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Tonabnehmer Test: Die besten Systeme für deinen Plattenspieler 2026

Auch der beste Plattenspieler ist nur so gut wie sein Tonabnehmer. Egal, ob MM oder MC: HIFI.DE testet regelmäßig die spannendsten Systeme und verrät dir, welches zu dir passt.
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  1. Vorteile
    • Saubere Abtastung auch schwieriger Platten
    • Dynamischer, neutraler, transparenter Klang, sehr ausgewogen
    • Gut sitzender Nadelschutz
    Nachteile
    • Entfaltet volles Potenzial nur an schwereren Armen
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    Vorteile
    • Angenehm weicher, präzise aufgelöster Klang
    • Exzellente Abtastfähigkeit
    • Einfach zu montieren
    Nachteile
    • Nadelschutz könnte fester sitzen
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    Vorteile
    • Hohe Auflösung, zugleich unaufdringlich-stimmiger Ton
    • Sehr verzerrungs- und verfärbungsarme Abtastung
    Nachteile
    • Nicht für jeden Phonoeingang gleich gut geeignet
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    Vorteile
    • Lebendiger, fein aufgelöster Klang
    • Angenehm in Montage und Handhabung
    Nachteile
    • Etwas fummeliger Wechsel des Nadeleinschubs
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    Vorteile
    • Ausgewogener, druckvoller Klang
    • Einfache Montage
    Nachteile
    • Reagiert empfindlich auf zu hohe Kapazität am Phonoeingang
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    Vorteile
    • Neutraler Klang, großzügige Räumlichkeit
    • Zahlreiche Upgrademöglichkeiten durch Nadeltausch
    Nachteile
    • Genaue Justage durch die runde Vorderseite etwas schwierig
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    Vorteile
    • Gutes Upgrade / Ersatz für alte Low-Mass-Systeme
    • Auch an modernen Armen ausgewogener, sauberer Klang
    Nachteile
    • Im Tiefton eher weicher Klang
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    Vorteile
    • Sehr angenehmer, druckvoller Klang
    • gutmütig bei dünnen, komprimierten Aufnahmen
    • Zahlreiche Upgrademöglichkeiten durch Nadeltausch
    Nachteile
    • wenig Auflösung bei schwierigen, dichten Aufnahmen

Oft beginnt das Hobby Vinyl mit einem einfachen Komplett-Plattenspieler. Tonarm und Tonabnehmer sind hier ab Werk vormontiert, und manchmal ist sogar der Phono-Vorverstärker gleich integriert. Wenn du dann nach einer Weile ausprobieren möchtest, was klanglich in der guten alten Schallplatte steckt, erreichst du in vielen Fällen mit einem neuen Tonabnehmer ein erhebliches Klang-Update. Das wundert nicht, denn die Nadel ist das erste und wichtigste Glied der hochsensiblen Vinyl-Wiedergabe. Egal, welches Budget du hast: Unsere Bestenliste hilft dir dabei, den besten Tonabnehmer für deine Anlage zu finden.

In unserer Bestenliste findest du Tonabnehmer von großen Playern wie Ortofon, aber auch unbekanntere Systeme. Unter ihnen sind Systeme für deinen Plattenspieler-Einstieg, aber auch die passende Nadel für deine High-End-Anlage. Dabei wird dir auffallen, dass die obersten Plätze unserer Bestenliste von MC-Tonabnehmern besetzt werden. Warum das so ist – und wo die Unterschiede zwischen Moving Coil (MC) und Moving Magnet (MM) liegen, verraten wir dir weiter unten.

Unsere drei Tonabnehmer-Empfehlungen

Vorher stellen wir dir hier aber noch drei der von uns getesteten Tonabnehmer genauer vor. Sie alle haben uns im Test auf die eine oder andere Art begeistert. Sei es mit dem besten Klang, mit der einfachsten Bedienung oder einem unschlagbaren Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer weiß? Vielleicht endet deine Suche nach dem perfekten Tonabnehmer schon hier.

