Google Home Speaker im Test: So smart wie noch nie?
- Schnittstellen
- Bluetooth 5.4, Google Cast, Spotify Connect, Thread 1.3 Border Router, Matter
- WLAN-Verbindung
- Wi-Fi 6 802.11ax (2,4 GHz/5 GHz)
- Sprachassistenten
- Gemini
- Akku
- –
- Gewicht
- 396 g
- Abmessungen (HxØ)
- 87 × 107 mm
- Preis
- 119 Euro
Google bringt Gemini erstmals an einen Smart Speaker – und legt ein klasse Debüt hin. Der Google Home Speaker ermöglicht natürliche Konversationen und lässt sich auf vielfältige Weise in dein Smart Home einbinden. Allerdings taugt er klanglich eher zum Küchenradio als zur Musikanlage.
- Gemini hilft im Alltag, erlaubt natürliche Konversationen und hat weniger Verständnisprobleme als der Vorgänger
- Fungiert als Thread-Border-Router und Matter-Hub
- Gemini reagiert zum Teil langsam und hat die typischen Probleme moderner Sprachmodelle (z. B. Halluzinationen)
- Fest verbautes Ladekabel
Alles neu bei Google: Mit dem Home Speaker schickt die Hardware-Abteilung des Onlineriesen nicht nur den Nachfolger der Nest-Audio-Serie ins Rennen, auch der Sprachassistent Gemini feiert seine Lautsprecher-Premiere. Der neue Home Speaker soll natürliche Konversationen ermöglichen und damit mehr können, als einfach Sprachbefehle umzusetzen. Gleichzeitig soll er dank Thread Border Router als Matter-Zentrale in deinem Zuhause agieren. Und nicht zuletzt verspricht Google raumfüllenden 360-Grad-Klang. Wir haben getestet, ob das Konzept funktioniert.
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Klassisch-minimalistisches Design
Beim Design des Google Home Speakers setzt Google auf Minimalismus. Das kompakte und nicht ganz kugelförmige Gehäuse ist dem aktuellen Trend folgend von Stoff umwoben und sieht dem Apple Homepod 2 und Amazon Echo Studio damit sehr ähnlich. Er verzichtet weitestgehend auf sichtbare Bedienelemente. Lediglich ein Schalter, mit dem du das Mikrofon abschalten kannst, findet sich auf der Rückseite des WLAN-Lautsprechers. Außerdem kannst du per Berührung des Stoffs auf der linken und rechten Seite die Lautstärke regeln oder die Wiedergabe pausieren. Das klappt gut, ist aber anfangs etwas gewöhnungsbedürftig.

Anschlussmöglichkeiten, etwa für externe Lautsprecher oder USB-Datenträger, suchst du vergeblich. Ein weiterer Wermutstropfen: Google hat sich dafür entschieden, das USB-C-Stromkabel fest im Gehäuse zu verbauen. Du kannst es also im Fall eines Defekts oder beim Bedarf nach einem längeren Kabel nicht austauschen.

Ob der Home Speaker gerade zuhört oder Anfragen verarbeitet, signalisiert er dir über einen farbigen LED-Ring am unteren Gehäuserand. Apropos Farbe: Hier stehen in Europa lediglich die klassischen hellen und dunklen Töne zur Verfügung; im Heimatmarkt USA bietet Google den Lautsprecher zusätzlich als grüne und lilafarbene Version an.
Dich interessiert, wie der Google Home Speaker im Vergleich zur Konkurrenz abschneidet? Dann wirf einen Blick auf unsere Bestenliste:
Google Home Speaker: Deutlich cleverer dank Gemini
Der Star der neuen Google-Show ist ganz klar Gemini. Der Nachfolger des Google Assistant bringt die künstliche Intelligenz von Googles Sprachmodell erstmals ab Werk auf einen Lautsprecher. Nach der Einrichtung über die Google-Home-App erlangt der Google Home Speaker Zugriff auf dein Zuhause und optional die verbundenen Google-Dienste wie Gmail oder Google Keep.

