High End 2026 Highlights: Neue HiFi-Produkte und spannende Vorstellungen
2026 ist ein besonderes Jahr: Nach langer Zeit am Traditionsstandort München findet die High End erstmals in Wien statt. Auch die HiFi-Redaktion lässt es sich nicht entgehen, den neuen Standort zu erkunden. Wir berichten live aus den Messehallen.
High End 2026: Unsere Highlights aus Wien
Schon am ersten Messetag lief unser Postfach über. Die Hersteller überschlugen sich mit Produktneuheiten und Vorstellungen. Damit du nicht den Überblick verlierst, fassen wir dir hier unsere Top-Neuheiten und interessantesten Entdeckungen zusammen.
Plattenspieler über Plattenspieler – ein kurzer Überblick
Der Vinyl-Boom reißt nicht ab. Klar also, dass auch auf der High End 2026 neue Plattenspieler nicht fehlen. Es wäre wohl ein bisschen übertrieben, zu sagen, dass wir an fast jedem dritten Stand über einen neuen Dreher stolpern – aber auch nur ein bisschen. Bei Clearaudio finden wir die neuen Modelle Elevation 45 und Elevation 55 – riemengetriebene Plattenspieler, die nach den höchsten technischen Standards der Clearaudio Referenzklasse von Clearaudio gefertigt werden sollen. Spannend: Ihre Außenrahmen sind austauschbar, falls sich dein Einrichtungsgeschmack plötzlich ändert. Lies hier alles Weitere nach.
Auch bei Sonoro drehen sich munter die Platten. Den Platinum Signature Line haben uns Sonoro und das Fink Team zwar schon auf der High End 2025 vorgestellt, aber auch dieses Jahr ist er einen Besuch wert.

Genauso empfehlen wir dir einen Abstecher bei Elac. Hier geht es hoch her, denn die Marke feiert 2026 ihr 100-jähriges Bestehen. Als Geschenk dabei hat man zwei neue Miracord-Plattenspieler, den Miracord 40 und Miracord 50.2. Während es sich beim 50.2 um eine Neuauflage eines klassischen Elac-Produkts handelt, ist der Miracord 40 ein neues Modell im Einstiegsbereich. Wir sind gespannt, wie er im Vergleich zum Miracord 80 abschneiden wird, den wir bereits testen konnten. Hier erfährst du mehr über die neuen Produkte.

Ein letztes Plattenspieler-Highlight haben wir noch: Am Stand von Dual gibt der CS 629Q einen Ausblick auf die Zukunft. Bei ihm handelt es sich um einen vollautomatischen Plattenspieler mit Direktantrieb, der besonders mühelos und intuitiv zu bedienen sein soll.

Der Trick: eine praktische App, über die du zahlreiche Einstellungen direkt vornehmen kannst – etwa die Wiedergabe stoppen, oder sogar zurückspulen. Mehr erfährst du hier.
Lautsprecher der Superlative: Wilson Audio, Bowers & Wilkins, JBL und mehr
Es wäre keine High End, ohne protzige Ultra-Lautsprecher wie die Wilson Audio Autobiography, oben zu sehen. Das neue Standlautsprecherpaar soll der WAMM Master Chronosonic ihre Lorbeeren entreißen. Alles, von den Treibern über die Verkabelung bis zum Gehäusematerial, will man infrage gestellt haben. Das hat freilich seinen Preis: 999.000 Euro werden für das Lautsprecherpaar fällig. Alles, was wir über die Wilson Audio Autobiography wissen, kannst du hier nachlesen.
Ebenfalls eindrucksvoll: die neue 800er-Serie von Bowers & Wilkins. Ihr Flaggschiff, die 801 D5, wird für knapp 50.000 Euro auf den Markt kommen.

Zurück zu Elac: Hier gab’s nicht nur Jubiläumsausgaben alter Bekannter, sondern auch ein Upgrade für die Elac Concentro M 807, die sich zuletzt im Test ein „Ausgezeichnet“ von uns verdient hat. Die Concentro L 809 kostet mit 66.000 Euro nochmal mehr als die Vorgängerin, die du für „nur“ 44.000 Euro erhältst. Allerdings greift sie auch deutlich höher: Die 809 wartet mit satten vier statt zwei seitlichen Basstreibern und zwölf statt sechs Mittelhochtönern auf.

Wer richtig was auf die Ohren haben möchte, schaut dann noch bei JBL vorbei. Vor der Tür zum Showroom auf Level 3 dachten wir kurz, wir stünden vor einem Clubeingang. Drinnen spielen die neuen Lautsprecher der Summit-Reihe, und die schieben ordentlich Luft. Alles Weitere erfährst du hier.

Farbenfroh: Setzen Canton und Elac hier den neuen Trend im HiFi-Sektor?
Wenn wir auf der High End 2026 bisher einen Trend beobachten können, dann wohl, dass es bunt wird. An gleich mehreren Ständen sind wir überrascht, wie farbenfroh die Auswahl ist. Denn von der HiFi-Welt sind wir eigentlich eine eher bescheidene Farbpalette gewohnt: Schwarz, Weiß, Holz, vielleicht mal ein Juwelenfarbton. Dieses Jahr sind die Hersteller im Gegensatz dazu fast ausgelassen. Canton z. B. bringt nicht nur die neuen Design-Lautsprecher der Puro-Reihe in schicken Pastelltönen auf den Markt, sondern hat sich auch für die neu aufgelegte Townus-Serie eine umfassende Farbpalette ausgedacht. Uns gefielen vor Ort die Frühlingsfarben Pastellgelb, -blau und -rosa sehr gut – und dir?
Nicht ganz so farbenfroh, aber trotzdem schön sind Elacs neue Produkte. Zur Feier des 100-jährigen Firmenjubiläums präsentiert die Marke eine Jubiläumsversion des legendären Elegant 305 in Petrolblau, sowie den bereits erwähnten Miracord-Plattenspieler in Pastellblau und weiteren Farben. Hier haben wir dir alles Wissenswerte zusammengetragen.

Und auch bei Jamo wird’s bunt. Die Marke meldet sich nach jahrelanger Pause mit gleich zwei Lautsprecherserien zurück. Die Legacy-Serie kommt dabei sehr traditionell daher, denn wie der Name schon verrät, orientiert sie sich an Jamos Lautsprecherdesigns aus den 90er-Jahren. Schicker finden wir persönlich die Elements-Serie, deren Abdeckungen in vielen, bunt miteinander kombinierbaren Farben auf den Markt kommen. Hier erfährst du mehr über die neuen Jamo-Lautsprecher.

Röhrenverstärkung auf Tour
Auf der letzten High End hat uns Cayin mit dem RU9 überrascht, einem DAC/Kopfhörerverstärker mit eingebauter Röhrenverstärkung. Was wir damals noch als lustigen Einzelfall abtaten, entpuppt sich 2026 als richtiger Trend. Natürlich gibt es in Wien auch klassische Röhrenverstärker zuhauf, aber immer wieder stolpern wir über das Wort „Röhre“ auch in ungewöhnlicheren Kontexten.

Beim Kopfhörerhersteller Écoute zum Beispiel: Hier sitzt die Röhre in der Ohrmuschel. Oder bei Astell & Kern, die Röhren in den Digital Audio Player A&Ultima SP4000T stecken. Hier erfährst du mehr über den Astell & Kern A&Ultima SP4000T.
Ob das sinnvoll ist? Darüber wollen wir erst nach eingehenden Tests ein Urteil bilden. Eins steht aber fest: Cool sehen die Produkte allemal aus.
HiFi im Heimkino: Bester Sound zum Bild
Immer wieder versuchen sich HiFi-Hersteller auch am guten TV-Sound. Ein guter Gedanke, schließlich haben die meisten Menschen nur begrenzten Platz im Wohnzimmer und möchten nicht zwei verschiedene Setups aufbauen: eins fürs Fernsehen, eins fürs Musikhören. Auf der High End haben wir einige schöne Lösungen gefunden, die versuchen, die Brücke zu schlagen.
Nummer eins: das neue All-in-One-Soundsystem Vega von Dali, das uns stark an das Naim Mu-So 2 erinnert. Dali bewirbt Vega zwar nicht primär als Soundbar-Alternative, aber in der kurzen Demo, der wir beiwohnen durften, hat uns der Kino-Sound am besten gefallen. Das Vega verpackt zehn neu entwickelte Audiotreiber und lässt sich wahlweise auf einem Sideboard oder an der Wand platzieren. Für den modernen Musikgenuss ist es mit zahlreichen Streamingoptionen ausgestattet, fürs Fernsehschauen steht HDMI ARC parat. Alles Weitere erfährst du hier.
Klassischer bist du natürlich mit einer Soundbar unterwegs. Hier sind uns in Wien gleich zwei Kandidaten ins Auge gestochen, die zwei sehr unterschiedliche Marktsegmente ansprechen. Zunächst wäre da Wiims allererste Soundbar, die Wiim Bar. Wiim, die wir eigentlich für praktische HiFi-Anlagen-Ergänzungen wie den supergünstigen Streamer Wiim Mini kennen, hatte auf der High End 2025 bereits seinen ersten WLAN-Lautsprecher präsentiert. Er hält jetzt nicht mehr nur als Multiroom-Speaker, sondern auch als Surround-Ergänzung für die Wiim Bar. Erinnert das noch jemanden an Sonos…?

Die Wiim Bar ist mit echten Upfiring-Speakern für die Dolby-Atmos-Wiedergabe ausgestattet, dafür aber außerordentlich günstig: Nur knapp 500 Euro soll sie kosten. Als Kontrast dient da die neue Canvas L von Canvas HiFi. Die Design-Soundbar schmiegt sich, getarnt als schickes Holzspalier, an den unteren Rand deines Fernsehers und soll TV-Sound auf HiFi-Niveau liefern. Preispunkt? Schlappe 6000 Euro.

