Startseite Gaming Playstation 5 Offline-Zocken an der PlayStation 5? Sony hat wohl etwas dagegen

Offline-Zocken an der PlayStation 5? Sony hat wohl etwas dagegen

An der PlayStation 5 gibt es einen neuen Kniff. Du sollst alle 30 Tage online gehen. Sonst funktionieren digital gekaufte Games nicht mehr.
Sony erschwert das Offline-Spielen an der PlayStation 5. Bild: Amanz via Unsplash

Die Sony PlayStation 5 ist 2020 auf den Markt gekommen. Du kannst sie im Handel sowohl als Variante mit Disc-Laufwerk als auch als reine Digital Edition erstehen. Bei Bedarf kannst du für letztere, zumindest bei den neueren Slim-Varianten, auch das optische Laufwerk nachkaufen. Freilich gibt es auch noch die PS5 Pro mit deutlich mehr Leistung. Ab Werk fehlt dieser, wie der Digital Edition, jedoch das Disc-Laufwerk. Genau das entwickelt sich jetzt zur Achillesferse der Spielekonsole. Zumindest trifft das dann zu, wenn du offline zocken möchtest.

Denn besitzt du die Digital Edition oder die PlayStation 5 Pro, dann kannst du Games freilich ab Werk nur rein digital im PlayStation Store kaufen. Das hat ohnehin einige Nachteile. Beispielsweise zahlst du dort tatsächlich oft mehr als im stationären Handel für die jeweiligen Discs. Dies liegt daran, dass sich bei den Disc-Varianten Händler wie MediaMarkt, Amazon.de, Otto und Co. einen Konkurrenzkampf mit Angeboten liefern. Dazu kommt, dass du theoretisch irgendwann Zugriff auf deine Spiele verlieren könntest. Sollte Sony aus irgendeinem Grund einmal in ferner Zukunft den PlayStation Store schließen, wäre deine gesamte Spielesammlung verloren. Eine Disc kann dir der japanische Hersteller nicht einfach entreißen.

Das führt uns zu einer neuen Schikane, welche Sony offenbar bereits still und heimlich eingeführt hat. So sollst du dich mindestens alle 30 Tage mit dem Internet verbinden, um die Lizenzen der gekauften Spiele aus dem PlayStation Store zu validieren. Bleibst du länger als 30 Tage offline, lassen sich die Games nicht mehr starten. Allerdings bleibt die Lage derzeit noch etwas unübersichtlich.

PlayStation 5: Spiele-Historiker:innen schlagen Alarm

So fußen die Angaben zu dem erwähnten Online-Check auf Auskünften des offiziellen Kundendienstes. Der bestätigt die neue Gängelung einigen Nutzer:innen – anderen aber wieder nicht. Möglich ist, dass Sony diese Maßnahme daher entweder schrittweise oder zunächst nur in bestimmten Regionen ausrollt. Schon jetzt sind zumindest Gaming-Historiker:innen alarmiert. Denn der Kniff für digital gekaufte PlayStation-Spiele würde es einmal mehr erschweren, Spiele langfristig zu archivieren und für die Nachwelt zu erhalten.

Das ist eine Herausforderung. Während du alte Games aus der Ära des SNES und Mega Drives z. B. auch heute noch problemlos auf Originalkonsolen aus den 1990er-Jahren zocken kannst, ist das bereits bei einigen modernen Titeln nicht mehr der Fall. Denn schaltet ein Publisher z. B. bei einem Online-Game die Server ab, war es das. Dies kann sogar Singleplayer-Titel betreffen, wenn wichtige Patches nicht mehr zur Verfügung stehen.

Klar, per se ist es in der heutigen Zeit im Alltag kein großes Problem, mit deiner PlayStation 5 alle 30 Tage einmal online zu gehen. Unschön ist der neue Kniff von Sony dennoch. Er erinnert daran, dass du digital „gekaufte“ Spiele eigentlich nicht besitzt. Du erwirbst lediglich eine digitale Nutzungslizenz, die dir im schlimmsten Fall auch wieder entzogen werden kann.

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