Soundboks Rider im Test: So klein und doch so laut
- Preis
- 499 Euro
- Abmessungen (BxHxT)
- 240 x 350 x 200 mm
- Gewicht
- 6,5 kg
- Akku-Laufzeit
- 35 Std. bei mittlerer Lautstärke / 8 Std. bei voller Lautstärke
- Akku-Ladezeit
- n.A.
- Verfügbare Farben
- Schwarz
- Anschlüsse / Schnittstellen
- BT, 1x 3,5-mm-Klinkeneingang, USB-C (nur Laden)
Kaum zu glauben, wie laut diese kleine Box wird. Die Soundboks Rider ist nicht die ausgeglichenste oder pegelfesteste Box, aber deiner nächsten WG-Party oder Geburtstagsfeier im Park wird sie definitiv ordentlich einheizen.
- Durchsetzungsfähiger Sound
- Lange Akkulaufzeit
- Akku einfach austauschbar
- Kompakt, leicht und trotzdem robust
- Klang könnte musikalischer sein
- Kein TeamUp oder Auracast, um die Rider in Lautsprechergruppen zu verwenden
- Teuer
Die Soundboks schrumpft: Erst wurde aus der Soundboks 4 die Soundboks Mix, und jetzt hat die Marke mit der Soundboks Rider auch noch ihre bisher kleinste Partybox vorgestellt. Da uns schon die Mix mit ihrem ohrenbetäubenden Klang überrascht hat, waren wir gespannt, ob auch die Rider viel mehr liefert, als sie auf den ersten Blick verspricht.
Soundboks Rider im Klang-Check
Allzu viel Platz für Treiber bietet die Soundboks Rider nicht. Sie beschränkt sich auf das Nötigste: Auf der Front sitzen ein Tiefmitteltöner mit rund 20 Zentimetern Durchmesser sowie ein ca. drei Zentimeter messender Hochtöner. Der Tiefmitteltöner ist etwas kleiner als der der Soundboks Mix und die Rider verzichtet zudem auf ein Bassreflexrohr – das hat wohl keinen Platz mehr gefunden.
Um es nicht zu spannend zu machen: Auch die Soundboks Rider beeindruckt klanglich. Größere Bluetooth-Lautsprecher wie die JBL Boombox 4 hängt sie mit ihrer schieren Kraft ab. Benzas Techno-Song Dancefloor Oriented drückt sie uns mit einem Elan in die Ohren, den wir ihr angesichts ihrer Form gar nicht zugetraut hätten.

Natürlich ist nichts auf der Welt perfekt, und so hat auch die Soundboks Rider ihre Schwächen. Die hörst du vor allem dann, wenn du abseits von elektronischen Genres wie Pop, Hip-Hop und Techno auch gern mal akustische Musik hörst. Dann zeigt sich nämlich, dass die Soundboks Rider die tiefen Mitten – und natürlich den Bass – deutlich anhebt. Songs klingen dadurch oft sehr dumpf – z. B. Bad Bunnys Nuevayol, das Trap-Beats mit einem Salsaorchester verbindet. Letzteres geht im aufgedunsenen Tiefmitten- und Bassbereich leider ziemlich unter, als hätte man ihm einen dicken Schleier übergehängt. Uns erinnert der Sound ein wenig an die Akustik draußen vorm Club, wo die dicken Wände nur noch den Bass wirklich durchlassen und alles andere mehr oder weniger schlucken.

