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Kodi 20 ist fertig: Mediacenter unterstützt jetzt AV1-Codec

Das quelloffene Mediacenter Kodi ist in Version 20 erschienen. Über 4.600 Änderungen sind laut den Entwickler*innen in das Projekt eingeflossen, darunter einige große Verbesserungen.
Kodi 20 Release

Kodi 20 war unter dem Codenamen „Nexus“ über ein Jahr in Entwicklung. Nun hat das Team hinter dem Open-Source-Projekt die finale Version für die diversen Plattformen veröffentlicht. Die Neuerungen von Nexus liegen vor allem unter der Haube und sollen eine rundere Nutzungserfahrung garantieren. Doch es gibt auch eine Reihe von handfesten Verbesserungen, die die Fans des Mediacenters erwarten.

Native AV1-Wiedergabe mit Kodi 20

Eine der wichtigsten Neuerungen: Kodi unterstützt jetzt den modernen Videocodec AV1. Auf kompatibler Hardware (etwa PCs mit neuerer Nvidia- oder AMD-Grafikkarte oder auf Intel-Prozessoren ab der elften Generation) kannst du entsprechend codiertes Videomaterial mit deutlich reduzierter Prozessorlast abspielen. Laut Kodi-Team macht sich das besonders bei Videos in 8K-Auflösung bemerkbar.

Die AV1-Unterstützung funktioniert auch mit Kodi-Addons. Wenn du via Kodi-Erweiterung entsprechende AV1-Streams abgreifst, etwa von YouTube oder Netflix, erfolgt die Wiedergabe per Hardware-Decodierung. Unterstützt dein Kodi-System keine hardwareseitige Decodierung, kannst du AV1-Videos natürlich trotzdem abspielen, allerdings ist die Performance dabei eher durchwachsen.

Mehrere Add-on-Instanzen, bessere Untertitel und HDR-Support für Windows

Eine weitere wichtige Neuerung von Kodi 20 ist die Möglichkeit, mehrere Instanzen der gleichen Erweiterung parallel zu nutzen. Verwendest du beispielsweise die Live-TV-Erweiterung TVHeadless, kannst du unter Nexus mehrere Instanzen davon einrichten, um beispielsweise unterschiedliche Sendersortierungen oder den Zugriff auf verschiedene TV-Server zu erreichen.

Nutzt du Kodi auf einem Windows-PC, kannst du dich hingegen auf eine erweiterte Unterstützung von HDR-Videos freuen. Die Entwickler*innen haben den internen Programmcode überarbeitet und erlauben nun die vollständige Darstellung von Videos mit erweiterten Farbraum- und Kontrastinformationen. Aus technischen Gründen findest du die HDR-Funktionen für Windows allerdings nur in der „klassischen“ Installer-Version, die du im Kodi-Downloadbereich herunterladen kannst. Die Windows-Store-Fassung muss auf die neuen HDR-Funktionen verzichten.

Alle Kodi-Versionen profitieren hingegen von der erweiterten Unterstützung von Untertitel-Formaten. Du kannst die Darstellung der Untertitel unter Nexus deutlich umfangreicher als bislang an deine eigenen Vorlieben anpassen.

Kodi 20: Download für Windows, macOS und Co.

Trotz der diversen großen Neuerungen erfolgte der Großteil der gut 4.600 Änderungen in Kodi 20 unter der Haube des Systems. Eine Umstellung der Bedienoberfläche musst du nicht befürchten, da Nexus den gleichen Standard-Skin verwendet wie Kodi 19 alias „Matrix“.

Kodi 20 ist mittlerweile auf allen kompatiblen Plattformen verfügbar, etwa Windows, macOS, die diversen Linux-Distributionen oder auch Android. Auch auf Streaming-Boxen von Amazon, wie dem Fire TV Cube, kannst du Kodi 20 installieren. Wie du dabei vorgehst, zeigen wir dir in dieser Anleitung.

Wie Fire TVs im Vergleich zu anderen Streaming-Sticks und -Boxen abschneiden, kannst du in unserer Bestenliste nachschauen:

Wenn du viele Kodi-Erweiterungen eingerichtet hast oder dir generell Sorgen darum machst, dass die neue Version deine Konfiguration durcheinander bringt, solltest du vor dem Versionsupgrade einen Blick in die Kodi-Foren werfen. Hier erfährst du, ob es zu Problemen bei der Verwendung von Kodi 20 kommen kann.

Generell plant das Kodi-Team, auch nach dem Versionssprung noch kleinere Updates für frühere Kodi-Versionen zu veröffentlichen, die Fehler beheben und die Stabilität verbessern. Hinter den Kulissen haben außerdem schon die Arbeiten an Kodi 21, Codename „Omega“, begonnen. Langweilig wird es für Kodi-Fans also nicht.

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