Mega-Übernahme: Gericht friert Deal zwischen Paramount und Warner Bros. ein
Bild: Romain Malaunay via UnsplashDas Tauziehen um Warner Bros. Discovery geht weiter. Erst wähnte sich Netflix bereits als neuer Besitzer des Hollywoodstudios. Das ging so weit, dass man sogar schon per E-Mail Abonnent:innen auf die kommenden Inhalte von HBO und Co. aufmerksam machte. Dann platzte der Deal jedoch und Paramount Skydance erhielt den Zuschlag. Seitdem hat es jedoch zahlreiche Widerstände in den USA gegeben. Kreative befürchten, die Übernahme werde zum Verlust von Arbeitsplätzen und zu weniger Film- und Serienproduktionen führen. Jetzt hat ein Gericht zunächst ein Machtwort gesprochen.
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So hat der U. S. District Court for the Northern District of California die weiteren Übernahmebemühungen zunächst mit einer einstweiligen Verfügung eingefroren. Damit reagiert man auf die rechtlichen Schritte von zwölf US-Bundesstaaten, welche versuchen, die Übernahme von Warner Bros. Discovery zu verhindern. Sie argumentieren, dass der Mega-Deal das Wettbewerbsrecht verletze. Um sich genauer mit den Umständen beschäftigen zu können, hat das besagte Gericht daher die Übernahme für mindestens 14 Tage eingefroren.
Allerdings hat die zuständige Richterin Araceli Martínez-Olguín schon angedeutet, dass man diese Pausierung der Übernahme je nach den Umständen auch verlängern könnte. Anfang August 2026 soll es deswegen eine Anhörung geben. Dann könnte es auch dazu kommen, dass eine neue Verfügung den Deal für mehrere Monate auf Eis legen könnte. In der Chefetage von Paramount dürfe man deswegen wohl bereits Sorgenfalten auf der Stirn entwickeln.
Paramount Skydance: Kommt die Übernahme von Warner Bros. Discovery durch?
Paramount Skydance hat schon bestätigt, dass bei einer erfolgreichen Übernahme auch die beiden Streaming-Dienste Paramount+ und HBO Max verschmelzen werden. Zwar hat das Management erklärt, die Film- und Serienproduktionen eben nicht einschränken zu wollen, doch solche Versprechungen sind stets mit Vorsicht zu genießen. Oft beruhigen gewiefte Manager:innen damit zunächst die Kartellbehörden, um nach dem Durchwinken des Deals dann doch nach und nach die Schere anzusetzen.
Paramount Skydance steht aber unter Druck, die Übernahme schnell über die Bühne zu bringen. Denn im Zuge der Verhandlungen hatte man zugesagt, Aktionären von Warner Bros. Discovery pro Quartal, das sich der Deal verzögert, insgesamt 650 Mio. US-Dollar auszuzahlen. Man argumentiert generell, das Abkommen sei ein Gewinn für Hollywood und notwendig, um mit Tech- und Streaming-Giganten wie Amazon oder Netflix zu konkurrieren (via The New York Times).
Letzten Endes heißt es abwarten, wie die Sache ausgeht. Paramount Skydance hat schon angekündigt, alle rechtlichen Mittel ausschöpfen zu wollen, um den Deal durchzuboxen.
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