Ob du mit der Rider glücklich wirst, hängt also stark davon ab, welche Musikrichtungen du gern hörst. Gerade Techno-Musik macht mit ihr aber richtig Spaß. Sie ist auch laut genug, um sich gegen Menschenmengen oder Outdoor-Umgebungen durchzusetzen – zumindest bis zu einem bestimmten Grad. Auf offenem Feld würden wir eher zur massiven Soundboks 4 greifen. Die Soundboks Rider wird nämlich ziemlich laut, aber schon die Soundboks Mix hängt sie in diesem Punkt ab. Außerdem verzerrt die Rider den Klang mit steigender Lautstärke zunehmend. Ihre großen Schwestern können hier aus volleren Reserven schöpfen.
Übrigens: Wir haben im Test größtenteils den „Outdoor“-Modus verwendet, da dieser uns am ausgewogensten erschien. Zusätzlich hat die Soundboks Rider noch einen Modus namens „Bass+“, einen „Indoor“-Modus und ermöglicht es dir zuletzt, ein eigenes Equalizerprofil zu erstellen.
Dich interessiert, wie die kleine Soundboks im Vergleich zu anderen Partyboxen abschneidet? Dann wirf einen Blick auf unsere Bestenliste:
Soundboks Rider in der Praxis – Akku, Wasserschutz und mehr
Wie alle Soundboksen ist auch die Rider für den Einsatz unterwegs gedacht. Sie ist klein und leicht genug, um sie selbst auf dem Fahrrad problemlos mitzunehmen. Die Silikonkugeln auf den Ecken sollen sie gegen Stürze schützen. Und nach IP66 ist die Rider sowohl staubdicht als auch gegen starkes Strahlwasser gewappnet.

Besonders wichtig ist unterwegs aber der Akku. Der ist, typisch für Soundboks, ganz einfach austauschbar. Laut Datenblatt versorgt er die Soundboks bei mittlerem Lautstärkepegel für ca. 35 Stunden mit Strom, bei voller Lautstärke für bis zu acht Stunden. Damit ist sie relativ gut aufgestellt. Zum Vergleich: Die ähnlich kleine JBL Partybox Encore 2 kommt auf bis zu 15 Stunden Akkulaufzeit.
Bluetooth und Klinke – das war’s
In den meisten Fällen wirst du die Soundboks Rider wahrscheinlich per Bluetooth mit Musik versorgen. Viele Alternativen hast du auch nicht. Denn der einzige Audioanschluss der Box ist ein 3,5-Millimeter-Klinkeneingang. Das ist bei Partyboxen in dieser Größenordnung normal.

Am Akku sitzt dann aber noch ein USB‑C‑Anschluss. Über diesen kannst du entweder die Batterie aufladen oder die Box als Powerbank für dein Handy nutzen.
Kein TeamUp, kein Auracast
Schade: Der Rider fehlt Soundboks‘ TeamUp-Funktion, über die du mehrere kompatible Boxen miteinander verbinden und synchron spielen lassen kannst. Heißt: Falls du bereits eine Soundboks 4 und eine Soundboks Mix besitzt, kannst du diese im Verbund betreiben – die Soundboks Rider bleibt aber außen vor. Dass die Funktion fehlt, finden wir ohnehin schon schade. Genauso bedauern wir es aber, dass sich Soundboks weiterhin Bluetooth Auracast entsagt. JBL, Marshall und Sony nutzen es bereits, um ihre Partyboxen untereinander zu verbinden.

Das Gute an Auracast: Wenn die Hersteller es nicht aktiv unterbinden, können damit sogar Boxen unterschiedlicher Marken zusammenspielen. Wir konnten das z. B. mit JBL und Marshall bereits ausprobieren. Dass Soundboks hier nicht mitmacht, wirkt auf uns etwas aus der Zeit gefallen.
Die Bedienung der Soundboks Rider
Mit Blick auf die Bedienung ist die Soundboks Rider sehr einfach gestrickt. An ihrer rechten Seite sitzen lediglich zwei Bedienelemente: der Ein-/Ausschalter sowie ein Lautstärkerad. Am Akku sitzt außerdem noch ein Knopf, den wir bei der ersten Inbetriebnahme einmal lang drücken mussten, bevor wir die Box einschalten konnten. Über diesen Knopf kannst du dir auch anhand von LEDs den Akkustand der Rider anzeigen lassen.

