So bekommst du (vielleicht) Geld von Amazon zurück – jetzt schnell sein!
Bild: Marques Thomas via UnsplashWahrscheinlich schuldet dir Amazon Geld – so kann man die aktuelle Rechtslage auch zusammenfassen. So laufen gegen den Online-Riesen in Deutschland derzeit gleich mehrere Sammelklagen. Eine dreht sich um die Einführung von Werbung beim Streaming-Dienst Prime Video. Das Klageregister ist bereits geschlossen und das Verfahren läuft. Die andere Sammelklage dreht sich um eine Preiserhöhung beim übergreifenden Prime-Abo. Hier kannst du dich immer noch anschließen!
Der Rechtsstreit zusammengefasst: Deshalb schuldet dir Amazon Geld
Worum geht es bei diesem Rechtsstreit? Nun, 2022 hatte Amazon die Beiträge der Prime-Mitgliedschaft erhöht. Das wäre legitim, doch der Konzern stellte Kund:innen vor vollendete Tatsachen und verlängerte laufende Verträge einfach. Genau das ist nach Ansicht der Verbraucherzentrale NRW rechtswidrig gewesen. Der Milliardenkonzern hätte die Preiserhöhung zunächst ankündigen und dann die aktive Zustimmung der Abonnent:innen einholen müssen.
Korrekt handhabte es beispielsweise Spotify bei seinen letzten Preiserhöhungen: Wurdest du nicht aktiv, um zuzustimmen, so ist dein Abo erst einmal ausgelaufen. So ist das auch gesetzlich vorgeschrieben. Mutmaßlich befürchtete Amazon dadurch aber einen Aboverlust und ließ bestehende Mitgliedschaften einfach zu einem höheren Preis weiterlaufen. Das könnte Konsequenzen haben. Denn über 130.000 Menschen haben sich bereits in das Klageregister des Bundesamts für Justiz eingetragen.
Amazon Prime: So nimmst du an der Sammelklage teil
Die Preiserhöhung liegt im Übrigen schon einige Jahre zurück. Es geht hier um eine Preiserhöhung aus dem Sommer 2022. An der Sammelklage kannst du folgerichtig auch nur teilnehmen, wenn du damals schon Mitglied von Amazon Prime gewesen bist. Wie viel Geld könntest du zurückerhalten? Nun, es geht um die jeweilige Preisdifferenz. Der Jahrespreis stieg damals von 69 auf 89,90 Euro an. Der Monatspreis erhöhte sich von 7,99 auf 8,99 Euro. Da könnte sich also über die Jahre für dich schon ein gewisser Erstattungsbetrag angesammelt haben.
Je länger du die mutmaßlich widerrechtlich erhöhten Preise gezahlt hast, desto mehr Geld könntest du also zurückerhalten – bis zu 60 Euro aktuell. Sollte das Verfahren länger andauern, könnte die Summe entsprechend steigen. Es geht aber natürlich nicht nur ums Geld, sondern auch darum, einem milliardenschweren Konzern zu verdeutlichen, dass Gesetze für alle gelten. Die Teilnahme an der Sammelklage ist für dich kostenlos und ohne Risiko. Eintragen kannst du dich unter diesem Link.
Die Verbraucherzentrale Sachsen hat zudem unabhängig gegen die Werbung im Streaming-Dienst Prime Video geklagt. Auch da hält man das Vorgehen von Amazon für rechtswidrig. Da der Konzern die Vertragsbedingungen einseitig für Kunden wesentlich verschlechtert hatte, wäre auch da wohl die aktive Zustimmung zu dieser Änderung notwendig gewesen. Stattdessen beließ es der Anbieter damals bei einer saloppen Ankündigung. Die Urteilsverkündung zu diesem Fall ist für den 17. Juli 2026 angekündigt.
Du bist auf der Suche nach einem neuen Smart Speaker? In unserer Bestenliste wirst du fündig: