Startseite HiFi Elektronik CD Player Test Denon DCD-600NE: Blitzsauberer Klang, moderater Preis

Test Denon DCD-600NE: Blitzsauberer Klang, moderater Preis

Ein puristischer Player, der nicht die Welt kostet und sich ausschließlich auf das Abspielen von CDs konzentriert: Der DCD-600NE von Denon überzeugt im Test mit klarem, sauberem Klang.
Denon DCD-600NE im Test | HIFI.DE Bild: Sound United
Optisches Laufwerk
CD
Audio-Ausgänge
1x Cinch
Gehäuse-Ausführungen
schwarz, silber
Abmessungen (BxHxT)
43,4 x 10,7 x 27,3 cm
Gewicht
4,3 kg
Preis
329 €
In Kürze
Der DCD-600NE kann nicht viel, aber das richtig gut. Er spielt CDs mit klarem, ehrlichem Klang ab und ist eine echte Alternative zu vielen teureren Spielern.
Vorteile
  • ausgesprochen leises Laufwerk
  • sehr gute Dynamik
  • klarer, feiner Klang
Nachteile
  • Display zu dunkel

Du suchst einen CD-Spieler, der genau seinem Namen gerecht wird? Der CDs abspielt, und nichts sonst? Dann lohnt sich ein Blick in Richtung Denon, denn die Japaner feilen seit den frühen 1980er Jahren an eigenen Technologien, um Bits von CD mit maximaler Qualität in Musik zurückzuverwandeln. Der DCD-600NE steht in dieser Tradition und verwendet mit AL32 die jüngste Inkarnation des firmeneigenen ALPHA-Prozessors. Der soll die CD-Rohdaten besonders klug und treffsicher verfeinern. Für nur 329 Euro Listenpreis hören wir uns das gern mal an.

Denon DCD-600NE
Gediegener Auftritt: Vor allem in der Gehäusefarbe „Premiumsilber“ wirkt der Denon DCD-600NE unaufdringlich und edel. Selbst in diesem PR-Bild aber auch schon zu erahnen: Das etwas schummrige Display. | Bild: Sound United

Schonungslos ehrlich: Der Denon DCD-600NE im Hörtest

Wenn du auf ehrliche und authentische Musik stehst, wird dir der Denon DCD-600NE auf Anhieb sehr gut gefallen. Denn er versucht nicht, klangliche Ecken und Kanten mit künstlichem Wohlklang zu überdecken. Je nach Aufnahme klingen Schlagzeugbecken nun mal metallisch und eine E-Gitarre hart und verzerrt. Der Denon-Player bewahrt in solchen Fällen den authentischen Biss eines Stücks, schärft ihn aber nicht unnötig nach. So behalten auch mittelmäßige Rockproduktionen, etwa Glücksmaschinen von Fehlfarben, ihren Drive und ihre Präsenz.

Drummerin Saskia von Klitzing profitiert auf dem Fehlfarben-Stück besonders vom ehrlichen, direkten Klang des Denon. Ihre Breaks setzen hier deutliche Akzente, die Beats haben reichlich Tempo. Im Vergleich zu anderen erschwinglichen CD-Playern wirkt der Denon etwas heller, klarer und informativer. Er ist also nicht der ideale Spieler für dich, wenn du einen dunkel-romantischen Klangeinfluss bevorzugst. Der Denon DCD-600NE gaukelt dir nichts vor, er bleibt aber bei aller Deutlichkeit stets angenehm, sauber und natürlich.

Denon DCD-600NE - Innenansicht
Solide, aber nicht verschwenderisch: Der Denon DCD-600NE kann sich in puncto Bauteilqualität und Verarbeitung auch von innen sehen lassen. | Bild: Denon

Denon DCD-600NE im Detail: Die Technik

Wenn schon CD, dann richtig: Der DCD-600NE verwendet ein klassisches Schubladen-Laufwerk, das auch in seiner Lesestrategie noch auf Audio-CDs optimiert ist. Gleichwohl kannst du mit dem Player auch Daten-CDs mit MP3- oder WMA-Dateien wiedergeben, wenn dir der Sinn danach steht.

Denon DCD-600NE - Lasufwerk
Alte Schule: Das Laufwerk des Denon DCD-600NE wurde noch ein rein für die CD-Wiedergabe entwickelt. | Bild: Sound United

Nach Decodierung und Fehlerkorrektur strömen die ausgelesenen Daten in Denons hauseigenes AL32-Processing. Anders als bei früheren Inkarnationen dieser Technik gibt es dafür keinen eigenen Chip mehr. Denn der D/A-Wandler, ein Burr-Brown PCM5142, verfügt über einen frei programmierbaren Mini-DSP, den Denon mit den hauseigenen AL32-Algorithmen gefüttert hat.

 

Kurze Wege: Das Analogsignal entsteht keine fünf Zentimeter von den Ausgangsbuchsen entfernt im Burr-Brown-Wandler. | Bild: Bernhard Rietschel

Geradlinige Analogschaltung

Nach dem DAC, der praktischerweise bereits die am Ausgang benötigten 2 Volt Signalspannung ausgibt, folgt lediglich noch ein Ausgangspuffer in Form eines auf Audio spezialisierten OP-Amps (NJM8068). Wandler- und Ausgangsstufe belegen nur etwa ein Viertel der Hauptplatine, die auch Laufwerkssteuerung und Decoderchips beherbergt. Eine zweite Platine trägt das Netzteil, das wiederum von einem kleinen Trafo versorgt wird.

Denon DCD-600NE - Stromversorgung
Die Stromversorgung des DCD-600NE hat Denon auf eine eigene Platine ausgelagert. | Bild: Sound United

Als Digitalausgang steht ein optischer TOSlink-Anschluss bereit. Weitere Schnittstellen bietet der Denon nicht – sieht man einmal von der Möglichkeit ab, einen externen Infrarotempfänger anzuschließen, um den Player auch bei versteckter Unterbringung noch steuern zu können.

Denon DCD-600NE Rückseite
Stereo-Cinchausgang, optischer Digitalausgang, IR In + OUT – fertig: Der Denon DCD-600NE konzentriert sich auf das Abspielen von CDs. Zusätzliche Eingänge sucht man vergeblich. | Bild: Sound United

Verarbeitung und Praxis

Mit seiner charakteristischen, im oberen Drittel leicht geschwungenen Alu-Frontplatte sieht der DCD-600N aufgeräumt und edel aus. Er liegt solide und wackelfrei in der Hand und hat – auch dank ausreichender Gehäuse-Bautiefe – kein Problem, einen passenden Vollverstärker auf seinem Blechrücken zu tragen. Lobend zu erwähnen ist das sehr leise arbeitende Laufwerk, das die Denon-Konzernmutter Sound United in Eigenregie fertigt. Hergestellt wird der Denon-Player wie auch viele Geräte der Schwestermarke Marantz in Vietnam; Finish und Funktion des Testgeräts sind tadellos.

Denon DCD-600NE - Fernbedieung
Übersichtlicher Handschmeichler: Die Fernbedienung des Denon DCD-600NE

Das grüne Punktmatrix-Display in der Mitte des Geräts ist etwas klein ausgefallen. Vor allem ist es aber selbst auf der höchsten der drei einstellbarem Helligkeitsstufen deutlich zu dunkel. Wenn du bei Tageslicht anhand der Zeitanzeige eine bestimmte Stelle in einem Stück ansteuern willst, musst du schon nah ans Gerät gehen, um überhaupt etwas zu erkennen. Da kannst du das Display auch gleich ganz deaktivieren – eine Option, die der Denon per Pure Direct-Knopf bietet. Ein weiterer Druck auf den Pure-Direct-Knopf legt dann übrigens auch noch den optischen Digitalausgang lahm. Wie das Display gilt dieser als potentielle Störquelle, der Pure-Direct-Modus Nummer 2 sollte daher zumindest theoretisch auch am besten klingen. Gehört haben wir bei unseren Vergleichen aber nichts – der Denon klingt so oder so gleichermaßen gut.

Zeitlose Optik und Funktion: Einen gut verarbeiteten, hochauflösend klingenden CD-Player kann man immer brauchen. Billiger wird vergleichbare Qualität wohl nicht mehr.

Testfazit Denon DCD-600NE: Purist mit knackigem Klang

Zum moderaten Preis bietet der Denon DCD-600NE knackigen, transparenten Klang mit eher schlanker Tonalität, aber ohne Härten. Er ist damit ehrlicher abgestimmt als viele Mitbewerber in dieser und der nächsthöheren Preisklasse. Bei mittelprächtigen Aufnahmen ist das zwar nicht immer von Vorteil. Doch dafür holt der Denon-Player aus guten Aufnahmen eben enorm viel Tiefe und musikalische Emotion heraus. Ein durch und durch ehrlicher CD-Spieler ohne Schnick-Schnack!

Denon DCD-600NE im Test bei HIFI.DE

Technische Daten
Optisches Laufwerk CD
Eingänge
Audio-Ausgänge 1x Cinch
Chromecast Built-In
Quellen kabellos
Integrierte Streamingdienste
MQA
Roon ready
Multiroom
Raumeinmessung
Netzwerk
Gehäuse-Ausführungen schwarz, silber
Abmessungen (BxHxT) 43,4 x 10,7 x 27,3 cm
Mitgeliefertes Zubehör IR-Fernbedienung, Steuerkabel
Gewicht 4,3 kg
Preis 329 €

Purist oder Alleskönner? Ist ein reiner CD-Player noch zeitgemäß? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare!

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