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Großer Streik bei Samsung droht – Auswirkungen würden viele treffen

Bei Samsung drohte ein massiver Streik. Dieser wurde zunächst abgewendet, doch was wären eigentlich die Folgen für dich?
Samsung konnte einen Streik in letzter Minute abwenden. Bild: Symbolbild; KI-generiert

Samsung Electronics ist nicht nur der Marktführer im weltweiten TV-Bereich, sondern auch in vielen anderen Produktsegmenten stark aufgestellt. Sicherlich kennst du etwa die Galaxy-Smartphones des südkoreanischen Herstellers. Dann wären da noch die Gaming-Monitore, Smartwatches und Tablets oder auch die Kopfhörer der Reihe Galaxy Buds. Und auch die Soundbar-Flaggschiffe des Anbieters überzeugen uns in Tests Jahr für Jahr. Doch was wäre, wenn es bei dem Elektronik-Giganten zu einem Streik käme? Dieses Szenario ist kürzlich real geworden.

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Auf den ersten Blick könntest du denken: „Na ja, dann streiken die südkoreanischen Mitarbeiter:innen bei Samsung und die Arbeit bleibt ein paar Tage liegen. Das kenne ich auch aus Deutschland.“ So einfach ist es jedoch keineswegs. Zwar sollte der Streik primär die Chip- und Halbleiterproduktion treffen, doch die Auswirkungen wären weltweit spürbar gewesen – wahrscheinlich auch im Markt für Fernsehgeräte. Denn der südkoreanische Hersteller ist aktuell sogar der international größte Produzent von Speicherchips. Und die sind aktuell wegen des KI-Hypes extrem gefragt.

Das heißt: Der ganze Markt ist ohnehin schon angespannt. Arbeitsspeicher- und SSD-Preise haben sich in den vergangenen Monaten vervielfacht. Das ist nichts Abstraktes, denn die Auswirkungen betreffen zahlreiche Produkte – Sony hat deswegen etwa erst vor einigen Wochen den Preis der PlayStation 5 um satte 100 Euro angehoben. Der ursprünglich geplante, 18-tägige Streik hätte vermutlich weitere Preiserhöhungen zur Folge gehabt. Zwar klingen 18 Tage nicht so dramatisch, für die Chip- und Halbleiterproduktion wären sie es jedoch in der Tat gewesen. Weltweit hätten die Lieferketten gelitten.

Samsung: Tausende Beschäftigte wollten streiken

Um es zu verdeutlichen: Die Chips und Halbleiter, die Samsung produziert, sind für die unterschiedlichsten Bereiche von massiver Wichtigkeit: Fernsehgeräte, Notebooks, Smartphones und viele Kategorien mehr wären von einem Produktionsstopp betroffen. Denn: Bei dem Hersteller wollten 45.000 bis 48.000 Menschen auf die Barrikaden gehen. Die Gewerkschaft forderte Lohnerhöhungen, eine Gewinnbeteiligung von 15 Prozent für alle Beschäftigten und die Abschaffung der bisherigen Bonus‑Obergrenze von 50 Prozent des Jahresgrundgehalts.

Pikant: Die Anlagen, die Chips und Speicher produzieren, kann man nicht einfach „mal eben“ abschalten. Vielmehr kann dies zu Schäden an den Produktionslinien führen. Sie wieder hochzufahren, ist ebenfalls ein diffiziles Unterfangen. Deswegen schritt sogar in Südkorea ein Gericht ein. Es wurde angeordnet, dass manche kritischen Systeme weiterlaufen müssen. Das Horrorszenario eines Streiks wurde zwar vorerst abgewendet (via Tagesschau), doch eine finale Einigung ist noch nicht erzielt. Ein Vorschlag von Samsung liegt bei der Gewerkschaft. Bis zum 27. Mai 2026 wird entschieden, ob er angenommen wird. Falls nicht, könnte dann tatsächlich ein großer Streik anstehen.

Klingt alles dramatisch, aber wie du schon herausliest: Samsung hat ein enormes Interesse daran, einen Streik abzuwenden. Hoffen wir also, dass es nicht zu einer überraschenden Wende kommt.

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