Ähnlich simpel ist Soundboks‘ Steuerungs-App. Hier kannst du die verschiedenen Sound-Modi wechseln oder die Lautstärke anpassen. Letzteres ist sogar recht wichtig, da die Lautstärke der Box von der Lautstärke des verbundenen Smartphones entkoppelt ist. Egal, wie laut du am Handy schaltest – ist die Lautstärke in der App zu niedrig, wirst du nichts hören.
Das war’s auch schon mit Funktionen. Je nach deinen persönlichen Ansprüchen ist die Soundboks Rider damit erfreulich simpel gestrickt … oder bedauerlich spärlich ausgestattet. Fakt ist, dass andere Hersteller dir hier mehr bieten. Sei es Partybeleuchtung, DJ-Effekte oder Karaoke-Modi.
Hier und da ein Stottern
Alles in allem verlief unser Testalltag mit der Soundboks Rider erfreulich reibungslos. Nur an manchen Stellen sehen wir noch Verbesserungspotenzial. So hatten wir im Test zweimal das Problem, dass Teile der App nicht richtig geladen wurden. Und obwohl wir über die App die Funktion „Auto Connect“ aktiviert hatten, verband die Soundboks Rider sich gelegentlich nach dem Einschalten nicht automatisch mit unserem gekoppelten Handy.
Schade finden wir außerdem, dass es keinen eigenen Knopf gibt, um den Sound-Modus schnell zu wechseln. Am Ende sind das aber kleine Stolpersteine, die selten auftreten oder sich leicht umgehen lassen.
Design: klein, leicht, handlich
Zum Design gibt’s nicht viel zu sagen: Die Soundboks Rider ist eine Soundboks. Die Boxen der dänischen Marke sind robust und funktional designt, mit schützenden Kugeln auf den Ecken und einem grobmaschigen, industriell wirkenden Frontgitter.

Mit nur 35 Zentimetern Länge und einem Gewicht von 6,5 Kilogramm ist die Soundboks Rider vergleichsweise einfach mitzunehmen. Um sie einfach mit einer Hand tragen zu können, sitzt oben rechts ins Gehäuse eingelassen ein stabiler Griff. Du kannst die Box zudem mit dem Tragegurt der Firma verwenden, der kostet allerdings 60 Euro Aufpreis.
Unser Fazit zur Soundboks Rider
Es ist beeindruckend, was Soundboks aus einem derart kleinen Gehäuse zaubern kann. Die Rider ist definitiv nicht die ausgeglichenste oder pegelfesteste Box – aber deiner nächsten WG-Party oder Geburtstagsfeier im Park wird sie ordentlich einheizen können. Elektronische Genres wie Techno liegen ihr dabei besonders gut. Und mit ihrer langen Akkulaufzeit, dem Soundboks-typisch robusten Design und starkem Wasserschutz fällt die Feier auch sicher nicht so schnell ins Wasser.
| Technische Daten | |
| Preis | 499 Euro |
| Abmessungen (BxHxT) | 240 x 350 x 200 mm |
| Gewicht | 6,5 kg |
| Akku-Laufzeit | 35 Std. bei mittlerer Lautstärke / 8 Std. bei voller Lautstärke |
| Akku-Ladezeit | n.A. |
| Powerbank | Ja |
| Wasser- und Staubschutz | IP66 |
| Verfügbare Farben | Schwarz |
| Anschlüsse / Schnittstellen | BT, 1x 3,5-mm-Klinkeneingang, USB-C (nur Laden) |
| Audio-Ausgänge | – |
| Steuerungs-App | Ja |
| Trage-Vorrichtung | Tragegriff, Halterung für Tragegurt |
| Mitgeliefertes Zubehör | – |
| Stereo-Kopplung | Nein |
| Treiber | 1x Tieftöner, 1x Hochtöner |
| Klangeinstellungen | Equalizer |
Du möchtest dich vor dem Kauf noch weiter umschauen? Hier findest du mehr Partyboxen, die wir getestet haben:

