Teufel Cinebar Pro 2 im Test: Erste Soundbar mit Atmos-Speakern – klingt’s auch gut?
- Anzahl Kanäle
- 5.1.2
- Anschlüsse / Schnittstellen
- HDMI eArc, 2 x HDMI, Optisch, AUX, Ethernet, Sub Out, Bluetooth, WLAN
- Unterstützte Soundformate
- Dolby Atmos, DTS:X, Dolby Digital Plus, Dolby TrueHD, DTS-HD, DTS Express, DTS 5.1ch
- AirPlay 2
- Ja
- Sprachsteuerung
- Nein
- Abmessungen (BxHxT)
- 122 x 95 x 170 mm
- Abmessungen Subwoofer (BxHxT)
- 341 x 450 x 380 mm
- Preis
- 1299,99 Euro
Die Teufel Cinebar Pro 2 überzeugt mit echtem Dolby Atmos, kräftigem Bass und klaren Dialogen – verlangt aber etwas Feintuning und Platz.
- Kraftvoller Heimkino-Sound mit sattem Bass
- Sehr gute Sprachverständlichkeit mit eigenem Centerkanal
- Umfangreiche Streaming-Funktionen
- Subwoofer benötigt etwas Feintuning
- Passt aufgrund ihrer Größe ggf. nicht vor alle TV-Geräte
Mit der Cinebar Pro 2 bringt Teufel eine Soundbar auf den Markt, die beim Heimkino noch einen Schritt weitergehen soll als die bisherigen Modelle des Berliner Herstellers. Erstmals setzt Teufel bei einer Soundbar nämlich Upfiring-Lautsprecher mit Support für Dolby Atmos. Wir haben uns angehört, wie überzeugend das Konzept funktioniert und wo das neue Topmodell seine Grenzen hat.
Hier findest du die Teufel Cinebar Pro 2 im Angebot:
Das steckt in der Teufel Cinebar Pro 2
Die Cinebar Pro 2 arbeitet mit einer 5.1.2-Lautsprecherkonfiguration. Insgesamt sind zehn Speaker in der Soundbar verbaut: Drei 19-Millimeter-Seidenhochtöner und drei 76-Millimeter-Tieftöner übernehmen die Wiedergabe nach vorn. Dazu kommen zwei seitliche 76-Millimeter-Breitbandlautsprecher sowie zwei 89-Millimeter-Upfiring-Treiber.

Diese beiden nach oben abstrahlenden Dolby-Atmos-Lautsprecher schicken den Schall zur Decke, von wo er zum Hörplatz reflektiert wird. Auf diese Weise erzeugt die Teufel Cinebar Pro 2 echte, dedizierte Höhenkanäle, statt entsprechende Effekte ausschließlich virtuell zu simulieren. Bei passenden Filmszenen funktioniert das bei der Dolby-Atmos-Soundbar recht überzeugend: Der Höheneindruck ist gut wahrnehmbar und erweitert das Klanggeschehen hörbar über die Abmessungen der Soundbar hinaus in die Vertikale.
Zum System gehört außerdem der Subwoofer T 10 MK2. Wer nicht ganz so viel Basspower braucht, findet zudem ein Set mit dem schlankeren T 8 Subwoofer bei Teufel:
Wie klingt die Teufel Cinebar Pro 2?
Für den Hörtest haben wir unter anderem Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht in der Originalfassung mit Dolby-Atmos-Tonspur verwendet. Dabei zeigt die Cinebar Pro 2 schnell, worauf sie ausgelegt ist: Das Klangbild wirkt groß und dynamisch, du bist schnell mitten im Geschehen. Auch wenn in actionreichen Szenen mehrere Dinge gleichzeitig passieren, spielt das System souverän. Daran ändert auch eine hoher Lautstärke nichts. In Zahlen bringt die neue Soundbar mit Subwoofer übrigens eine Gesamtleistung von 380 Watt mit. Davon entfallen 230 Watt auf die Soundbar selbst.

