gibt, der sogar zwei Einstellungen anbietet: Standard und Extrem. Die Standardeinstellung soll schon helfen, den Input Lag gering zu halten. Die Extrem-Variante hingegen soll die beste Reaktionszeit erzielen – verzichtet dann aber auf eine Trapezkorrektur. Möchtest du das nutzen, musst du das Bild also ideal auf die Leinwand ausrichten.

In unserem Test aber reicht die Standardeinstellung absolut aus, um etwa im Shooter Halo Infinite auf der Xbox Series X zwischen Tastendruck und Aktion auf dem Bildschirm keine spürbare Verzögerung zu spüren. Wer sich dann noch die Mühe macht, die Farbtemperatur auf warm zu stellen, bekommt ein schön neutrales, kontrastreiches und flüssiges 4K-Bild geliefert. Andernfalls ist das Bild etwas bläulich und kühl – wie es bei vielen Gaming-Fernsehern in dem Modus ebenfalls der Fall ist.
Warum aber eignet sich der Beamer nur bedingt fürs Zocken? Weil nicht mehr als 60 Bilder pro Sekunde angezeigt werden können. Und weil Features fehlen. ALLM für den automatischen Wechsel in den Spiel-Bildmodus wird nicht unterstützt – du musst also immer per Hand Einstellungen vornehmen. VRR für variable Bildwiederholraten gibt es ebenfalls nicht – schwankende Framerates wirst du hier also nicht kaschieren können.
Da das 4K-Bild mit den 60 Bildern aber wirklich flott ist, macht der Nebula X1 Pro beim Zocken dennoch richtig viel Spaß. Ob nun Mario Kart World im Splitscreen oder eben cineastische Titel wie Alan Wake 2 – wer keine E-Sport-Ambitionen verfolgt, bekommt hier viel geboten.
Bei den Anschlüssen ist nur das Nötigste dabei
Bei den Anschlüssen zeigt der Nebula X1 Pro, dass er nicht ganz der klassische Heimkino-Beamer ist. So bietet er beispielsweise keinen LAN-Anschluss, er lässt sich so nur bedingt ins heimische Netzwerk integrieren – WLAN ist aber natürlich dabei. Ebenso wie Bluetooth, falls man mal ein wenig Musik abspielen möchte.

An klassischen Anschlussmöglichkeiten gibt es aber vor allem USB und HDMI. Über den HDMI-Eingang lassen sich etwa Blu-ray-Player oder Konsolen anschließen. Eine Soundbar hingegen nicht – eARC ist nicht dabei. Aber echten Bedarf an einer externen Soundlösung gibt es ja ohnehin nicht. Per USB kannst du dann beispielsweise Geräte laden. Oder Dateien von deinem Smartphone abspielen.
Bedienung und Praxis
Beim Betriebssystem setzt Soundcore beim Nebula X1 Pro auf Google TV. Das hat natürlich einen riesigen Vorteil: die große App-Auswahl. Ob nun Netflix, Disney+ oder sogar Spiele und Musik-Streaming-Dienste – hier bist du bestens versorgt und kannst einfach loslegen. Im Grunde brauchst du kein externes Gerät mehr, um auf tausende Inhalte zurückzugreifen.

Einen großen Nachteil hat Google TV in dem Fall aber. Und der plagt auch viele Fernseher mit Google TV. Und das ist die Geschwindigkeit. Insbesondere beim ersten Einschalten nach längerem Nichtgebrauch ruckeln die Menüs nur so vor sich hin und es vergehen ein paar Minuten, ehe man sich durch die etwas verschachtelten Menüs flüssig hindurchbewegen kann.

Ist der Beamer warmgelaufen, ist das ein deutlich kleineres Problem, dann reagiert er in der Regel schnell auf Tasteneingaben. Und oft ist man in den Menüs dann vermutlich nicht mehr unterwegs, wenn erst einmal die Filmklappe gefallen ist. Wer aber etwa Vidaa wie beim Hisense C2 kennengelernt hat, weiß, wie schnell es auch gehen könnte.
Kleine Fernbedienung, immer dabei
Um Apps aufzurufen oder Einstellungen vorzunehmen, ist natürlich eine Fernbedienung dabei. Die fällt recht kompakt aus, fühlt sich aber gut in der Hand an und bietet die wichtigsten Tasten. Darunter eben Schnellwahltasten für beliebte Streamer oder ein Knopf, um direkt das Bild ausrichten zu können.