Wenn du dich schon einmal im Web oder auf deinem Handy mit der aktuellen Google-KI beschäftigt hast, kennst du die Funktionen vielleicht bereits. Die Umsetzung auf einem smarten Lautsprecher ist aber zumindest zum Testzeitpunkt (August 2026) einzigartig. Der Google Home Speaker kommt sehr viel besser mit Versprechern zurecht, als sein direkter Vorgänger, der Google Nest Audio, oder Alternativen wie Siri und Alexa.
Auch erlaubt er tiefere Konversationen, die dank Google-Wissensbasis selbst Nischeninteressen bedienen. Wir fragen ihn nach Spiele-Geheimtipps für den Game Boy Color, niederländischen Malern mit bestimmten Stilen und interessanten Zielen für Fußball-Groundhopper auf Malta. Die Antworten können durch die Bank zumindest auf typischem Online-Niveau überzeugen.

Auch weniger obskure Anfragen setzt der Google Home Speaker problemlos um. Bitten wir ihn etwa, das zweite Foo-Fighters-Album mit dem verstorbenen Drummer Taylor Hawkins abzuspielen, startet das 2002er Werk One by One – Alexa verzweifelt an solchen Aufgaben. Nicht zu verachten ist zudem die Tagesaktualität: Bereits einen Tag nach der Vorstellung von Apples neuen Macs im August 2026 konnte Gemini uns Details zum brandneuen M6-Chipsatz mitteilen.
Natürliche Konversationen mit Fallstricken
Vor allem die Rückfragen und das vergleichsweise große Kontextfenster beeindrucken im Test des Google Home Speakers. Man bekommt den Eindruck, dass Google mit seiner Gemini-Integration das liefert, was sich viele von der ursprünglichen Einführung von Alexa und Co. versprochen haben: einen echten, smarten Helfer.

Das gilt erst recht mit „Gemini Live“. Dabei handelt es sich um einen direkten Konversationsmodus, den du auf Wunsch aktivieren kannst. Anschließend kannst du ohne Aktivierungswort fortlaufende Gespräche mit dem Speaker führen. Leider ist dafür aber ein separates Abo nötig, für das Google rund zehn Euro im Monat verlangt. Doch auch ohne Live-Modus beherrscht der Google Home Speaker Rückfragen zu älteren Konversationen – dann allerdings nur nach „Hey Google“-Zuruf.
Nicht immer perfekt: Die Tücken des Sprachmodells
Bei allem Lob für die Gemini-Umsetzung gibt es aber durchaus noch Luft nach oben: Sowohl bei der Geschwindigkeit als auch bei der Antworten-Konsistenz erlaubt sich der Google Home Speaker nach wie vor Schnitzer. So dauert es teilweise mehrere Sekunden, bis Gemini auf eine Anfrage antwortet. Was bei komplizierten Rückfragen noch mit der typischen Bedenkzeit moderner Sprachmodelle zu entschuldigen ist, nervt bei simplen Befehlen. Die Umsetzung von Anweisungen wie „Licht aus“ benötigt im Test spürbar länger, als beispielsweise bei Alexa.

Deutlich schwieriger zu bewerten sind die nicht immer konsistenten Antworten in Gesprächsverläufen. In unseren Tests ließen wir uns Familienaktivitäten für den nächsten Tag in der Nähe vorschlagen – vor dem Kontext, dass schwere Gewitter erwartet wurden. Google Gemini schlug initial Indoor-Aktivitäten vor, ging dann aber im weiteren Gespräch immer weiter in Richtung „Waldspaziergang“ und Co. Erst auf die Rückfrage zur Gewitter-Ankündigung korrigierte Gemini die Vorschläge. Anders ausgedrückt: Die typischen Halluzinationen und Fehler, die viele Sprachmodelle bis heute begleiten, können auch beim Google Home Speaker auftreten.
Stabile Smart-Home-Basis
Die Sprachfunktion dient beim Google Home Speaker natürlich auch dazu, verbundene Smart-Home-Geräte zu steuern. Dem Branchentrend folgend setzt Google dabei auf den herstellerübergreifenden Matter-Standard. Du kannst Matter-Geräte nicht nur über die Google-Home-App einrichten, sondern den Home Speaker auch als Thread Border Router nutzen.