Mit der Teufel-eigenen Surround-Technologie namens Dynamore Ultra lässt sich das Klangbild auf Wunsch zusätzlich verbreitern. Das kann bei Filmen ohne Dolby Atmos oder DTS:X sinnvoll sein, weil sich die Wiedergabe dadurch räumlicher anfühlt. Bei einer bereits in Atmos abgemischten Tonspur ist die Funktion dagegen nicht unbedingt nötig. In unserem Test wirkten Stimmen mit aktiviertem Dynamore weniger klar, gleichzeitig klang das Geschehen halliger. Bei 3D-Tonspuren würden wir die Funktion deshalb eher ausgeschaltet lassen. Bei klassischem zweidimensionalen Content kann sie aber sehr nützlich sein. Das solltest du je nach Inhalt selbst entscheiden.
Echte Upfiring-Lautsprecher für 3D-Klangeffekte
Wie sieht es mit dem Bereich hinter und neben dir aus? Um ehrlich zu sein schafft es kaum ein Soundbar-System, mittels virtueller Tricks einen Höreindruck zu generieren, der von hinten kommen soll. Trotzdem reichen die Klänge weit in den Raum rein, was ziemlich viel Spaß macht.
Aber natürlich hat Teufel auch eine passende Lösung für echten Surround-Sound parat. Wenn du Geräusche hinter deiner Sitzposition hören möchtest, kannst du das System um die kabellosen Rear-Lautsprecher Teufel Effekt 2 erweitern. Passende Pakete hat Teufel dafür ebenfalls geschnürt:
Eigene Atmos-Höhenkanäle bringen sie allerdings nicht mit. Das tun nur die wenigsten optional erhältlichen Rear-Speaker. Suchst du so ein Komplett-Setup wäre vielleicht die Samsung HW-Q935GF interessant für dich.

Auch ohne die Rear-Speaker bietet die Cinebar Pro 2 von Teufel aber eine überzeugende Grundlage fürs 3D-Heimkino. Einzelne Höheneffekte haben wir zwar schon präziser erlebt, wie etwa bei der Canton Smart Soundbar 10 S2. Entscheidend ist aber der Gesamteindruck: Das Klanggeschehen wirkt groß, dynamisch und angenehm räumlich und dürfte somit für die meisten Anwendungsfälle voll und ganz ausreichen.
Sprachverständlichkeit: Klare Dialoge auch bei Action
Bei der Sprachverständlichkeit gehört die Cinebar Pro 2 zu den überzeugenden Vertreterinnen ihrer Klasse. Stimmen bleiben selbst dann sehr gut nachvollziehbar, wenn Musik, Umgebungsgeräusche und Action-Effekte gleichzeitig zu hören sind. Der Center-Kanal sorgt dabei für eine klare Verankerung der Dialoge in der Mitte und für eine absolut saubere und authentische Stimm-Widergabe.

Im Alltag heißt das: Du musst die Lautstärke nicht ständig nachregeln, nur weil auf eine ruhige Unterhaltung eine laute Actionszene folgt. Die zusätzliche Sprachverbesserung haben wir im Test nicht vermisst. Wenn gewünscht, kannst du sie aber natürlich aktivieren.
Für den normalen Fernsehalltag würden wir bei der Teufel Cinebar Pro 2 den Filmmodus als Ausgangspunkt wählen. Der Musikmodus rückt den Bass stärker in den Vordergrund, während sich der Gaming-Modus in unserem Test weniger natürlich anhörte. Für die Wiedergabe bei geringer Lautstärke steht außerdem ein Nachtmodus zur Verfügung. Der Sub bleibt dann weitestgehend aus.
Kraftvolle Musik und mit deutlicher Bassbetonung
Auch Musik gibt die Cinebar Pro 2 mit viel Energie wieder, ganz so wie wir das von Teufel kennen. Bei Anniversary von Tony! Toni! Toné! ließen sich die verschiedenen musikalischen Ebenen gut auseinanderhalten. Gleichzeitig zeigte sich eine ausgeprägte Bassbetonung, die den Klangcharakter der Soundbar insgesamt prägt.

Es lohnt sich beim Musik Hören in jedem Fall ein Wechsel in den gleichnamigen Klangmodus. Beim Hören von Adeles doch eher feinfühligeren Klängen wirkt die Wiedergabe in unserem Test stimmiger, wenn wir Dynamore ausgeschaltet lassen. Dadurch bleibt das Klangbild natürlicher und hat deutlich weniger Hall.
Was klar ist: Die Cinebar Pro 2 ist keine absolut neutral abgestimmte Soundbar, die sich klanglich zurücknimmt. Sie setzt vielmehr auf Dynamik und einen kräftigen Tieftonbereich. Das passt besonders gut zu Rock und Pop, kann bei leiseren Aufnahmen aber etwas dominant wirken. Dann musst du selbst etwas am Equalizer spielen und Höhen und Mitten justieren.
Der zugehörige Subwoofer T10 MK2: Viel Druck mit etwas Einstellarbeit
Zum System gehört der Subwoofer T 10 MK2 mit einem 250-Millimeter-Aluminium-Tieftöner und einer Verstärkerleistung von bis zu 150 Watt. Dabei ist er kein Leichtgewicht: 15,5 Kilogramm bringt er auf die Waage.

Im Hörtest überzeugt der Subwoofer mit tiefem, spürbarem Bass und reichlich Druck. Gerade bei Filmszenen mit kräftigen Tieftonimpulsen legt das System ordentlich los. Allerdings brauchst du etwas Fingerspitzengefühl, um den Bass sauber in den Raum einzubinden. Neigt der Subwoofer zum Dröhnen, hilft es, den Gain-Pegel etwas zurückzunehmen und den variablen Tiefpassfilter passend einzustellen. Über die Phasenumschaltung lässt sich das Bassverhalten zusätzlich an die Aufstellung anpassen.
Interessant ist außerdem, dass der Subwoofer bei Filmen weniger stark eingestellt ist als bei Musik. Hier lohnt es sich, die Einstellungen an die jeweilige Nutzung anzupassen. Richtig justiert spielt der T 10 MK2 tief und kraftvoll, ohne den übrigen Klang unnötig zu überdecken.

Wie gut Teufels Soundbar-Sub-Kombi im Vergleich abschneidet, zeigt ein Blick in unsere Bestenliste:
Design und Anschlüsse
Die Cinebar Pro 2 wird in zwei Paketen geliefert: eines für die Soundbar, eines für den Subwoofer. Beide Komponenten sind sicher verpackt und kommen gut geschützt an.
Schon beim Auspacken kommt Freude auf: Die Soundbar hinterlässt einen hochwertigen Eindruck. Metallgitter und Glaselemente sorgen für eine edle Optik, die gut zum Anspruch des Flaggschiff-Modells passt. Auf der Oberseite befindet sich ein großes Touch-Panel zur manuellen Bedienung, sämtliche Informationen werden über das dimmbare, verhältnismäßig große OLED-Display angezeigt. Auch die Fernbedienung wirkt wertig und liegt gut in der Hand. Das Konzept stimmt.

Bei der Farbe hast du die Wahl zwischen Schwarz und Weiß. Je nach Einrichtung könnte die weiße Ausführung für dich interessant sein, wenn du die Technik im Wohnzimmer etwas unauffälliger unterbringen möchtest. „Unauffällig“ ist aber gar nicht so einfach: Denn die Cinebar Pro 2 ist nicht gerade klein: Mit 122 Zentimetern Breite, knapp zehn Zentimetern Höhe, 17 Zentimetern Tiefe und einem Gewicht von acht Kilogramm braucht sie schon etwas Platz auf dem Sideboard. Miss am besten vorher nach, ob die Soundbar unter deinem Fernseher genügend Platz hat, ohne dessen IR-Sensoren zu verdecken. Alternativ kannst du sie an der Wand montieren.

Der Subwoofer ist optisch eher funktional gestaltet. Du kannst ihn als Frontfire- oder Downfire-Variante aufstellen; die dafür benötigten Füße lassen sich einfach und auf zwei Weisen montieren. In der Frontfire-Konfiguration wirkt der sichtbare Tieftöner recht technisch. Wenn kleine Kinder oder neugierige Haustiere im Haushalt unterwegs sind, kann die Downfire-Aufstellung eine Überlegung wert sein, weil der Treiber dann nach unten abstrahlt und somit geschützt ist.

Für den Anschluss an Fernseher und weitere Geräte stehen ein HDMI-eARC-Anschluss sowie zwei HDMI 2.1-Eingänge zur Verfügung. On top kommen ein optisch-digitaler Audioeingang und ein AUX-Anschluss dazu. Über Ethernet kannst du die Soundbar kabelgebunden ins Netzwerk einbinden; WLAN und Bluetooth stehen selbstverständlich auch zur Verfügung.
Die Teufel Cinebar Pro 2 im Praxistest
Die Inbetriebnahme geht dann auch entsprechend einfach. Am besten installierst du zunächst die für Android und iOS kostenfrei erhältliche neue Teufel Home App auf deinem Smartphone. Sie führt dich Schritt für Schritt durch die Einrichtung und hilft dir dabei, die Soundbar mit deinem Heimnetzwerk zu verbinden. In unserem Test war das System nach ungefähr zwei Minuten startklar. Eine Registrierung war nicht nötig.

Anschließend lässt sich der Subwoofer mit wenigen Handgriffen kabellos koppeln. Dazu versetzt du die Soundbar über ihr Menü in den Pairing-Modus und drückst dann kurz die Pairing-Taste am Subwoofer. Danach steht die Verbindung. Firmware-Updates werden automatisch installiert, sodass du dich im Alltag nicht ständig um Aktualisierungen kümmern musst.
Die Bedienung im Alltag: Teufel Home App, Fernbedienung und Sprachsteuerung
Die Teufel Home App ist modern und übersichtlich gestaltet und bietet eine tolle Alternative zur Fernbedienung. Über den Equalizer kannst du Höhen und Tiefen verändern und auch viele andere Einstellungen tätigen. Die Stabilität überzeugte im Test. Was wir vermissen: Eine automatische Raumkalibrierung gibt es nicht.
Ein kleiner Kritikpunkt betrifft die Verteilung der Einstellungen: Nicht alle Funktionen sind über die App erreichbar. Wenn du beispielsweise die Abstände zu Wänden oder weiteren Lautsprechern anpassen möchtest, was für die bestmöglichste klangliche Wiedergabe sehr wichtig ist, musst du dafür das Menü der Soundbar über die Fernbedienung aufrufen. Das machst du zwar meistens nur einmal, nämlich zur erstmaligen Einrichtung, aber vielleicht lassen sich diese Einstellungen zukünftig in der App ja noch nachrüsten.
Was sehr praktisch ist, ist das dimmbare OLED-Display, vor allem wenn du über die Info-Taste auf der Fernbedienung nachsehen möchtest, welche Klangmodi gerade aktiv sind oder welches Tonformat vorliegt. Die meisten Hersteller setzen da auf kleinere Varianten mit weit weniger Raum für Schrift.
Eine direkt integrierte Sprachsteuerung besitzt die Soundbar übrigens nicht. Wenn du den Google Assistant nutzen möchtest, brauchst du dafür einen entsprechend geeigneten Lautsprecher.
Ausstattung: Alle wichtigen Anschlüsse und vielseitiges Streaming
Bei der Ausstattung hat Teufel kaum etwas ausgelassen. Die Cinebar Pro 2 unterstützt neben allen wichtigen hochauflösenden Tonformaten auch die gängigen Bildstandards, darunter 4K-Passthrough, HDR und Dolby Vision. Und auch beim Musikstreaming hast du die freie Wahl. Die Cinebar Pro 2 unterstützt Chromecast, Apple AirPlay 2, Spotify Connect und Tidal Connect. Du kannst Musik also direkt aus kompatiblen Apps an die Soundbar übertragen. TuneIn als Radio-Service ist vorinstalliert.

Hast du bereits weitere Teufel-Komponenten zu Hause, kannst du kompatible Geräte über Apple AirPlay 2 oder Google Home gruppieren und Musik in mehreren Räumen gleichzeitig wiederzugeben. Das klappt auch über die entsprechende Teufel Home App.
Unser Testurteil zur Teufel Cinebar Pro 2
Mit der Cinebar Pro 2 liefert Teufel ein kraftvolles Heimkino-Paket, das mit echten Dolby-Atmos-Upfiring-Lautsprechern, klaren Dialogen und vielseitigen Streaming-Funktionen punktet. Vor allem die Spielfreude macht Laune: Der Sound ist dynamisch, druckvoll und sorgt für ordentlich Kinofeeling im Wohnzimmer. Auch die unkomplizierte Einrichtung und die hochwertige Verarbeitung überzeugen.
Der Bass ist allerdings recht dominant und braucht je nach Raum etwas Feintuning. Unterm Strich ist die Cinebar Pro 2 aber ein starkes Gesamtpaket für alle, die beim Heimkino gerne richtig aufdrehen – und genügend Platz haben.
Die Teufel Cinebar Pro 2 findest du hier im Angebot:
Möchtest du wissen, welche Soundbar bei uns ganz vorn steht? Dann wirf einen Blick in unsere Bestenliste:





