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Sennheiser Momentum True Wireless 5 im Test: Die neuen Testsieger!

Nach knapp zweieinhalb Jahren liefert Sennheiser mit den Momentum True Wireless 5 die Nachfolger für die beliebte vierte Generation. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen.
Sennheiser Momentum True Wireless 5 Titelbild | HIFI.DE Test
Bluetooth-Standard
6.0
Akku-Laufzeit
Bis 12 Std. ohne ANC; mit Ladecase bis 40 Std.
Noise Cancelling
Ja
Codecs
SBC, AAC, aptX, aptX Adaptive/Lossless
Preis
299,90 Euro
In Kürze
Die Sennheiser Momentum True Wireless 5 setzen mit bestechendem Klang, starkem ANC, der gewohnt ausführlichen App und auswechselbaren Akkus einen neuen Standard im In-Ear-Sektor, an dem sich die Konkurrenz in Zukunft messen lassen muss.
Vorteile
  • Hervorragender Sound
  • Deutlich verbessertes ANC
  • Sehr gute App
  • Akku auswechselbar (Case und Buds)
Nachteile
  • Auracast zum Start nicht unterstützt
  • Leises Rauschen im Transparenz-Modus
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Die Sennheiser Momentum True Wireless 5 treten in große Fußstapfen. Denn auch 2026 können ihre Vorgänger, die Momentum True Wireless 4, noch mühelos mit den besten In-Ears auf dem Markt mithalten. Ob Sennheiser mit sinnvollen Verbesserungen ein noch besseres Produkt aus ihrem In-Ear-Flaggschiff gemacht hat? Wir machen den Praxistest.

Die Sennheiser Momentum True Wireless 5 kannst du hier bestellen:

Sennheiser Momentum True Wireless 5 im Klangtest

Wenn es eine Disziplin gab, in der die Momentum True Wireless 4 sich den Testsieg definitiv verdient hätten, dann war das wohl der Sound. Kraftvolle Bässe, eine dynamische Klangbühne und eine exzellente Balance aus analytischer Feinauflösung und musikalischer Spielfreude machten und machen die Momentum True Wireless 4 zu den In-Ear-Kopfhörern, an denen sich Neulinge immer wieder messen dürfen.

Sennheiser Momentum True Wireless 5 – Case in der Hand
Schon auf den ersten Blick machen die Sennheiser Momentum True Wireless 5 einiges anders. Aber was steckt drin?

Da stellen wir uns natürlich die Frage, wie die Momentum True Wireless 5 da noch eine Schippe drauflegen wollen. Um das herauszufinden, hören wir uns gleich noch mal mit beiden Modellen durch unsere Playlist und machen den direkten Vergleich. Los geht’s mit Burn the Witch von Radiohead und Thundercats No More Lies, mit denen uns schon das Vorgängermodell begeistern konnte.

Sennheiser Momentum True Wireless 5 – Einzelner Bud liegend
Die Sennheiser Momentum True Wireless 5 knüpfen soundtechnisch bei der vierten Generation an – und legen noch eine Schippe drauf.

Und auch die Momentum True Wireless 5 wissen, das Beste aus den beiden Tracks herauszuholen. Radioheads orchestrale Inszenierung fährt mit imposanter Breite auf und lässt zeitgleich Thom Yorkes elegischen Vocals genügend Freiraum. Ähnlich überzeugend fällt das Wechselspiel aus schweren Synths und prominenten Stimmen in Thundercats und Tame Impalas Kooperation aus. Die Momentum True Wireless 5 verschlucken nichts und lassen selbst das retronostalgische Outro warm und intim wirken.

Der Härtetest: Wie klingt dieser Song?

Weiter geht’s mit Metronomys Whitsand Bay, das wir immer wieder gern als Gradmesser dafür heranziehen, wie flexibel und auch subtil die Kopfhörer arbeiten können. Ob knackige Beats, klares Bassspiel, Gitarrenläufe durch den Raum oder eine dichte, hintergründige Atmosphäre – der Song bietet alles, was aus mäßigen Earbuds gern etwas grobschlächtig und schlichtweg flach klingt.