Beste Tonabnehmer Platz 1 | Audio-Technica AT33xMLB

Audio-Technica AT33xMLB

Unser Testsieger: Der beste Klang

Funktionsprinzip: MC | Ausgangsspannung: 0,4 mV | empfohlener Widerstand: 100 Ω | empfohlene Auflagekraft: 20 mN | Gewicht: 10,1 g | Nadelschliff: Microlinear (3×55 µm), nackt | Preis: 799 Euro

  • Saubere Abtastung auch schwieriger Platten
  • Dynamischer, neutraler, transparenter und ausgewogener Klang
  • Gut sitzender Nadelschutz
  • Entfaltet volles Potenzial nur an schwereren Armen

Mit seinem Microlinear-Schliff, dem Bor-Nadelträger und dem aufwendigen Gehäuse nähert sich das xMLB, Topmodell der neuen 33er-Moving-Coil-Serie, sowohl in technischer als auch in klanglicher Hinsicht einem Punkt, an dem weitere Verbesserungen zwar möglich, aber nicht mehr wirklich nötig sind.

Seine neue, etwas härtere Aufhängung prädestiniert das AT33xMLB für hochwertige Plattenspieler mit nicht zu leichten, möglichst steifen und präzise gelagerten Tonarmen. Klanglich überzeugt es mit Detailfülle, Dynamik und einem gut eingebundenen, fein differenzierten Hochton. In diesen Grundtugenden ist es auch von deutlich teureren Exoten kaum zu schlagen. Zum Tuning preiswerter Spieler ist es weniger geeignet. Aber das gilt für alle hochwertigen MC-Systeme: Laufwerk und Arm müssen von feinster Qualität sein, um eine solche Anschaffung wirklich lohnend erscheinen zu lassen.

Hier findest du unseren Test des Audio-Technica AT33xMLB.

Beste Tonabnehmer Favorit der Redaktion | Ortofon 2M Blue

Ortofon 2M Blue

Preis-Leistungs-Tipp

Funktionsprinzip: MM | Ausgangsspannung: 5,5 mV (1000 Hz, 5 cm/sec) | empfohlener Widerstand: 47 kΩ | empfohlene Auflagekraft: 18 mN | Gewicht: 7,2 g | Nadelschliff: elliptisch 8/18µm, nacktes kristallorientiertes Stäbchen | Preis: 199 Euro

  • Hohe Auflösung, zugleich unaufdringlich-stimmiger Ton
  • Sehr verzerrungs- und verfärbungsarme Abtastung
  • Nadel ist austauschbar
  • Nicht für jeden Phono-Eingang gleich gut geeignet

Das Ortofon 2M Blue stellt den ersten Upgrade-Schritt in Ortofons populärer 2M-Baureihe dar. Es kostet glatt das Doppelte seines kleinen Bruders Ortofon 2M Red, dem es laut Datenblatt aber sehr ähnlich ist. In unserem Test zeigt sich aber, dass sich der Mehrpreis lohnen kann. Wichtig ist, dass du ihm die richtigen Arbeitsbedingungen liefern kannst.

Wenn du einfach einen ehrlichen, kompetenten Tonabnehmer ohne Zicken oder Soundeffekte suchst, wirst du mit dem Ortofon 2M Blue hochzufrieden sein. Wichtig sind jedoch gute Justage in allen Ebenen, ein guter und präzise gelagerter Tonarm sowie nicht zuletzt ein guter Phono-Vorverstärker – dann spielt das Ortofon 2M Blue ungemein farbig, lebendig und insgesamt besser, als man es zu diesem Preis erwarten würde.

Hier findest du das Ortofon 2M Blue im Angebot:

Mehr erfährst du in unserem ausführlichen Test des Ortofon 2M Blue.

Beste Tonabnehmer Kauftipp der Redaktion | Audio-Technica AT-VM95E

Audio-Technica AT-VM95E

Günstiger Upgrade-König

Funktionsprinzip: MM | Ausgangsspannung: 4 mV | empfohlener Widerstand: 47 kΩ | empfohlene Auflagekraft: 20 mN | Gewicht: 6,1 g | Nadelschliff: elliptisch 8/18µm | Preis: 59 Euro

  • Neutraler Klang, großzügige Räumlichkeit
  • Zahlreiche Upgrade-Möglichkeiten durch einfachen Nadeltausch
  • Genaue Justage durch die runde Vorderseite etwas schwierig

Die 95 ist für Analogfans eine magic number: Jahrzehntelang stellte das Tonabnehmersystem AT-95E des japanischen Herstellers Audio-Technica den günstigsten Weg zu ernsthaftem Plattengenuss dar – mit Abstand. Millionen Stück des Magnetsystems mit dem charakteristisch grünen Nadeleinschub müssen in Umlauf sein – auf preiswerten Einsteiger-Spielern ebenso wie auf ambitionierten Laufwerken. Die jüngst überarbeitete Version hört auf den Namen Audio-Technica AT-VM95E.

Es gibt Tonabnehmer, die jede:r Audiophile griffbereit haben sollte. Auch wenn du sonst Teureres nutzt, gehört ein Audio-Technica AT-VM95E einfach dazu: als Backup, für Partys, aber auch als Realitätscheck für teurere Systeme, der auch mal überraschend ausgehen kann. Und natürlich kannst du es auch als ausgewogenen, ehrlichen Tonabnehmer für jeden Tag verwenden und dich an seinem exzellenten Preis-Leistungs-Verhältnis erfreuen.

Hier geht’s zu den aktuellen Angeboten des Audio-Technica AT-VM95E:

Lies hier unseren vollständigen Testbericht zum Audio-Technica AT-VM95E.

So testet HIFI.DE Tonabnehmer

Bei allen unseren HiFi-Tests steht der Klang an erster Stelle. Tonabnehmer machen hier keine Ausnahme. Ganz im Gegenteil: Während wir bei Plattenspielern, HiFi-Verstärkern und Co. auch Teilnoten für Dinge wie Bedienbarkeit, Anschlüsse oder Fertigungstiefe und Design vergeben, ergibt sich bei Tonabnehmern die Endnote einzig und alleine aus der Klangnote. Die Entscheidung haben wir uns nicht leicht gemacht. Schließlich könnte man argumentieren, dass auch Tonabnehmer schwerer oder leichter in der Handhabung, hochwertiger oder einfacher gefertigt sein können. Doch halten sich die Unterschiede zwischen den Systemen in engen Grenzen, dass es die Bewertung unnötig verkomplizieren würde.

Beste Tonabnehmer Technics SL-1500C Ortofon 2M Red
Der Klang eines Tonabnehmers hängt immer davon ab, wie einfach er jeder feinsten Auslenkung der Plattenrille folgen kann. Hier das vormontierte Ortofon 2M Red im Technics SL-1500C.

Ja, es gibt Tonabnehmer, die leichter einzubauen sind, oder deren Nadel sich mit einer Hand hinter dem Rücken austauschen lässt. Doch einen Tonabnehmer, deshalb zu „bestrafen“, weil er nicht ganz so einfach unter deinem Tonarm Platz findet, obwohl er seine eigentliche Aufgabe überirdisch gut erfüllt, fänden wir unfair. Wenn du dich für einen hervorragend klingenden MC-Tonabnehmer entscheidest, wird dir ohnehin klar sein, dass sich dessen Nadel nicht tauschen lässt. Zudem verraten wir dir immer ganz oben in jedem Test, was es für besondere Vorzüge oder Herausforderungen bei jedem Tonabnehmer-System gibt.

Der beste Klang? Immer auch eine Frage der Synergie.

Grundsätzlich suchen wir nach einem möglichst sauberen, angenehmen und detailreichen Klang. Der Tonabnehmer sollte auch schwere Musikpassagen verzerrungsfrei abspielen können und Instrumente und Stimmen sauber getrennt im Raum verteilen. Da jeder Tonabnehmer nur in Summe mit einem Plattenspieler klingen kann – und jeder Plattenspieler und Tonarm unterschiedliche Eigenschaften mitbringt, testen wir jeden Tonabnehmer auch an unterschiedlichen Playern. So können wir dir verraten, ob sich dein Tonarm eher an schweren oder leichten Tonarmen wohlfühlt und wie empfindlich er auf Fehler bei VTA und Azimuth reagiert.

Wie einfach du deinen Tonabnehmer einbauen kannst, hängt auch immer ein Stück weit vom Plattenspieler ab. Der MoFi Masterdeck etwa bietet viele Einstelloptionen.

Zuletzt schauen wir auch darauf, wie gut sein Signal von der HiFi-Elektronik verarbeitet werden kann. Wie gut kommen verschiedene Phono-Vorverstärker mit dem Tonabnehmer klar? Neigen sie zu Brummen oder ist ihr Signal unüblich leise oder laut? Letzteres ist zwar eher eine Frage für MC-Systeme, es gibt aber auch durchaus MM-Systeme, bei denen du dir über ihre Peripherie Gedanken machen solltest. Das Ortofon 2M Blue ist ein solcher Kandidat.

Pure Physik: So funktioniert ein Tonabnehmer

Das Funktionsprinzip eines Schallplatten-Tonabnehmers ist schon verblüffend: Eine mikroskopisch feine Spitze, meist aus Diamant, läuft durch eine Schallplattenrille, die dünner ist als ein menschliches Haar. An den Flanken dieser V‑förmigen Rille sind links und rechts die akustischen Informationen in winzigen Strukturen eingeschrieben.

Diese muss die Nadel möglichst präzise abtasten. Es entstehen mikroskopisch kleine Bewegungen, die über einen vergleichsweise riesigen Hebel (den Nadelträger) in das Innere des Systems übertragen werden. Dort werden daraus je nach Tonabnehmer-Typ auf verschiedenen Wegen minimale elektrische Impulse erzeugt. Diese winzigen Impulse werden dann in mehreren Stufen verstärkt, bevor du sie als Musik aus den Lautsprechern hören kannst.

Bester Tonabnehmer Plattenrillen Nahaufnahme
Plattenrillen sind nicht breiter als ein menschliches Haar. Dennoch muss sich die Nadel des Tonabnehmers in ihr bewegen können. Das führt vor Augen, wie präzise sein Aufbau sein muss. | Bild: Pixabay.com

So gesehen grenzt es fast schon an ein Wunder, dass dieses komplexe elektromechanische System überhaupt funktioniert. Und wie gut schon preiswerte Abtaster klingen, ist wirklich beachtlich. Doch aus den meisten Plattenspielern lässt sich mit einem besseren Tonabnehmer auch noch ein besserer Klang herauskitzeln. Daher solltest du auch immer überlegen, ob es sich nicht bei alten Plattenspielern lohnen könnte, einen neuen Tonabnehmer einzubauen.

MM-Tonabnehmer: Das häufigste System

Die heute wohl am häufigsten anzutreffende Tonabnehmer-Technik ist das Moving-Magnet-Prinzip (MM). Du findest es besonders im Einsteiger-Bereich, es gibt aber auch sehr hochwertige – und teure – MM-Tonabnehmer. Viele Komplett-Plattenspieler werden ab Werk mit einem MM-System ausgestattet.

Bei MM-Tonabnehmern sitzt am oberen Ende des Nagelträgers ein Magnet. Durch die Bewegung der Nadel in der Rille wird er zwischen zwei Spulen hin und her bewegt. In den Spulen fließt dadurch ein Strom wechselnder Stärke. Physikalisch ist der MM-Tonabnehmer deshalb ein sogenannter elektromagnetischer Wandler.

Moving Magnet Prinzip
Vereinfachte Darstellung (Mono) des Moving-Magnet-Prinzips | Quelle: Goldring

Das MM-Prinzip liefert vergleichsweise hohe Signalspannungen, sodass ein Phono-Vorverstärker mit 47kOhm Eingangswiderstand ausreicht. Heute sind wieder viele HiFi-Verstärker und AV-Receiver mit einem für MM-Systeme geeigneten Phono-Eingang ausgestattet. Die meisten Plattenspieler mit eingebautem Phono-Vorverstärker sind ebenfalls für MM-Systeme ausgelegt.

MC-Tonabnehmer: Hochwertige und teure Feingeister

Moving-Coil-Tonabnehmer gelten gemeinhin als genauer als MM-Systeme und sind meist auch teurer. (Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.) Bei einem MC-System sitzt eine Spule (englisch: Coil) am Ende des Nadelträgers. Durch die Auslenkung der Nadel in der Rille wird diese Spule zwischen einem oder zwei Magneten bewegt. Damit ist ein MC-Tonabnehmer ebenfalls ein elektrodynamischer Wandler. Nur, dass sich hier nicht der Magnet, sondern die Spule bewegt. So entstehen zwar feinere Signale, deren Spannung ist jedoch deutlich niedriger als bei MM-Systemen.

Schema Moving Coil Tonabnehmer
Vereinfachte Darstellung (Mono) des Moving-Coil-Prinzips | Quelle: Goldring

Das macht eine sehr hochwertige und rauscharme, zusätzliche Vorverstärkung nötig. Für MC geeignete Phono-Vorverstärker haben größtenteils einstellbare Eingangsimpedanzen zwischen 20 und 1000 Ohm. Viele gängige MC-Phono-Vorverstärker können auf MM-Betrieb umgeschaltet werden.

Bester Tonabnehmer Moving Coil Cambridge Audio
Beim Alva MC von Cambridge Audio kannst du sogar einen Teil der mit feinstem Kupferdraht umwickelten Spule sehen. Sie gibt dem Moving-Coil-System ihren Namen.

