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Bose Ultra Open Earbuds (2. Gen.) im Test: Besser in jeder Hinsicht!

Die Bose Ultra Open Earbuds (2. Gen.) sollen Open-Ears im absoluten Premium-Segment sein. Aber hält die Qualität mit diesem Anspruch Schritt? Wir machen den Test.
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Bose Ultra Open Earbuds (2. Gen.) Titelbild | HIFI.DE Test Bild: Stacked from 8 images. Method=A (R=8,S=4)
Bluetooth-Standard
5.4
Codecs
SBC, AAC, aptX Adaptive
Akku-Laufzeit
9 Std. / bis 28,5 Std. mit Ladecase
Schnellladefunktion
10 Min. Ladezeit für 2 Std. Wiedergabe
Noise Cancelling
Nein
Wassergeschützt
IPX4
Preis (UVP/Straßenpreis)
299,95 Euro
In Kürze
Die Bose Ultra Open Earbuds (2. Gen.) liefern eine Rundumerneuerung für den beliebten, aber durchwachsenen Vorgänger. Dank Akku-, Sound- und Mikrofon-Upgrade könnten wir die Open-Ears von Bose uneingeschränkt empfehlen – wäre da nicht der happige Preis.
Vorteile
  • Deutlich stärkerer Sound
  • Volle Transparenz und hoher Tragekomfort
  • Starker Akku, kabellos Aufladbar
Nachteile
  • Kein Multipoint
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Knapp zweieinhalb Jahre mussten wir auf einen Nachfolger für die Bose Ultra Open Earbuds warten – jetzt ist es soweit. Die Bose Ultra Open Earbuds (2. Gen.) sollen besser klingen, länger halten und auch bei Telefonaten eine ordentliche Figur machen. Zudem fällt die UVP um 50 Euro auf – immer noch mehr als stolze – 299,95 Euro. Ein faireres Paket also?

Die neuen Bose Ultra Open Earbuds (2. Gen.) gibt es jetzt bei MediaMarkt:

Über diesen Test: Wir haben die Bose Ultra Open Earbuds (2. Gen.) über einen Zeitraum von zwei Wochen getestet. Unser Testexemplar wurde uns vom Hersteller zur Verfügung gestellt.

Bose Ultra Open Earbuds (2. Gen.) im Klangtest: Beeindruckend!

Schon die Bose Ultra Open Earbuds der ersten Generation warben mit Bass bei offenem Ohr. Ein Versprechen, das Open-Ear-Kopfhörer nur selten einlösen können und an dem sich die offene Alternative zu In-Ears oft verhebt. Woran das liegt? Die Treiber stecken hier nicht direkt im Gehörgang, sondern hängen am Ohr, müssen bei der Schallübertragung also eine größere Distanz zurücklegen und bespielen keinen mittels Silikonstopfen verschlossenen Resonanzraum.

Bose Ultra Open Earbuds 2 – Am Ohr
Die Bose Ultra Open Earbuds (2. Gen.) spielen in dieser Generation deutlich erwachsener auf.

Während die Tiefen hier vergleichsweise vehement Richtung Gehörgang geschleudert werden müssen, geraten Mitten und Tiefen gerne unter die Räder. Oder aber die Mitten und Tiefen bleiben klar, dafür aber der Bass körperlos und schwach auf der Brust. Beim Vorgängermodell der Bose Ultra Open Earbuds (2. Gen.) war eher ersteres der Fall: Längere Hörsessions empfanden wir wegen kratzender Drums, unklarer Stimmen und mangelnder Balance dann eher als unangenehm, obwohl die Bass-Performance im Open-Ear-Sektor beachtlich war.

Bose Ultra Open Earbuds 2 – Beide Buds
Wir hören uns im Test der neuen Bose Open-Ears durch diverse Genres, um einen belastbaren Eindruck zu gewinnen.

Die Bose Ultra Open Earbuds (2. Gen.) nehmen sich dieses Problems an und verpassen dem Klangbild eine Generalüberholung. Wir starten in den Soundtest mit Liang Lawrences Leave Me There und sind gleich zu Beginn beeindruckt davon, wie klar und doch organisch sich das Gezupfe der Gitarre hier anhört, ehe ein warmer Bass sich – vornehm zurückhaltend – in den Hintergrund schlängelt. Auch Lawrences Stimme wirkt nah und vergleichsweise akkurat. Sie hat zwar teilweise mit strengen Sibilanten zu kämpfen, das kann aber auch der Produktion geschuldet sein.

