Teufel Airy Sports TWS 2 im Test: Besser – und günstiger!
- Bluetooth-Standard
- 5.3
- Akku-Laufzeit
- 8 Std. (mit ANC) / 58 Std. (ohne ANC, mit Case)
- Noise Cancelling
- Ja
- Preis
- 119,90 Euro
In der zweiten Generation rüstet Teufel die Airy Sport TWS mit ANC, App-Support und hochwertigerem Design auf. Das i-Tüpfelchen ist die gesunkene UVP, die aus ohnehin erschwinglichen Sport-Kopfhörern ein echtes Schnäppchen werden lässt.
- Spaßiger, basslastiger Sound
- Hoher Tragekomfort, sicherer Halt
- Gutes Preis- Leistungsverhältnis
- Sound ohne ANC etwas flach
- ANC nur Mittelmaß
Fast vier Jahre mussten wir uns gedulden, jetzt halten wir die Teufel Airy Sports TWS 2 in der Hand. Das Nachfolgemodell der beliebten Sport-Kopfhörer von Teufel legt mit ANC, App-Support und allerlei Upgrades jedenfalls auf dem Papier eine ordentliche Schippe drauf – während die UVP sogar auf 119,99 Euro sinkt. Ob Teufel mit diesem Kampfpreis auch die Konkurrenz um Powerbeats Pro und Co. alt aussehen lässt? Wir finden’s heraus.
Hier geht’s zum aktuellen Angebot der Teufel Airy Sports TWS 2:
Airy Sports TWS 2 im Klangtest: Nach wie vor mit ordentlich Bass
Wir legen direkt los mit dem Klangtest und Doechiis NISSAN ALTIMA, um nachzuhorchen, ob sich die Airy Sports TWS auch in zweiter Generation in den Tiefen am wohlsten fühlen. Unser frühes Zwischenfazit: ein bestimmtes Ja! Die Teufel Airy Sports TWS 2 spielen warm und breit auf, bringen genügend Wumms mit, um beim Workout für Antrieb zu sorgen, und klingen auch sonst gefällig.

Besonders mit basslastigem Hip-Hop und Pop kommen die Teufel Airy Sports TWS 2 sehr gut zurecht und klingen teilweise sogar besser als die teureren Powerbeats Pro 2. Uns fällt im Test allerdings auf, dass die Teufel-Kopfhörer deutlich gefälliger klingen, wenn wir gleichzeitig das ANC aktivieren. Dass die aktive Geräuschunterdrückung einen Einfluss auf das Klangbild hat, ist bei In-Ears mit Noise Cancelling nicht unüblich, bei den Teufel Airy Sports TWS 2 fällt es uns aber besonders auf. Den Sport-Kopfhörern kommt ohne ANC nämlich etwas von der Musikalität abhanden, die den Sound ansonsten so alltagstauglich macht.
Deutlicher als bei Hip-Hop und Pop fällt das Ganze bei Gitarrenmusik oder auch Klassik auf. Sowohl Vocals als auch Instrumentals lassen etwas an Detailliertheit vermissen, driften teilweise ins Blecherne ab und können fern klingen. Wir hören uns durch Did I Say Too Much von The Beaches und Taxes von Geese. Es scheint fast eine Berufskrankheit von Sport-Kopfhörern zu sein, dass sie soundtechnisch eher als basslastige Kraftprotze überzeugen wollen, statt feinauslösenden Sound zu liefern.

