JBL Bar 800MK2 im Test: Großes Heimkino ohne Kabel – und das zum kleinen Preis
- Anzahl Kanäle
- 7.1
- Anschlüsse / Schnittstellen
- HDMI-eARC, HDMI, Optisch, Ethernet, Bluetooth, WLAN
- Unterstützte Soundformate
- Dolby Atmos, DTS:X, Dolby Digital Plus, Dolby TrueHD, DTS-HD, DTS Express, DTS 5.1ch
- AirPlay 2
- Ja
- Netzwerk
- Ja
- Sprachsteuerung
- Nein
- Abmessungen (BxHxT)
- 1163 x 52 x 128 mm
- Abmessungen Subwoofer (BxHxT)
- 325 x 400 x 325 mm
- Paarpreis (UVP/Straßenpreis)
- 899,99 / um 700 Euro
Auch als erneuerte Version bleibt die JBL Bar 800MK2 ein stimmiges Gesamtpaket mit unkomplizierter Surround-Funktion, starken Bässen und äußerst smarter Bedienung. Nur für den 3D-Sound gibt es Punktabzüge.
- Cleveres Konzept für echten Surround-Klang ohne Kabel
- Sehr kräftige Bässe, insgesamt mehr Power als zuvor
- Bessere Detailwiedergabe
- Sehr smart, sehr leicht zu bedienen
- Im Vergleich zur Vorgängerin kein echter 3D-Sound
- Keine eingebaute Sprachsteuerung
Die Bar 800MK2 ist JBLs kleinstes Heimkino-Set mit abnehmbaren Rücklautsprechern – ein Konzept, das der Hersteller schon vor Jahren eingeführt hat und das bis heute richtig gut funktioniert. Daher jetzt die Auffrischung.
Allerdings geht JBL bei der neuen Generation einen etwas anderen Weg: Während die Vorgängerin noch auf echte, nach oben abstrahlende Lautsprecher setzte, verzichtet die MK2 darauf – packt stattdessen aber zu Dolby Atmos noch DTS Virtual:X hinzu und legt bei Leistung und smarten Features nach. Ob sich dieser Tausch am Ende auszahlt und wie sich die Soundbar im Alltag schlägt, liest du in unserem Testbericht.
Die JBL Bar 800MK2 findest du aktuell hier im Angebot:
Surround-Sound ohne Aufwand
Statt Kabel zu verlegen oder lange ein System einzurichten, nimmst du bei der JBL Bar 800MK2 einfach die seitlichen Lautsprecher von der Soundbar ab und stellst sie hinter dir auf. Fertig ist dein Heimkino-Setup. Die Rear-Speaker haben einen eingebauten Akku und laufen komplett kabellos. Mit rund zehn Stunden Laufzeit kommst du locker durch zwei Filme oder Serienabende, ohne dir Gedanken ums Aufladen machen zu müssen. Hierfür dockst du die Speaker einfach wieder an die Haupteinheit an.

Das Konzept setzt JBL übrigens auch bei den beiden größeren Modellen JBL Bar 1000MK2 sowie JBL Bar 1300MK2 ein. Besonders praktisch: die Broadcast-Funktion. Damit kannst du einen oder beide Lautsprecher einfach in einen anderen Raum mitnehmen – der Ton läuft dann auf allen Boxen synchron weiter. So bekommst du quasi Multiroom-Sound im Stile von Sonos, ohne dich mit komplizierten Systemen herumschlagen zu müssen.
Das steckt in der neuen JBL-Soundbar
Im Vergleich zur Vorgängerin, der JBL Bar 800, hat die MK2-Version 60 Watt an Power zugelegt und kommt dabei auf insgesamt 780 Watt maximale Ausgangsleistung. Im Innern der Soundbar arbeiten zehn Lautsprecher, wie folgt aufgeteilt: Sechs Racetrack-Treiber, zwei Hochtöner sowie je ein Racetrack-Treiber pro Surroundspeaker. An den einzelnen Treibern hat sich im Vergleich zum Vorgänger nur minimal etwas verändert, ein Hochtöner ging auf der Reise verloren.
Dazu gesellt sich wie schon zuvor ein externer, kabelloser Subwoofer mit 10-Zoll-Tieftöner.

Bei der Vorgängerin setzte JBL noch auf echte Upfiring-Lautsprecher, um Formate wie Dolby Atmos und DTS:X physisch in den Raum zu bringen. In der MK2-Generation geht man einen anderen Weg und nutzt stattdessen eine virtuelle Umsetzung – ähnlich wie bei den günstigeren Modellen des Herstellers oder auch der Sonos Beam.
Das ist etwas schade, denn erfahrungsgemäß erreicht diese Variante nicht ganz die räumliche Tiefe und Präzision echter Deckenreflektionen. Die gibt es dann erst bei JBLs größeren Modellen. Aber hören wir doch mal rein.
So klingt die JBL Bar 800MK2
Zum Einstieg lassen wir die Rear-Speaker angedockt und nutzen die Bar ganz klassisch – als Soundbar mit Subwoofer. Schnell wird klar: Im Vergleich zum TV-Sound ist das ein massiver Sprung nach vorn. Dialoge sind klar verständlich und wirken angenehm natürlich – ohne übertrieben hervorgehoben zu werden. JBL setzt hier auf PureVoice 2.0, das Stimmen noch besser aus dem Gesamtmix herausarbeitet. Gerade bei Serien oder Nachrichten funktioniert das zuverlässig und unauffällig.