Der Vergleich mit In-Ears: Schon auf Augenhöhe?

Weiter geht es deshalb auf etwas dynamischerem Terrain und Justices Neverender. Auch hier haben wir im Hörraum wirklich Spaß am Bass-Bombast, der Kevin Parkers stimmliche Leistung trotzdem nicht zum dumpfen Nebendarsteller degradiert. Die Bose Ultra Open Earbuds (2. Gen.) hängen klanglich tatsächlich einen Großteil der Open-Ear-Kopfhörer souverän ab und können sich in Teilen auch mit der In-Ear-Konkurrenz messen.

Bose Ultra Open Earbuds 2 – Im Case
Während die Bose Ultra Open Earbuds (2. Gen.) ihre Bass-Stärke beibehalten, legen sie in den anderen Frequenzbereichen spürbar zu.

Natürlich stoßen die Bose Ultra Open Earbuds (2. Gen.) etwas an ihre Grenzen, wenn es in deiner Umgebung etwas lauter wird. Hier fehlt die notwendige Isolierung, sei es durch passive oder aktive Geräuschunterdrückung, um dem gesamten Frequenzspektrum noch genügend Raum freizuschaufeln. Trotzdem bereiten uns die Kopfhörer hier immer noch Freude, weil die Treiber den Gehörgang noch gezielter zu bespielen scheinen.

Das bedeutet einerseits, dass wir bei gleichzeitiger Musikwiedergabe weniger von der Umwelt mitbekommen, als es bei der ersten Generation noch der Fall war. Andererseits bedeutet es aber auch, dass die Umwelt weniger von unserer Musik mitbekommt. Der Schallverlust ist spürbar geringer und lässt uns die Bose Ultra Open Earbuds (2. Gen.) auch in der Bahn ohne schlechtes Gewissen laut aufdrehen. Natürlich nicht zu laut, schließlich können selbst gut abschließende In-Ear-Kopfhörer für die Mitmenschen zur dumpfbassigen Belästigung mutieren.

Wenn du nachsehen willst, wie die Bose Ultra Open Earbuds (2. Gen.) im direkten Vergleich mit anderen Open-Ear-Kopfhörern abschneiden, lohnt sich ein Blick auf unsere Bestenliste:

Bose-App: Größtenteils exzellent, teilweise lückenhaft

Weiter geht’s im Praxistest in der App, die sowohl für iOS als auch für Android verfügbar ist. Gut gefällt hier gleich auf den ersten Blick das übersichtliche Design, von dem sich einige andere Hersteller gerne eine Scheibe abschneiden könnten. Auch die Übersetzungen ins Deutsche scheinen hier durch die Bank korrekt zu sein. Bose betrachtet die App also nicht nur als Pflichtprogramm, sondern durchaus als Kür.

Im Grunde hat sich an der Funktionalität der App im Vergleich zum Vormodell nichts getan. Der Drei-Band-Equalizer leistet immer noch ganze Arbeit bei der Personalisierung des Sounds und profitiert definitiv davon, dass die Bose Ultra Open Earbuds (2. Gen.) allgemein ansprechender klingen. Auch „Immersives Audio“ ist wieder an Bord, Boses eigene, räumliche Sound-Verarbeitung, die entweder mit oder ohne Head-Tracking genutzt werden kann.

Wir nehmen die klangliche Verarbeitung aber auch in dieser Generation eher als künstlich und unnatürlich wahr, wenn wir den Modus aktivieren. Zischlaute werden noch strenger und Instrumente wirken etwas hohl. Dafür funktioniert immerhin das Head-Tracking wirklich solide, was eventuell bei echten Dolby-Atmos-Quellen Eindruck schinden könnte.

Ungenutztes Potenzial sehen wir hingegen im Reiter „Modi“. Hier kannst du dir eigene Sound-Profile anlegen, etwa für Filme oder Sport. Tatsächlich kannst du aber nur die Einstellungen für „Immersives Audio“ an diese Profile knüpfen und kein eigenes EQ‑Profil. So leuchtet uns der Sinn der unterschiedlichen Modi nicht wirklich ein. Wir könnten auch einfach durch die Settings für „Immersives Audio“ navigieren, anstatt ein eigenes Profil anzulegen. Hier werden keine Funktionen gebündelt.

