Shokz OpenDots 2 im Test: Die besten Clip-Ons?
- Bluetooth-Standard
- 6.1
- Codecs
- SBC, AAC
- Akku-Laufzeit
- 10 Std. / bis 40 Std. mit Ladecase
- Schnellladefunktion
- Ja (5 Min. laden für 2 Stunden Laufzeit)
- Noise Cancelling
- Nein
- Wassergeschützt
- IP57 (Buds), IP54 (Case)
- Preis (UVP/Straßenpreis)
- 199,00 Euro
Die Shokz OpenFit Air sollen eigentlich eine Light-Version der Shokz OpenFit sein, überflügeln diese im Test aber in diversen Disziplinen. Besonders der Klang profitiert von der besseren Passform. Dafür wird bei Akku und EQ gespart.
- Solider Sound samt EQ
- Hohe Transparenz, wenig Schallverlust
- Beide Buds austauschbar
- Kein Auracast
Wer sich auf die Suche nach Open-Ear-Kopfhörern begibt, wird früher oder später auch auf den Namen Shokz stoßen. Das ist kein Zufall, schließlich gilt die Marke im Open-Ear-Sektor als Innovator und Pionier, lieferte mit den OpenFit Pro erstmals ANC fürs offene Ohr und mit den OpenDots One alltagstaugliche Clip-Ons. Jetzt sind die OpenDots 2 da und mit ihnen die Frage, ob Shokz das Clip-On-Konzept aufs nächste Level hieven kann.
Die Shokz OpenDots 2 bekommst du hier:
Shokz OpenDots 2 im Klangtest
Gerade Clip-On-Kopfhörer haben bei der klanglichen Performance oft einige Hürden zu überwinden. Allein schon, weil sie den Gehörgang nicht effektiv absiegeln, wirken Tiefen oft weniger kräftig, während in den Mitten weniger dynamische Detailarbeit möglich ist. Was wir schon im direkten Vergleich von In-Ears wie den AirPods Pro 3 mit halboffenen In-Ears wie den AirPods 4 erleben können, wird hier noch mal potenziert.

Entsprechend moderat sind unsere Erwartungen an den Sound der Shokz OpenDots 2, die wir im Hörtest mit den FreeClip 2 und Boses Ultra Open Earbuds vergleichen, zwei prominenten Konkurrenten, die man sich ebenso ans Ohr steckt. Los geht’s mit Blondshells Violins, das uns sowohl räumliches Gitarrenspiel als auch kraftvollen Gesang auftischt.
Im Großen und Ganzen nehmen wir den Track mit den OpenDots 2 als angenehm und keinesfalls stark verzerrt wahr. Wo die FreeClip eventuell zu klinisch arbeiten und die Bose Ultra Open Earbuds sich in den Tiefen nicht zu beherrschen wissen, können die OpenDots 2 mit einer angenehmen Balance überzeugen. Natürlich gehen auch hier Details verloren, aber gerade gitarrenlastige Produktionen haben bei Clip-Ons schon deutlich schlechter geklungen.

Noch besser klingt etwa Don’t Look Down von Banks und Jai Wolf. Wenn die Instrumentals auf natürliche Haptik verzichten und ohnehin synthetisch anmuten, können die OpenDots 2 schließlich auch kaum Details verschlucken. Der Bass schiebt ordentlich und Banks‘ Stimme bleibt durchweg klar, stumpf oder gar spitz klingt hier kaum etwas.
Etwas aus dem Gleichgewicht gebracht wird das ganze Klangbild allerdings vom in der App enthaltenen „Dolby Audio“-Modus, der für „klare Stimmen, mehr Details und einen besseren Bass“ sorgen soll. Tatsächlich drängt der Bass damit selbstbewusst an die Front und zerrt auch noch die Vocals mit sich, die jetzt noch unmittelbarer im Gehörgang ankommen. Bei den Details würden wir aber widersprechen: Hier geht den Kopfhörern mit „Dolby Audio“-Modus eher Feingefühl verloren.
Einen Überblick über die besten Open-Ears auf dem Markt kannst du dir hier verschaffen:
Shokz-App: Dieser Equalizer lohnt sich
Wer schon mit In-Ear-Kopfhörern regelmäßig zum Equalizer greift, wird es mit Open-Ears noch häufiger tun. Das liegt ganz einfach am etwas eigenwilligen Klangbild, der hohen Abhängigkeit vom Geräuschpegel der Umwelt und ganz einfach an der Anatomie des menschlichen Ohres. Auch wenn die Unterschiede minimal sind, so weichen der Winkel, in dem Open-Ears deinen Gehörgang beschallen, und die Entfernung zu eben jenem doch von Ohr zu Ohr ab.
Ein kurzer Griff zum Equalizer kann sich da rasch lohnen. Zum Glück bietet Shokz genau einen solchen in der kompatiblen App an. Wir erinnern uns hier an die eigentlich überzeugenden Shokz OpenFit Air, bei denen wir leider nur auf Presets zurückgreifen konnten und uns der Zugriff zum Fünf-Band-EQ softwareseitig verwehrt blieb. Bei den OpenDots 2 ist er am Start und leistet ganze Arbeit. Je nach Musikgenre oder sogar bei gesprochenen Inhalten können wir so den bemühten Bass zurückschrauben oder den Höhen etwas an Schärfe rauben.
Bedienung: Alle Möglichkeiten ausgeschöpft
Weiter geht es in der App mit der Personalisierung der Bedienung am Gerät. Diese fällt äußerst ausführlich aus, will aber auch gelernt sein. Die Touch-Gesten erstrecken sich hier nämlich über gleich zwei separate Areale auf den Buds. Da wäre einerseits das zylinderförmige Gegengewicht, das die Buds an der Außenseite der Ohrmuschel fixiert. Hier kannst du – idealerweise mit Zeigefinger und Daumen – Touch-Kommandos abgeben.
Das zweite Touch-Areal erstreckt sich über die flexible Brücke, die Treiber und Gegengewicht miteinander verbindet. Hier kannst du auch mit nur einem Finger Befehle abgeben und so die Wiedergabe ohne Griff zum Smartphone steuern. Auch wenn die zweigliedrige Touch-Steuerung auf den ersten Blick etwas kompliziert erscheinen mag, geht sie uns im Test doch recht schnell in Fleisch und Blut über.
Transparenz statt ANC: Das können In-Ears nicht
Auch wenn Shokz OpenFit Pro und Soundcore AeroFit Pro 2 uns hier mittlerweile eines Besseren belehrt und bewiesen haben, dass ANC mit Open-Ears sehr wohl möglich ist, glänzt die offene Alternative zu In-Ears doch hauptsächlich mit der natürlichen Transparenz, die der Bauweise zu verdanken ist.