Generell liegen die Vorteile des MC-Prinzips in dem potenziell geringeren Gewicht der auf dem Nadelträger befestigten Spule. Da hier kein schwerer Magnet hin und her bewegt werden muss, ist eine präzisere Abtastung möglich. MC-Tonabnehmer stellen wegen der geringen Signalspannung aber auch höhere Anforderungen an den Plattenspieler und den Rest der Wiedergabekette. Wenn alles zusammenpasst, sind sie im klanglichen Ergebnis jedoch einem Moving-Magnet-System überwiegend überlegen. Kein Wunder also, dass Modelle wie das Ortofon MC X20 in unserem Test hervorragend wegkommen.

Federklasse oder Schwergewicht? Welche Auflagekraft benötigt dein Tonabnehmer?

Damit die Tonabnehmer-Nadel die Rille korrekt abtasten kann, muss sie mit genau der richtigen Kraft aufliegen. Diese Auflagekraft, auch Tracking Force oder Vertical Tracking Force (VTF) genannt, unterscheidet sich von Tonabnehmer zu Tonabnehmer. Deshalb kannst du sie an den Tonarmen der meisten Plattenspieler einstellen.

Die besten Tonabnehmer | Gegengewicht Technics SL-40CBT
Das Gegengewicht deines Plattenspielers ermöglicht dir, die Auflagekraft präzise einzustellen. Hier am Beispiel des Technics SL-40CBT.

Am hinteren Ende des Tonarms sitzt dafür üblicherweise ein tonnenförmiges Gewicht, das verdreht oder verschoben werden kann. Vorn auf dem Gewicht ist meist eine Skala angebracht, mit der eine grobe Einstellung der Auflagekraft recht einfach ist. Für eine genaue Einstellung gibt es im Vinylzubehör verschiedene mechanische und elektronische Waagen. Welche Auflagekraft für deinen Tonabnehmer empfohlen ist, findest du in den technischen Angaben des Herstellers.

Antiskating: Wichtig für den Klang und langlebige Tonabnehmer

Wird die Tonabnehmer-Nadel durch die Rille gezogen, übt die Rillenflanke eine Kraft auf die Nadel aus, die in Richtung der Plattenmitte wirkt. Besonders gegen Ende der Platte kann diese Kraft so groß werden, dass die Nadel nach innen verrutscht. Lange vorher stellt sich jedoch eine ungleiche Wiedergabe der Stereo-Kanäle ein, da nicht mehr beide Flanken gleichmäßig abgetastet werden. Falsch eingestelltes Antiskating lässt zudem die Nadel des Tonabnehmers schneller verschleißen.

Dieser Tendenz wirkt die so genannte Anti-Skating-Funktion entgegen, indem eine entgegengesetzte Kraft auf den Tonarm ausgeübt wird. Diese Funktion kann etwa magnetisch in der Mechanik des Tonarms erfolgen, dann ist sie unter Umständen nicht von außen einstellbar. Das ist besonders dann der Fall, wenn der Plattenspieler mit einem vormontierten Tonabnehmer ausgeliefert wird. Manche Hersteller integrieren hier aber auch einen Schieberegler an der Tonarmbasis oder ähnliche Möglichkeiten, das Antiskating zu justieren.

Häufig werden aber auch außen über eine Umlenkung aufgehängte Gewichte für das Antiskating genutzt. Dann erfolgt die Einstellung meist über das Versetzen der Aufhängung an einem kleinen Hebel. Je weiter außen das Gewicht eingehakt wird, desto größer die Anti-Skating-Wirkung.

Der beste Tonabnehmer: Am Ende entscheidet der Klang

Das Einzige, das noch größer ist als die Menge an Tonabnehmern, ist die Möglichkeit ihrer Kombinationen mit Plattenspielern. Nicht jeder Tonabnehmer spielt in jedem Plattenspieler gleich gut. Die Beschaffenheit des Arms, der Lager, die generelle Laufruhe und nicht zuletzt der Phono-Vorverstärker machen einen erheblichen Unterschied. Wieder einmal gilt also das altbekannte Sprichwort: Probieren geht über studieren. Am Ende des Tages sollte der Tonabnehmer deine Musik noch besser klingen lassen. Und zwar in deinen Ohren und nicht in denen einer HiFi-Redaktion. Wir können dir nur einen ersten Anhaltspunkt geben.

Ein wichtiger Tipp noch zum Schluss: Wie Lautsprecher oder auch Verstärker benötigt auch eine Plattennadel Zeit zum Einspielen. Es kann also einige Spielstunden dauern, bis du dir eine endgültige Meinung über deinen Tonabnehmer machen kannst.

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