Bluesound Pulse Flex im Test: Was taugt die Neuauflage des kompakten Streamers?
- Schnittstellen
- Bluetooth 5.3, AirPlay 2, Spotify Connect, Tidal Connect, Qobuz Connect, Roon Ready
- WLAN-Verbindung
- 802.11a/b/g/n/ac/ax (2,4 und 5 GHz)
- Sprachassistenten
- –
- Gewicht
- 1,6 kg
- Abmessungen (BxHxT)
- 131 x 196 x 111 mm
- Preis
- 329 Euro (UVP)
Der Bluesound Pulse Flex überzeugt im Test mit einem natürlich ausgewogenen Klangbild. Seine diversen Streaming-Optionen und physischen Anschlüsse machen ihn zu einem äußerst flexiblen WLAN-Lautsprecher.
- Ausgewogener, kräftiger Klang
- Viele Streaming-Möglichkeiten, inkl. Roon
- Viele physische Anschlüsse
- Bequeme Bedienung per BluOS-Controller
- Klang verzerrt bei höheren Lautstärken
Bluesound stellt seinen kleinsten WLAN-Lautsprecher neu auf. Der Bluesound Pulse Flex (2025) will die gewohnte BluOS-Flexibilität mit einem – trotz kompakter Maße – besonders kräftigen Klang vereinen. Bei der Neuauflage streicht die Firma aber auch eine praktische Option des Vorgängermodells. Ob das Gesamtpaket dennoch überzeugen kann, verrät dir unser Test des Bluesound Pulse Flex (2025).
Hier kannst du den Bluesound Pulse Flex kaufen:
Kompakt, aber nicht mehr mobil
Wir haben es in der Einleitung erwähnt: Dem neuen Pulse Flex fehlt eine entscheidende Eigenschaft des Vorgängers – der Akkubetrieb. Gab es für den älteren Pulse Flex 2i noch ein optionales Akkupack, verzichtet Bluesound dieses Mal darauf. Der Bluesound Pulse Flex (2025) ist also ein klassischer WLAN-Lautsprecher für Schrank und Regal.

Das Gehäuse mit der prägnanten Dreieck-Grundform erlaubt eine flexible Positionierung, etwa flach an der Wand oder unauffällig in einer Raumecke. Trotz der insgesamt sauberen Passformen gibt es Kritik auf hohem Niveau: Das Gehäuse wirkt für ein Gerät in dieser Preisklasse stellenweise ein wenig zu pragmatisch. Der verbaute Kunststoff gibt bei festerem Druck leicht nach und auch die Stoffabdeckung lässt sich recht weit eindrücken.

Auf der Oberseite bietet der Pulse Flex ein Bedienfeld für die Musiksteuerung. Erfreulicherweise setzt Bluesound dabei erneut auf haptische anstelle von Sensortasten. Das erleichtert insbesondere die blinde Bedienung. Neben Lautstärke- und Track-Auswahl kannst du über drei Zusatztasten deine favorisierten Playlisten, Podcasts oder Radiosender starten. Die genaue Belegung bestimmst du in der BluOS-Controller-App.
Gut vernetzt, aber nicht smart
Musik bekommst du auf vielen Wegen auf den Bluesound Pulse Flex. Mehr als 20 Musik- und Radioquellen lassen sich direkt in der App einrichten. Mit Unterstützung für AirPlay 2, Spotify Connect, Tidal Connect, Qobuz Connect sowie das Roon-System integrierst du den Bluesound-Speaker zudem problemlos in die meisten Dienste. Dank Unterstützung für die Highres-Wiedergabe mit bis zu 24 Bit/192 kHz ist der Pulse Flex auch für hochauflösende Musik gerüstet.

