Startseite Video-Streaming Amazon Prime Video Amazon Prime: Nächste Sammelklage läuft – kriegst du dein Geld zurück?

Amazon Prime: Nächste Sammelklage läuft – kriegst du dein Geld zurück?

Amazon sieht sich mit einer weiteren Sammelklage konfrontiert. Dieses Mal geht es um die letzte Prime-Preiserhöhung von 2022.
Amazon muss sich einer weiteren Sammelklage stellen. Bild: Anirudh via Unsplash

Amazon hat Anfang 2024 Werbung bei Prime Video eingeführt und sich damit eine Sammelklage der Verbraucherzentrale Sachsen eingehandelt. Jener Klage kannst du dich immer noch anschließen, um bei Erfolg eine Entschädigung zu erhalten. Unabhängig davon gibt es mittlerweile jedoch sogar eine zweite Sammelklage, an der du inzwischen ebenfalls teilnehmen kannst. Diese stammt von der Verbraucherzentrale NRW. Auch in diesem Fall winkt dir bei einem Erfolg eine Rückzahlung.

Die Verbraucherzentrale NRW hatte diese Klage bereits Anfang 2025 angedeutet. Stein des Anstoßes ist in diesem Fall nicht die Werbung beim Streaming-Dienst Prime Video, sondern die Preiserhöhung des Prime-Abos aus dem Jahr 2022. Die damals durch Amazon zugrunde gelegte AGB-Klausel haben zwei Gerichte nämlich bereits als unwirksam eingestuft. Der Online-Riese hätte den Preis also damals nicht in der vorgenommenen Art und Weise anheben dürfen. Noch geht der Rechtsstreit zwar weiter, aber es gibt gute Chancen, dass Abonnent:innen am Ende Geld zurückerhalten.

Das Prime-Abo von Amazon beinhaltet nicht nur Prime Video, sondern auch weitere Vorteile wie den kostenlosen Premium-Versand.
Das Prime-Abo von Amazon beinhaltet nicht nur Prime Video, sondern auch weitere Vorteile wie den kostenlosen Premium-Versand. | Bild: Amazon

2022 hatte Amazon den Jahrespreis für Prime von 69 Euro auf 89,90 Euro angehoben. Auch die Monatspreise stiegen – von 7,99 Euro auf 8,99 Euro. Student:innen sollten 44,90 Euro statt der vorherigen 34 Euro im Jahr zahlen. Für diese stieg wiederum der Monatspreis von 3,99 Euro auf 4,49 Euro. Doch Amazon erhöhte damals einfach in laufenden Verträgen die Preise, ohne die aktive Zustimmung der Kund:innen einzuholen. Genau das ist der Knackpunkt und war nach Auffassung der Verbraucherschützer:innen rechtswidrig.

Amazon Prime: Bekommst du Geld zurück?

Zwei Gerichte haben bereits zugunsten der Verbraucherzentrale NRW geurteilt, die Sammelklage versucht eben jetzt, Geld für Betroffene zurückzuholen. Doch welcher Betrag dir genau winken könnte, hängt sowohl von deiner Zahlweise als auch davon ab, seit wann du den erhöhten Preis gezahlt hast. Amazon müsste jedenfalls bei einem Erfolg der Sammelklage die jeweilige Differenz zwischen dem ursprünglich vereinbarten und dem widerrechtlich erhöhten Preis zurückerstatten.

Falls du unsicher bist, ob du an der Sammelklage gegen Amazon überhaupt teilnehmen kannst, dann gibt es Abhilfe. Denn die Verbraucherzentrale NRW bietet auf ihrer Website einen Klage-Check an. Dieser fragt Schritt für Schritt deine Voraussetzungen ab und gibt dir Hilfestellungen, damit du dich möglichst einfach ins Klageregister eintragen lassen kannst. Man stellt dir sogar vorgefertigte Formulierungen zur Verfügung.

Eine Teilnahme an der Sammelklage liegt sicherlich im Interesse aller Betroffenen. Wir sind gespannt, wie der Rechtsstreit am Ende ausgehen wird. Amazon ist sich natürlich keiner Schuld bewusst. Man vertritt die Ansicht, seinen Kund:innen mit Prime ein exzellentes Angebot zu unterbreiten und im Einklang mit geltendem Recht gehandelt zu haben.

Preiserhöhungen drücken auf die Stimmung? Für etwas bessere Laune beim Streaming hier unsere Bestenliste zum Thema:

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