Sennheiser Momentum True Wireless 5 – Beide Kopfhörer neben dem Case
Der Drahtseilakt zwischen klinischer Feinauflösung und alltagstauglichem Spaßfaktor ist für die Momentum True Wireless 5 kein Problem.

Anders bei den Momentum True Wireless 5, die keine Probleme damit haben, den Bass organisch und intensiv klingen zu lassen, ohne dabei die Räumlichkeit und Akkuratesse anderer Frequenzen als Wegzoll leisten zu müssen. Mit den Sennheiser-Kopfhörern lehnen wir uns liebend gern im Sofa zurück und lauschen, wie im ersten Drittel die Gitarren um uns herumtanzen. Auch wenn das Klangbild dem des Vorgängermodells nicht unähnlich ist, finden wir aber, dass besonders in der Intensität und Dichte noch mal eine Schippe draufgelegt wurde.

Von Rock über Hip-Hop bis zu Dance und House

Auch die bisherigen Testsieger, die Sony WF-1000XM6, können hier nicht mithalten, was nicht zuletzt im etwas roheren Taxes der New Yorker Band Geese ohrenfällig wird. Hier konnten wir den Sony-Kopfhörern im Test keinerlei Vorwürfe machen, lobten sogar die natürliche Abbildung der bandinternen Dynamik, die jeden noch so unerwarteten Instrumentalerguss als Teil des großen Ganzen erscheinen ließ.

Sennheiser Momentum True Wireless 5 – Case offen
Auch mit den Sony WF-1000XM6 können die Momentum True Wireless 5 es aufnehmen.

Mit den Sennheiser Momentum True Wireless 5 fühlen wir uns jetzt noch unmittelbarer involviert, nehmen den Sound als noch näher, dringlicher und infolgedessen immersiver wahr. Genretechnisch sehen wir diesem Gesamteindruck keine Grenzen gesetzt. Auch im Hip-Hop, hier bei Little Simz‘ Introvert und Doechiis Nissan Altima, fühlen sich die In-Ears mit Noise Cancelling pudelwohl und emanzipieren sich sogar etwas vom klinischeren Eindruck der Momentum True Wireless 4.

Jorja Smiths aktuelles und stark von Dance- und House-Musik beeinflusstes Album What Are The Odds profitiert im Test außerdem von einer Verbesserung, auf die wir erst später genauer eingehen wollen – dem stärkeren Noise Cancelling. Schon passiv fühlen wir uns von den Momentum True Wireless 5 effizienter abgeschirmt, aktiv dann erst recht. Und das macht auch polierten Produktionen den Weg frei, Feinheiten zu offenbaren, die auf der Tanzfläche auch mal untergehen dürfen.

Wenn du wissen willst, wie die anderen Top-Modelle im Klangtest abgeschnitten haben, kannst du einen Blick auf unsere Bestenliste der besten In-Ear-Kopfhörer mit Noise Cancelling werfen:

Ab in die App: Hier gibt es viel zu entdecken

Wenn du zu den Nutzer:innen gehörst, die ihre In-Ear-Kopfhörer einfach nur auspacken, einlegen und sich mit den Werkseinstellungen zufriedengeben, kannst du den folgenden Abschnitt eigentlich überspringen. Wir geben zu: Mit den Momentum True Wireless 5 kommst du klangtechnisch auch zurecht, ohne zum Equalizer zu greifen. Ein Blick in die App, die sowohl für iOS als auch für Android verfügbar ist, lohnt sich aber trotzdem.

Der Equalizer, mit dem du diverse Presets für unterschiedliche Genres ansteuern kannst, lässt dir nämlich bei jedem einzelnen voreingestellten Klangprofil die Option frei, selbst Hand anzulegen. Du kannst also, von Sennheisers Vorschlag ausgehend, die Profile für Rock, Pop, Film und mehr im Acht-Band-Equalizer personalisieren. Das gefällt uns deutlich besser als bei großen Teilen der Konkurrenz, wo die Presets fix und eigene Profile nur zusätzlich dazu möglich sind. Als schneller Fix für Podcasts oder bestimmte Genres stehen zudem Toggles zur „Bassanhebung“ und für „Speech Clarity“ bereit. Wir würden aber doch immer eher zum EQ raten, da du die Änderungen hier besser nachvollziehen kannst.