Zu guter Letzt haben wir noch einen Heimkino-Kandidaten aufgespürt, bei dem die meisten vielleicht nicht sofort an TV-Sound denken: Klipsch. Die Marke hat bereits Anfang des Jahres die neuen Aktiv-Lautsprecher The Nines II angekündigt und führt sie in Wien vor. Auch am Fernseher machen sie eine außerordentlich gute Figur, denn sie sind nicht nur mit Dolby Atmos, sondern auch mit DTS:X ausgestattet. Hier erfährst du mehr.

Highlights aus der World of Headphones
Auch unterwegs sollst du guten Ton genießen. Dafür hat die High End ein eigenes Areal eingerichtet: die World of Headphones in Halle X4. Hier findest du alles, vom superteuren HiFi-Kopfhörer bis hin zu kleinen, aber nicht weniger feinen In-Ears.
Eins unserer Highlights ist der Meze Audio Arta. Er verabschiedet sich vom gemütlich-holzigen Design, das wir von Meze kennen, sieht aber immer noch richtig schick aus. Glänzende Details, schwarzes Leder und ein wuchtiges, aber gleichzeitig stilvolles Design, das auch dem Batman bei seinen Rachefeldzügen gut zu Gesicht stehen würde, bestimmen hier den ersten Eindruck. Und Rekorde soll er auch noch aufstellen. Laut Meze ist der verwendete Treiber Rinaro MZ5 HΩ der planare Magnettreiber mit der bisher höchsten Impedanz. Hier kannst du alles Weitere nachlesen.
Ebenfalls sehr eindrucksvoll: der Final DX10000CL, der einen Diamanttreiber mit 40 Millimetern Durchmesser verwendet. UVP? Knapp 7500 Euro.

Zwischen all den Highend-Neuheiten haben wir uns besonders über die neuen Produkte von Fiio gefreut. Mit dem Fiio JT9 ist ein neuer, offener Kopfhörer im Anmarsch. Er verwendet einen Planar-Treiber mit besonders dünner Membran, der laut Fiio sehr detaillierten Klang liefern soll. Gepaart wird der neue Kopfhörer mit einem neuen Kopfhörerverstärker namens Level 1. Er hat das Ziel, viel Power aus einem möglichst kleinen Gehäuse zu holen. Alles Wissenswerte über die Fiio-Neuheiten haben wir dir hier zusammengetragen.

Kino-Riesen von Western Electric
Was wäre eine High End ohne sie: die unglaublichen, 100 Jahre alten Kinolautsprecher von Western Electric und Silbatone? Klar, mit dem heimischen Heimkino hat das nichts zu tun. Aber falls du Filmfan bist, können wir dir einen Abstecher nur ans Herz legen – und auch alle anderen Besucher:innen werden hier sicher ihren Spaß haben.
Du findest die Ausstellung an Stand K2 auf Level -2.
Du suchst aktuell nach neuen Lautsprechern? Dann wirf einen Blick auf unsere Bestenliste. Hier findest du die besten Standlautsprecher, die wir getestet haben.
High End 2026: HiFi erleben in Wien
Den Großteil deines Aufenthalts in Wien wirst du wahrscheinlich damit verbringen, dich von Stand zu Stand zu hangeln. Die Messe bietet dir einige Hilfestellungen, um den Tag ohne viel Aufwand zu organisieren.

Das Wichtigste: die High-End-App für iOS und Android. In ihr kannst du alle Aussteller markieren, die du besuchen möchtest. So vergisst du keinen Stopp auf deinem Weg durch die Hallen.
Aber auch, falls du lieber ohne konkretes Ziel losstreifst und dich inspirieren lässt, gibt es einige Anhaltspunkte für einen entspannten Tag. Bist du z. B. primär an Kopfhörern interessiert? Dann sollte dein erstes Ziel Halle X4 sein. Hier präsentieren im Rahmen der „World of Headphones“ zahlreiche Marken ihre besten Bluetooth- und HiFi-Kopfhörer sowie das passende Equipment.

Auch Gamer:innen sind in Halle X4 gut aufgehoben. Denn auf einem gesonderten Areal nistet sich die „Gaming Zone“ ein. Hier kannst du Gaming an modernstem Equipment ausprobieren – natürlich mit Fokus auf den Sound.
Zu guter Letzt können dir die grünen Labels mit der Aufschrift „Sounds Clever“ den Weg weisen. Sie leiten dich zu vollständigen Anlagen, die extra für die High End 2026 zusammengestellt wurden. Sie sollen dir einen Eindruck davon geben, was für rund 5000 Euro alles möglich ist.
Keine Sorge: Falls du es nicht selbst nach Wien schaffst, steht HIFI.DE für dich parat. Die Kolleg:innen berichten an allen Messetagen live aus den Hallen.







