Startseite Video-Streaming Paramount+ Paramount übernimmt Warner Bros: Darum ist der Deal noch immer nicht durch

Paramount übernimmt Warner Bros: Darum ist der Deal noch immer nicht durch

Paramount Skydance will Warner Bros. Discovery übernehmen. Doch nicht nur in der EU drohen genauere Prüfungen des Deals.
Paramount will Warner Bros. weiterhin übernehmen - gerät aber unter Druck. Bild: Symbolbild; KI-generiert

Der Übernahmekrimi rund um Warner Bros. Discovery scheint kein Ende zu nehmen. Nachdem sich erst Netflix als erfolgreicher Käufer wähnte, fuhr Paramount Skydance dem Streaming-Dienst in letzter Minute in die Parade. Peinlich: Dabei hatte Netflix sogar schon seine Abonnent:innen darüber informiert, dass diese sich bald auf die Filme und Serien von Warner Bros. und HBO im Angebot freuen könnten – Pustekuchen. Doch auch Paramount Skydance muss nun zittern. Denn sowohl in der Europäischen Union als auch in Großbritannien blicken die Kartellämter skeptisch auf die Übernahme.

Paramount Skydance ist sich des Drucks bewusst. Am 30. Juni 2026 hat man der EU-Kommission deswegen eine Verpflichtungserklärung mit Zugeständnissen eingereicht. Deswegen hat man in Brüssel dann auch flugs die Frist für eine vorläufige Entscheidung bis 22. Juli 2026 verlängert. Denn nun will man dort prüfen, ob die Zugeständnisse ausreichen, um die wettbewerbsrechtlichen Bedenken auszuräumen. Beim Hollywoodstudio gibt man sich entsprechend selbstbewusst und geht aktuell von einer schnellen Genehmigung aus (via Digitalfernsehen).

Neu ist in diesem Fall, dass die geplante Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance besonders kritisch hinsichtlich staatlicher Subventionen aus Drittländern geprüft wird. Aus diesem Grund durchleuchten die Wettbewerbshüter:innen aktuell etwa auch den Deal zur Übernahme von MediaMarkt und Saturn durch den chinesischen Händler JD.com besonders penibel.

Generell geht es der EU-Kommission darum, Wettbewerbsverzerrungen durch staatliche Subventionen zu verhindern. Da nimmt man im Falle des Hollywood-Deals in den Blick, dass unter anderem der staatliche Public Investment Fund (PIF) aus Saudi-Arabien, die Qatar Investment Authority (QIA) sowie die in Abu Dhabi ansässige L’imad Holding Company Geld zuschießen wollen.

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Paramount Skydance: Auch Großbritannien schaut hin

Doch nicht nur die EU, auch Großbritannien macht sich Sorgen. So will man dort prüfen, ob die Übernahme von Warner Bros. Discovery durch ein anderes großes Hollywoodstudio die Medienvielfalt gefährden könnte. Zudem will man die genaueren Auswirkungen auf den britischen TV-Markt auf Herz und Nieren checken. Auf die leichte Schulter nimmt man den Mega-Deal nicht: Paramount Skydance könnte schließlich zu einem der größten Entertainmentkonzerne weltweit werden.

Im Vereinigten Königreich ist man aktuell auch besonders sensibel, da mit Comcast ein anderer Konzern massive Umbrüche angekündigt hat. Letztere wollen nämlich NBCUniversal abspalten. Tatsächlich dürfte es langfristig also schwer abzusehen sein, wie sich das alles international auf die Film- und TV-Landschaft auswirken wird. Eines ist aktuell zumindest klar: Paramount Skydance kann sich noch lange nicht einfach zurücklehnen.

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