Startseite HiFi Elektronik High End 2026 in Wien – Ein persönliches Resümee

High End 2026 in Wien – Ein persönliches Resümee

Die High End 2026 liegt hinter uns und unser Autor Andreas gibt dir sein ganz persönliches Fazit zur großen HiFi-Messe in Wien.
High End 2026 Wien Fazit Andreas Titelbild Bild: High End Society Service GmbH

Die komplette HiFi-Branche blickte gespannt nach Wien – und das durchaus mit gemischten Gefühlen. Würde der Umzug der High End von München nach Wien funktionieren? Ergibt es Sinn, dass die Leitmesse des deutschen Branchenverbands künftig im benachbarten Österreich stattfindet? Um eines gleich vorwegzunehmen: Alle, die im Vorfeld schon fleißig gemeckert hatten, mussten ihre Geschichten nach der Messe wohl noch einmal umschreiben.

High End 2026 – geglückter Umzug nach Wien

Ich muss zugeben, dass ich ebenfalls zu den Zweiflern gehörte – schon aus ganz persönlichen Gründen. Als gebürtiger Münchner, der noch immer dort lebt, war die High End für mich stets ein Heimspiel. Mein Messebesuch begann meist schon am Mittwoch und endete traditionell erst am Sonntag. Der Standortwechsel bedeutet für mich also auch deutlich mehr Organisation.

Auf der Habenseite stand allerdings ein gewichtiges Argument: Wien ist eine wunderschöne Stadt, die eigentlich immer einen Besuch wert ist. Entsprechend überwog trotz aller Skepsis auch eine gewisse Vorfreude auf die erste High End in der österreichischen Hauptstadt. Dass sich das Vienna Austria Center hervorragend als Veranstaltungsort eignet, davon konnte ich mich bereits in den Vorjahren überzeugen. Schließlich fand dort jeweils im November die von der High End Society organisierte Finest Audio Show Vienna statt. Entsprechend waren die Voraussetzungen für den Umzug der High End alles andere als schlecht.

Und Wien im Mai zu besuchen, klang natürlich noch einmal deutlich verlockender als ein Termin im Spätherbst. Moment mal – Mai? Da war doch etwas. Tatsächlich grätschte der Eurovision Song Contest den ursprünglichen Planungen für die High End 2026 dazwischen. Dass Österreich den Wettbewerb gewinnen würde, konnte schließlich niemand vorhersehen. Die High End Society musste deshalb kurzfristig reagieren und den Messetermin um drei Wochen nach hinten verschieben. Umso besser, dass sich das Vienna Austria Center dabei als ausgesprochen flexibel erwies.

Die High End 2026 in Zahlen

Ob die High End 2026 in Wien letztlich auch auf dem Papier ein Erfolg war, werden die offiziellen Zahlen der High End Society zeigen. Die vorläufigen Zahlen klingen jedoch auch von Veranstalterseite aus vielversprechend:

  • 500 Austeller
  • 1000 Marken
  • 22.000 Besucher:innen
  • 580 Journalist:innen
  • auf 30.000 Quadratmetern

Mein persönlicher Eindruck fiel jedoch bereits während der Messetage eindeutig aus. Zwar ist das Vienna Austria Center groß, modern und deutlich weitläufiger als das Münchner MOC, wodurch sich die Besucherströme besser verteilen. Dennoch war schon am Donnerstag erkennbar, dass zahlreiche Fachbesucher:innen aus aller Welt den Weg nach Wien gefunden hatten. Am Freitag wurde es noch geschäftiger. Die große Frage blieb jedoch: Würden am Samstag auch die Konsument:innen kommen – insbesondere die aus Deutschland?

High End 2026 Wien Ansturm auf Eingang
Die erste High End in Wien war sehr gut besucht, trotzdem verstreuten sich die Massen deutlich besser, als es in München möglich war.

Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Bereits am Samstagmorgen sprach die riesige Menschentraube vor dem Eingang eine deutliche Sprache. Ja, sie waren gekommen. Den gesamten Tag herrschte reger Betrieb in den Hallen und Vorführräumen. Gleichzeitig kam es aber nie zu den Engpässen, die man aus München kannte, wo zeitweise sogar Treppenaufgänge gesperrt werden mussten. Das Vienna Austria Center stellte eindrucksvoll unter Beweis, dass es ein nahezu idealer Veranstaltungsort für die High End ist.

Fazit: Wien 2027, wir kommen!

In zahlreichen Gesprächen mit Herstellern, Vertrieben und Besuchern zeigte sich zudem ein weiterer Effekt des neuen Standorts. Viele Gäste aus Deutschland nutzten die Messe für ein verlängertes Wochenende mit der Familie. Während ein Teil der Familie die Sehenswürdigkeiten Wiens erkundete, konnte der andere die neuesten Entwicklungen und Trends der HiFi-Branche entdecken. Eine Kombination, die offensichtlich gut funktionierte.

Am Sonntag fiel der Besucherstrom dann erwartungsgemäß etwas in sich zusammen. Dennoch waren nach meinem Eindruck die meisten Aussteller mehr als zufrieden. Alles deutet darauf hin, dass sich Wien als neue Heimat der High End etablieren wird. Spätestens im kommenden Jahr dürfte kaum noch jemand dem Münchner MOC eine Träne nachweinen – jenem Gebäude, dessen gewächshausartige Konstruktion bei sommerlichen Temperaturen schnell zur Sauna wurde.

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