Alarm in Hollywood: US-Stars stemmen sich gegen Übernahme von Warner Bros. Discovery
Bild: Daniel Canetti via UnsplashDer Übernahme-Krimi sollte eigentlich zu Ende sein: Paramount Skydance hat den Zuschlag für das konkurrierende Studio Warner Bros. Discovery erhalten. So konnte man Netflix ausbooten. Ursprünglich wähnte sich der Streaming-Dienst als Sieger. So teilte die Plattform sogar schon Abonnent:innen per E-Mail mit, dass sie sich auf die HBO-Inhalte und mehr freuen könnten. Dieser Traum ist jedoch geplatzt. Und auch der Deal mit Paramount Skydance könnte noch ins Wanken geraten. Denn jetzt stemmen sich Hollywoods Kreative ganz offen gegen die Übernahme.
In einem offenen Brief fordern sie vom kalifornischen Generalstaatsanwalt, die Übernahme zu stoppen. Auf Bundesebene gibt es da wenig Hoffnung, denn die Milliardärsfamilie Ellison, welche bei Paramount Skydance das Zepter fest in der Hand hält, ist eng mit dem US-Präsidenten Donald Trump verbunden. Doch andere Behörden könnten der Übernahme von Warner Bros. Discovery immer noch Steine in den Weg legen. Das eröffnet natürlich die Frage: Was treibt renommierte Produzenten, Regisseure, Schauspieler und mehr aus Hollywood an, gegen den Deal aufzubegehren?
Zu den prominenten Unterzeichnern des öffentlichen Brandbriefes zählen große Namen wie die Regisseure David Fincher („Fight Club“), JJ Abrams („Star Trek“) oder auch Denis Villeneuve („Dune“). Auch zahlreiche Schauspieler wie Bryan Cranston („Breaking Bad“), Joaquin Phoenix („Joker“) oder Heather Graham („Boogie Nights“) haben den offenen Brief unterzeichnet. Dahinter stecken mehrere Befürchtungen. Unter anderem rechnet man durch den Deal mit Entlassungswellen, weniger neuen Projekten sowie der Einstellung vieler laufender Produktionen. Auch sieht man die Medienvielfalt in Gefahr.
Paramount Skydance: Warner-Übernahme sorgt für Machtkonzentration
So gehen die Kreativen davon aus, dass sich noch mehr Medienmacht auf einen einzelnen Konzern fokussiert. Da greift man Paramount Skydance offen an und unterstellt, dass das Unternehmen bereits in der Vergangenheit die Integrität unabhängiger Berichterstattung zugunsten politischer Gefälligkeiten geopfert habe. Unter dem Hashtag #BlockTheMerger fordern die Hollywood-Mitarbeiter:innen daher, dass die Übernahme von Warner Bros. Discovery unterbunden werden müsse. Eine weitere Konzentration von Marktmacht werde am Ende der gesamten Branche dauerhaft und massiv schaden.
Der Deal werde zu weniger Chancen für Kreative und im Endeffekt zu weniger Inhalten für das Publikum führen. Allerdings hat Paramount Skydance in einem eigenen Statement bereits versucht, zu beschwichtigen. Primär wiederholt man jedoch vergangene Aussagen zur Übernahme von Warner Bros. Discovery. Demnach bleibe man bei seinem Ziel, jährlich mindestens 30 Kinofilme zu veröffentlichen. Gleichzeitig sieht man sich auf dem richtigen Weg, um sich den Herausforderungen der modernen Entertainment-Branche zu stellen.
Letzten Endes haben die Kreativen aus Hollywood offenbar so ihre Zweifel daran, dass Paramount Skydance mit dem potenziellen Schuldenberg, den die Übernahme von Warner Bros. Discovery verursachen wird, wirklich seinen Plänen treu bleibt. Wir werden die Lage weiterhin beobachten. Noch befindet sich der Deal jedenfalls offiziell auf Kurs.
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