Startseite Kopfhörer Open-Ear Kopfhörer Das Ende von In-Ears? Open-Ear-Kopfhörer jagen Marktanteile ab

Das Ende von In-Ears? Open-Ear-Kopfhörer jagen Marktanteile ab

In-Ear-Kopfhörer stehen unter Druck. Die Auslieferungsmengen stagnieren, während Open-Ears immer mehr Fahrt aufnehmen.
Open-Ear-Kopfhörer sind weiter auf dem Vormarsch und setzen In-Ear-Earbuds zu. Bild: Shokz

Es ist dir vermutlich nicht entgangen: Open-Ears liegen aktuell voll im Trend. Das legt natürlich auch nahe, dass andere Arten von Kopfhörern darunter leiden könnten. Genau das belegt nun im Grunde eine Analyse der Marktforscher:innen von Omdia Research. Denn während die Auslieferungsmengen der offenen Kopfhörer deutlich angestiegen sind, herrscht im Bereich für In-Ear-Kopfhörer Stagnation.

So sind die internationalen Auslieferungsmengen von Open-Ears im zweiten Quartal 2026 um zwölf Prozent angestiegen. Parallel gab es im Bereich für kabellose In-Ears aber Stagnation bzw. im Jahresvergleich ein kleines Minus von 0,7 Prozent. Das ist auffällig, denn es ist das erste Mal seit Anfang 2023, dass der Markt geschrumpft ist. Während Apple zumindest ein kleines Wachstum mit seinen AirPods verbuchen konnte, gingen die Auslieferungsmengen etwa bei Huawei, Samsung und Xiaomi zurück.

In-Ear-Earbuds leiden unter dem aktuellen Open-Ear-Boom.
In-Ear-Earbuds leiden unter dem aktuellen Open-Ear-Boom. | Bild: Omdia Research

Omdia Research sieht sogar noch weiteres Wachstumspotenzial für die Open-Ears. Beispielsweise seien sie für die Kombination mit künstlicher Intelligenz (KI) prädestiniert. Die offene Bauweise könnte etwa für Echtzeit-Übersetzungen genau das Richtige sein. Denn du kannst dein Gegenüber voll wahrnehmen und gleichzeitig im Hintergrund z. B. einem KI-Dolmetscher lauschen. Obendrein sind derartige Modelle, etwa die OpenFit-Reihe von Shokz, bei Sportler:innen sehr beliebt. Sie machen Outdoor-Workouts deutlich sicherer, weil du den Straßenverkehr weiter klar hören kannst.

Open-Ears: Clip-on-Modelle werden immer beliebter

Hat uns ein wenig überrascht: Laut den Daten von Omdia stehen Clip-on-Modelle mittlerweile für 61 Prozent der Auslieferungsmengen der Open-Ear-Kopfhörer. Offenbar hat die modische Optik viele Kund:innen überzeugt. Die Varianten mit Earwings/Earhooks, welche besonders sicher sitzen, erfreuen sich jedoch bei Sportler:innen anhaltender Beliebtheit. Einer der großen Gewinner dieses Trends ist natürlich der Pionier Shokz. Dessen Auslieferungsmengen stiegen im Jahresvergleich im zweiten Quartal 2026 um satte 107,9 Prozent. Da dürften sicherlich einige Korken geknallt haben.

Das Wachstum konzentriert sich dabei vor allem auf den Preisbereich von 100 bis 199 US-Dollar, also im Klartext die Einstiegs- und Mittelklasse. Wir finden an der Entwicklung auch interessant, dass der Open-Ear-Bereich erst Fahrt aufgenommen hat, seitdem es Luftschallmodelle gibt. Denn die Knochenschall-Pendants gibt es zwar schon deutlich länger am Markt, sie müssen jedoch stärkere Kompromisse beim Klang eingehen. Das hatte offenbar zuvor viele Käufer:innen abgehalten, doch die Bedenken haben sich wohl im wahrsten Sinne des Wortes in Luft aufgelöst.

In den kommenden Jahren könnte sich dieser Trend noch fortsetzen. Open-Ears bleiben also ein wachsender Bereich. Im Alltag wirst du also vermutlich mehr und mehr Menschen mit solchen offenen Kopfhörern sehen. In-Ears sind zwar deswegen nicht vollkommen auf dem absteigenden Ast gelandet, rücken aber zumindest ein wenig in den Hintergrund.

Die besten Open-Ear-Modelle, die wir getestet haben, findest du hier:

zur Startseite
Für Links auf dieser Seite erhält HIFI.DE ggf. eine Provision vom Händler, z.B. für mit * oder gekennzeichnete. Mehr Infos.
Aktuelle Tests, Deals und News direkt in dein Postfach
Kein Spam. Kostenlos. Jederzeit abbestellbar.