Dadurch werden Befehle an kompatible Matter-Geräte direkt lokal im Heimnetzwerk ausgeführt, was die Ausfallsicherheit erhöht. Selbst verschachtelte Befehle wie „Dimme das Licht auf 60 Prozent, schalte die Stehlampe ein und starte meine Entspannungs-Playlist“ setzt Gemini korrekt um. Im Test fügt sich der Speaker zudem nahtlos in ein bereits konfiguriertes Google-Home-System ein. Er harmonierte dabei auch mit dem Google TV Streamer, der bereits als Thread Border Router im Einsatz war. Geräte, die mit Google Home kompatibel oder allgemein Matter-tauglich sind, kannst du unkompliziert in der Google-Home-App konfigurieren.
Google Home Speaker im Klangtest
Trotz des Fokus auf den „Smart“-Aspekt vergessen wir natürlich auch nicht den „Speaker“-Teil. Wie gut klingt der neue Google-Lautsprecher bei der Musikwiedergabe? Um es kurz zu machen: Er klingt okay. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Google verbaut dazu einen einzelnen 58-Millimeter-Breitbandtreiber. Dessen Klangprofil ist in erster Linie darauf ausgelegt, den Raum möglichst gleichmäßig mit Musik zu füllen. Das gelingt trotz der geringen Größe der Klangkugel auch überzeugend. Je nach musikalischen Vorlieben musst du aber mit Abstrichen rechnen.
Am ehesten überzeugt der Google Home Speaker bei ruhigerer Musik: Singer-Songwriter, Jazz und Co. stehen dem kompakten Lautsprecher sehr gut. Billie Eilishs Ocean Eyes wabert warm und voluminös durch den Testraum, die hauchende Gesangstimme projiziert der Google Home Speaker sauber in seine Umgebung.

Wird es rockiger, geht dem Google-Lautsprecher aber leider die Puste aus. Die wuchtigen Gitarren im Rise-Against-Brecher Savior verlieren ihren Punch, während die Gesangstimme von Frontmann Tim McIlrath weiterhin kräftig tönt. Für Hip Hop oder EDM mangelt es dem Google Home Speaker hingegen an Bassstärke, um vollends zu überzeugen. Hier sind andere Smart Speaker in ähnlichen Preisregionen flexibler aufgestellt, etwa der Amazon Echo Dot Max.

Angesichts der kleinen Gehäusemaße meckern wir hier aber auf hohem Niveau: Als „Küchenradio Deluxe“ oder auch für die Hintergrundbeschallung bei der Arbeit genügt der Google Home Speaker locker. Für allzu hohe Pegel ist er ohnehin nicht ausgelegt.
Ein Wort der Warnung aber noch: Drehen wir die Lautstärke ins obere Drittel, wird der Klang schnell unangenehm. Auch die Mikrofone reagieren dann nicht mehr so zuverlässig, wie bei „normalen“ Lautstärken. Im Vergleich zum älteren Google Nest Audio fehlt dem neuen Speaker der dedizierte Hochtöner und damit klangliche Flexibilität. Dennoch: In seiner kompakten Bauform schlägt er sich im Alltag insgesamt wacker.
Google Home Speaker im Test: Fazit
Der Google Home Speaker ist der vielleicht smarteste Smart Speaker, den wir bislang getestet haben. Die Kombination aus flüssiger Gemini-Plauderei mit aktuellem Wissensstand und der Top-Integration ins vernetzte Zuhause überzeugt im Test fast durch die Bank. Klanglich positioniert sich die platte Google-Kugel hingegen eher im Mittelfeld. In seiner Preisklasse gibt es durchaus vernetzte Lautsprecher, die Musik besser in Szene setzen. Den Gemini-Vorteil wird der Google Home Speaker zudem nicht allzu lange exklusiv haben. Hast du etwa einen Nest-Lautsprecher im Einsatz, erhält dieser per Update ebenfalls den neuen Assistenten; andere Hersteller dürften mittelfristig ebenfalls nachziehen. Hinzu kommt, dass nicht alle Funktionen ohne Abo funktionieren und es teils etwas dauert, bis Gemini reagiert.
Trotz dieser Kritik: Mit dem Google Home Speaker zeigt Google, was bei der Sprachsteuerung im vernetzten Zuhause möglich ist. Geht es dir also vor allem um „echte“ Konversationen, führen wenig Wege am Google Home Speaker vorbei.
Aktuelle Angebote
| Technische Daten | |
| Schnittstellen | Bluetooth 5.4, Google Cast, Spotify Connect, Thread 1.3 Border Router, Matter |
| WLAN-Verbindung | Wi-Fi 6 802.11ax (2,4 GHz/5 GHz) |
| Sprachassistenten | Gemini |
| Akku | – |
| Stereo-Kopplung | Ja |
| Gewicht | 396 g |
| Abmessungen (HxØ) | 87 × 107 mm |
| Wasser- und Staubschutz | – |
| Steuerungs-App | Ja |
| Verfügbare Farben | Schwarz, Weiß |
| Preis | 119 Euro |
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