Auch mit den Shokz OpenDots 2 kannst du deine Umwelt also problemlos und ungefiltert wahrnehmen, auch wenn du die Kopfhörer angelegt hast. Das ist etwa im Supermarkt oder im Büro besonders praktisch, wenn du oft kurzerhand in ein Gespräch einsteigen musst und wichtige Besprechungen nicht verpassen willst. Da kann man gut und gern auch mal vergessen, dass man überhaupt Kopfhörer trägt.
Bluetooth 6.1, Multipoint und noch kein Auracast
Beim Blick auf die weiteren Spezifikationen springt direkt die aktuelle Bluetooth-Version 6.1 ins Auge. Damit geht bei den Shokz OpenDots 2 leider kein Auracast-Support einher, Multipoint hingegen wird in der App unterstützt. Höherauflösende Codecs als SBC und AAC sind nicht an Bord, bei Open-Ear-Kopfhörern ist das aber zu verschmerzen. Akustische Feinheiten gehen im doch eher groben Klangbild ohnehin unter.

Sowohl Akkuleistung als auch Wasserschutz können sich dafür sehen lassen. Zehn Stunden am Stück und 40 Stunden mit dem Ladecase kannst du hier Musik hören, dank IP57-Zertifizierung auch im Regen. Das Case ist nur nach IP54 zertifiziert, sollte aber auch deutlich seltener der Umwelt exponiert werden.
Design: Austauschbar im besten Sinne
Beim Design hat Shokz unsere Gebete erhört und als erster Clip-On-Kopfhörer die symmetrische Bauweise der Huawei FreeClip und FreeClip 2 übernommen. Was das konkret bedeutet? Egal ob im Ohr oder im Ladecase, es ist den Buds vollkommen egal, auf welcher Seite sie landen. Beide Seiten sind identisch aufgebaut und erkennen automatisch, welche Stereo-Spur sie am Ohr übernehmen müssen. Dieses Feature der automatischen Erkennung kannst du auch in der App deaktivieren – im Test funktioniert es allerdings einwandfrei.

Auch sonst überzeugen die Shokz OpenDots 2 mit wertigem Design und einer angenehmen Haptik. Optisch lassen sich sowohl Buds als auch Case in einen matt-reflektierenden und einen einfarbigen, etwas rauen Teil gliedern. Das sieht nicht nur ansprechend aus, sondern zieht auch kaum Fingerabdrücke auf sich, wie es etwa bei der schimmernden Oberfläche der hauseigenen Shokz OpenFit Air der Fall war.

Zum Tragekomfort können wir ebenfalls nur positive Worte verlieren. Die Kopfhörer hängen an der Ohrmuschel und kommen deshalb auch keiner Brille in die Quere. Dabei scheint der Aufliegedruck großzügig verteilt zu werden, wir spüren die Kopfhörer nach einer Weile am Ohr nämlich kaum noch. Damit haben sie starreren Modellen wie etwa den Soundcore C30i komforttechnisch etwas voraus und spielen in einer Liga mit den oft gelobten FreeClip 2.
Unser Fazit zu den Shokz OpenDots 2
Sind die Shokz OpenDots 2 nun die besten Clip-Ons auf dem Markt? Zum Testzeitpunkt würden wir diese Frage bejahen. Die Open-Ears übernehmen sinnvolle Tugenden von der Konkurrenz, etwa den symmetrischen Aufbau beider Buds, legen beim Sound noch eine kleine Schippe drauf und bieten auch in der App den vollen Support. Wer nach Open-Ears mit dem bestmöglichen Sound sucht (und keine Brille trägt), sollte sich aber auch die Versionen mit Ohrbügel ansehen, allen voran die Shokz OpenFit Pro.
Hier findest du die Shokz OpenDots 2:
| Technische Daten | |
| Bluetooth-Standard | 6.1 |
| Codecs | SBC, AAC |
| Akku-Laufzeit | 10 Std. / bis 40 Std. mit Ladecase |
| Schnellladefunktion | Ja (5 Min. laden für 2 Stunden Laufzeit) |
| Noise Cancelling | Nein |
| Wassergeschützt | IP57 (Buds), IP54 (Case) |
| Anschlüsse des Ladecase | USB-C, kabelloses Laden |
| Gewicht | Hörer: 6,4g / Ladecase: 38,8g |
| Preis (UVP/Straßenpreis) | 199,00 Euro |
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