Auch eine Sprachsteuerung ist verbaut, in der Fernbedienung sitzt das Mikrofon. Wer mag, kann also dem Google Assistant sagen, was man gerne schauen möchte. Oder das smarte Zuhause steuern, sofern das mit Googles Dienst verknüpft ist.

Alternativ gibt es auch noch einige Bedientasten auf der Oberseite des Nebula X1 Pro. Eine Art Joystick erleichtert in dem Fall die Navigation durch die Menüs. Es gibt sogar einen Knopf, mit dem etwa die Lautsprecher ausgefahren oder in den Bluetooth-Modus geschaltet werden können. Dann kannst du sie etwa nutzen, um einfach Musik zu hören, ohne dass der Beamer laufen muss.

Praktisch: Damit die Fernbedienung nicht verloren geht, kann diese in einem Fach unter den Bedienelementen verstaut werden. Zusammen mit den beiden Mikrofonen.
Karaokeparty auf Knopfdruck
Vielleicht sollten wir den Nebula X1 Pro doch zu den Partyboxen zählen. Denn bei einer Party kann der mächtig für Stimmung sorgen. Du kannst Bilder an die Wand werfen, die Lautsprecher für die Beschallung großer Räume nutzen oder zur spontanen Karaoke-Party aufrufen.
Und das ist wirklich ganz simpel. Einfach die beiden Mikrofone verteilen, sie einschalten und schon kann es losgehen. Praktischerweise besitzt jedes Mikrofon dabei sogar Plus- und Minustasten, um die Lautstärke einzustellen. In den Menüs des Beamers kann dabei zusätzlich eingestellt werden, ob ein Hall bei den wiedergegebenen Stimmen vorhanden sein soll – oder eben nicht. Es gibt auch ein paar Optionen, wie sich der Hall verhalten soll.

Besonders spannend ist aber die beleuchtete Taste mit dem Schallwellen-Symbol. Das bestimmt nämlich, wie sehr sich eine künstliche Intelligenz in die Karaoke-Party einmischen soll. Nicht aber, um etwa den Gesang der Teilnehmenden unter Umständen genießbarer zu gestalten. Nein, die KI kann auf Wunsch einfach die Stimmen eines Liedes eliminieren. Wer also bei YouTube und Co. nicht die passende Instrumentalversion ohne Gesang findet, kann das die KI erledigen lassen.
Das Feature funktioniert im Test erstaunlich gut. Auf höchster Stufe ist vom ursprünglichen Gesang im Grunde nichts mehr zu hören. Ein wenig geht das auf Kosten der Melodien, die dann eventuell das eine oder andere Detail verlieren können. Wenn die Stimmung aber am Kochen ist und sich alle die Seele vom Leibe singen, spielt das am Ende keine Rolle mehr.

Einziger kleiner Minuspunkt: Anders als bei den Lautsprechern, werden die Mikrofone nicht automatisch über Kontakte mit Strom versorgt, wenn sie nicht gebraucht werden. Sollte bei den Mikros also mal der Akku zur Neige gehen, müssen sie per USB-Kabel geladen werden. Immerhin aber per USB-C und das Kabel kann auch an den Nebula X1 Pro angeschlossen werden. Weil die Akkus der Mikrofone aber auch um die 40 Stunden halten sollen, kein allzu großer Umstand im Alltag.
Soundsystem an Bord – so klingt es
Neben dem Bild ist der Klang des Nebula X1 Pro natürlich ebenfalls ein großes Aushängeschild für das Gesamtkonzept und eine der vermeintlichen Stärken des Beamer-Turms auf Rädern. Aber: Wie klingt er in der Praxis? Immerhin steckt im Endeffekt ein ganzes Soundbar-Surround-Set in ihm drin.
Um es direkt auf den Punkt zu bringen: Heimkino ist hier wirklich mobil geworden. Sind die vier Lautsprecher erst einmal aufgestellt und vermessen, ist der Klang wunderbar räumlich. Um uns herum tobt die Action, der Subwoofer im eigentlichen Nebula X1 Pro packt mächtig zu und bringt den Raum zum Beben. Im Grunde meint er es sogar zu gut, in einigen wenigen Szenen dröhnt der Bass eher.

Der Nebula-Beamer behält also nicht immer die Kontrolle im Tieftonbereich, in 95 Prozent der Fälle macht er aber einfach Spaß. Und wer mag, kann den von Haus aus geboosteten Tiefbass deaktivieren – für unseren Geschmack nimmt sich der Subwoofer dann jedoch zu sehr aus der Gleichung.
Ohne Center gut verständlich?
Eine vermeintliche Schwäche: Sind die vier Lautsprecher im Quadrat um dich herum aufgestellt, ist genau vor dir kein Speaker, der den Center-Part übernehmen könnte. Die beiden Frontlautsprecher übernehmen also auch die Rolle, die dem Center zukommt. Nämlich Dialoge und Stimmen wiederzugeben.
Und das gelingt im Test sehr gut. Wir bekommen jedes Wort mit, die Stimmen scheinen aus der Höhe der Leinwand zu kommen. Wie gut der Nebula X1 Pro seinen Job hier macht, wird uns in Top Gun: Maverick bewusst. Beim Angriff auf die feindliche Basis verstehen wir Tom Cruise und Co. wunderbar – trotz Maske und Funkübertragung. Und wenn dann das Headquarter Missionsdetails durchgibt, scheint die Stimme sogar eher aus dem Cockpit und nicht direkt von der Front zu kommen – das lässt uns noch tiefer in den Film eintauchen.

Gepaart mit dem wie besprochen guten Raumklang haben wir also jede Menge Kino-Feeling bei verschiedensten Filmen. Okay, Effekt mit Dolby Atmos sind nicht immer über unseren Köpfen – schaffen es aber oft genug über unsere Hörposition hinaus. Und Stimmen sind vielleicht nicht immer perfekt, gerade La La Land haben wir schon besser von den richtig guten Soundbars gehört. Im Großen und Ganzen kann sich das Soundsystem des Nebula X1 Pro aber mit einigen Soundbar-Surround-Sets messen, wie etwa einer JBL Bar 800.
Die Akkus der Lautsprecher halten auch ordentlich lang. In unserem Test hatten wir nie Angst, mitten im Film nachladen zu müssen – und da hatten wir schon einige Stunden Test hinter uns.
Cleveres Design durch und durch
Design ist natürlich immer eine Frage des Geschmacks. Und hier ist die Optik und Form vielmehr den Funktionen geschuldet. Wer ein Heimkino auf Rädern sucht, in dem mal eben noch ein Soundsystem und viele zusätzliche Features sind, bekommt nun mal am Ende etwas, was wie eine Partybox aussieht.

Uns gefällt vor allem, dass das gesamte Konzept so durchdacht ist. Die herausfahrenden Lautsprecher, das direkte Laden der Speaker, die beleuchteten Anschlüsse, das einziehbare Stromkabel oder das Fach für die Mikrofone und die Fernbedienung: Hier hat alles seinen Platz.

Dabei ist der Nebula X1 Pro sehr robust gefertigt und fühlt sich trotz des vielen Kunststoffs sehr hochwertig an. Bis auf die Kleinigkeit mit den Mikrofonen, die wir gerne per Kontakt oder induktiv laden würden, fällt uns nichts ein, was besser gemacht werden könnte. Und das soll bei einer Neuheit wie dieser schon etwas heißen.
Unser Testurteil zum Nebula X1 Pro
Ab und zu kommen Produkte auf den Markt, nach denen scheinbar niemand gefragt hat. Der Nebula X1 Pro könnte durchaus in diese Kategorie fallen. Schon nach wenigen Minuten wird dann aber klar: Für ganz bestimmte Zwecke ist das ein richtig ausgeklügeltes System.
Ja, für rund 5000 Euro kann man sich daheim ein besseres System, bestehend aus Beamer und Dolby-Atmos-Lautsprechern, zusammenstellen. Aber das ist dann nicht so mobil wie der Nebula X1 Pro. Oder so durchdacht. Oder eben so mühelos im Aufbau. Und vor allem sicher nicht so eine Party-Spaßgranate.
Wer also gerne mobiles Heimkino leben möchte oder einen kleinen „Der-kann-fast-alles“-Turm für Events sucht, der bekommt mit dem Nebula X1 Pro ein durchdachtes Paket geliefert, das einfach Spaß macht.
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| Technische Daten | |
| Projektionsart | DLP |
| Lichtquelle | Laser |
| Auflösung | 4K (3.840 x 2.160) per Pixelshift |
| Helligkeit | 35000 ANSI Lumen (Herstellerangaben) |
| HDR | HDR10, Dolby Vision, HLG |
| Bildfrequenz | 60 Hertz |
| Lensshift | Ja |
| Fokus | Automatisch |
| Zoom (optisch) | Ja |
| Anschlüsse | HDMI, 2 x USB-C, USB-A |
| LAN / WLAN | Nein / Ja |
| Smart TV | Ja |
| Abmessungen (BxHxT) | 343 x 761 x 435 mm |
| Gewicht | 32,8 kg |
| Preis | 4999 Euro |
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