Praktisch: Über den USB-C-Port kannst du den Pulse Flex als Lautsprecher für deinen PC oder Mac nutzen. Alternativ gibt er externe Zuspieler über den Klinkeneingang wieder oder spielt über die USB-A-Buchse Musik von externen Speichermedien ab. Neben der WiFi-Vernetzung hat Bluesound zudem an einen Ethernet-Port gedacht, sodass du den Pulse Flex auch per Kabel in dein Netzwerk integrieren kannst. Alternativ kannst du Musik auch direkt via Bluetooth 5.3 (inklusive Unterstützung für aptX HD) auf den Speaker streamen, etwa von einem Smartphone oder Tablet. Das funktioniert übrigens in beide Richtungen: Du kannst einen Bluetooth-Kopfhörer mit dem Pulse Flex koppeln, um die darauf gestreamte Musik zu hören.

Allerdings ist der Pulse Flex (2025) ausdrücklich kein Smart Speaker. Er verfügt weder über ein Mikrofon für Sprachassistenten, noch dient er als Zentrale für andere vernetzte Geräte. Zumindest indirekt kannst du ihn über einen Alexa-Skill ansteuern, wenn du im Amazon-Ökosystem unterwegs bist. Das hat in unseren Tests grundsätzlich funktioniert, erfordert aber einiges an Sprachbefehl-Akrobatik. Den Komfort einer direkten Sprachbedienung bietet der Bluesound-Speaker allerdings nicht.
Du suchst doch eher nach einem Smart Speaker? Dann wirf einen Blick auf unsere Bestenliste:
Durchdachte Bedienung per BluOS Controller
Angesichts der durchdachten App-Bedienung ist das aber vielleicht sogar verschmerzbar. „BluOS Controller“ ist der durchdachte Dreh- und Angelpunkt bei der Steuerung des Pulse Flex. Über sie bringst du den Bluesound Pulse Flex in wenigen Minuten in dein Netzwerk und holst Musik auf den Streaming-Speaker. Bluesound verzichtet dabei auf Konto-Zwang und gestaltet die Bedienung angenehm durchdacht.
Die App bietet die Verknüpfung zu über 20 Radio- und Musik-Streaming-Diensten. Alternativ dazu sprichst du den Lautsprecher über Spotify Connect, Tidal Connect oder AirPlay 2 an. Fans von Google Cast schauen hingegen in die Röhre. BluOS unterstützt das Protokoll nach wie vor nicht.

Davon abgesehen funktioniert der Pulse Flex nicht nur als Solist, sondern integriert sich auch nahtlos in ein bestehendes BluOS-System. So kannst du ihn unter anderem in ein Surround-System einbinden, zwei Pulse-Flex-Modelle für die Stereo-Wiedergabe zusammenschalten oder die Multiroom-Wiedergabe initiieren. Ein weiterer Pluspunkt des BluOS-Ökosystems ist die herstellerübergreifende Kompatibilität zu Hi-Fi-Komponenten von Herstellern wie NAD, DALI oder Cyrus.
Lediglich bei den Klangeinstellungen gibt es Abstriche. Der BluOS-Controller kann nur Höhen und Tiefen anpassen. Ein detaillierter Software-Equalizer oder gar eine automatische Raumeinmessung wie bei Sonos-Lautsprechern fehlt dem Bluesound-Modell.
Der Bluesound Pulse Flex im Klangtest
Unter der Haube arbeitet nun ein 50-Watt-SmartDSP-Verstärker, der die Ausgangsleistung gegenüber den 25 Watt des alten Flex 2i nominell verdoppelt. Auf dem Papier eine deutlich gestiegene Rohleistung. Doch wie schlägt sich die Kombination aus 21-mm-Hochtöner und 102-mm-Tiefmitteltöner in der Praxis?

