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Dual enthüllt ersten Phono-Pre der Firmengeschichte: Das verspricht der CP 707

Der Dual CP 707 ist der erste eigenständige Phono-Vorverstärker in 120 Jahren Firmengeschichte. Wir verraten dir, was wir bisher über den Prototypen wissen.
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Dual CP 707 vorgestellt Titelbild Bild: Dual

Das Warten soll sich gelohnt haben: Symmetrische Verarbeitung von MM- und MC-Signalen, umfängliche Einstellungen und feinste Bauteile in einem schlichten Metallgehäuse. Mit dem CP 707 möchte Dual offensichtlich keine halben Sachen machen. Heute werden die ersten beiden Prototypen auf den HiFi-Messen in Paris und Warschau präsentiert. Was den Dual CP 707 besonders macht – und was er voraussichtlich kosten soll – erfährst du hier.

Dual CP 707 – Allrounder für deinen Plattenspieler

Beim heute vorgestellten Phono-Vorverstärker Dual CP 707 beschränkt sich die deutsche Traditionsmarke nicht auf eine der beiden Tonabnehmerklassen, sondern ermöglicht dir, sowohl MM- als auch MC-Systeme anzuschließen. Dafür steht ein Cinch- und ein XLR-Buchsenpaar bereit. Ein Wahlrad an der Gehäusefront lässt dich zwischen MM und MC umschalten. Jeweils in zwei Verstärkungsstufen.

Dual CP 707 Rückseite mit Anschlüssen
Über die beiden Ein- und Ausgänge kannst du bis zu zwei Plattenspieler gleichzeitig mit deinem Verstärker verbinden. | Bild: Dual

Wenn dein Plattenspieler über XLR-Ausgänge verfügt, bleibt das Phono-Signal auf dem kompletten Weg durch den CP 707 symmetrisch und kann auch so abgegriffen werden. Denn auch deinen Verstärker kannst du wahlweise per Cinch- oder XLR-Kabel verbinden. Dieser Aufwand ergibt Sinn, da Dual ihn als idealen Partner für das kürzlich vorgestellte Flaggschiff CS 718Q entwickelt hat. Der Plattenspieler mit Direktantrieb steht zurzeit in unserem Hörraum. Du kannst dich also schon auf unseren Test freuen.

Über eine Reihe von DIP-Schaltern, die vermutlich auf der Unterseite versteckt sein werden, wirst du zudem die Kapazität bei MM- und die Impedanz bei MC-Systemen anpassen können. Wir hätten uns zwar eine elegantere Lösung gewünscht, für die du das Gerät nicht erst umdrehen musst. In der Praxis wirst du aber nur sehr selten auf diesen „Mäuseklavieren“ spielen müssen.

Fokus auf Abschirmung

Die Signale von Tonabnehmern sind um ein Vielfaches schwächer als jene, die zum Beispiel aus deinem CD-Player kommen. Umso stärker machen sich Störsignale bemerkbar. Und von diesen gibt es in modernen Wohnzimmern mit WLAN-Router, Schaltnetzteilen und Smartphones deutlich mehr als noch vor 30 Jahren. Dieser Signalmüll kann nämlich, landet er einmal im Signalpfad, automatisch mitverstärkt werden. Gerade die winzigen Signale von MC-Tonabnehmern sind hier besonders anfällig. Ein XLR-Kabel kann hier helfen, wenn der Plattenspieler nicht direkt neben deinem Verstärker steht. Dual verspricht aber, dass auch der CP 707 selbst seinen Teil dazu beiträgt. Sein stabiles Stahlgehäuse und hochwertige JFET-Verstärker sollen besonders widerstandsfähig gegenüber elektromagnetischen Interferenzen sein.

Dual CP 707 Front
Neben der Wahl des Tonabnehmers und seiner Verstärkung kannst du dich auch für einen Subsonic-Filter entscheiden. | Bild: Dual

Ein weiterer Automatismus soll deine Anlage und Ohren schützen. So stattet Dual den CP 707 mit einer Automute-Funktion aus. So soll auch ein Malheur am Kabel oder der Nadel nicht direkt als Spannungsspitze an den Verstärker geleitet werden. Eine entsprechende LED gibt dir im Fall der Fälle zusätzlich ein optisches Signal. Um deine Boxen vor unnötigem Gerumpel zu bewahren, kannst du per Kipphebel auch einen Subsonic-Filter dazuschalten, der Signale unterhalb der Hörgrenze aussondert.

Preis und Verfügbarkeit des Dual CP 707

Dual betont, dass es sich beim vorgestellten Produkt noch um einen Prototyp handelt, an dem bis zum erwarteten Produktionsstart im Februar 2027 gefeilt wird. Der finale Dual CP 707 soll aber auf jeden Fall auf der High End in Wien präsentiert werden und voraussichtlich ab April 2027 erhältlich sein. Um die 900 Euro sind stand jetzt für den Phono-Vorverstärker veranschlagt. Damit läge er 150 Euro über dem bereits getesteten Lehmannaudio Black Cube II und deutlich unter dem SPL Phonos. Beide Pre-Amps verstehen sich ebenfalls mit MM- und MC-Systemen.

Wir meinen …

Die bisher einzigen Phono-Vorverstärker der Marke waren entweder direkt in Plattenspielern verbaut – oder konnten als Systemmodule nachgerüstet werden. Ein eigenständiges Produkt ist beim aktuellen Vinylhype sicher kein schlechter Zug. Mit dem Thorens MC 1600 hat das erst kürzlich ein anderer deutscher Plattenspieler-Profi bewiesen. Wir sind auf jeden Fall sehr gespannt, wie sich der finale Dual CP 707 im Test schlagen wird. Bis dahin findest du alle von uns getesteten Phono-Vorverstärker hier, in unserer Bestenliste:

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