Als kleines Highlight, das wir so auch schon von den Momentum True Wireless 4 kennen, steht in der App die Funktion „Soundzonen“ bereit. Hier kannst du bestimmte EQ-Profile und ANC-Einstellungen an bestimmte Orte knüpfen. Dafür muss natürlich die Standorterkennung aktiviert sein. Das würden wir wegen der GPS-unterstützten Suchfunktion für die Buds aber ohnehin empfehlen.

Soundzonen: Das Ass in Sennheisers Ärmel

Im Test legen wir etwa eine Soundzone für die Arbeit im Büro an, bei der ANC aktiviert und der Equalizer auf „Neutral“ eingestellt ist. Verlassen wir das Büro, wechseln die Kopfhörer in den Transparenz-Modus und das EQ-Profil für Pop-Musik. Auf dem Heimweg Charli XCX hören, ohne dabei von heraneilenden Fahrrädern erfasst zu werden, ist dann kein Problem mehr – fantastisch! Weil Soundzonen sich nur auf 100 Meter genau festlegen lassen, setzt der Wechsel erst nach einigen Schritten an der Straße entlang ein, erspart uns aber definitiv den einen oder anderen Griff zum Smartphone.

Wie schon beim 4er-Modell empfehlen wir dir, hier gleich nach dem Unboxing zehn bis zwanzig Minuten zu investieren, um die Soundzonen so einzurichten, wie du sie am ehesten benötigen könntest. Du nutzt zu Hause tagsüber immer den Transparenz-Modus, um die Türklingel nicht zu überhören? In der Bibliothek ist ANC für dich unverzichtbar? Weil mehrere Soundzonen gleichzeitig aktiviert werden können, kannst du dich hier nach Belieben austoben.

Sennheiser Momentum True Wireless 5 – Im Ohr Bedienung
Die Soundzonen ersparen dir nicht nur den einen oder anderen Griff zum Smartphone, sondern ersetzen und ergänzen teilweise sogar die Bedienung an den Buds selbst.

Einziges Manko: Wir würden uns noch über die Möglichkeit freuen, auch die Uhrzeit für einzelne Soundzonen festlegen zu können. So könnten wir die Kopfhörer abends in den ANC-Modus wechseln lassen, auch wenn wir die Wohnung nicht verlassen.

3D-Audio, Head-Tracking, Dolby Atmos – was steckt dahinter?

Auch Sennheiser wirbt, wie so viele andere Hersteller, aufwendig mit dem Support von 3D-Audio, Dolby Atmos und Co. Und das möchten wir jedenfalls kurz einordnen. In der Theorie und Praxis unterstützen nämlich alle Kopfhörer Dolby Atmos und müssen dafür nicht erst zertifiziert werden. Bei Dolby Atmos handelt es sich schlichtweg um ein objektbasiertes Audioformat, bei dem nicht für klassische Spuren abgemischt wird, sondern Audio-„Objekte“ frei im Raum platziert werden können. Ist ein Musikstück bei einem Streaming-Dienst in Dolby Atmos verfügbar, werden deine Kopfhörer ihr Bestes geben, dies auch räumlich ansprechend abzubilden. Und das geht mit Kopfhörern tatsächlich besser als mit simplen Bluetooth-Speakern oder einer Soundbar ohne Upfiring-Treiber.

Was Sennheiser hier anbietet, ist hingegen eine optimierte Klangeinstellung, um jegliche Audioformate räumlicher klingen zu lassen. Du aktivierst mit dem Toggle in der App also nicht Dolby Atmos, sondern hörst dann gegebenenfalls für die Stereo-Wiedergabe abgemischte Tracks, die mit 3D-Effekten angereichert wurden. Erwähnenswert ist hingegen, dass die Sennheiser Momentum True Wireless 5 Head-Tracking bieten – und sogar ziemlich Gutes! Die Funktion erkennt deine Kopfhaltung und platziert die Wiedergabe auf einer virtuellen Bühne vor deinem Auge. Drehst du dich nach rechts, kommt die Musik scheinbar von links.

Das macht zum Beispiel beim Video-Streaming mit Netflix und Co. wirklich Spaß und „ersetzt“ quasi eine Soundbar, wenn es für die Nachbar:innen mal zu laut wird.

Bedienung am Gerät: Touch-Gesten en masse

Für die Bedienung an den Earbuds selbst setzt Sennheiser auf Touch-Gesten und lässt dir bei der Belegung einzelner Befehle komplett freie Hand. Das gefällt, weil beide Buds autonom voneinander belegt werden können und selbst nischige Kommandos, wie das Aktivieren von ANC, so mit nur einer einfachen Berührung erledigt werden können.

Im Test nehmen wir die Touch-Bedienung als intuitiv und verlässlich wahr, auf Wunsch kann sie aber auch gänzlich deaktiviert werden, um etwa Fehleingaben zu vermeiden, wenn du beim Sport deine Kopfhörer richten möchtest.

Sennheiser Momentum True Wireless 5: Endlich ANC auf Top-Niveau

Bisher hießen die Platzhirsche im ANC-Sektor bei In-Ears Apple, Bose und Sony. Sennheiser konnte zwar immer wieder solide Leistungen abliefern, blieb umgeben von Google, Samsung und Co. aber immer eher der Anführer des Verfolgergrüppchens. Mit den Sennheiser Momentum True Wireless 5 ändert sich das dank mehrerer Detailverbesserungen jetzt endgültig.

Sennheiser Momentum True Wireless 5 – Im Ohr
Schon passiv isolieren die Momentum True Wireless 5 sehr gut, aktiv sorgen sie schnell für relative Stille.

Die aktive Geräuschunterdrückung der Sennheiser Momentum True Wireless 5 arbeitet ähnlich gut wie bei Apples AirPods Pro 3, Boses QuietComfort Ultra Earbuds (2. Gen.) und Sonys WF-1000XM6. Ihr Übriges leistet dabei auch die passive Geräuschunterdrückung, die von der bohnenförmigen Bauweise der Buds zu profitieren scheint. So isolieren die Momentum True Wireless 5 auch ohne gleichzeitige Musikwiedergabe erstaunlich effizient und sorgen mit Musik für komplette Stille.

Auch beim Transparenz-Modus bessert Sennheiser aus und verstärkt jetzt deutlich natürlicher. Das kommt noch nicht ganz an die AirPods Pro 3 heran, bei denen am ehesten das Gefühl freier Ohren entsteht. Das Gefühl der Desorientierung, das uns noch bei den Momentum True Wireless 4 plagte, ist jetzt aber Geschichte. Der einzige Makel des ansonsten ebenfalls exzellenten Transparenz-Modus bleibt weiterhin ein leises Grundrauschen, das aber weniger ins Gewicht fällt, als es bei den Momentum True Wireless 4 der Fall war.

Telefonate – immer noch nicht Spitze

Besser, aber immer noch nicht so gut wie bei Huaweis FreeBuds Pro 5 oder Technics‘ EAH-AZ100, ist die Qualität bei Anrufen. Besonders in lauten Umgebungen wird die Stimme hier nicht ganz so trennscharf isoliert, wie es bei Teilen der Konkurrenz der Fall ist. Für kurze Telefonate – erst recht in den eigenen vier Wänden – sind die Kopfhörer natürlich trotzdem geeignet. Wer hier das Non-Plus-Ultra sucht, kommt aber woanders besser und kostengünstiger ans Ziel.

Bluetooth 6.0, Codecs satt – aber ein kleines Downgrade

Sennheiser geht auch bei der Bluetooth-Ausstattung mit der Zeit und stattet die Momentum True Wireless 5 mit Bluetooth 6.0 aus. Mit aptX ist auch ein höherauflösender Codec an Bord, der, im richtigen Setup, einen hörbaren Unterschied zu SBC und AAC liefern kann. Nicht zuletzt ist aptX immer noch weiter verbreitet als LDAC, die Alternative aus dem Hause Sony.

Sennheiser Momentum True Wireless 5 – Case in der Hand
Theoretisch könnten die Momentum True Wireless 5 Auracast unterstützen. In der Praxis fehlt es aber.

Ein kleines Downgrade verbuchen die Momentum True Wireless 5 aber tatsächlich beim übrigen Bluetooth-Support. Multipoint ist natürlich weiterhin in der App vertreten, Auracast aber nicht. Sennheiser begründet die Abwesenheit damit, dass die Funktion schlichtweg nicht verbreitet genug sei, um einen App-Rollout zum aktuellen Zeitpunkt zu rechtfertigen. Das technische Fundament dafür besteht allerdings. Weil einige Smartphones schon nativ Auracast unterstützen und auch etwa aktuelle LG-Fernseher darauf setzen, finden wir den Verzicht eher schade und hoffen auf ein zeitnahes Update.

Momentum True Wireless 5 in der Praxis: Wasserschutz und Akkulaufzeit

Während der Wasserschutz auf solidem Level stagniert – die Momentum True Wireless 5 halten dank IP54 auch leichtem Regen und moderater Staubbelastung stand –, legt Sennheiser bei der Akkuleistung etwas nach. Bis zu 40 Stunden sollen die Kopfhörer mit dem Ladecase spielen können, ohne aktive Geräuschunterdrückung in dem Fall. Das wären dann zwölf Stunden am Stück und 28 zusätzliche Stunden aus dem Case.

Sennheiser Momentum True Wireless 5 – Zubehör
Ein USB-C-Kabel zum Laden der Kopfhörer liegt bei. Kabelloses Laden ist aber ebenfalls möglich.

Mit ANC relativiert sich diese imposante Angabe dann aber, hier sollen nur knapp sechs Stunden am Stück mit ANC drin sein. Das ist noch weit entfernt von den zehn Stunden, die etwa die Technics EAH-AZ100 bieten, reicht für den Alltag aber vollkommen. Vermutlich zerrt die spürbar verbesserte Geräuschunterdrückung doch ziemlich stark an den Batteriereserven der In-Ears. Diese werden dank Schnellladefunktion innerhalb von acht Minuten immerhin für eine Stunde Wiedergabezeit ausgestattet, wenn es mal schnell gehen muss.

Design: ein großer Schritt – in die richtige Richtung?

Einen großen und mutigen Schritt wagt Sennheiser beim Design, teilweise aus eigenen Stücken, teilweise aus Gründen der Rechtskonformität. Aber starten wir bei Ersterem. Der Hersteller verabschiedet sich mit den Sennheiser Momentum True Wireless 5 nämlich vom stoffüberzogenen, rechteckigen Case, das wie eine kleine Schatulle vom Juwelier anmutete, und geht eher konventionelle Wege.

Sennheiser Momentum True Wireless 5 – Vergleich mit MTW 4
Der optische Unterschied zwischen Momentum True Wireless 5 und 4 ist gewaltig.

Das neue Case steht aufrecht, ist deutlich schmaler und fällt so auch in der Hosentasche weniger auf. Bei der Oberfläche setzt Sennheiser auf angerauten Kunststoff, der gut in der Hand liegt, einigen aber natürlich nicht ganz so hochwertig vorkommen mag, wie das ikonische Case des Vorgängermodells. Ein kleines, metallenes Logo an der Oberseite verrät, dass es sich hier um ein Sennheiser-Produkt handelt, erfüllt aber sonst keine Funktion. Wie schon bei den Accentum Clip mutet das eingelassene Logo zwar etwas wie ein Knopf an, ist aber eben keiner.

Einen warnenden Hinweis haben wir dann aber doch noch für dich. Wenn schon die Sony WF-1000XM5 mit ihrer klobigeren Bauweise zu viel für dein Ohr waren, könnten auch die Momentum True Wireless 5 Probleme bereiten. Weil die In-Ears weniger spitz zulaufen als die 4er sitzen sie zwar sicherer, könnten in einem kleineren Ohr aber auch ein unangenehmes Druckgefühl verursachen.

Neue EU‑Verordnung greift bald: Sennheiser handelt jetzt

Noch spannender sind aber eben nicht die ästhetischen Entscheidungen, von denen sich Sennheiser eventuell eine jüngere Zielgruppe verspricht (die fünf Farbversionen lassen grüßen), sondern die Maßnahmen zur Verlängerung der Langlebigkeit der neuen Kopfhörer.

Sennheiser Momentum True Wireless 5 – Vergleich der Cases von unten
Unscheinbar, aber klar sichtbar: Am rechten Rand der Momentum True Wireless 5 versteckt sich eine kleine Schraube, die den Weg zum Akku ebnet.

Sennheiser will schon jetzt die Anforderungen der EU an neue Tech-Releases, die ab 2027 gelten, erfüllen. So ermöglicht Sennheiser dir mit den Momentum True Wireless 5, den Akku von Buds und Case eigenhändig auszuwechseln. Mit einigen Handgriffen und einem Schraubendreher sind sowohl Case als auch Buds blitzschnell geöffnet und können mit frischen Batterien versorgt werden.

Sennheiser Momentum True Wireless 5 – Kopfhörer einzeln
Bei den Momentum True Wireless 5 gelangst du mittels eines beigelegten Werkzeugs ins Innere der Buds, um den Akku zu wechseln.

Um mit neuen Flaggschiffen mithalten zu können, die ab Januar 2027 ja dann verpflichtend einen ähnlichen Service bieten müssen, passt sich Sennheiser mit den Momentum True Wireless 5 schon frühzeitig an die Vorgaben an.

Unser Testfazit zu den Sennheiser Momentum True Wireless 5

Der Titel des Tests nimmt es schon vorweg, aber mit den Sennheiser Momentum True Wireless 5 bricht Sennheiser die jahrelange Sony-Dominanz an der Spitze unserer Bestenliste und stellt erstmals den Testsieger in der In-Ear-Kategorie. Wie das gelingt? Die Momentum True Wireless 5 bauen auf dem starken Klang der Vorgänger auf und schließen in anderen Bereichen zur Konkurrenz auf.

Das ANC ist hervorragend, die Akkuleistung in Ordnung und die App gewohnt komfortabel. Als „Early Adopter“ der neuen EU-Vorgaben haben die Momentum True Wireless 5 auch designtechnisch die Nase vorn und dürften erst wieder in Beschuss geraten, wenn auch andere Hersteller zukunftsfähige Hardware liefern. Apropos zukunftsfähig: Sobald Sennheiser den Auracast-Support nachliefert, erfährst du an dieser Stelle davon.

HIFI.DE Testsiegel In-Ear-Kopfhörer Sennheiser Momentum True Wireless 5 9.2

Die Sennheiser Momentum True Wireless 5 findest du bei MediaMarkt in drei Farben:

Technische Daten
Bluetooth-Standard 6.0
Akku-Laufzeit Bis 12 Std. ohne ANC; mit Ladecase bis 40 Std.
Schnellladefunktion 8 Minuten Laden für 1 Stunde Wiedergabe
Noise Cancelling Ja
Codecs SBC, AAC, aptX, aptX Adaptive/Lossless
Wassergeschützt IP54
Anschlüsse des Ladecase USB-C, Kabelloses Laden
Gewicht Hörer: 7 Gramm / Ladecase: 55 Gramm
Preis 299,90 Euro

Doch nicht die richtigen Kopfhörer für dich? In unserer Bestenliste findest du alle In-Ear-Kopfhörer, die wir getestet haben:

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