Neue Vor-Endstufen-Kombi von Moon: 491 und 461 ergänzen Compass-Serie
Bild: MoonWas bekommst du, wenn du einen Streaming-Amp auf zwei Geräte aufteilst? Ja, weniger Platz im Regal, aber auch mehr Platz für klangrelevante Features. Kurz vor der High End 2026 ergänzt Moon (by Simaudio) nun die im vergangenen Jahr ins Leben gerufene Compass-Serie um eine solche Vor-Endstufen-Kombi. Wir verraten dir, was du vom Vorverstärker Moon 491 und der passenden Endstufe 461 erwarten kannst.
Moon 491 – Streamingfähige Schaltzentrale
Im September 2025 konnten wir von der Geburt einer neuen HiFi-Serie berichten. Das Debüt der Compass-Serie überließ man dem Streaming-Verstärker Moon 371. Der jetzt vorgestellte Moon 491 könnte sein Zwilling sein, verzichtet aber auf die Endstufen. Gleichgeblieben ist die Streaming- und Bedienungsplattform MiND 2, über die du nativ auf Qobuz, Tidal und Deezer zugreifen kannst. Spannenderweise zählt Moon auch Spotify zu den nativ in der Moon-App unterstützten Apps. Sollte das stimmen, wäre Moon eine der ganz wenigen Firmen, die dieses Feature bieten. Normalerweise ermöglicht Spotify nur über die Connect-Option, den Stream an HiFi-Geräte zu schicken. Aber selbst, wenn nicht, die Connect-Services von Spotify, Tidal und Qobuz werden natürlich ebenfalls unterstützt. Bluetooth, AirPlay und Roon Ready sind ebenfalls mit dabei.

Deinen Plattenspieler kannst du, wie schon beim Moon 371, mit dem internen Phono-Vorverstärker verbinden, ganz egal, ob du ein MM- oder MC-System verwendest. Auch bei den restlichen Eingängen überschneiden sich die beiden Geräte stark: ein Cinch- und ein XLR-Pärchen für analoge Quellen, sowie HDMI ARC, TOSlink und Koax für digitale Kost. Der Moon 491 tauscht jedoch einen der beiden Koax-Eingänge gegen eine XLR-Buchse für AES/EBU. Deine Musik verlässt den Vorverstärker in Richtung Endstufen sowohl via Cinch als auch via XLR.
Moon 461 – Schlanker Kraftprotz
Die passende Endstufe verwandelt dein vorverstärktes Musiksignal in bis zu 150 Watt pro Kanal, bzw. ganze 450 Watt im gebrückten Mono-Modus. Leider verrät uns der Hersteller nicht, bei wie viel Ohm Impedanz diese Werte gemessen wurden. Sobald wir Näheres wissen, verraten wir es dir hier. Die beiden Dual-Mono-Endstufen arbeiten in der Verstärkerklasse A/B und werden von zwei separaten Netzteilen mit Strom versorgt.

Wie schon beim Vollverstärker kommt auch hier wieder Moons Eigenentwicklung der MDCA-Architektur zum Einsatz. Der „Moon Distortion Cancelling Amplifier“ wurde ursprünglich für die Flaggschiffe der North-Serie entwickelt und soll Verzerrungen verhindern, bevor sie an den Lautsprechern ankommen.
Du kannst die Endstufe entweder für ein Stereopaar Lautsprecher nutzen, oder nur einen Lautsprecher anschließen und dich zwischen Bi-Amping und Bridge-Mode entscheiden.
Preis und Verfügbarkeit der neuen Compass-Modelle
Der Mix aus Netzwerk-Player und Vorstufe Moon 491 wird voraussichtlich 6800 Euro kosten und damit genauso viel wie sein Vollverstärker-Bruder 371. Die Endstufe Moon 461 liegt mit 5200 Euro etwas darunter. Mit dieser Summe nähert sich das Duo schon dem Preis, der für das Set aus Naim NSC 222 und Naim NAP 250 fällig wird. Wie sie im Vergleich abschneiden werden, können wir dir hoffentlich schon bald in unseren Tests verraten.
Bis dahin findest du alle von uns bereits getesteten Vorverstärker hier, in unserer Bestenliste:
