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Homematic IP: So gelingt der Einstieg in das Smart-Home-System

Homematic IP gehört in der Smart-Home-Welt zu den Veteranen. Entsprechend komplex sind die Möglichkeiten, die dir das System bietet. Das kann am Anfang schnell etwas abschreckend wirken - doch dafür gibt es gar keinen Grund. Wir zeigen dir, wie die ersten Schritte mit Homematic IP gelingen.
Homematic IP: So gelingt der Einstieg in das Smart-Home-System Bild: eQ-3

Der deutsche Hersteller eQ-3 bietet bereits seit 2007 Smart-Home-Lösungen an. Die aktuelle Iteration Homematic IP gibt es seit 2015. Über 150 verschiedene Komponenten umfasst das Homematic-IP-Ökosystem mittlerweile. Was du alles damit anstellen kannst, haben wir dir bereits in einem separaten Ratgeber gezeigt.

Hier soll es primär um den Einstieg in das Homematic-Universum gehen. Neben der Frage nach der passenden Hardware klären wir dabei auch, mit welchen der beiden Smart-Home-Zentralen du am besten loslegen solltest.

Vor dem Start: Homematic IP Access Point oder CCU3?

Für Neueinsteiger:innen stellt sich bei Homematic IP eine nicht eben unbedeutende Frage: Welche Smart-Home-Zentrale soll es sein? EQ-3 bietet mit dem Homematic IP Access Point und der Smart-Home-Zentrale CCU3 zwei vollkommen unterschiedliche Einstiegspunkte. Schon bei der Arbeitsweise unterscheiden sich die beiden Stationen grundlegend: Während der Access Point ab Werk cloudbasiert arbeitet, ist die CCU3 vollständig für den lokalen Einsatz ausgelegt.

Homematic IP Starter-Set IP Access Point
Der Access Point ist für Neulinge die wohl beste Möglichkeit, in das Smart-Home-Ökosystem von eQ-3 zu starten.

Tatsächlich bietet dir die CCU3 dabei deutlich komplexere Möglichkeiten zur Haussteuerung, etwa umfangreichere Wenn-Dann-Szenarien oder die einfache Einbindung anderer Smart-Home-Umgebungen wie Philips Hue. Im Gegenzug erfordert die CCU3-Lösung aber auch eine deutlich höhere Bereitschaft, sich in das System einzuarbeiten. Hinzu kommt, dass der „klassische“ Smart-Home-Komfort hier ein gutes Stück auf der Strecke bleibt. Die CCU3 bietet keine App-Steuerung via iPhone oder Android. Hier erfolgt die Konfiguration und Steuerung etwas altbacken über ein Web-Interface.

eQ-3 CCU3 Webinterface
Wenn du dich für den Einsatz der CCU3 entscheidest, solltest du nicht vor Webinterfaces zurückschrecken (Bild: eQ-3)

Fairerweise sei gesagt, dass es einige Drittanbieter-Lösungen für die Steuerung von CCU3 gibt. Eine komfortable „Out of the Box“-Erfahrung liefert dir aber nur der Homematic IP Access Point, den wir daher für Neueinsteiger empfehlen. Sollten deine Ansprüche später steigen, kannst du unkompliziert auf die CCU3-Bridge migrieren.

Homematic IP Access Point und erste Geräte einrichten

Wie bei fast allen Smart-Home-Systemen beginnt die Einrichtung von Homematic IP mit dem Access Point. Verbinde diesen zunächst per Ethernet-Kabel mit deinem Router. Anschließend geht es in der Homematic-IP-App auf deinem Smartphone weiter, die es für Android und iOS gibt.

Homematic-IP Geräte einrichten
Die Homematic-App führt dich Schritt für Schritt durch die Einrichtung neuer Geräte. Im Beispiel verbinden wir ein Heizkörperthermostat mit dem System.

Trotz cloudbasierter Arbeitsweise benötigst du für den Einstieg in das Homematic-System kein Benutzerkonto beim Anbieter. Stattdessen scannst du zunächst mit der Smartphone-Kamera einen QR-Code auf der Rückseite des Access Points. Über einen Druck auf die Taste am Access Point bestätigst du die Verbindung. So wird das System verschlüsselt mit deinem Smartphone verknüpft.

Auf die gleiche Weise richtest du anschließend deine ersten Smart-Home-Geräte ein. Auch hier scannst du einen QR-Code oder gibst den entsprechenden Code manuell ein. Dabei weist du den Geräten auch einen Raum zu, was die spätere Steuerung deutlich übersichtlicher macht. Anschließend kannst du die eingerichtete Smart-Home-Hardware mit der Homematic-IP-App steuern.

Räume, Automatisierungen und mehr einrichten

Für einzelne Geräte ist der Prozess ebenso schnell und unkompliziert erledigt. Sein ganzes Potenzial entfaltet das System aber natürlich erst, wenn du mehrere Smart-Home-Geräte verknüpfst oder Prozesse in deinem Zuhause automatisierst.

Die Homematic-IP-App bietet dazu eine Reihe an unterschiedlichen Optionen. Nutzt du unter anderem die smarten Heizkörperthermostate von eQ-3, kannst du deine Heizung je nach Tageszeit ein- und ausschalten und die Temperatur in deiner Wohnung oder deinem Haus entsprechend steuern.

Auch die Erstellung von Szenen ist in der App schnell erledigt. Sie ermöglichend dir, mehrere Smart-Home-Zustände in einem Rutsch zu aktivieren. Möchtest du beispielsweise abends deine Rollos herunterfahren, eine gemütliche Lichtstimmung erzeugen und die Heizung einschalten, kannst du das mit einer Smart-Home-Szene mit einem Klick erledigen.

Homematic IP Einstieg App-Startseite
Die Homematic-IP-App für Android und iOS unterstützt dich bei sämtlichen Konfigurationsschritten deines Smart Homes.

Neben der manuellen Steuerung von Szenen unterstützt das Homematic-Ökosystem auch die Aktivierung auf Basis bestimmter Szenarien. Setzt du etwa einen der verschiedenen Wettersensoren von eQ-3 ein, kannst du deine Heizung auf Basis der Wetterdaten steuern.

Die Homematic-App bietet außerdem einige vorgefertigte Modi, die du schnell aktivieren kannst, etwa, wenn du in den Urlaub fährst. Damit schaltest du schnell zwischen verschiedenen Betriebsmodi um und hast dein smartes Zuhause jederzeit im Griff.

Sprachsteuerung und externe Systeme einbinden

Zum guten Ton im vernetzten Zuhause zählt die Möglichkeit, deine Geräte nicht nur per App, sondern auch per Sprachbefehl zu steuern. Beim Einsatz des Homematic IP Access Points ist das kein Problem. Das System erlaubt die Anbindung an Amazon Alexa und den Google Assistant. Apple-HomeKit-Fans werden zumindest mit der nativen eQ-3-Lösung aktuell nicht bedient.

Um die Sprachsteuerung auf deinem Homematic-IQ-System einzurichten, navigiere in der App in den Bereich“Sprachsteuerung und Zusatzdienste“. Hier führt dich ein Assistent Schritt für Schritt durch die Verbindung mit dem Amazon- bzw. Google-System.

Homematic IP mit Amazon Alexa oder Google Home verbinden
Über die App richtest du die Sprachsteuerung mit Amazon Alexa oder dem Google Assistant ein.

Einmal eingerichtet kannst du sowohl einzelne Geräte per Sprachbefehl steuern als auch Szenen oder Zeitpläne starten.

Ein Tipp: Im FAQ-Bereich der Homematic-IP-Homepage empfiehlt der Hersteller, für die optimale Verfügbarkeit der Geräte neben der Sprachsteuerung auch eine lokal arbeitende Fernbedienung oder einen Schalter einzurichten. Damit ist sichergestellt, dass du deine Geräte auch bei Internetproblemen steuern kannst.

Homematic IQ für Einsteiger: Fazit

Die schiere Anzahl an verfügbaren Geräten sowie die Wahl zwischen dem Access Point und der CCU3-Bridge legen die Befürchtung nahe, dass Homematic IP für Smart-Home-Neulinge zu komplex sein könnte. In der Praxis können wir hier aber uneingeschränkt Entwarnung geben: Vor allem beim Einsatz des Access Points sind die ersten Schritte schnell getan.

Durch die übersichtliche und gut strukturierte App sowie den Verzicht auf einen Kontozwang kannst du in wenigen Minuten mit deinem Smart Home aus dem Hause eQ-3 loslegen. Von hier an skaliert das System wie nur wenige Alternativen am Markt. Homematic IP bietet nicht nur eine große Auswahl an Smart-Home-Geräten, sondern auch umfangreiche Möglichkeiten, das System schrittweise zu erweitern.

Das gilt erst recht im Hinblick auf das Potenzial, das ein späterer Wechsel auf die CCU3-Bridge birgt. Willst du nach einem vergleichsweise einfachen Einstieg den nächsten Schritt bei der Heimvernetzung gehen und scheust nicht vor einer etwas komplexeren Konfiguration zurück, ist das Homematic-Ökosystem eine hochinteressante Wahl.

Für Viele ist die Heizungssteuerung der Einstieg ins Smart Home. Und natürlich hat auch Homematic hier passende Lösungen im Angebot. Wie diese sich im Vergleich mit anderen getesteten Heizkörper-Thermostaten schlagen, siehst du in unserer Bestenliste:

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