In unseren Klangtests zeigt sich, dass Bluesound den Pulse Flex auf eine ausgewogene Tonalität abgestimmt hat. Der Streaming-Lautsprecher neigt weder zu übertriebenen Bässen noch zu künstlich überzogenen Höhen. Seine Stärken liegen vor allem in den ausgewogenen Mitten: Der Pulse Flex arbeitet Stimmen und Instrumente klar heraus, ohne es dabei in eine Richtung zu übertreiben.
Einen Eindruck davon verschaffen wir uns in Wasting my Young Years von London Grammar. Hier kommt die melancholische Gesangsstimme von Hannah Reid nuanciert zur Geltung, ohne dass Piano und Gitarre an Bedeutung verlieren.

Den schnellen Banjo-Salven und anspruchsvollen Cello-Crescendos von The Dead Souths Honey You wird der Bluesound Pulse ebenfalls gerecht. Die Instrumenten-Anschläge bleiben präzise, feine Obertöne lösen sauber auf und das raue Organ von Nate Hilts kommt klar zur Geltung.
Die (nachvollziehbaren) Grenzen bei den ganz tiefen Tönen bemerken wir bei Baddadan von Chase & Status. Hier bleibt der Bass weiterhin kontrolliert und gut nachvollziehbar, erzeugt aber nicht die Wucht, die größere WLAN-Speaker erreichen.
Die Mehrleistung macht sich bemerkbar
Der Leistungszuwachs gegenüber dem alten Pulse Flex macht sich insbesondere bei höheren Pegeln aber dennoch bemerkbar. Während der Flex 2i bei höheren Lautstärken früher an seine Grenzen stieß, behält die Neuauflage deutlich besser die Kontrolle.

Für die ganz hohen Lautstärken ist er aber weiterhin nicht ausgelegt. Ab ca. 70 Prozent des maximalen Pegels neigt der Pulse Flex zu einer verstärkten Kompression des Klangs. Das ist aber ebenso verschmerz- wie nachvollziehbar.
Auch ohne Stereo-Separation ist die Klangbühne des Bluesound Pulse Flex beeindruckend. Der Sound löst sich trotz des Mono-Setups gut vom kleinen Gehäuse und füllt kleinere bis mittelgroße Räume mühelos mit Musik.
Bluesound Pulse Flex (2025) im Test: Fazit
Mit der Neuauflage des Pulse Flex macht Bluesound vieles richtig. Das gilt vor allem dann, wenn du einen kompakten Lautsprecher mit natürlich ausgewogenem Klangbild suchst. Der Pulse Flex ist für diesen Einsatzzweck hervorragend geeignet. Neben den klanglichen Vorzügen punktet der Streaming-Lautsprecher auch mit einem hohen Grad an Flexibilität. Die hervorragende App macht die Einbindung von Musikdiensten zum Kinderspiel. Gleiches gilt für die perfekte Integration in das BluOS-Ökosystem. Die Möglichkeit, externe Zuspieler via USB-C oder Klinke anzuschließen, rundet die Vielseitigkeit ab.
Wenn dich die fehlenden Smart-Home-Funktionen nicht stören und der gehobene Preis nicht abschreckt, erhältst du mit dem Bluesound Pulse Flex (2025) ein vielseitiges und kompaktes Streaming-Kraftpaket.
Aktuelle Angebote
| Technische Daten | |
| Anzahl Treiber | 2 (1x Hochtöner, 1x Tiefmitteltöner) |
| Schnittstellen | Bluetooth 5.3, AirPlay 2, Spotify Connect, Tidal Connect, Qobuz Connect, Roon Ready |
| Anschlüsse | Ethernet, 3,5-mm-Klinkeneingang, USB-A, USB-C, optischer Eingang |
| WLAN-Verbindung | 802.11a/b/g/n/ac/ax (2,4 und 5 GHz) |
| Sprachassistenten | – |
| Stereo-Kopplung | Ja |
| Gewicht | 1,6 kg |
| Abmessungen (BxHxT) | 131 x 196 x 111 mm |
| Steuerungs-App | Ja |
| Verfügbare Farben | Schwarz, Hellgrau, Beige |
| Preis | 329 Euro (UVP) |
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