Kein Touch, kein Problem

Das macht dann leider auch den „Shortcut“ weniger interessant, den du in der App belegen kannst. Über langes Drücken des Knopfes an beiden Buds kannst du nämlich durch voreingestellte Modi springen oder zum Beispiel die Bluetooth-Quelle wechseln. Wo letzteres als Multipoint-Fernsteuerung wirklich sinnvoll erscheint, wäre ersteres deutlich sinnvoller, wenn wir auch EQ-Presets per Shortcut steuern könnten.

Bose Ultra Open Earbuds 2 – Bedienung
Die Bedienung der Bose Ultra Open Earbuds (2. Gen.) erfolgt am Gerät durch haptische Tasten.

Ansonsten macht die Bedienbarkeit am Gerät aber einen guten Eindruck. Bose verzichtet hier erneut auf Touch-Sensoren und erspart dir und uns damit sicherlich die eine oder andere Fehleingabe. Open-Ears wollen nun mal manchmal im Halt korrigiert werden und sollten dabei nicht jedes Mal versehentlich einen Touch-Befehl ausführen.

Akku-Upgrade und Bluetooth-Ausstattung

Einen Sprung nach vorn machen die Bose Ultra Open Earbuds (2. Gen.) bei der Akkuleistung. Bei gleichzeitiger Musikwiedergabe steigt die Laufzeit um anderthalb Stunden auf bis zu neun Stunden, mit dem Ladecase sind bis zu 28,5 Stunden möglich. Wer es eilig hat, kann den Akku außerdem innerhalb von zehn Minuten für eine Wiedergabezeit von zwei Stunden wappnen.

Bose Ultra Open Earbuds 2 – Ladecase geschlossen
Das Ladecase lässt sich jetzt kabellos laden. Obendrein spielen die Bose Ultra Open Earbuds (2. Gen.) jetzt länger am Stück.

Ein kleineres – in dieser Preisklasse aber definitiv begrüßenswertes – Upgrade gibt es beim Ladecase. Dieses kannst du jetzt nämlich nicht mehr nur via USB-C, sondern auch kabellos aufladen. Leider hat sich an der Wasserschutz-Klasse hingegen nichts getan. Hier gibt sich Bose immer noch mit einer IPX4-Zertifizierung zufrieden, was die Bose Ultra Open Earbuds (2. Gen.) zwar vor Spritzwasser schützt, dem Anspruch eines Sport-Kopfhörers aber nur bedingt gerecht wird.

Zu guter Letzt wollen wir noch einen Blick auf die Bluetooth-Ausstattung werfen, die wie gewohnt respektabel ausfällt. Der Bluetooth-Standard 5.4 ermöglicht theoretisch auch Auracast, die Funktion wird aber zum aktuellen Zeitpunkt softwareseitig noch nicht unterstützt. Bose scheint das neue Feature langsam über die Modelle auszurollen, der Bose QuietComfort Ultra Headphones (2. Gen.) etwa wurde schon versorgt. Bei einem anstehenden Update erfährst du hier davon. Multipoint ist dafür am Start und auch der höherauflösende Codec aptX Adaptive wird wieder unterstützt.

Volle Transparenz und endlich passabel telefonieren

Einer der wichtigsten Unterschiede zwischen In-Ears und Open-Ears – und sicherlich auch eines der zentralen Kaufargumente – ist die natürliche Transparenz, die Open-Ear-Kopfhörer dank ihrer Bauweise bieten. Da kann kein Transparenz-Modus mithalten, ganz egal, wie natürlich er arbeitet. Die Bose Ultra Open Earbuds (2. Gen.) kannst du also problemlos den ganzen Tag am Ohr tragen, ohne dabei Gespräche zu verpassen oder eine Fahrradklingel zu überhören.

Bose Ultra Open Earbuds 2 – Buds und Case
Der große Vorteil von Open-Ears ist die natürliche Transparenz. So können wir die Bose Ultra Open Earbuds (2. Gen.) pausenlos am Ohr tragen, ohne sie als störend wahrzunehmen.

Das lädt natürlich auch dazu ein, die Bose-Kopfhörer einfach angelegt zu lassen, auch wenn gerade mal keine Musik läuft. Genau deshalb waren wir beim Vorgängermodell recht enttäuscht von der mäßigen Mikrofonqualität. Bei moderaten Umgebungsgeräuschen kamen wir dumpf, aber verständlich beim Gegenüber an, bei etwaigem Lärm wurde es aber schnell unverständlich.

Hier hat Bose jedenfalls etwas nachgeholfen: Die Bose Ultra Open Earbuds (2. Gen.) gehen hörbar souveräner mit herausfordernden Klangkulissen um und auch längere Gespräche sind kein Problem. Natürlich liefern Branchen-Primi wie die Huawei FreeBuds Pro 5 oder die Technics EAH-AZ100 hier noch besser ab, ein willkommenes Upgrade ist es dennoch.

Das Design der Bose Ultra Open Earbuds (2. Gen.) bleibt besonders

Wenig zu sagen bleibt uns beim Design der Bose Ultra Open Earbuds (2. Gen.). Die Open-Ears sind nach wie vor wie kleine Pergament-Röllchen designt, die sich um deinen äußeren Ohrmuschelrand schlängeln und damit für soliden Halt sorgen. Das gelingt gut und hebt die Kopfhörer auch optisch von anderen Clip-Ons ab, die ansonsten auf ein ähnliches Konzept setzen. Hier seien etwa die Huawei FreeClip 2 oder die Soundcore C40i für einen Einblick in die ästhetische Bandbreite der Bauweise erwähnt. Im direkten Vergleich empfinden wir Boses Lösung tatsächlich als die flexibelste, weil sich das Rollen-Element verlässlich an die Dicke des Ohrmuschelrands anpasst.

Bose Ultra Open Earbuds 2 – Nahaufnahme
Smartes Konzept samt gelungener Umsetzung: Die Bose Ultra Open Earbuds (2. Gen.) sitzen dank der Gummi-Brücke fast immer sicher.

Ein Detail, das uns bei den günstigeren Bose Sport Open Earbuds, die parallel zu den Bose Ultra Open Earbuds (2. Gen.) erschienen sind, gut gefällt, ist die kleine gummierte Fläche am äußeren Bud-Element. Diese sorgt bei der Sport-Alternative für einen noch sichereren Halt auch bei schnellen Bewegungen. Wer wissen will, wie sich das anfühlt, kann mit dem Finger über die Unterseite des Ladecases der Bose Ultra Open Earbuds (2. Gen.) gleiten. Diese ist nämlich ebenfalls gummiert, so steht immerhin das Ladecase selbstbewusst aufrecht.

Unser Fazit zu den Bose Ultra Open Earbuds (2. Gen.)

Bose hat sich mit einem Update für die Bose Ultra Open Earbuds wirklich Zeit gelassen. Die Geduld hat sich aber auch ausgezahlt! Mit stärkerem Sound, besserer Akkulaufzeit und einer anständigen Mikrofonqualität heben sich die Bose Ultra Open Earbuds (2. Gen.) definitiv genug vom Vorgänger ab, um eine neue Generation zu rechtfertigen. Das war bei Earbuds (2. Gen.) und Headphones (2. Gen.) in letzter Zeit ja nicht unbedingt der Fall.

Der einzige große Kritikpunkt ist und bleibt der Preis, der trotz der verringerten UVP mit knapp 300 Euro immer noch wirklich hoch liegt. Klanglich können die Bose Ultra Open Earbuds in der zweiten Generation zwar mit einigen In-Ears mithalten, als vollwertiger Ersatz für ein In-Ear-Flaggschiff gehen sie aber noch nicht durch. Umso spannender wird es also sein, wie preisstabil die Bose-Kopfhörer in dieser Generation sind.

HIFI.DE Testsiegel Open-Ear-Kopfhoerer Bose Ultra Open Earbuds 2 8.4

Hier kannst du die Bose Ultra Open Earbuds (2. Gen.) jetzt schon kaufen:

Technische Daten
Bluetooth-Standard 5.4
Codecs SBC, AAC, aptX Adaptive
Akku-Laufzeit 9 Std. / bis 28,5 Std. mit Ladecase
Schnellladefunktion 10 Min. Ladezeit für 2 Std. Wiedergabe
Noise Cancelling Nein
Wassergeschützt IPX4
Anschlüsse des Ladecase USB-C, kabelloses Laden
Gewicht Hörer: 10g / Ladecase: 50g
Preis (UVP/Straßenpreis) 299,95 Euro

Du möchtest doch lieber In-Ear-Kopfhörer mit ANC? Dann wirst du in unserer Bestenliste fündig:

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