Falls dir das noch nicht reicht, kannst du über die App den sogenannten Switch Mode aktivieren. Der verstärkt die Sprachverständlichkeit zusätzlich, ist im Alltag aber ehrlich gesagt kaum nötig – die Abstimmung passt auch so schon sehr gut.
Surround: Kleines Setup, große Bühne
Dann wird es interessant: Für echten Surround-Sound nehmen wir die beiden Enden ab und platzieren die kabellosen Rear-Speaker hinter uns im Raum. Schon im vorherigen Zustand baut die Soundbar dank JBLs Simulationstechnik Multibeam 3.0 eine ordentliche Bühne auf – mit Rear-Speakern gewinnt das Ganze aber spürbar an Tiefe und Glaubwürdigkeit. Die kleinen Lautsprecher schaffen es, den Raum deutlich größer wirken zu lassen, ohne sich dabei zu sehr in den Vordergrund zu drängen.

Schusswechsel aus der postapokalyptischen Serie Fallout ziehen sauber nach hinten durch, während Umgebungsgeräusche den Raum angenehm füllen. Die Übergänge wirken dabei flüssig, ohne dass einzelne Lautsprecher auffallen. Die Intensität der Rear-Speaker kannst du in der App anpassen – die mittlere Stufe ist in den meisten Fällen die beste Wahl.
3D-Sound mit Einschränkungen
Bei Dolby Atmos und DTS:X zeigt sich allerdings auch die größte Schwäche der Bar 800 MK2. Effekte, die eigentlich klar von oben kommen sollten – etwa Regen, Hubschrauber oder Vogelgezwitscher – steigen zwar leicht an, erreichen aber selten wirklich die Decke. Stattdessen verlieren sie sich irgendwo auf dem Weg nach oben.

Das war schon bei der Vorgängerin ein Thema, die ja nach oben gerichtete Lautsprecher hatte, und bleibt es leider auch hier. Für gelegentliche 3D-Effekte reicht das, für echten 3D-Klang braucht es aber mehr.
Möchtest du wissen, wo die JBL Bar 800MK2 im Vergleich der Dolby-Atmos-Soundbars steht, wirf doch mal einen Blick in unsere Bestenliste:
Viel Druck, spürbar im Raum
Dafür liefert der Subwoofer ordentlich ab. Im Tieftonbereich geht es richtig zur Sache – Bass ist hier nicht nur hör-, sondern auch spürbar. Gerade bei Actionfilmen oder basslastiger Musik sorgt das für ordentlich Spaß.

Teilweise ist das sogar fast etwas zu viel des Guten, sodass du den Pegel je nach Raum und Geschmack etwas reduzieren solltest.
Standardmäßig ist übrigens der Klangmodus Smart Mode aktiv, der den Klang automatisch anpasst. Das funktioniert insgesamt gut. Neu ist, dass du jetzt gezielt zwischen verschiedenen Modi wie Standard, Musik oder Film wechseln kannst. Gerade der Film-Modus legt beim Bass nochmal eine Schippe drauf.
Partymusik kann die JBL Bar 800MK2, Feinschliff weniger
Wenn du gerne laut Musik hörst oder auch mal eine kleine Party schmeißen willst, bist du hier genau richtig. Die Bar 800MK2 von JBL liefert ordentlich Lautstärke und Druck – besonders, wenn die Rear-Speaker wieder vorne angedockt sind. Für Konzertmitschnitte kannst du sie auch hinten platzieren, was das Live-Gefühl deutlich verstärkt.

Bei ruhigeren, feineren Tracks zeigen sich allerdings Grenzen: Höhen und Mitten wirken nicht ganz so präzise und detailreich, wie man es von anderen Soundbars kennen mag. Je nach Genre lohnt es sich, in den Musik-Modus zu wechseln, damit der Klang etwas natürlicher und weniger aufbereitet wirkt.
Die JBL Bar 1000MK2 im Praxis-Test
Anschlüsse mit eARC für verlustfreies Dolby Atmos
Für die Verbindung zum Fernseher nutzt du am besten das beiliegende HDMI-Kabel und den zugehörigen HDMI-eARC-Anschluss. Dieser enhanced Audio Return Channel sorgt dafür, dass anspruchsvolle Tonformate wie Dolby Atmos vollständig und ohne Qualitätsverlust übertragen werden. Ob du nun streamst oder Filme per Blu-ray-Disc schaust, der 3D-Klang kommt so bei dir an, wie er gedacht ist.

Für Spielkonsolen, einen Blu-ray-Player oder andere externe Geräte steht dir ein HDMI-Eingang zur Verfügung, der 4K-Inhalte mit HDR10+ und Dolby Vision problemlos durchreicht – bei bis zu 60 Bildern pro Sekunde. Ältere Geräte ohne HDMI schließt du über den digital-optischen Audioeingang an. Für eine maximal stabile Netzwerkverbindung steht der Ethernet-Port zur Verfügung.
JBL One App: So richtest du die Bar 800MK2 richtig ein
Bevor du die Bar 800MK2 von JBL zum ersten Mal in Betrieb nimmst, solltest du dir die JBL One App auf dein Smartphone laden – kostenfrei verfügbar für Android oder iOS.

Zwar lassen sich Basisfunktionen auch über die Fernbedienung steuern, doch die App macht das Einrichten deutlich komfortabler: Sie führt dich Schritt für Schritt durch die automatische Raumkalibrierung und verbindet die Soundbar mit deinem Heimnetzwerk.
Danach hast du Zugriff auf das volle Funktionsspektrum. Musik streamst du dann direkt über AirPlay, Google Cast, Spotify Connect oder Tidal Connect – oder du schaltest einfach auf Internetradio um. Auch für den Premium-Streaming- und Verwaltungs-Service Roon ist die Soundbar vorbereitet. Kabellos per Bluetooth 5.3 funktioniert es natürlich auch.
In der App legst du außerdem individuelle Klang-Presets als Momente an, justierst die Bild-Ton-Synchronisation und rufst bei Bedarf die digitale Bedienungsanleitung auf. Die Oberfläche ist übersichtlich gestaltet und macht die Einrichtung auch dann zum Kinderspiel, wenn du mit solchen Systemen noch keine Erfahrung hast.
Unterm Strich hat JBL auch bei der App nachgelegt. Bedienung und Design waren schon zuvor stimmig, jetzt kommen noch ein paar sinnvolle Funktionen dazu, die das Gesamtpaket weiter abrunden.
Die JBL Bar 800MK2 macht optisch keine großen Experimente – und das ist durchaus als Kompliment gemeint. Der flache, mattschwarze Balken mit abgerundeten Seiten und feinem Frontgitter fügt sich unauffällig ins Wohnzimmer ein. Dass die Soundbar eigentlich aus drei Teilen besteht, merkst du im normalen Betrieb kaum: Hängen die Rear-Speaker an ihren Plätzen links und rechts, sieht das Ganze wie eine einzige, durchgehende Leiste aus.

Nimmst du die kleinen Lautsprecher ab, verschließt du die Enden einfach mit den beiliegenden Abdeckkappen – schon bleibt das Erscheinungsbild sauber. Der zugehörige Subwoofer ist deutlich runder geworden und wirkt daher weniger wuchtig bei gleichbleibender Leistung. Insgesamt macht die Bar 800MK2 trotz viel Kunststoff einen hochwertigen und ordentlich verarbeiteten Eindruck.

Unser Testfazit zur JBL Bar 800MK2
Die JBL Bar 800MK2 bleibt ein starkes Gesamtpaket mit sehr gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Das Konzept mit den abnehmbaren Rear-Speakern ist nach wie vor eines der größten Highlights und macht echten Surround-Sound erstaunlich unkompliziert. Gerade wenn du deinen TV-Sound deutlich aufwerten willst, gerne Filme schaust und auch mal Musik mit ordentlich Druck laufen lässt, passt die Bar richtig gut.
Im Vergleich zum Vorgängerin hat sich weniger getan als vielleicht erwartet: Klanglich legt die MK2 bei Details zu, büßt dafür aber bei der 3D-Wirkung ein – die allerdings auch zuvor nicht perfekt war. Dafür hat JBL bei den smarten Features spürbar nachgeschärft. Etwas vergleichbar flexibles gibt es in der Preisklasse kaum.
JBLs Bar 800MK2 findest du hier gerade im Angebot:
| Technische Daten | |
| Anzahl Kanäle | 7.1 |
| Anschlüsse / Schnittstellen | HDMI-eARC, HDMI, Optisch, Ethernet, Bluetooth, WLAN |
| Unterstützte Soundformate | Dolby Atmos, DTS:X, Dolby Digital Plus, Dolby TrueHD, DTS-HD, DTS Express, DTS 5.1ch |
| AirPlay 2 | Ja |
| Netzwerk | Ja |
| Sprachsteuerung | Nein |
| Farbvarianten | Schwarz |
| Abmessungen (BxHxT) | 1163 x 52 x 128 mm |
| Abmessungen Subwoofer (BxHxT) | 325 x 400 x 325 mm |
| Abmessungen Rear-Lautsprecher (BxHxT) | 169 x 52 x 128 mm |
| Gewicht | 5 kg (Soundbar) / 8,1 kg (Subwoofer) / 0,7 kg (Rear-Speaker) |
| Paarpreis (UVP/Straßenpreis) | 899,99 / um 700 Euro |
Suchst du nach der besten Soundbar, unabhängig vom Preis, findest du hier sicher das passende Modell:
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