Das hat sicherlich auch seine Gründe. Schließlich sollen Sport-Kopfhörer vor allem in lauten Umgebungen überzeugen und antreiben, sind weniger auf das zurückgelehnte Musikhören auf dem heimischen Sofa ausgelegt. Wenn du also auch auf dem Laufrad im Fitness-Studio deine audiophile Ader ausleben möchtest, solltest du dich eventuell eher bei gewöhnlichen In-Ears mit solidem IP-Rating umsehen. Hier kämen sogar die AirPods Pro 3 oder Sennheiser Momentum True Wireless 4 in Frage.
Endlich mit App-Support: So passt du den Sound an
Positiv fällt gleich bei der Inbetriebnahme der Kopfhörer am Smartphone auf, dass dieses Mal für App-Support gesorgt wurde! Im Gegensatz zu ihren direkten Vorgängern lassen sich die Airy Sports TWS 2 also in der Teufel Go-App individualisieren und steuern. Besonders freuen wir uns da über den Equalizer, der Teufel-typisch recht intuitiv ausfällt.
Anstatt dich an diversen Frequenzbändern klanglich selbst zu verwirklichen, erkundest du bei Teufel nämlich quasi ein Sound-Diagramm, auf dem sich diverse Presets verbergen. Das klingt erst mal kompliziert, mit dem obigen Screenshot ist es aber schnell erklärt.
Alternativ kannst du die Presets auch einfach direkt anwählen und von da aus weiteres Feintuning vornehmen. Das gefällt im Test gut, bleibt aber auch die einzige wirkliche Personalisierung, die du in der App vornehmen kannst. ANC lässt sich hier zwar aktivieren und deaktivieren, nicht aber in seiner Intensität anpassen. Auch die Touch-Steuerung kannst du hier nur komplett ausschalten, aber keine Touch-Befehle neu und frei belegen. Wo wir schon bei der Bedienung der Teufel Airy Sports TWS 2 wären.
Bedienung: Wie verlässlich sind die Touch-Befehle?
Bei der Bedienung am Gerät selbst setzt Teufel übrigens exklusiv auf Touch-Befehle an den Earbuds – eine haptische Taste ist nicht verbaut. Der Touch-Sensor reagiert allerdings verlässlich auf unsere Kommandos und selbst dreifaches Drücken wird in der Regel als solches erkannt.

So kannst du via Touch nicht nur die Wiedergabe steuern, sondern auch ANC und Lautstärke regeln. Das ist nicht selbstverständlich und erspart den einen oder anderen Griff zum Smartphone.
ANC: So gut isolieren die Airy Sports TWS 2
Aktive Geräuschunterdrückung katapultiert die Teufel Airy Sports TWS 2 – jedenfalls auf dem Papier – in direkte Konkurrenz zu den Powerbeats Pro 2 von Beats. Aber kann das ANC auch in der Praxis mit dem Konkurrenten aus den USA mithalten? Zum Teil schon! Die aktive Geräuschunterdrückung reduziert Umgebungsgeräusche merklich und dämpft besonders hintergründiges Rauschen, etwa von Autos oder Laufbändern, gut ab.

Stimmen, Sirenen und das Tippen auf einer Tastatur hingegen werden weniger stark abgedämpft, hier müssen sich die Teufel-Hörer dem Beats-Gegenstück geschlagen geben. Gleiches gilt für den Transparenz-Modus, der kompetent arbeitet, aber nicht für vollständige Transparenz sorgen kann. Immerhin: Die Störgeräusche fallen minimal aus.
Bluetooth und Akku: Ein Upgrade, ein Downgrade
Besonders großzügig fällt das Upgrade außerdem bei der Akkuleistung aus. Die Teufel Airy Sports TWS 2 bringen bis zu acht Stunden mit aktivierter Geräuschunterdrückung aufs Parkett, ohne sind es sogar bis zu 13 Stunden. Mit dem Ladecase wächst die Laufzeit ohne ANC dann auf bis zu 58 Stunden an und schlägt damit große Teile der Konkurrenz. Die Airy Sports TWS 2 kannst du also guten Gewissens in die Sporttasche pfeffern, ohne jedes Mal den Akkustand zu checken.

Ein kleines Downgrade verzeichnen die Airy Sports TWS 2 hingegen bei der Bluetooth-Ausstattung. Neben den Basis-Codecs SBC und AAC konnten wir mit den Teufel Airy Sports TWS nämlich noch auf den Bluetooth-Codec aptX zurückgreifen, das streicht Teufel bei der zweiten Generation. Im Alltagsbetrieb dürfte das den meisten Nutzer:innen nicht besonders negativ auffallen, erwähnenswert ist es dennoch. Außerdem ist von Auracast, trotz des kompatiblen Bluetooth-Standards 5.3, weiterhin keine Spur. Aktuell sind Auracast-Streams in Fitness-Studios zwar noch Zukunftsmusik, für das (wünschenswerte) Zukunftsszenario dürften gerade Sport-Kopfhörer 2026 aber gern schon vorsorgen.
Teufel Airy Sport TWS 2: Design hochwertiger als bei Beats Powerbeats Pro 2?
Beim Design setzt Teufel erneut auf Silikonaufsätze und Ohrbügel, um für besonders sicheren Halt zu sorgen. Auch hier ziehen wir die Powerbeats Pro 2 als vielleicht beliebteste Bügelkopfhörer zurate und vergleichen die Bauweise der beiden Modelle. Optisch ähneln sich Beats und Airy Sports TWS 2 stark, sobald wir aber Hand anlegen, drängt sich schon ein erster Unterschied auf. Die Teufel-Kopfhörer sind deutlich flexibler und nachgiebiger.

Das bedeutet, dass der Bügel der Powerbeats Pro 2 im Umkehrschluss viel starrer und weniger verformbar ist. Das soll sicherlich für einen stabileren Halt sorgen, kann bei längerem Tragen aber auch unangenehmen Druck ausüben. Die Teufel Airy Sports TWS 2 liegen hingegen deutlich luftiger auf, machen ihrem Namenszusatz Airy also ganze Ehre. Noch dazu sind sie auch etwas verträglicher mit dünnen Brillenbügeln, als es bei den Beats Powerbeats Pro 2 der Fall ist.
Einen allzu negativen Einfluss auf den Sitz der Sport-Kopfhörer scheint der elastische Bügel nicht zu haben. Die doppelte Absicherung via Silikonaufsätze genügt, um die Teufel Airy Sports TWS 2 auch beim Sport stabil im Ohr zu halten. Im Endeffekt dürfte es eher Geschmackssache sein, ob du mit dem luftigen Tragekomfort der Airy Sports TWS 2 mehr anfangen kannst, oder dich mit einem festeren Bügel wohler fühlst.

Beim Case hingegen sehen wir, rein auf die Verarbeitung und das Design bezogen, die Teufel Airy Sports TWS 2 sogar vorn. Der Deckel schließt mit weniger Spiel und wirkt leicht abgedämpft, während wir bei den Powerbeats sowohl hören als auch fühlen, dass hier Plastik auf Plastik trifft.
Unser Fazit zu den Teufel Airy Sports TWS 2
Die Teufel Airy Sports TWS 2 machen vieles richtig. Solides ANC, hoher Tragekomfort und ein bombastischer Akku treffen auf eine gesunkene UVP, dank der die Teufel Airy Sports TWS 2 definitiv als Preis-Leistungs-Empfehlung durchgehen. Der Wegfall von aptX lässt sich angesichts der zahlreichen Upgrades sicherlich verschmerzen, schließlich hilft der neue App-Support samt Equalizer auch beim eigenwilligen Sound der Sport-Kopfhörer nach. Im Großen und Ganzen: Ein willkommener Gegenentwurf zu überteuerten Sport-Kopfhörern, ohne dabei auf waschechtes Premium-Feeling zu verzichten.
Aktuelle Angebote:
| Technische Daten | |
| Bluetooth-Standard | 5.3 |
| Akku-Laufzeit | 8 Std. (mit ANC) / 58 Std. (ohne ANC, mit Case) |
| Noise Cancelling | Ja |
| Codecs | SBC, AAC |
| Wassergeschützt | IPX4 |
| Anschlüsse des Ladecase | USB-C |
| Preis | 119,90 Euro |
Hier findest du alle True-Wireless-Kopfhörer, die wir bisher getestet haben:



